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Veröffentlicht am 02.12.2019

Leider heißt es Abschied nehmen

Jenseits von tot
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Auch im dritten und leider letzten Teil treffen wir auf alte Bekannte. Zombie und Eddie kommen sich näher, ihre kleine Patchworkfamilie funktioniert bestens.
Als gerade alles so schön ist, kommt Eddie ...

Auch im dritten und leider letzten Teil treffen wir auf alte Bekannte. Zombie und Eddie kommen sich näher, ihre kleine Patchworkfamilie funktioniert bestens.
Als gerade alles so schön ist, kommt Eddie ein Todesfall dazwischen. Von allen als natürlicher Tod abgeschrieben, hört Eddie auf ihr bewährtes Bauchgefühl und beginnt zu ermitteln erneut unterstützt von Zombie.
Im Rahmen dieser Ermittlungen tun sich vielschichtige Verwicklungen auf, die mit dem Tod des Opfers noch lange nicht aufgelöst und beendet sind.
Zombie öffnet sich Eddie zunehmend und die Bedeutung desTitels wird bald klar.
Auch Flo und die hilfreichen Freundinnen begegnen uns erneut mit neuen Problemen, die es zu bewältigen gilt.


Lucie Flebbe hat mit "Jenseits von Tod" wieder einen vielschichtigen, auch die Gesellschaft kritisch beleuchtenden Krimi geschaffen. Sie zeigt Probleme der heutigen Zeit auf, ohne dabei aber mit dem Zeigefinger zu wedeln, einfach indem sie sie in ihre Geschichte einbaut. so regt sie bei aller guten Unterhaltung auch zum Nachdenken an.
Zombie besticht wieder durch deinen schwarzen Humor und einfach dadurch, dass er ist wie er ist. Lucie kämpft immer noch mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Vorgesetzten Adrian, wird mit Hilfe Zombies und ihrer Freundinnen immer besser. wir erfahren viel über Zombie und seine Geschichte sowie seine Ängste.


Mit dem dritten Band der Trilogie hat die Frau Flebbe meiner Meinung nach den besten der Reihe geschrieben. In jedem Band hat sie sich zwar nicht gescheut, gesellschaftliche Probleme in ihre Erzählung einzubinden und zu beleuchten, aber fand ich diesmal besonders beeindruckend,
die Entwicklung der Protagonisten gefiel mir sehr. Vor allem Zombies Geschichte und die Gründe dafür, dass er eben so geworden ist haben viele Emotionen geweckt, ebenso seine unumstößliche Liebe zu Eddie und seine Unsicherheit in Bezug auf ihre Gefühle.


Band 3 ist der perfekte Abschluss zu dieser Reihe, auch wenn ich Eddie, Zombie und ihre Familie und Freunde sehr vermissen werde.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Ein Buch zum Wohlfühlen

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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Inhalt:
Die Schwedin Charlotte erbt unverhofft von ihrer bis dato völlig unbekannten Tante Sara ein Haus nebst Buchhandlung in London.
Zunächst fährt Charlotte mit dem festen Vorsatz nach England, ihr ...

Inhalt:
Die Schwedin Charlotte erbt unverhofft von ihrer bis dato völlig unbekannten Tante Sara ein Haus nebst Buchhandlung in London.
Zunächst fährt Charlotte mit dem festen Vorsatz nach England, ihr Erbe schnellstmöglich abzuwickeln und alles zu verkaufen.
Doch bereits in kurzer Zeit wachsen ihr die Menschen, deren Existenz auch ein gr0ßes Stück weit vom Weiterbestehen der Buchhandlung abhängt, die Stammkunden und nicht zuletzt der etwas eigenwillige Kater Tennyson ans Herz.
Auch öffnet sich die bisher in ihrem persönlichen Kummer gefangene Schwedin nach und nach ihren Mitmenschen und bekommt den Mut, ein neues Leben zu starten,
Im Wechsel wird die Geschichte Charlottes und Menschen, die sie umgeben, sowie die vom Leben ihrer Mutter Kristina und deren Schwester Sara erzählt, nachdem die beiden 20 Jahre zuvor nach London kamen.

