Cover-Bild Luzerner Totentanz
Band 4 der Reihe "Cem Cengiz"
11,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 21.09.2017
  • ISBN: 9783740801939
Monika Mansour

Luzerner Totentanz

Kriminalroman
Ein mystischer Krimi aus der Zentralschweiz.

Heiligabend: Im Luzerner Männliturm wird ein vermisstes Mädchen aufgefunden, gekleidet in ein Engelskostüm. Die Wände des Turms zieren mystische Zeichen, mit Blut gemalt. Das Mädchen lebt, spricht aber nicht. Ist es ein Opfer der Sträggele, die der Sage nach in den kalten Winternächten ihr Unwesen treibt? Ermittler Cem Cengiz begibt sich gemeinsam mit einem Okkultismus-Experten auf die Spur der Hexe. Doch dessen Eingreifen verschärft die Lage nur noch, und die Medien schaukeln das Drama weiter hoch. Die öffentliche Jagd beginnt, und der Scheiterhaufen ist bereits errichtet . . .

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2018

Luzern ermittelt

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Luzerner Totentanz von Monika Mansour aus dem Emons Verlag, ein Kriminalroman der Extraklasse mit interessanten Einblicken in die Sagenwelt der Zentralschweiz, auf den Spuren von Mythen und Legenden. Dank ...

Luzerner Totentanz von Monika Mansour aus dem Emons Verlag, ein Kriminalroman der Extraklasse mit interessanten Einblicken in die Sagenwelt der Zentralschweiz, auf den Spuren von Mythen und Legenden. Dank des Lokalkolorits authentisch und stark.

Es ist Heiligabend, Sinnbild für Frieden Freude, Wärme und Barmherzigkeit. Doch in Luzern treibt eine Sträggele, eine Hexe ihr Unwesen und sinnt nach Rache, Genugtuung und Vergeltung. Ein unschuldiges Kind, hergerichtet wie ein Engel, goldbepudert mit Flügeln, seelig schlafend im kalten Männliturm. Die Szenerie mysteriös, okkult beladen, mystische Zeichen mit Blut gemalt. Ein Geisterreiter mit langen roten Haaren, ein Hund, Feuer, ein Traum, ein Alptraum!
Zeit für den sympatischen Cem Cengiz, die charismatische Eva, die taffe Barbara und die restlichen umtriebigen Ermittler der Luzerner Polizei der Sträggele auf die Schliche zu kommen. Doch nichts scheint gewiss, die Ermittler tappen lange im Dunkeln, so auch der Leser. Der Verdacht fällt auf unterschiedliche Personen, die näher ins Visier genommen werden. Zu Hilfe kommt ihnen Marius, ein Okkultismus-Experte und Gegenspieler von Cem. Freund oder Feind, anfangs schwer einzuordnen. Und auch Leila, Cems Freundin mischt mit. Privates wird aufgearbeitet, kommt nicht zu kurz und sponsert das nötige Flair.
Alle Protagonisten sind charakterlich klar gezeichnet und ihnen wird genug Raum in der Geschichte gegeben. Temporeiche, teils gewitzte Dialoge halten den Leser bei Laune und sorgen für Spannung und einige Lacher. Kontra dazu bietet der Einblick in die traurige und ausweglose Gedankenwelt der gesuchten rothaarigen Hexe. Einfühlsam schildert die Autorin die Not und das Leid, die ertragenen Demütigungen der Vergangenheit der gesuchten Person. Mitleid empfindet man bei diesen Zeilen und die Beweggründe werden klarer. Realistisch und voll überraschender Wendungen nähert sich die Autorin dem temporeichen Showdown. Gebannt, ohne mehr das Buch aus der Hand legen zu können folgt man den wechselnden Erzählsträngen. Das Ende überraschend, erschreckend und wachrüttelnd.

Fazit: Monika Mansour entwirft ein raffiniertes Szenario, das durch seine vielen Parallelen zur Gegenwart frösteln lässt. Ihr grandios konstruierter Krimi ist ein Aufruf zur Wachsamkeit. Aufrüttelnd gut! Sie schreibt spannend, temporeich und packt ein brisantes aktuelles Thema an. Sie zeigt die Spielarten der seelischen Grausamkeit. Ihr 4. Fall um Cem und das Luzerner Ermittlerteam erzählt aus der Perspektive einer zutiefst verletzten Person, was Ohnmacht und Zweifel, Misstrauen und Schweigen, aber auch Medienhetze und Sensationsgier anrichten können. Eine mörderische Stimmung in einer grandiosen Kulisse, ungewöhnlich und außerordentlich gewieft. Ein Albtraum mit Sogwirkung.
Ein in sich schlüssiger Krimi, sehr gut recherchiert, der Neugier auf die drei Vorgänger-Bände macht! Die Handlungsorte sind detailliert, atmosphärisch dicht beschrieben und machen Lust auf einen Besuch in Luzern. Ein heißer Lesetip mit voller Punktzahl!

