Tolle Idee, aber zu lang
For Whom the Belle TollsDas Buch fängt richtig gut an: es ist fantasievoll mit einem mega Worldbuilding, und es ist sehr witzig, wenn man die schlagfertige Art von Lily mag. Etwa das erste Drittel habe ich mich dann auch köstlich ...
Das Buch fängt richtig gut an: es ist fantasievoll mit einem mega Worldbuilding, und es ist sehr witzig, wenn man die schlagfertige Art von Lily mag. Etwa das erste Drittel habe ich mich dann auch köstlich amüsiert, vor allem Lilys Umgang mit den "Kunden" des HellpDesk war sehr unterhaltsam, aber auch ihre Wortgefechte mit Bel und den anderen Dämonen habe ich schmunzelnd mitverfolgt. Aber dann schlichen sich leider schon die ersten Längen ein, und viele Gedankengänge wirkten redundant. Zum einen hat mich dann gestört, wie toll Lily doch in allem war, wie einfach ihr alles gelang und wie beliebt sie bei wirklich allen in der Hölle war. Das war mir zu einfach. Natürlich hatte Lily große Selbstzweifel und musste immer wieder Bestätigung erhalten. Das war irgendwann zu viel und lähmte die eigentliche Handlung, die durch das Auftauchen des Mädchens Sharkie und die später auftauchende Bedrohung für das Dämonenreich durchaus faszinierend weiterging. Nur leider eben war alles zu sehr in die Länge gezogen und meine Lesebegeisterung ließ immer weiter nach, so dass ich schließlich sogar andere Bücher einschob und dieses Buch nur noch stückweise fertig las. Fazit: ich war wirklich begeistert von der sehr detailreichen andersartigen Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, aber es war einfach zu lang. In meinen Augen hätte man locker 300 Seiten wegkürzen können ohne viel von der ansonsten interessanten Handlung einzubüßen.