Meine Meinung

Die Charaktere des Buches sind sehr lebendig gezeichnet mit all ihren Eigenheiten und Eigenschaften. Sei es Charlottes anfangs recht spröde Einstellung, Martiniques liebevolle Warmherzigkeit. oder auch die manchmal etwas skurrilen Nachbarn und Stammkunden werden zum Leben erweckt.
Die Buchhandlung ist sofort vor meinem inneren Auge erstanden und hat den Wunsch geweckt, dort viel Zeit zu verbringen. Gerne mit Tennyson auf dem Schoß und einer Tasse Tee und einem leckeren Kuchen in der Hand.
Fast wollte man den Damen bei der Ideensuche zur Rettung des Ladens beistehen.
Der Aufbau des Buches ist fesselnd. Während Charlotte versucht dem Geheimnis um Kristina und Sara auf die Spur zu kommen, ist der Leser ihr immer ein Stück voraus, da er Stück für Stück etwas aus deren Leben erfährt.
Das Ende mag nicht wirklich überraschen, jedoch ist „Die kleine Buchhandlung…“ ein absolutes Wohlfühlbuch, was ich nicht aus der Hand legen mochte.


Veröffentlicht am 15.09.2019

Krimi, Magie und Liebe

Luar - Verbotene Kräfte
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Ein zunächst unverdächtig erscheinender Todesfall führt Detektiv Caden Walsh und Amber O’Keefe, die Cousine der Toten, zusammen.
Beide verfügen über übernatürliche Kräfte bzw Fähigkeiten, was sie aber ...

Ein zunächst unverdächtig erscheinender Todesfall führt Detektiv Caden Walsh und Amber O’Keefe, die Cousine der Toten, zusammen.
Beide verfügen über übernatürliche Kräfte bzw Fähigkeiten, was sie aber vor ihrer Umgebung und auch voreinander zu verbergen versuchen.

Während die beiden sich immer stärker zueinander hingezogen fühlen, wird deutlich, dass der Tod von Ambers Cousine kein natürlicher war.
Im Zuge ihrer gemeinsamen Nachforschungen finden sie den bis dato unbekannten geheimnisvollen Cousin Ambers, Luar.
Dieser verfügt augenscheinlich über magische Fähigkeiten, die er auch nicht versucht zu verheimlichen.
Bald drohen die drei, Opfer einer Gruppe ebenfalls magiebegabter Männer zu werden, die auf ein Artefakt aus Luars Besitz aus sind.
Amber und Caden stehen vor der Aufgabe, sich ihren Begabungen zu stellen und schnellsten zu lernen diese zu meistern.

Der Roman erscheint zunächst ein „normaler“ Krimi zu sein.
Sehr schnell wird aber klar, dass die Protagonisten besondere Fähigkeiten haben. Spätestens mit Luars Auftauchen tritt die Magie deutlich zu Tage.
Mit dem Erscheinen einer Gruppe Männer die nicht nur konventionelle Waffen so einsetzen, sondern auf Magie wirken können kommt eine gegnerische Gruppe ins Spiel, die auch am Tod von Ambers Cousine beteiligt sein könnten.
Die Autorin versteht es wunderbar, Atmosphären zu schaffen und auf den Leser wirken zu lassen, sei es eine beklemmende Suche im Wald oder ein actionreiches Feuergefecht.
Gewürzt wird das Geschehen mit einer guten Dosis, teils recht trockenen Humors seitens der Protagonisten, und einer sich anbahnenden Liebesgeschichte in der auch die Erotik nicht zu kurz kommt

Luar-Verbotene Kräfte ist ein toller Mix aus Krimi , Magie und Liebesgeschichte, der neugierig auf eine Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Gespräche nicht nur mit Freujden

Gespräche mit Freunden
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Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Frances. Teils in Form von Gesprächen, in Gesprächen oder Austausch von E-Mails von denen sie berichtet und auch von Beschreibungen ihrerseits der ...