Veröffentlicht am 03.02.2018

Hexenjagd in Luzern

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Der vierte Fall für Cem Cengiz ist in der Weihnachtszeit angesiedelt, einer Zeit, in der Friede, Freude und Fröhlichkeit vorherrschen sollte.

Doch dem ist nicht so. Barbara Amato trauert immer noch um ...

Der vierte Fall für Cem Cengiz ist in der Weihnachtszeit angesiedelt, einer Zeit, in der Friede, Freude und Fröhlichkeit vorherrschen sollte.

Doch dem ist nicht so. Barbara Amato trauert immer noch um Kollegen und Lebensmensch Rolf, der während eines Einsatzes erschossen wurde.
Cem ist mit seiner Lila ausgelastet und doch spukt ihm die toughe Staatsanwältin Eva noch immer im Kopf herum. Noch bevor sich die Ermittlergruppe den Weihnachtsfeierlichkeiten hingeben können, haben sie alle Hände voll zu tun.

Ein kleines Mädchen wird im Männliturm als Engel herausgeputzt gefunden. Daneben mystische Zeichen mit Blut gemalt. Die Kleine ist unversehrt, spricht aber kein Wort. Die „Sträggele“ so erfährt Cem schließlich doch, hat ihr verboten darüber zu sprechen.
Es wird nicht das einzige Mädchen sein, das auf ähnliche Weise präsentiert wird.

Cem ist mit der Schweizer Sagenwelt nicht sehr vertraut und so nimmt er die Hilfe des Holländers Marius gerne an. Die „Sträggele“ ist, so erfährt man, eine rothaarige Hexe, die vor allem zu Weihnachten auf Rache sinnt.

Doch wer ist Marius wirklich? Er scheint er ein Geheimnis vor allen zu verbergen. Kann Cem ihm trauen? Hat er etwa mit der „Sträggele“ zu tun?

Nicht nur die fieberhafte Suche nach dem Täter raubt Cem den Schlaf. Nein, auch Freundin Lila macht ihm Zores, weil sie sich zu Marius hingezogen fühlt.
Damit noch nicht genug, bekommt das Team einen neuen Chef von außen: Susanne Oggenfus, die wie ein Feldwebel auftritt.

Werden Cem und sein Team der Sträggele das Handwerk legen können, bevor ein Kind getötet wird?

Meine Meinung:

Wie wir es von Monika Mansour gewöhnt sind, wird ein raffiniertes und Atem raubendes Szenario entworfen. Sei es, dass Barbara Amato unter Verdacht gerät, die Sträggele zu sein oder die neue Figur von Marius, dessen Geheimnis erst spät enthüllt wird. In diesem 4. Fall für Cem Cengiz wird klar, dass Aberglauben und Hexenwahn doch noch nicht ganz ausgerottet sind, dass rothaarige Frauen verfolgt und ein Scheiterhaufen bereits errichtet ist.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Ermittlern und der Sträggele ist temporeich. Letztlich entpuppt sich die Sträggele als zutiefst verletzte Seele.

Wie immer werden auch Eigenarten des Schwyzerdütsch unter die Leser gebracht. Statt parken parkiert man, der Nikolaus tritt als Samichlaus auf und statt des Krampus begleitet ihn der Schmutzli.

Fazit:

Wer einen hervorragenden Krimi mit Tiefgang lesen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Ich empfehle allerdings, die drei Vorgänger zuerst zu lesen. Dann erhalten einige Hinweise jene Brisanz, die sie haben.
Auf jeden Fall erhält dieses Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Ein Krimi der Superlative!

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Wenn man denkt man hat schon richtig gute Krimis gelesen, wird man hier eines besseren belehrt! Monika Mansour schafft es den Leser bis auf die letzten Meter hinters Licht zu führen. Sie vermischt die ...

