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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

Nicht schlecht, aber ich hatte mehr erwartet

Our Infinite Fates
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Durch den Vergleich des Buches mit Addie LaRue hatte ich unweigerlich eine Erwartungshaltung gegenüber dem Buch. Leider wirkt dieses Buch im Vergleich sehr unausgereift. Wenn man ohne große Erwartungen ...

Durch den Vergleich des Buches mit Addie LaRue hatte ich unweigerlich eine Erwartungshaltung gegenüber dem Buch. Leider wirkt dieses Buch im Vergleich sehr unausgereift. Wenn man ohne große Erwartungen an das Buch herantritt, wird man vielleicht weniger enttäuscht als ich. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich es total schlecht fand – schließlich habe ich 3,5 Sterne gegeben.

Es gab vieles, was mir gut gefallen hat. Zum einen natürlich die ganze Idee und Thematik der Geschichte. Ich mochte es durch die Zeitsprünge Evelyn und Arden in sämtlichen Leben kennenzulernen und vor allem auch die Tatsache, dass sich ihr Wesen/ihre Seele nicht an ein Geschlecht gebunden hat. Mal tauchte Evelyn als Mädchen auf, mal als Junge und das gleiche bei Arden.

Evelyn ist ein richtig toller Charakter. Emotional, mitfühlend und aufgeschlossen. Ich mochte es sehr, dass sie sich ihr liebenswertes Wesen über so viele Jahre erhalten hat. Arden hingegen ist eher verschlossen, war für mich nicht ganz greifbar und deshalb mochte ich ihn auch nicht übermäßig. Er war kein schlechter Charakter, aber irgendwie hat mir die Tiefe gefehlt.

Der Schreibstil ist gut, die Geschichte lässt sich locker und leicht lesen und war nicht zäh oder zu ausschweifend.

Das Ende war mir etwas zu unausgereift und es ging sehr plötzlich und leicht vonstatten. Die Autorin hat sehr viel in Gesprächen zwischen den beiden abgehandelt, statt es uns zu zeigen. Das fand ich schade. Zudem gab es für mich keine wirklichen Überraschungen in der Geschichte, es war eher vorhersehbar, was die insgesamte Spannung für mich sehr flach gehalten hat.

Für mich war das Buch eine nette Geschichte für zwischendurch, aber nichts außergewöhnliches.

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Veröffentlicht am 24.12.2024

The courting of boredom

The Courting of Bristol Keats
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Dieses Buch war definitiv einer meiner Jahresflops. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht bei der Seitenzahl ... andere Fantasy-Autor:innen schaffen es oft auf ca. 350 Seiten eine komplette, ...

Dieses Buch war definitiv einer meiner Jahresflops. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht bei der Seitenzahl ... andere Fantasy-Autor:innen schaffen es oft auf ca. 350 Seiten eine komplette, ausgefeilte und umwerfende Geschichte zu erzählen. Mary E. Pearson hat es geschafft auf über 700 Seiten etwas zu schreiben, was sich wie eine unendlich lange Einleitung liest. Quasi die Geschichte vor der Hauptgeschichte. Man hätte das Buch vermutlich auf 200 Seiten kürzen können und hätte inhaltlich immer noch alles abhandeln können, was sich die Autorin überlegt hat. Das Buch war einfach so extrem zäh und langweilig, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Der Teil der Handlung, der überhaupt von Belang oder interessant war, war unglaublich klein. Hätte ich es nicht in Zuge einer Leserunde gelesen, hätte ich es selbstverständlich nach den ersten 100 Seiten abgebrochen. Meine Hoffnung, dass es noch besser wird, wurde dann auch mit jeder weiteren langatmigen Seite zunichte gemacht.

Für die Charaktere hat die Autorin in die Klischeekiste gegriffen. Bristol war halt wieder die standardmäßige halb mutige, halb trotzige Protagonistin, die ja soooo selbstbestimmt ist, aber sich dann natürlich trotzdem in den vermeintlichen Gegner verliebt. Tyghan war der muskelbepackte und suuuuper heiße Gegner mit einer rätselhaften Narbe (scheint auch so ein Trend zu sein), der immer nach Schokolade riecht, der erst natürlich als kompletter Idiot hingestellt wird, aber eigentlich so ein toller Kerl ist und immer nur nette Sachen macht. Immerhin waren die beiden nicht komplett unerträglich.

