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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2024

Ein Herz für Bösewichte

Long Live Evil
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Long Live Evil war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, humorvoll und sarkastisch, was dem ...

Long Live Evil war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, humorvoll und sarkastisch, was dem eher schweren Thema an der ein oder anderen Stelle die Schärfe nimmt.

Allein schon die Idee hinter dem Buch fand ich extrem gut. Zum Einen, weil es originell ist, dass wir endlich mal einen Schurken begleiten, zum Anderen aber auch, weil es gepaart mit dem Thema Krebs wirklich im Gedächtnis bleibt. Es ist wie gesagt kein leichtes Thema und die Autorin bringt den Ernst der Lage und wie viel es den betroffenen Menschen abverlangt auf den Punkt.

Rae mochte ich als Protagonistin sehr. Auch ihre Betrügereien und Schurkereien haben mein Herz für die Bösewichte bzw. moralisch graue Charaktere höher schlagen lassen. Aber nicht nur Rae ist ein denkwürdiger Charakter, sondern auch der Rest der Clique, die sie begleitet, ist gut ausgearbeitet. Mir persönlich ist Key ans Herz gewachsen, da unser kleiner Psycho viele denkwürdige Momente hat, aber ich denke, dass viele Leute auch Cobra mögen werden, und vor allem Lia ist vielschichtiger als man erwarten könnte. Es stimmt, dass viele der fiktiven Charaktere geschaffen wurden, um eine Rolle in der Welt von Long Live Evil spielen, aber selbst in diesen Fällen gibt Brennan ihnen genug Freiheiten, um zu überraschen.

Es gab auf jeden Fall ein paar überraschende Wendungen und insgesamt war das Buch wirklich spannend. Beim zweiten Teil bin ich definitiv auch wieder dabei und kann das Buch dementsprechend auch empfehlen!

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Historischer cozy Krimi mit toller Protagonistin

Agency for Scandal
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Agency for scandal ist eine tolle Mischung aus historischem cozy Krimi und Romance. Der Romanceanteil rückt hier (zum Glück) eher in den Hintergrund und der Fall und Izzies Leben stehen im Vordergrund.

Der ...

Agency for scandal ist eine tolle Mischung aus historischem cozy Krimi und Romance. Der Romanceanteil rückt hier (zum Glück) eher in den Hintergrund und der Fall und Izzies Leben stehen im Vordergrund.

Der Schreibstil ist locker und leicht, wodurch sich das Buch total schnell weglesen lässt. Als richtig spannend würde ich es nicht bezeichnen, aber es passiert immer genug und es macht Spaß mitzurätseln. Der Vergleich mit Enola Holmes, den viele verwenden, ist hier wirklich nicht weit hergeholt. Da es auch ein Buch für jüngere Leser:innen ist, ist das Buch nicht brutal, spicy oder gruselig. Ich würde sagen, dass man es ab ca. 12 Jahren schon lesen kann.

Izzie und die anderen Frauen aus dem Finkennest sind ihrer Zeit auf jeden Fall voraus und widersetzen sich den üblichen Konventionen. Dadurch macht es sie zu tollen und interessanten Protagonistinnen. Erzählt wird das Buch aus Izzies POV, was ich persönlich aber vollkommen ausreichend fand. Izzie mochte ich generell echt gerne, sie ist mutig, aufgeweckt und hat ein gutes Herz.

Auch die Annäherung mit dem Loveinterest fand ich authentisch und nicht zu aufgesetzt oder kitschig. Es hat gut in die Geschichte gepasst.

Man darf hier keine krassen Plottwists und viel Action erwarten, aber das Buch hat auf jeden Fall seinen Charme!

Den zweiten Teil, der dann von einer anderen Frau handelt, die dem Finkennest beitritt, würde ich auf jeden Fall wieder lesen :)

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Hat noch viel Luft nach oben!

So Let Them Burn
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Debüt und das merkt man meiner Meinung nach sehr stark. Grundsätzlich fand ich die Idee der Autorin gut, aber an der Umsetzung hat es noch ziemlich gehapert.

Der ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Debüt und das merkt man meiner Meinung nach sehr stark. Grundsätzlich fand ich die Idee der Autorin gut, aber an der Umsetzung hat es noch ziemlich gehapert.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig und leicht lesen. Hierfür also ein Pluspunkt. Ich mochte es, dass es in diesem Buch keinen Spice gab, ich kann es nämlich ehrlich gesagt nicht mehr sehen/lesen. Diese austauschbaren Szenen, die null zur Handlung beitragen brauche ich absolut nicht. Also auch dafür einen Pluspunkt. Leider wirkten die beiden Liebesbeziehungen für mich hier aber ziemlich unnötig. Wieso muss immer jeder super doll verliebt sein? Eine richtig gute Freundschaft wäre doch auch mal toll! Nun ja, hier ging es von Hass auf Liebe in einem Fall extrem schnell, was mir nicht gefallen hat. Es wirkte sehr erzwungen und konstruiert. Da hätte man an einigen Stellen mehr Arbeit und Liebe in die Charakterentwicklung stecken sollen.

Faron ist anfangs eine eher schwierige Protagonistin. Sie ist recht aufmüpfig und auch etwas arrogant und vor allem unreflektiert. Ihre Schwester Elara mochte ich so viel mehr! Sie ist sanftmütig und sympathisch und ihre Kapitel habe ich wesentlich lieber gelesen. Die Blickwinkel wechseln zwischen den Schwestern und ich fand die zwei POVs gut.