Wenn man denkt man hat schon richtig gute Krimis gelesen, wird man hier eines besseren belehrt! Monika Mansour schafft es den Leser bis auf die letzten Meter hinters Licht zu führen. Sie vermischt die alte traditionelle Geschichte Luzerns mit einem Krimi der einem die Gänsehaut auf die Haut treibt. Ein kleines Mädchen wird am Heligabend auf dem Luzerner Männliturm gefunden. Sie wurde als Engel verkleidet und in eine Krippe gelegt. Das klingt erstmal nicht weiter dramatisch aber die Kleine hat Male auf dem Bauch und spricht kein Wort und gibt keine Hinweise auf den Täter dieses perfiden Spiels. Denn genau das wird mit Ermittler Cem Cengiz und seiner Kollegin Barbara gespielt. Beide kommen Schritt für Schritt einer alten Luzerner Sage der Hexe „Sträggele“ auf die Spur denn schon bald wird wieder ein Kind in einem anderen bekannten Turm gefunden. Wer spielt dieses Spiel? Und vorallem warum? Die Sträggele treibt ihr Unwesen und die Ermittler um den Verstand. Monika Mansour hat mit diesem Krimi bewiesen das es immer noch besser geht. Ihr Schreibstil ist klar und flüssig, der schweizer Lokalkolorit zwar teilweise verwirrend aber notwendig um die authentische Erzählung in Gang zu halten. Sie vermischt eine alte Sage mit einem Kriminalfall der perfekt dazu passt. Ihre Schreibweise lassen einem keine Wahl dieses Buch aus der Hand zu legen. Ihr Ermittler Cem Cengiz ist unheimlich sympatisch und seine Art den Fall zu lösen brilliant. Dieser Krimi wird ab der ersten Seite zur Sucht! Es war mein erster Krimi dieser Autorin aber definitv nicht mein Letzter! Gratulation und bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 17.10.2017

Luzerner Totentanz

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Ausgerechnet an Heiligabend wird im Luzerner Männliturm ein kleines Mädchen gefunden. Sie wurde entführt, betäubt und danm als Engel verkleidet. An ihrem Auffindeort entdecken die Ermittler okkulte Zeichen, ...

Ausgerechnet an Heiligabend wird im Luzerner Männliturm ein kleines Mädchen gefunden. Sie wurde entführt, betäubt und danm als Engel verkleidet. An ihrem Auffindeort entdecken die Ermittler okkulte Zeichen, die auf die Hexe “Sträggele” als Täterin hinweisen. Als ein weiteres kleines Mädchen entführt und auf ähnliche Weise zur Schau gestellt wird, beginnt eine wahre Hexenjagd, die am Scheiterhaufen zu enden droht. Cem Cengiz und seine Kollegen beginnen mit der fieberhaften Jagd nach dem Täter.

Dieser Krimi ist bereits der vierte Teil um den Ermittler Cem Cengiz. Für mich war es nicht nur der erste Krimi, den ich um diesem Ermittler gelesen habe, sondern auch das erste Buch der Autorin selbst. Ich hatte keinerlei Probleme, mich in der Geschichte und bei den Personen zurechtzufinden. Für mich steht also fest, dass ich weitere Bücher von der Autorin unbedingt lesen werde.
Dieser Krimi hat mir außerordentlich gut gefallen! Die Charaktere sind sehr authentisch und greifbar beschrieben, sie sind einfach menschlich. Ich konnte daher eine prima Beziehung zu ihnen aufbauen. Neben Cem, der äußerst sympathisch und feinfühlig war, fand ich auch den Journalisten Marius sehr ansprechend. Er konnte viel zu dem Fall und der Auflösung beitragen und war ein wahrer Charmebolzen.
Sehr gut gefielen mir auch die Beschreibungen der Umgebungen etc., ich hatte gute Bilder vor Augen.
Der Plot war großartig durchdacht. Was mag es mit den Einführungen der Kinder auf sich haben? Sie wurden “nur” zur Schau gestellt, nicht verletzt oder misshandelt. Wer mag dahinter stecken? Und warum? Ich tappte da sehr lange im Dunkeln und wurde erst am Ende erlöst.
Die Spannung wurde perfekt aufgebaut und stets gehalten. Ich konnte teilweise gar nicht schnell genug lesen, insbesondere am Ende, wo die Spannung dann enorm hoch war.

Ein sehr gut durchdachter Krimi mit tollen Ermittlern, der absolut spannend ist. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Moderner Hexenkult?

