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Veröffentlicht am 14.08.2025

Unentschlossen

Kampfsterne
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Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die ...

Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die Frauen sind zu Hause und kümmern sich um Haushalt und die Kinder, die alle irgendwie zu Genies erzogen werden sollen. Nach außen hin die heile Welt der damaligen Zeit...

Erzählt wird das Buch in ganz kurzen Kapiteln aus Sicht der Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. Und da merkt man schnell, dass die heile Welt so gar nicht heil ist und die Familien zum Teil stark untereinander konkurrieren und teilweise Neid und Hass herrschen. Die nach außen gezeigte Freundschaft ist nicht wirklich vorhanden. Stattdessen versuchen vor allem die Frauen, sich gegenseitig auszustechen, und so die wirklichen Probleme der Kinder und der Jugendliche gar nicht mitbekommen. Diese sollen funktionieren, möglichst Höchstleistungen bringen, die eigenen Befindlichkeiten sind wichtiger. So gesehen ist diese kleine Siedlung eine Milieustudie, die man für die damalige Zeit anwenden kann und die auch heute noch stimmen dürfte. Die kurzen Kapitel aus den verschiedenen Sichten sorgen für Abwechslung und man kann relativ schnell lesen. Leider hielt sich mein Mitgefühl in Grenzen und ich konnte zu den handelnden Personen keine Beziehung aufbauen. Das Ende fand ich teilweise verwirrend, teilweise unverständlich. So als wüsste die Autorin nicht, wie sie das Buch hätte beenden können.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Mörderisches Italien

In Schönheit sterben
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Giada und Robert ermitteln wieder. Mehr oder weniger miteinander und meist zum Ärger der Polizei. Dieses Mal geht es um den ermordeten Annibale Colasanti, dem Bruder von Giadas Chef. Mit der Ermordung ...

Giada und Robert ermitteln wieder. Mehr oder weniger miteinander und meist zum Ärger der Polizei. Dieses Mal geht es um den ermordeten Annibale Colasanti, dem Bruder von Giadas Chef. Mit der Ermordung verschwindet auch ein einzigartiges und zudem unbekanntes Kunstwerk....

Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde es in die Rubrik Regionalkrimis einordnen. Habe es in einem Zug hintereinander gelesen. Gut beschrieben ist die Landschaft der Maremma und auch Rom. Die Eigenheiten der Menschen und das italienische Flair. Die Ermittlungen sind manchmal ein wenig sprunghaft und nicht immer ganz plausibel. Vor allem das Ende, wo Robert eine für mich unglaubwürdige Begleitung erhält. Amüsiert hat mich allerdings sein neues Haustier. Alles in allem ein gut lesbares Buch.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Zeitgeschichte

Wenn wir wieder leben
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Danzig und Zoppot in den 1920er Jahren. Gundi verbringt die Sommerferien und viele Wochenenden in Zoppot. Dort lernt sie Julius und Max kennen und zusammen mit ihrer Halbschwester Lore träumen sie davon, ...

Danzig und Zoppot in den 1920er Jahren. Gundi verbringt die Sommerferien und viele Wochenenden in Zoppot. Dort lernt sie Julius und Max kennen und zusammen mit ihrer Halbschwester Lore träumen sie davon, Musiker zu werden und mit der Musik ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch der Weg ist schwer. Ihnen fehlt ein Lied, das ein Hit wird. Sie finden es bei einer polnischen Angestellten und werden so zu kleinen Berühmtheiten. Als die Nazis kommen, werden sie vom Gauleiter protegieret und zu Stars ...