Immer wieder frage ich mich auch: Wozu die Lovestory? Vor allem wenn man es einfach nicht kann. Hier war sie dementsprechend auch wieder richtig schlecht umgesetzt, es kam null Gefühl oder Chemie zwischen den Charakteren rüber, es wirkte komplett überstürzt. Dann lass es doch bitte einfach weg!

Show don't tell beherrscht die Autorin leider auch nicht. Statt Bristol einfach mal etwas mit den anderen Auserwählten machen zu lassen, wird einfach nur irgendwann erzählt, dass sie ja die besten Freundinnen sind. Ähm ja ... ähnlich lief auch die Beziehung mit Tyghan ab. Im Nachhinein frage ich mich wirklich was auf den über 700 Seiten überhaupt stand. Jedenfalls nicht viel zum Magiesystem, was mich ebenfalls gestört hat. Es wurde einfach alles offen gelassen und keine Grenzen abgesteckt was möglich ist und was nicht. Damit hat es sich die Autorin schön einfach gemacht um auch mal das ein oder andere Plothole auszubügeln. Der Plot war sehr flach und anspruchslos, die "Plottwists" kann man alle aus größter Entfernung voraussehen.

Zudem muss ich anmerken, dass ich vermutlich noch nie zuvor ein so schlecht lektoriertes Buch gelesen habe. Nicht einmal bei Selfpublishern (die nicht das Budget eines Verlags haben) findet man so viele Fehler. Das war wirklich gruselig. Von Rechtschreibfehlern, über Zeichensetzungsfehler, vertauschten Namen oder fehlenden Wörtern war wirklich alles dabei. Wie man so etwas drucken kann (und das als Verlag), ist mir ein Rätsel. Das hat den Lesefluss natürlich noch zusätzlich extrem verschlechtert.

Tut euch selbst einen Gefallen und lest ein anderes Buch, bestenfalls auch von einem anderen Autoren oder einer anderen Autorin. Wer das Buch trotzdem lesen möchte ist jetzt jedenfalls gewarnt

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Inhaltlich gut gemacht, Aufmachung habe ich mir schöner vorgestellt

Trinken wie ein Dichter
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Hier bekommt man definitiv ein originelles Buch für die verschiedensten Drinks und zudem noch ein paar amüsant geschriebene Geschichten zu dem/der jeweiligen Autor/Autorin oder Dichter/Dichterin.

Der ...

Hier bekommt man definitiv ein originelles Buch für die verschiedensten Drinks und zudem noch ein paar amüsant geschriebene Geschichten zu dem/der jeweiligen Autor/Autorin oder Dichter/Dichterin.

Der Stoffeinband ist meiner Meinung nach schon besonders und sehr schön. Ich finde es passt gut zu dem Buch. Ebenso wie das hübsch gestaltete Cover. Größentechnisch hatte ich es tatsächlich deutlich größer erwartet, finde die kompakte Größe aber zum Lesen und Halten gut. Dadurch, dass das Buch richtig gebunden ist kann man es auch gut aufklappen, ohne den Buchrücken zu brechen.

Vom Layout bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Dazu muss beachtet werden, dass ich Grafikdesignerin bin und deshalb verstärkt auf so etwas achte, aber dennoch hätte man es um einiges schöner gestalten können! Die Illustrationen im Buch mag ich grundsätzlich, allerdings wurden sie nicht korrekt vergrößert und so haben alle eine andere Liniendicke, was nicht so schön aussieht. Die Portraits oben (vom der jeweiligen berühmten Person) hätte man um einiges schöner machen können. Die Seiten sind nicht hauchdünn, aber dennoch durchscheinend, da hätte ich bei dem Preis ein hochwertigeres Papier erwartet.

Inhaltlich finde ich das Buch ziemlich gelungen. Der Schreibstil ist leicht und eingängig, an einigen Stellen auch humorvoll. Mir waren ca. 40% der Personen nicht bekannt, ob das nun an mir persönlich liegt, oder ob man doch bekanntere Persönlichkeiten hätte nehmen können ist hier die Frage. Dennoch fand ich es nicht schlecht mich so ein bisschen weiterzubilden.