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Es ist kurz vor Weihnachten. Im Luzerner Männliturm wird ein kleines Mädchen gefunden. Sie ist ausstaffiert wie ein Engel mit Flügel und Goldstaub. Bewusstlos liegt es am Boden, rundherum sind an den Mauern ...

Es ist kurz vor Weihnachten. Im Luzerner Männliturm wird ein kleines Mädchen gefunden. Sie ist ausstaffiert wie ein Engel mit Flügel und Goldstaub. Bewusstlos liegt es am Boden, rundherum sind an den Mauern okkulte Zeichen mit Blut aufgemalt. Man beobachtet eine rothaarige Frau auf einem Pferd, einen Hund und Feuer.......wer bedient sich hier der alten Sage von der Sträggle, der Hexe, die Kinder entführt?
Als die Ermittler das Mädchen später im Krankenhaus besuchen, weigert es sich zu sprechen. Kurze Zeit später findet man wieder ein Mädchen als Engel verkleidet, nicht ansprechbar und verwirrt. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln bis der ehemalige Auslandskorrespondent Marius Cem auf eine alte Sage rund um die Sträggele und den Türst verweist.

Der Krimi geht gleich spannend los und bleibt auf einem hohen Level, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Man grübelt über die Hintergründe der Taten nach. Die eigenen Kapitel, die Einblicke auf die Täterin geben, hinterlassen anfangs mehr Verwirrung als Aufklärung. Das macht die Geschichte noch spannender.
Die schweizer Ausdrücke spiegeln das Lokalkolorit wieder und die Sage rund um die Sträggle und dem Türst runden dieses perfekt ab. Grandios vermischt die Autorin die alte Legende mit dem aktuellen Kriminalfall.
Leider kannte ich die Vorgängerbände rund um Ermittler Cem Cengiz noch nicht, was ich aber auf jeden Fall nachholen werde. Das Team rund um den türkischstämmigen Cem ist wunderbar authenisch und konnte mich überzeugen. Barbara, Lila und Eva, sowie der charismatische Journalist und Experte für Okkultismus, Marius, haben mein Herz im Sturm erobert, wobei man Marius nicht wirklich zuordnen kann. Weiß er mehr, als er verrät oder ist er tatsächlich eine Hilfe für das Ermittlerteam? Kann Cem Marius trauen?

Besonders zu Beginn gab es einige Hinweise auf die ersten drei Bände, die mir doch einiges verraten haben. Die Anspielungen waren jedoch "diskret" und haben meine Lust die ersten drei Cem Cengiz Krimis zu lesen, nicht abgeschwächt. Im Gegenteil!
Auch das Privatleben der Ermittler bleibt nicht außen vor. Barbara leidet unter dem Tod von Rolf und soll noch dazu seinen Platz einnehmen. Doch dann bekommt das eingespielte Team eine neue Chefin vorgesetzt, die wie ein Feldwebel auftritt. Und Cem steckt in einer gefühlsmäßigen Zwickmühle....obwohl mit Lila zusammen, fühlt er sich immer mehr zu Eva hingezogen....

Monika Mansour zeigt in ihrem neuem Krimi auf, dass Aberglaube und eine vorschnelle Verurteilung immer aktuell ist. Durch Mobbing aller Art werden Menschen auch heute ausgegrenzt und erfahren oftmals sehr viel Leid, das jahrzehntelang anhalten oder zu Selbstmord führen kann.
Durch einen Artikel über eine angebliche Hexe, die Sträggle, die Mädchen entführt, beginnt sehr schnell eine Hatz auf rothaarige Frauen, die an die Zeiten der Hexenverfolgung erinnert. Auch ein konservativer Pfarrer fördert das Misstrauen der Menschen und spielt eine Rolle....

Der Showdown zum Ende hin ist packend, das Ende schlüssig und es bleiben keinerlei Fragen offen. So sollte Krimi sein!

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr dialoglastig, temporeich und atmosphärisch. Der schweizer Lokalkolorit mit einigen Dialektwörter macht die Geschichte identisch. Als Österreicherin tat ich mich nicht so schwer, denn viele Wörter haben auch Ähnlichkeiten zu österreichischen Dialektwörtern. Die Schauplätze in Luzern werden sehr lebendig und bildhaft beschrieben.

Fazit :
Ein richtig guter Krimi, der alles beinhaltet was sich ein Krimileser wünscht! Ich werde mir noch die Vorgängerbände kaufen und gebe für "Luzerner Totentanz" eine absolute Leseempfehlung für Freunde der Spannungsliteratur!