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Veröffentlicht am 17.10.2017

Luzerner Totentanz

Luzerner Totentanz
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Ausgerechnet an Heiligabend wird im Luzerner Männliturm ein kleines Mädchen gefunden. Sie wurde entführt, betäubt und danm als Engel verkleidet. An ihrem Auffindeort entdecken die Ermittler okkulte Zeichen, ...

Ausgerechnet an Heiligabend wird im Luzerner Männliturm ein kleines Mädchen gefunden. Sie wurde entführt, betäubt und danm als Engel verkleidet. An ihrem Auffindeort entdecken die Ermittler okkulte Zeichen, die auf die Hexe “Sträggele” als Täterin hinweisen. Als ein weiteres kleines Mädchen entführt und auf ähnliche Weise zur Schau gestellt wird, beginnt eine wahre Hexenjagd, die am Scheiterhaufen zu enden droht. Cem Cengiz und seine Kollegen beginnen mit der fieberhaften Jagd nach dem Täter.

Dieser Krimi ist bereits der vierte Teil um den Ermittler Cem Cengiz. Für mich war es nicht nur der erste Krimi, den ich um diesem Ermittler gelesen habe, sondern auch das erste Buch der Autorin selbst. Ich hatte keinerlei Probleme, mich in der Geschichte und bei den Personen zurechtzufinden. Für mich steht also fest, dass ich weitere Bücher von der Autorin unbedingt lesen werde.
Dieser Krimi hat mir außerordentlich gut gefallen! Die Charaktere sind sehr authentisch und greifbar beschrieben, sie sind einfach menschlich. Ich konnte daher eine prima Beziehung zu ihnen aufbauen. Neben Cem, der äußerst sympathisch und feinfühlig war, fand ich auch den Journalisten Marius sehr ansprechend. Er konnte viel zu dem Fall und der Auflösung beitragen und war ein wahrer Charmebolzen.
Sehr gut gefielen mir auch die Beschreibungen der Umgebungen etc., ich hatte gute Bilder vor Augen.
Der Plot war großartig durchdacht. Was mag es mit den Einführungen der Kinder auf sich haben? Sie wurden “nur” zur Schau gestellt, nicht verletzt oder misshandelt. Wer mag dahinter stecken? Und warum? Ich tappte da sehr lange im Dunkeln und wurde erst am Ende erlöst.
Die Spannung wurde perfekt aufgebaut und stets gehalten. Ich konnte teilweise gar nicht schnell genug lesen, insbesondere am Ende, wo die Spannung dann enorm hoch war.

Ein sehr gut durchdachter Krimi mit tollen Ermittlern, der absolut spannend ist. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Mordswetter

Mordswetter
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Ein heftiges Gewitter wütet über Frankfurt. Kurz danach wird auf einem Campingplatz die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wurde sie vom Blitz getroffen und getötet? Oder hat jemand das Unwetter genutzt, ...

Ein heftiges Gewitter wütet über Frankfurt. Kurz danach wird auf einem Campingplatz die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wurde sie vom Blitz getroffen und getötet? Oder hat jemand das Unwetter genutzt, um sie umzubringen? Hauptkommissar Christian Bär begegnet bei seinen Ermittlungen der Reporterin Roberta Hennig. Alte Gefühle flammen auf. Doch Roberta scheint sich mehr für den Gewitterfotografen Maik zu interessieren, den Freund der Verstorbenen. Dann gibt es eine weitere Leiche.