Die Drinkrezepte haben mir insgesamt recht gut gefallen. Ich denke aber wenn man nur diese möchte, sollte man lieber zu einem herkömmlichen Cocktailbuch greifen. Die Zutaten sind teilweise recht exotisch.

Insgesamt finde ich das Buch ganz nett, würde aber nicht absolut zum Kauf raten. Vielleicht erst einmal ins Inhaltsverzeichnis lunzen und schauen, ob einen die Personen interessieren :) Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen, runde aber dort, wo es keine halben Sterne gibt auf 3 ab.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Absolut zauberhaft!

Spellshop
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"Spellshop" kam für mich jetzt zur dunkleren Jahreszeit genau richtig. Es ist ein so gemütliches und total schönes Buch, was mir einige tolle Lesestunden beschert hat.

Die Hauptprotagonistin Kiela muss ...

"Spellshop" kam für mich jetzt zur dunkleren Jahreszeit genau richtig. Es ist ein so gemütliches und total schönes Buch, was mir einige tolle Lesestunden beschert hat.

Die Hauptprotagonistin Kiela muss aus der Stadt fliehen und kehrt auf die abgelegene Insel ihrer Kindheit zurück. Caltrey ist so ein wunderschönes und perfektes Setting für diesen Roman gewesen. Die Autorin hat einen großartigen Schreibstil, sodass man perfekt in die Geschichte eintauchen kann und sich beim Lesen fühlt, als wäre man mit Kiela auf der Insel.

Kiela ist eine tolle Protagonistin, die ich auf Anhieb sympathisch fand. Sie ist sehr introvertiert und hat die letzten Jahre hauptsächlich allein und abgeschieden von anderen Menschen verbracht. An ihrer Seite ihr Spinnenkraut Caz, welches durch einen Zauber sprechen kann. Caz ist eine super Ergänzung für die schüchterne Kiela und hat viel Spaß in die Geschichte gebracht. Kiela entwickelt sich nach und nach weiter und es ist total schön mitzuverfolgen, wie sie aufgeschlossener wird und ihre ersten Freunde findet. Ein bisschen Romance ist durch ihren gutaussehenden Nachbarn Larran auch dabei, hierauf liegt aber nicht der Fokus. Die Charaktere sind insgesamt alle wirklich etwas besonderes und fast alle sehr liebenswert.

Obwohl die Geschichte wirklich gemütlich ist, gibt es dennoch genug Plot, sodass es nicht langatmig wird. Die auftauchenden "Probleme" wirken authentisch und haben zur Geschichte gepasst. Man darf keine rasante Action erwarten, aber für mich passierte definitiv immer genug, sodass es nie langatmig wurde.

Ich kann das Buch nur empfehlen und hatte sehr viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Ein mittelmäßiges Buch mit viel schönem, aber genauso vielen Schwächen

The Games Gods Play – Schattenverführt
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The games gods play ist für mich ein klassisches mittelmäßiges Buch. Es gab Elemente, die mir gefallen haben, aber auch so so vieles, was verbesserungswürdig ist. Der Einstieg ist leicht und es geht auch ...

The games gods play ist für mich ein klassisches mittelmäßiges Buch. Es gab Elemente, die mir gefallen haben, aber auch so so vieles, was verbesserungswürdig ist. Der Einstieg ist leicht und es geht auch schnell mit den Heldentaten los, wodurch es interessant war und Spannung aufgebaut werden konnte. Diese werden allerdings zumeist recht schnell abgehandelt, was vor allem bei der letzten Heldentat echt gestört hat. Es lief alles total einfach und extrem glatt und ruckzuck war es dann vorbei und alles schön. Bis zum Cliffhanger, der natürlich noch kommen musste. Ansonsten finde ich aber, dass die Spannung recht gut aufrecht gehalten wurde und es kaum Längen gab.