Die Autorin bezeichnet das Buch als ihr persönlichstes. Das ist vielleicht der Hauptgrund, warum ich es als ihr bisher von mir gelesenes schlechtestes empfand. Die Geschichte wird über 2 Zeitebenen erzählt. Einmal Gundi und ihre Freunde und dann in den 1960er Jahren Gundis Tochter Wanda. Die ersten 200 Seiten habe ich mich regelrecht gequält und auch wirklich stark gelangweilt. Gundi blieb ewig Kind. Alle Probleme wurden ihr aus dem Weg geräumt und später saß sie diese einfach aus. Dabei blieb sie als Figur immer naiv kindlich und blass. Doch auch die 3 anderen Bandmitglieder waren nicht überzeugend. Einzig der Großvater Pop wirkte wie ein lebendiger und sympathischer Mensch. Gleiches empfand ich auch für Wanda. Ihre Entwicklung vollzog sich schneller und überzeugender. Erst ab Mitte des Buches wird die Geschichte vielschichtiger, interessanter und die Autorin wird wesentlich besser. Alles in allem ist es ein eher durchschnittliches Buch mit einem überraschenden Ende.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gefangen

Todeskäfig (Ein Sayer-Altair-Thriller 1)
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FBI Agentin Sayer Altair bekommt einen neuen Fall übertragen. Ein Mädchen wird verdurstet in einem Käfig gefunden. Es ist die Tochter eines hochrangigen Senators. Der übt starken Druck auf die Ermittlungen ...

FBI Agentin Sayer Altair bekommt einen neuen Fall übertragen. Ein Mädchen wird verdurstet in einem Käfig gefunden. Es ist die Tochter eines hochrangigen Senators. Der übt starken Druck auf die Ermittlungen aus, geht eigenmächtig an die Presse und erschwert alles. Dann wird ein weiteres Mädchen entführt und der Fall nimmt ungeahnte Ausmaße an...

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefangen. Eine sehr spezielle Ermittlern mit einem interessanten Team. Ein ungewöhnlicher Fall, der zugleich eigenartig, gruselig, aber auch spannend ist. Dazu neueste Informationen aus Wissenschaft und Forschung. Und ich hatte über ganz weite Strecken nicht den leisesten Hauch einer Ahnung vom Täter, denn der Unsympath im Buch erschien mir als Täter zu einfach und die Sympathischen hätte ich gern in einer Fortsetzung dabei gehabt. Wer blieb also noch übrig? Alles in allen von mir eine absolute Leseempfehlung und die Hoffnung, nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten zu müssen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Enttäuscht

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
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Ruth ist 30 und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt. Sie hat daran schwer zu kämpfen und zieht für ein Jahr zurück in ihr Elternhaus. Ihr Vater Howard leidet an Demenz und da ihre Mutter weiter arbeitet ...

Ruth ist 30 und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt. Sie hat daran schwer zu kämpfen und zieht für ein Jahr zurück in ihr Elternhaus. Ihr Vater Howard leidet an Demenz und da ihre Mutter weiter arbeitet und auch ihren Hobbies nachgeht, soll Ruth ein Jahr lang auf ihren Vater aufpassen…

Mich hat das Buch enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet. Im weitaus größeren Teil des Buches geht es eigentlich um Ruths Befindlichkeiten, ihren Problemen mit dem Ex, ihren Freundinnen, ihrem Verhältnis zu den Eltern. Oder besser gesagt: ihrem erst mal kaum vorhandenen Verhältnis, denn sie war jahrelang kaum dort. Um die Demenz ihres Vaters geht es anfangs eher am Rande. Die Geschichte wird in kurzen – manchmal extrem kurzen – Kapiteln erzählt, über denen jeweils das Tagesdatum steht. Je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr merkt man die Ausfälle des Vaters. Das ist traurig, wird aber gut erzählt. Er war beliebt und so versuchen seine Ex-Studenten, ihn noch sehr zu unterstützen. Doch es wird schwieriger und schwieriger. Während das Verhältnis zu ihrem Vater trotz der Krankheit wieder enger wird, bleibt das zur Mutter sehr komisch distanziert. Und genau so ging es mir auch – ich wurde emotional nicht richtig mitgenommen.

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