Auf diesen zweiten Fall für Christian Bär und Roberta Hennig habe ich mich sehr gefreut. Und wieder wurde ich mit einem durchweg spannenden und nicht durchschaubaren Krimi belohnt.
Die Charaktere sind bildhaft und authentisch beschrieben. Bär glaubt, dass bei dem Tod der jungen Frau nachgeholfen wurde - und zwar von Maik. Diese Gedanken und Überlegungen von ihm werden nachvollziehbar beschrieben und ich habe sie durchaus geteilt.
Roberta empfinde ich als auffällige Persönlichkeit, die mir sehr sympathisch ist. Sie glaubt an sich und an ihre Intuition und ist eine starke Frau. Es macht Spaß, sie zu begleiten und ihren Gedanken zu folgen.
Der Fall war für mich nicht durchschaubar. Es gab mehrere Tote und es stellte sich die Frage, ob sie eines natürlichen Todes starben oder ob nachgeholfen wurde. Dass sie durch ein Unglück ums Leben kamen, war für mich recht unwahrscheinlich. Doch wer ist der Täter und warum mussten die Opfer sterben? Was verbindet sie miteinander? Ich tappte bis zum Ende im Dunkeln und wurde ganz schön überrascht. Auf die Verbindungen bin ich nicht gekommen.
Prima recherchiert fand ich die Einblicke zum Gewitter und den Blitzen. Das fand ich sehr interessant und spannend.

Ein spannender Krimi mit einem interessanten und gut recherchierten Thema. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.10.2017

Immerschuld

Immerschuld
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Am Waldrand in der Nähe des kleinen Dorfes Grundendorf wird die verstümmelte Leiche eines Hundes entdeckt. Patrick wird hinzugerufen und findet heraus, dass es sich um den Hund von Patrick's zwölfjähriger ...

Am Waldrand in der Nähe des kleinen Dorfes Grundendorf wird die verstümmelte Leiche eines Hundes entdeckt. Patrick wird hinzugerufen und findet heraus, dass es sich um den Hund von Patrick's zwölfjähriger Cousine Julia handeln soll. Als Patrick auf dem Hof seiner Großeltern, wo seine Cousine lebt, auftaucht, erfährt er, dass Julia spurlos verschwunden ist. Die Ereignisse in dem kleinen Dorf überschlagen sich…

Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen. Er baut zwar auf dem Thriller “Immerstill” auf, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden - obwohl sich dann ein komplexeres Bild ergeben würde.
Der Schreibstil gefiel mir gut, denn die Geschichte wurde flüssig und bildhaft erzählt. Auch die beklemmende und bedrückende Atmosphäre wurde sehr gut transportiert. Dadurch wurde die Spannung sehr gut aufgebaut und gehalten. Ich hing gefesselt am Buch und wollte unbedingt immer weiterlesen.
Die Charaktere wurden bildhaft beschrieben. Besonders Patrick war mir sehr sympathisch. Er hat schwere Erlebnisse hinter sich und versucht, damit klar zu kommen. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Aber auch die weiteren Personen wurden gut beschrieben und passten prima ins Dorfbild.
Der Plot war für mich nicht durchschaubar. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Julia noch lebt, konnte mir dessen aber nicht sicher sein. Es gab immer wieder kleine Puzzlestücke, die jedoch erst am Ende des Buches zu einem Ganzen wurden. Das Ende war dann sehr temporeich und überraschend und somit sehr gelungen.

Ein fesselnder Thriller, der Spannung in sich hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Vorübergehend verschossen

Vorübergehend verschossen
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Die Hochzeit von Nelli und Tim steht unmittelbar bevor. Es soll der perfekte Tag für die gemeinsame Zukunft werden. Doch Tim hat ein Problem: Bei seiner Junggesellentour ist er versackt - ausgerechnet ...

Die Hochzeit von Nelli und Tim steht unmittelbar bevor. Es soll der perfekte Tag für die gemeinsame Zukunft werden. Doch Tim hat ein Problem: Bei seiner Junggesellentour ist er versackt - ausgerechnet in Las Vegas. Er bittet also seinen Zwillingsbruder Felix, ihn bei seiner Hochzeit zu vertreten, damit Nelli nichts merkt. Gesagt getan, heiratet Felix Nelli und fährt mit ihr auf Hochzeitsreise. Währenddessen muss Tim seine Spaß-Hochzeit mit seiner Jugendfreundin Doro annullieren lassen. In Nizza entdeckt Nelli an ihrem Ehemann wunderbare neue Facetten und fiebert der Hochzeitsnacht regelrecht entgegen. Die muss Felix aber unbedingt verhindern.