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Frances. Teils in Form von Gesprächen, in Gesprächen oder Austausch von E-Mails von denen sie berichtet und auch von Beschreibungen ihrerseits der Ereignisse.
So erfährt der Leser von der Freundschaft zwischen Frances und Bobbie, der Ehe zwischen Melissa und Nick und wie diese Beziehungen sich miteinander verweben.

Gespräche finden über nahezu jedes Thema statt, Freundschaft, Liebe, politisches Geschehen.
Anfangs ist es auch noch recht interessant und spannend, diee Entwicklung zu verfolgen. Aber es gibt auch leider viele Längen.

Schlussendlich ist es wie im richtigen Leben, problematisch sind eher die Gespräche die zwischen den Beteiligten nicht geführt werden.

Keine der Personen hat es geschafft, mich für sich einzunehmen. Entweder fand ich sie unsympathisch oder ihr Geschick war mir gleichgültig.

Manchmal wären Anführungszeichen vielleicht hilfreich gewesen, um zu unterscheiden, ob es sich um einen Dialog handelt oder die Gedanken von Frances.

Veröffentlicht am 13.07.2019

Die Tode der Vergangenheit leben erneut auf

Die Stille des Todes
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Inhalt:
Zwanzig Jahre zuvor erschütterte in der kleinen Stadt Vitoria eine Verbrechenserie die Bewohner.
Der Täter wurde gefasst und sitzt seitdem in Haft.
Kurz vor seinem Hafturlaub finden ...

Inhalt:
Zwanzig Jahre zuvor erschütterte in der kleinen Stadt Vitoria eine Verbrechenserie die Bewohner.
Der Täter wurde gefasst und sitzt seitdem in Haft.
Kurz vor seinem Hafturlaub finden erneut Morde nach dem bekannten Muster statt.
Inspektor Unai Ayala, der schon die erste Mordserie mit großem Interesse verfolgt hat und davon auch bewogen wurde, der Polizei beizutreten, beginnt mit seiner Kollegin Estebaliz de Gauna die Ermittlungen.
Ist der vermeintliche Täter von damals unschuldig oder hatte er einen Komplizen, der für ihn erneut mordet?
Inspektor Ayala verstrickt sich immer tiefer in die Ereignisse von damals und heute. Dabei erliegt er zunehmend dem Charisma des inhaftierten Mörders.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird von Unai Ayalas erzählt. Nichtsdestotrotz bekommt der Leser einen guten Blick auf die Geschehnisse der Vergangenheit und der Gegenwart. Man hat förmlich Teil an den Ermittlungen und erlebt, wie der Inspektor die alten mit den neuen Morden und der in den Taten enthaltenen Symbolik verknüpft bis es zu einer völlig unerwarteten Auflösung kommt.
Die Autorin zeichnet die Charaktere sehr lebendig und man erfährt auch was über das Schicksal und Leben der Protagonisten, ohne dass diese persönlichen Probleme im Buch überhand nehmen und die eigentliche Story davon überschattet und fast verdrängt wird.

Doch machen diese Infos die Protagonisten real und lassen sie lebendig werden.
Auch Nebenrollen wie der Großvater und die Großtante zeichnen sich durch eine sehr liebevolle Darstellung der Person aus. Man merkt, dass die Autorin damit ihren einen Lieben ein kleines Denkmal setzt, nicht nur in der Widmung und der Danksagung.

Ich fand es sehr spannend, wie die beiden Ermittler die Puzzleteile zusammentragen und trotz einiger Abwege zu dem für mich unerwartetem Ende kommen.