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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Ein erschütternder Roman, der zeigt, dass Missbrauch viele Facetten haben kann

Die Dinner Party
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"Die Dinnerparty" ist ein Roman, der mich schockiert und zugleich unfassbar gefesselt hat. Die Autorin hat in ihrem Buch eine Welt geformt, in der sie zeigt, wie facettenreich Missbrauch sein kann und ...

"Die Dinnerparty" ist ein Roman, der mich schockiert und zugleich unfassbar gefesselt hat. Die Autorin hat in ihrem Buch eine Welt geformt, in der sie zeigt, wie facettenreich Missbrauch sein kann und oft gar nicht so eindeutig ist, wie viele vielleicht denken. Sie zeigt, dass die Welt nicht nur schwarz weiß ist, denn Franca ist sich bis zum Ende sicher, dass sie und Andrew sich mal geliebt haben. Trotz dessen hatten seine Taten einen entscheidenden Einfluss auf das, was ihr passiert ist. Und damit ist nicht nur sexueller Missbrauch gemeint, sondern auch die ständigen kleinen Beeinflussungen Andrews, die subtil, aber dennoch eindeutig als Leserin erkennbar waren. Franca hat in ihrem Leben Dinge durchmachen müssen, die man keinem Menschen wünscht. Die Reise durch ihre Vergangenheit mithilfe ihres Briefes an Harry hat uns viele Facetten ihres Lebens gezeigt, unzählige Bilder gemalt, die einen verstehen ließen, warum Franca nun so ist wie sie ist.
Der Erzählstil der Autorin hat die Geschichte noch viel eindrucksvoller gemacht. Ich war beeindruckt von den schnellen Wechseln, von dem bewussten Setzen von Kommata, die den Lesefluss direkt beeinflusst haben und so den Text noch wirkungsvoller werden ließen. An manchen Stellen ging es vielleicht etwas schnell und es wurde viel nur angedeutet und nicht klar angesprochen, aber darin lag für mich auch ein gewisser Reiz, der Interpretationen auf vielen Ebenen zuließ.

Das Ende war passend zum restlichen Buch, auch wenn ich mir da vielleicht eine klarere Auflösung gewünscht hätte. Gleichzeitig ist auch Francas Leben nicht an einem eindeutigen Punkt, weshalb es in dieser Gestaltung sehr zur Geschichte gepasst hat.

Für mich eine klare Empfehlung, die ich sofort an meine Freundinnen weitergegeben habe. Ein wunderbar feministischer und eindrucksvoller Roman, der mich an einigen Punkten schaudern ließ und mich bis jetzt gedanklich nicht losgelassen hat!

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Veröffentlicht am 08.03.2024

Ein faszinierender Kommentar zur heutigen Verlagsbranche!

Yellowface
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Das Buch war für mich in mehr als einer Hinsicht absolut faszinierend. Für jemanden, der selbst in der Verlagsbranche arbeitet und die Abläufe langsam ganz gut kennt, war es erschreckend, wie viel von ...

Das Buch war für mich in mehr als einer Hinsicht absolut faszinierend. Für jemanden, der selbst in der Verlagsbranche arbeitet und die Abläufe langsam ganz gut kennt, war es erschreckend, wie viel von dem, was Kuang schreibt, wirklich der Wahrheit entspricht. Mit hier und da etwas überspitzter Satire, hat dieses Buch doch einen recht guten Einblick in diese Welt gegeben. Es ist schon etwas verrückt, was für Gedanken sich eigentlich gemacht werden, bevor ein Buch veröffentlicht wird. Es zählt nicht nur, ob die Geschichte gut ist, in einigen, wenn nicht sogar den meisten Verlagen, spielt der Hintergrund der Autorin schon eine große Rolle.
Auch der Kommentar zu den sozialen Medien, wie wir Menschen online miteinander eigentlich umgehen, war so treffend dargestellt, dass es mich wirklich erschüttert hat.
Ich mochte den Stil der Autorin unfassbar gerne. Ihre Sätze waren einfach, aber trotzdem so fesselnd, dass ich das Buch oft einfach nicht weglegen konnte. Sie zieht uns in Junes Welt, gibt uns die Chance in ihrem Kopf zu leben. Viel von dem, was wir während dieser Reise erlebt haben, basierte natürlich auf Junes subjektiver Wahrnehmung, was das Ganze noch interessanter gemacht hat, weil man sich nie ganz sicher sein konnte, ob manche Dinge wirklich so sind, wie sie sie beschreibt, oder ob sie diese nur so wahrnimmt.
Mein einziger Kritikpunkt ist tatsächlich das Ende. Die Geschichte wurde über den Roman hinweg langsam und konsequent spannend aufgebaut, während es am Ende dann plötzlich viel zu schnell geht. Das fand ich etwas schade, ansonsten absolut gelungen!

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Schönes Spin-Off!

A Game of Fate
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Als Spin-Off zur Reihe über Persephone war es wirklich nett zu lesen, aber als eigenständiges Buch hätte ich es etwas zu kompliziert gefunden.
Trotzdem waren die Charaktere toll ausgearbeitet, bis auf ...

Als Spin-Off zur Reihe über Persephone war es wirklich nett zu lesen, aber als eigenständiges Buch hätte ich es etwas zu kompliziert gefunden.
Trotzdem waren die Charaktere toll ausgearbeitet, bis auf Persephone, die ich etwas zu oberflächlich beschrieben fand, weil sie in den anderen Büchern doch ganz anders wirkt.
Aber es war toll, so viele Hintergrundinformationen zu bekommen, vor allem auch über Aphrodite und Hephaistos.
Die Geschichte mit Sisyphos fand ich gegen Ende aber etwas langwierig.
Ansonsten wirklich schön gemacht und ich freue mich schon auf die weiteren Bücher!

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