Dieser Roman ist einfach nur zauberhaft. Wunderschön und bildhaft geschrieben und dadurch leicht zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Die Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet. Ich hatte sie alle sehr gut vor Augen.
Nelli ist sehr sympathisch, weil sie einfach absolut normal ist, so wie das Mädchen von nebenan. Was Tim und Felix ihr antun, ist ganz schön gemein. Doch die beiden Brüder sehen sich so ähnlich, dass Nelli den Schwindel nicht bemerkt. Nicht einmal der Vater kann die beiden Brüder auseinanderhalten. Nelli habe ich sofort in mein Herz geschlossen.
Felix ist ebenfalls sehr sympathisch. Er ist es gewohnt, seinen Bruder immer wieder aus der Klemme zu helfen, so dass er auch dieses Mal nicht nein sagt. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass Nelli so zauberhaft ist und sich klammheimlich in sein Herz schleicht.
Am großartigsten fand ich Oma Ilse. Sie hat das Spiel ihrer Enkel trotz ihres Alters von Anfang an durchschaut und versucht, die beiden zu unterstützen. Allerdings hat sie auch ganz schnell gemerkt, wer hier eigentlich zu wem passt bzw. gehört und dann auf ihre ganz eigene Art ein paar Fäden gezogen. Oma Ilse ist herrlich erfrischend und offen und trägt ihr Herz am rechten Fleck. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Die Geschichte gefiel mir sehr gut. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten wurden ehrlich und nachvollziehbar beschrieben und ich konnte mit ihnen mitfiebern und mitleiden. Und natürlich habe ich ganz fest die Daumen für ein oder zwei Happy-Ends gedrückt.

Ein toller und humorvoller Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Totenstarre

Totenstarre
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An einem idyllischen Sommerabend in Cambridge wird Dr. Kay Scarpetta zu der Leiche einer Radfahrerin gerufen. Die junge Frau wurde in einem Park gefunden und ist noch nicht lange tot. Alle Anzeichen deuten ...

An einem idyllischen Sommerabend in Cambridge wird Dr. Kay Scarpetta zu der Leiche einer Radfahrerin gerufen. Die junge Frau wurde in einem Park gefunden und ist noch nicht lange tot. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Frau durch einen Blitzschlag starb. Doch es gab kein Gewitter. Noch ahnt Kay nicht, dass diese mysteriöse Leiche auch mit ihr zu tun hat.

Ich habe mich sehr auf diesen neuesten Thriller um Kay Scarpetta gefreut, da ich früher ein sehr großer Fan dieser Reihe war. Doch leider kommt dieses Buch nicht an die früheren Werke heran und ließ mich sehr enttäuscht zurück.
Die Geschichte plätscherte von Anfang an dahin und es fehlte mir komplett an Spannung. Es dauerte bis zur Hälfte des Buches, bis Kay überhaupt mal die Leiche besichtigen konnte. Da suggeriert der Klappentext leider etwas ganz anderes.
Für mich fehlte es auch an der Möglichkeit des Rätselns, wer hinter dem Mord stecken könnte. Ich hatte diesbezüglich nur einen einzigen Verdacht, mehr nicht. Es stellte sich mir also nicht wirklich die Frage nach dem “Wer”, sondern mehr nach dem “Wie und Warum”. Das kann grundsätzlich auch sehr spannend sein, doch hier ist das leider missglückt. Die Aufklärung des Ganzen hat mich nicht gefesselt. Es gab einfach zu viel Drumherum, für mich fehlte der knackige rote Faden, den ich bei einem Thriller erwarte.
Mir fehlten auch die Ermittlungen der Polizei und die Gerichtsmedizin, beides Dinge, die Scarpetta und Marino früher auszeichneten.
Das Ende brachte dann doch noch die erhoffte Spannung, was für mich aber leider viel zu spät kam.

Mich hat dieses Buch leider sehr enttäuscht und ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Ich vergebe daher nur 2 von 5 Sternen.