Spannungstechnisch hat das Buch sehr lange gebraucht und ist erst einmal vor sich hin geplätschert. Am Ende haben sich die Ereignisse dafür dann geradezu überschlagen. Das hätte ich mir etwas ausgeglichener gewünscht! Zum Ende würde ich gern noch etwas sagen, allerdings wäre das ein massiver Spoiler, weshalb ich darauf verzichte. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass ich das Ende gedanklich etwas faul von der Autorin fand und nicht so originell. Natürlich lässt sie uns mit einem Cliffhanger zurück. Den zweiten Teil werde ich vermutlich dennoch nicht lesen, dafür fehlte mir in diesem ersten Teil einfach zu viel. Von mir gibt es deshalb 2,5 Sterne und dort, wo es keine halben Sterne gibt, runde ich auf 3 auf.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Das perfekte cozy Horror-Herbstbuch

Starling House
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Oberflächlich betrachtet ist dies eine Geschichte über ein Spukhaus, das auf mysteriöse Weise nach einem Mädchen ruft, und den einsamen Waisenjungen, der darin gefangen ist und sich nach einem Ausweg sehnt. ...

Oberflächlich betrachtet ist dies eine Geschichte über ein Spukhaus, das auf mysteriöse Weise nach einem Mädchen ruft, und den einsamen Waisenjungen, der darin gefangen ist und sich nach einem Ausweg sehnt. Aber dahinter verbirgt sich in Wirklichkeit eine Geschichte über verfolgte Menschen, die Macht der Träume und die Schrecken der Armut der Generationen. Es wird thematisiert, wie Familienbande sowohl einsperren als auch befreien können. Die Umsetzung finde ich wirklich großartig!

Opal mochte ich als Charakter auf Anhieb. Sie ist 26 und fühlt sich schon immer von Starling House angezogen. Sie ist einer von diesen Charakteren, den man meiner Meinung nach nur mögen kann. Hilfsbereit, freundlich, mutig, aber auch nicht zu sehr, als das es dann übertrieben wäre.

Was der Geschichte noch mehr Tiefe verleiht, ist die Sichtweise von Arthur Starling, dem Hausmeister selbst, dem letzten Aufseher von Starling House, und ich fand, dass dies eine wirklich clevere Ergänzung war, um dem Leser zu zeigen, dass dieser elende Charakter, den wir eigentlich fürchten sollten, Gefühle und Emotionen hat und einen unsichtbaren Krieg ganz allein führt.

Ich würde die Geschichte als cozy Horror bezeichnen. Es gibt definitiv ein paar gruselige Szenen aber nicht so, dass man davon Alpträume bekommt. Ich fand es von der Spannung her genau richtig und es ist für mich eines dieser perfekten Herbstbücher! Ich mochte es unglaublich gern und kann es deshalb nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Sad Sisters

Blue Sisters
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Für mich war das Buch ein zweiter Versuch mit der Autorin, nachdem ich Cleopatra und Frankenstein wirklich nicht gut fand. Ich bin froh, dass ich ihr noch eine Chance gegeben habe, denn die Blue Sisters ...

Für mich war das Buch ein zweiter Versuch mit der Autorin, nachdem ich Cleopatra und Frankenstein wirklich nicht gut fand. Ich bin froh, dass ich ihr noch eine Chance gegeben habe, denn die Blue Sisters haben mir so viel besser gefallen.

Zwar sind auch hier die Charaktere ordentlich kaputt, was man mögen muss oder zumindest damit klarkommen, aber es gibt auch Lichtblicke. Ihr Verhalten wird ganz anders erklärt und die Charaktere reflektieren sich selbst viel stärker. Wo es bei Cleopatra und Frankenstein eigentlich fast keine Einsicht gab und eher die "Ich bin halt kaputt, komm damit klar"-Mentalität gefahren wird, begegnen sich die Schwestern hier ganz anders. Die Beziehung der Schwestern steht in diesem Buch ganz klar im Vordergrund. Die Kapitel werden aus der Sicht der drei lebenden Schwestern erzählt und es gibt immer wieder Rückblicke mit der verstorbenen Schwester. Dadurch lernt man auch sie kennen, auch wenn ich mir das noch ein kleines bisschen intensiver gewünscht hätte.

Die Schwestern sind alle sehr verschieden und waren für mich auch unterschiedlich sympathisch. Dennoch fand ich es spannend und interessant herauszufinden, wer welches Päckchen mit sich herum trägt und weshalb. Die Charaktere hatten hier auf jeden Fall einiges an Tiefe und Authentizität. Bis auf die eine Sache, die die Autorin aber scheinbar zu lieben scheint ... fast jeder Charakter hat immer ein Suchtproblem. Das Thema scheint irgendwie ihr Steckenpferd zu sein, weshalb auch immer. Das hat mich an der ein oder anderen Stelle etwas genervt. Es gibt auch noch genug andere Probleme, die man haben kann :D

Der Schreibstil ist locker und leicht, zum Glück nicht so vulgär wie in ihrem anderen Buch. Noch etwas, was sie in meinen Augen deutlich verbessert hat. Alles in allem kann ich das Buch also weiterempfehlen, wenn man Familiendramen und vielschichtige Charaktere mag!

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