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Veröffentlicht am 07.08.2023

Gut, aber Overhyped

Icebreaker
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Auf Icebreaker wurde ich besonders aufmerksam, da es auf Instagram und Booktok ziemlich gehyped wurde, demnach habe ich mich wirklich sehr darauf gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Auch den Klappentext ...

Auf Icebreaker wurde ich besonders aufmerksam, da es auf Instagram und Booktok ziemlich gehyped wurde, demnach habe ich mich wirklich sehr darauf gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Irgendwie hat mir die Handlung gefehlt. Das Buch hat zwar über 500 Seiten, aber viel Action passiert dabei nicht. Das große „Problem“ der Protagonistin Anastasia, das ihr Eiskunstlaufpartner ausfällt und dafür Nate einspringen muss, der eigentlich Eishockeyspieler ist, tritt erst etwa in der Hälfte des Buches auf. Sonst passiert die meiste Zeit nicht wirklich viel, außer das Nate und Anastasia sich immer näher kommen und es dabei auch einige spicy Szenen gibt, die relativ weit vorne schon vorkommen.
Die Beziehung zwischen Nate und Anastasia würde ich zu Beginn als Freundschaft Plus bezeichnen, die sich dann zu einer Beziehung entwickelt. Ich finde die Bindungsängste der beiden, die anfangs thematisiert wurden, hätten ruhig intensiver behandelt werden können. Deshalb habe ich auch nicht ganz den Sinneswandel, besonders bei Anastasia, nicht ganz nachvollziehen können. Erst wollte sie sich auf niemanden einlassen und nur etwas Lockeres bis sie dann auf einmal doch mit Nathan zusammen war.
Was mir gut gefallen hat, war Anastasias Entwicklung im Bezug auf die toxische Freundschaft zu ihrem Partner Aaron. Ich fand es wirklich gut, dass sie sich am Ende stark gemacht hat und sich ihm widersetzt hat. Obwohl sie zwischendurch etwas naiv in meinen Augen war, was mich zeitweise auch ziemlich sauer gemacht hat.
Das Setting und die Charaktere fand ich persönlich sehr gut. Man
Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen, bis auf die Verwendung von „dies“. Das fand ich eher unpassend für den heutigen Sprachgebrauch. Generell fand ich die Sprache sehr modern und man hat sich als Leser auch miteinbezogen gefühlt. Es hat sich wirklich sehr schnell lesen lassen und alles war auch leicht verständlich. Nur die Rückblicke haben mich zeitweise leicht gestört, weil sie mittendrin eingeschoben wurden und nur durch die Änderung der Zeitform kenntlich wurde .

Ingesamt fand ich das Buch zwar gut, aber es fehlte mir eine richtige Handlung und Spannung. Das Ende hat mir persönlich nicht besonders gefallen, da ich solche klassischen Happy Ends einfach nicht mag. Die großen Themen, die auch im Klappentext angesprochen wurden, wurden recht schnell abgehandelt und so passierte nicht viel. Es ist eine schöne Liebesgeschichte und ich habe mich auch wirklich ein bisschen in Nate verliebt. Den Schreibstil fand ich super und ließ sich einfach lesen. Auch das gemütlich-winterliche Setting wurde toll aufgebaut

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