Mysteriöser Psychothriller
Das Böse in deinen AugenDie Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse ...
Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse Vorfälle verwickelt ist und von ihren Klassenkameraden übel behandelt wird. Nach einigen Vorfällen hat sogar Ellies Lehrerin Angst und warnt Imogen vor dem Mädchen. Imogen hört nicht auf die Warnungen und bekommt es erst mit der Angst zu tun, als sie selbst betroffen ist…
Jenny Blackhursts dritter Thriller wird abwechselnd aus der Sicht von Imogen und Ellie erzählt, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen bekommt. Die Schreibweise habe ich als sehr flüssig empfunden und ich bin nur so von Kapitel zu Kapitel geflogen.
Eine lange Zeit hat mich das Buch aufgrund der mysteriösen Vorfälle stark an Stephen King’s Carrie erinnert. Da ich von Jenny Blackhursts ersten beiden Thriller nichts Mysteriöses gewohnt bin und bei Thrillern generell lieber logische Erklärungen habe, hoffte ich auch hier auf eine rationale Erklärung.
Leider war mir keine der Hauptpersonen sonderlich sympathisch. Imogen fand ich anfangs in Ordnung; dadurch, dass sie ihre Schwangerschaft vor ihrem Freund Dan verheimlicht und sogar überlegt, ohne sein Wissen, abzutreiben, verliert sie immer mehr an Sympathie. Obwohl Ellie mir natürlich leid tut, da sie wirklich kaum jemanden auf ihrer Seite zu haben scheint, konnte auch hier keine große Sympathie aufkommen.
Die Autorin schafft es, einen immer wieder auf falsche Fährten zu führen und ohne die Diskussion in der Leserunde wäre ich nicht/sehr spät darauf gekommen, was hinter all den Ereignissen steckt. Das Ende hat mich daher sehr überrascht und ich bin mit dem Ausgang mehr als zufrieden. Es bleiben einige Fragen unbeantwortet, ich denke aber, dass das von der Autorin geplant war und Platz für die eigene Fantasie lassen soll.
Das Cover finde ich zwar schön, aber nicht so passend zum Inhalt. Hier hätte vielleicht eine Motte besser gepasst, da diese immer wieder in der Geschichte vorkommt…