Der Schreibstil ist sehr einfach und leicht. Dadurch lässt sich das Buch sehr schnell und gut lesen, aber der Schreibstil ist eben nichts besonderes. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten wodurch man sich natürlich immer denkt "Ach, eins kann man ja noch lesen.". Das fand ich angenehm, vor allem wenn man vom Buch nicht über alle Maßen angetan ist.

Lyra ist eine sympathische Protagonistin, allerdings in sich etwas widersprüchlich. Durch ihren Fluch hat sie sehr einsam und zurückgezogen gelebt und was ich daran am dümmsten fand: Sie hat den Fluch nicht einmal ausgetestet. Sie hat sich einfach gedacht: Mich kann ja sowieso keiner mögen. Deshalb hat sie nicht mal versucht Freunde zu finden, obwohl sie sich danach gesehnt hat. Das erschien mir doch recht dämlich. Zumal der Fluch besagt sie kann niemand lieben. Von mögen ist da ja keine Rede. Sobald sie am Crucible teilnimmt will sie dann jeden retten und mit jedem gut Freund sein, was ich irgendwie seltsam fand. Natürlich ist es auf eine Art sympathisch, dass sie anderen geholfen hat, aber es passt wie gesagt einfach nicht so richtig.

Hades wird als der totale Badboy und soooo gefährlich beschrieben. So wird er aber null dargestellt. Zu Lyra ist er immer nur wahnsinnig lieb. Seine Geschwister fürchten ihn teilweise, aber weshalb wird nicht klar. Wenn man das ohne Erklärung hinnehmen kann, dann stört es einen vielleicht nicht so sehr wie es mich gestört hat. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht mochte. Aber er ist teilweise eine richtige Glucke und kein bisschen der böse Herrscher, was ich echt albern fand. Also grundsätzlich mochte ich ihn, aber den Kontext seines Charakters fand ich sehr schlecht. Dann lass ihn doch einfach lieb sein und fertig. Wieso muss jeder Angst vor ihm haben?

Das Buch wird als Slowburn beschrieben, aber Lyra und Hades standen quasi sofort aufeinander und er hat sie direkt mit "mein Stern" angeredet. Auch hier ist es wieder so, dass ich die Beziehung der beiden nicht nicht mochte, aber dass sie sich ohne einander zu kennen direkt toll fanden hat mich gestört. Das er mehr über sie weiß ist von vornherein klar, für mich hat aber auch die Auflösung das nicht wirklich gerechtfertigt. Die Nebencharaktere waren größtenteils in Ordnung, ein paar wirklich klasse. Leider haben interessante Charaktere nicht unbedingt eine große Rolle bekommen und sind nur sporadisch aufgetaucht. Das fand ich sehr schade, aber teilweise wohl auch nachvollziehbar. Das Buch ist wirklich sehr überfüllt mit Nebencharakteren, da kann man nicht jeden ausschmücken.

Zudem gab es noch mehr als nur eine Ungereimtheit. Viele davon kann ich aufgrund von Spoilern nicht nennen und hier alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Das hat mir aber gezeigt, dass die Autorin an einigen Stellen nicht zuende gedacht hat. Das Buch hat trotzdem irgendwie Spaß gemacht, so seltsam sich das anhört, weil mich ja doch einiges gestört hat. Aber ich habe es nicht komplett ungern gelesen oder mich durchgequält. Die modernen Götter waren eine Idee, die ich mochte und ebenso die Spiele, wie auch die Geheimnisse, die man allerdings auch vorausahnt.

Das Buch ist definitiv ein sehr leichtes Buch für das man (sorry) keine Hirnzellen bemühen muss (wenn man es macht, fallen einem wohl auch die unlogischen Sachen auf). Ein wenig mehr Tiefe und Raffinesse hätten hier nicht geschadet. Mit großen Überraschungen und Wendungen darf man nicht rechnen. Man hätte wirklich einiges besser machen können und es wäre ein richtig tolles Buch geworden. Für mich ist es daher leider nur mittelmäßig. Dadurch, dass es sich so schnell lesen lies und ich die grundsätzliche Story gut fand, würde ich aber wahrscheinlich auch dem zweiten Teil noch eine Chance geben. Den Hype verstehe ich hier allerdings wirklich nicht.

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