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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2024

Ruhig und düster

Starling House
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Die Bewohner von Eden meiden Starling House, da unheimliche Geschichten über das alte Herrenhaus kursieren. Einzig Opal ist von diesem Gebäude fasziniert und nimmt einen Job als Haushälterin dort an…
Die ...

Die Bewohner von Eden meiden Starling House, da unheimliche Geschichten über das alte Herrenhaus kursieren. Einzig Opal ist von diesem Gebäude fasziniert und nimmt einen Job als Haushälterin dort an…
Die Autorin Alix E Harrow hat einen ganz besonderen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Sie hat es geschafft, mich unfassbar neugierig auf das mysteriöse Haus zu machen, weshalb ich mich genauso wie Opal gefreut habe, es zu betreten. Ein derartiges Setting ist mir bereits aus Thrillern geläufig, dennoch fesselt die düstere Atmosphäre die Leser. Durch die Innensicht Opals konnte ich mich schnell in die Figuren eindecken. Puzzleteile zur Geschichte des Hauses wurden unter anderem durch die Sicht von Arthur Starling zusammengefügt. Die Figuren sind durchdrungen von Tiefe. Sie müssen keine Helden sein, um zu faszinieren. Große Abenteuer sind hier nicht zu erwarten, stattdessen ist es sehr ruhig, das Buch lebt von einzelnen Momenten. Daher hat es mir Spaß gemacht, es zu lesen, eine Sogwirkung hatte es jedoch nicht auf mich.
Zusammenfassend hat Starling House mir schöne Lesestunden beschert und ich kann es jedem weiterempfehlen, der ruhigere Settings mag.

Veröffentlicht am 30.06.2024

Witz und Charme

Valentina Amor. All you need is love (oder so)
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Valentina ist die Tochter von Amor und trägt daher eine große Bürde. Sie wird auf eine Liebesmission geschickt. Wer sich davon noch nicht gänzlich überzeugt ist, sollte sich das bunte Cover mit dem zugehörigen ...

Valentina ist die Tochter von Amor und trägt daher eine große Bürde. Sie wird auf eine Liebesmission geschickt. Wer sich davon noch nicht gänzlich überzeugt ist, sollte sich das bunte Cover mit dem zugehörigen Farbschnitt nochmal näher ansehen.
Die Geschichte liest sich sehr schnell, was dem einfachen, modernen, aber vor allem humorvollen Schreibstil zur verdanken ist. Besonders lebt das Buch von den witzigen Dialogen, die sich aber auch mit ernsten, tiefsinnigeren Szenen abwechseln. Die Hauptfigur ist durch ihre unbeholfene Art besonders liebenswert. Diversity ist aktuell auch ein großes Thema, welches auch in dem Buch durch beispielsweise die Verwendung des Pronomens Dey angesprochen wird. Die Geschichte hält Unerwartetes bereit.
Insgesamt empfehle ich die Geschichte allen, die Witz, Charme und eine seichte Story suchen.

Veröffentlicht am 14.03.2024

Zu viele Figuren

Murder in the Family
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Das Buch ist wie ein Script für eine True-Crime-Serie aufgemacht. Die Aufmachung ist durch die verschiedenen Erzählweisen wie Dialoge, Chats, Zeitungsartikel und andere kreative Beiträge sehr ansprechend. ...

Das Buch ist wie ein Script für eine True-Crime-Serie aufgemacht. Die Aufmachung ist durch die verschiedenen Erzählweisen wie Dialoge, Chats, Zeitungsartikel und andere kreative Beiträge sehr ansprechend. So gibt es auch nachgestellte Szenen, Interviews mit Experten sowie Betroffenen mit Drehbuchcharakter.
Für mich bestand die hauptsächliche Schwierigkeit darin, die vielen Figuren auseinanderzuhalten und einzuordnen. Anfangs werden Hauptfiguren vorgestellt, doch im Buch selbst gibt es beispielsweise Stammbäume und weitere Arten der Einführung von Charakteren, bei denen ich irgendwann nicht mehr richtig durchblicken konnte.
Die Handlung selbst gewinnt erst viel zu spät an Fahrt. Positiv möchte ich dabei aber herausstellen, dass der Leser auf falsche Fährten gelockt wird und es somit spannend bleibt, wer denn nun wirklich der Täter ist. Manches wirkte allerdings nicht authentisch, sondern vielmehr konstruiert.
Insgesamt mochte ich die Grundidee, doch in der Umsetzung stockte es. Ich denke aber, dass Fans von True-Crime-Podcasts ihre Freude daran haben werden.

Veröffentlicht am 13.11.2023

Atmosphärische Liebesgeschichte

Songs of Emerald Hills
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Nachdem Carolines beste Freundin Nadine recht plötzlich verstorben ist, findet sie in ihrem Leben keinen Halt mehr. Sie füht nichts mehr. Und weiß auch nicht, welche berufliche Richtung sie einschlagen ...

Nachdem Carolines beste Freundin Nadine recht plötzlich verstorben ist, findet sie in ihrem Leben keinen Halt mehr. Sie füht nichts mehr. Und weiß auch nicht, welche berufliche Richtung sie einschlagen soll. Als sie kurzerhand ein Jobangebot annimmt, lehrt der charmante Nachbar Conor sie, das Leben wieder für sich zu entdecken.
Vor dieser Geschichte hatte ich keine Berührungspunkte mit Irland, doch Anabelle Stehl hat mir gezeigt, wie toll die „grüne Insel“ doch ist. Mit Liebe zum Detail beschreibt sie die Landschaft, die von wenigen Dörfern und großteils von Natur geprägt ist. Vor meinem inneren Auge hatte ich stets klare Bilder.
Caroline habe ich als verschlossene, gebrochene junge Dame kennengelernt, die ein großes Herz hat. Ihre Entwicklung ist deutlich zu erkennen, woran nicht zuletzt auch Conor teilhat. Er ist ein aufgeschlossener, hilfsbereiter Mann, dessen ganze Leidenschaft in einer Sprachschule steckt. Zwischen ihnen spürte ich die Verbindung intensiv, sodass die Liebesgeschichte sehr authentisch auf mich wirkte. Zudem entwickelte sich das Verhältnis genau im richtigen Tempo
Neben der Liebesgeschichte nimmt aber auch das Leben mit allerhand Problemen einen Platz im Buch ein. Hierbei präsentiert die Autorin realistische Handlungsanleitungen. So erlebte ich die Geschichte als ein Auf und Ab, so wie es auch im echten Leben ist.
Alles in allem kann ich jedem die Geschichte ans Herz legen, der sich nach einer Liebesgeschichte voller spürbarer Emotionen sehnt.

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Veröffentlicht am 09.11.2023

Abwechslungsreich

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Valentina ist eine La Catrina. Das bedeutet, dass sie menschliche Seelen ins Reich der Toten überführt. Nach einem Umzug lernt Valentina an dem neuen College Lily kennen, die jedoch eine Hexe ist und ganz ...

Valentina ist eine La Catrina. Das bedeutet, dass sie menschliche Seelen ins Reich der Toten überführt. Nach einem Umzug lernt Valentina an dem neuen College Lily kennen, die jedoch eine Hexe ist und ganz eigene Pläne verfolgt.

Sandra Grauer hat in der Geschichte unheimlich tolle Figuren geschaffen. Besonders Valentina ist mir als Protagonistin sehr ans Herz gewachsen. Sie ist bunt und schrill, sticht aus der Masse hervor. Und vor allem ist sie sehr vertrauenswürdig. In ihrem Bruder Emiliano brodelt die Wut nach einem Unfall und er ist kaum zu bändigen. Und last but not least Lily, die Voodoohexe, die sich sehr bedeckt hält. Ihre wahren Beweggründe sind schleierhaft und so macht es als Leser Spaß, diese nach und nach aufzudecken.

So kann die Geschichte ständig die Spannung halten und durch den einfach gehaltenen Schreibstil der Autorin liest sie sich sehr schnell. Auch die unerwarteten Wendungen tragen dazu bei, immer weiter lesen zu wollen. Eine kleine Sache ist mir jedoch aufgefallen: Sandra erwähnt es auch vorweg, aber es wäre sinnvoll, ihre vorige Reihe zu lesen, da in “Flower & Bones” Anspielungen darauf vorkommen.

Zuletzt möchte ich das Setting loben, dass zwischen Irland und Mexiko wechselt und somit ebenfalls für Abwechslung sorgt. Ich bin bisher begeistert und bleibe neugierig auf den Folgeband!

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