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Veröffentlicht am 18.10.2024

Ein Laden, der Glück verkauft

Ein Laden, der Glück verkauft
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Theodora, genannt Teddi, wächst mit ihrem jüngeren Bruder auf einer Farm in Kentucky auf. Zu Vater und Bruder hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Die Mutter ist sehr hart und oft distanziert. Die Oma liebt ...

Theodora, genannt Teddi, wächst mit ihrem jüngeren Bruder auf einer Farm in Kentucky auf. Zu Vater und Bruder hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Die Mutter ist sehr hart und oft distanziert. Die Oma liebt sie über alles. Während der Bruder sich für die Natur interessiert, hat Teddi nur einen Wunsch: sie möchte alte Möbel restaurieren. Dafür hat sie auch großes Talent. As sie am Straßenrand ein kleines Möbelstück verkauft, bekommt sie eine Visitenkarte eines Charlestoner Antiquitätenhändlers. Sie will unbedingt, diesen Beruf erlernen. Doch die Mutter schenkt ihr statt dessen eine Schreibmaschine und möchte sie zwingen, eine Ausbildung als Sekretärin zu machen. Teddi packt ihre Sachen und fährt nach Charleston und arbeitet dort im Antiquitätenladen, von dem sie viele Jahre lang die Visitenkarte hatte. Als der Chef des Ladens später stirbt, eröffnet sie einen eigenen …

Beth Hoffmann ist ein wundervolles Buch gelungen. Sie zeigt, dass es sich lohnt, für seine Wünsche und Vorstellungen zu kämpfen, auch wenn es immer wieder Niederlagen gibt. Sie zeigt, wie viel Freundschaft und Familie Wert ist und wie die Freundlichkeit, die man anderen Leuten gibt, auf einen zurück kommt. Natürlich ist das ganze auch wie ein modernes Märchen. Immer, wenn es Teddi ganz schlecht geht, bekommt sie oft unerwartet Hilfe: beim Verkauf ihrer ersten Möbel, bei der Aufnahme des Kredits, beim Verkauf der Farm oder beim Verschwinden des Bruders. Aber gerade, weil sie selbst so oft unterstützt wurde, gibt Teddi das weiter: sie hilft verschiedenen Tieren, bezahlt ihrer Oma das Heim, beschenkt eine notorische Diebin. Das alles klingt so hintereinander geschrieben sehr kitschig, aber gerade das ist das Buch nicht wirklich. Natürlich gibt es einige solche Stellen, aber sie passen immer wunderbar in die Handlung. Ich habe mich am Nachmittag hingesetzt und mit dem Lesen angefangen – spät Abends war ich damit fertig – überrascht, wie die Zeit vergangen ist. Aber ich konnte nicht aufhören. Nach dem Lesen fühlte ich mich traurig, weil das Buch zu Ende war. Gleichzeitig aber sehr froh. Dieses Buch hat eines: es ist absolut warmherzig.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Eisiges Geheimnis

Eisiges Geheimnis
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Grace ist fast 18 und lebt mit ihrer Tante allein in der Nähe des Waldes ziemlich einsam. Sie beobachtet vom Fenster aus, wie am Zaun eine Frau niedergestochen wird. Als sie zu Hilfe eilt, muss sie feststellen, ...

Grace ist fast 18 und lebt mit ihrer Tante allein in der Nähe des Waldes ziemlich einsam. Sie beobachtet vom Fenster aus, wie am Zaun eine Frau niedergestochen wird. Als sie zu Hilfe eilt, muss sie feststellen, dass die Sterbende ihre seit 11 Jahren verschollene Mutter ist, die sie nicht erkannt hat. Ihre letzten Worte sind, dass sie sich um das Geld kümmern soll. Polizistin Macy ist hochschwanger, soll sich aber noch um den Fall kümmern. Denn sie war auch die Zuständige vor 11 Jahren, als die Mutter von Grace verschwand. Der Fall wurde nie geklärt.
Und auch jetzt ist es schwer. Auf Grace wird im Krankenhaus ein Anschlag verübt, trotzdem ist sie Macy gegenüber eher zurückhaltend.

Das Buch beginnt ganz super. Die ersten rund 100 Seiten habe ich in einem Ruck gelesen und war begeistert. Die Beziehungen der Menschen untereinander sind kompliziert. Jeder ist mit jeden verwandt, bekannt oder verbandelt. Alle halten etwas zurück, jeder hat sein Geheimnis. Leider war es danach eine Enttäuschung für mich. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich nicht mehr so viel Zeit hatte und so nicht mehr so viele Seiten hintereinander lesen konnte. Mir fiel es dann immer schwerer, die Personen auseinanderzuhalten. Wer gehört zu wem, wer ist gerade der Ex-Mann, der aktuelle Mann, der Liebhaber (oder eben Ex-Frau usw.). Fast jeder hat oder hatte irgendeine Beziehung zueinander, Fremdgehen war wohl normal. Das nervte mich mit der Zeit, weil ich das Gefühl hatte, dass einige der Beziehungen nicht wirklich etwas mit dem Fall zu tun hatten. Alle Personen wurden mir mehr oder weniger unsympathisch und selbst Grace, die eigentlich das Opfer war, fand ich nicht wirklich „nett“. Je länger das Buch dauerte, desto mehr langweilte ich mich irgendwie und am Ende war es mir fast egal, wer der Täter war und warum. Ich war nur froh, dass das Buch zum Schluss kam.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Gebete für die Vermissten

Gebete für die Vermissten
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Mexiko, heute, unweit von Acapulco mit schönem Strand und vielen Touristen gibt es einen kleinen Berg im Wald. Dort wohnen nur Frauen. Ihre Männer sind in die USA gegangen, um Arbeit zu finden. Anfangs ...

Mexiko, heute, unweit von Acapulco mit schönem Strand und vielen Touristen gibt es einen kleinen Berg im Wald. Dort wohnen nur Frauen. Ihre Männer sind in die USA gegangen, um Arbeit zu finden. Anfangs kommen sie ab und zu zurück, später schicken sie vielleicht etwas Geld, aber bald suchen sie sich dort eine neue Familie und die Frauen in Mexiko müssen zusehen, wie sie durchkommen. Dazu kommt noch, dass dort „offiziell“ nur Jungen geboren werden. Die Mädchen werden als kleine Kinder wie Jungen aufgezogen und angezogen. Sobald sie älter sind, werden sie hässlich gemacht. Sobald in der Ferne die Autos der Drogendealer und Menschenhändler gesehen werden, kriechen die Mädchen in gegrabene Erdlöcher und hoffen, dass sie nicht entdeckt werden. Trotzdem werden immer wieder welche entführt, vergewaltigt und getötet. Es ist ein Leben in ständiger Angst …

„Gebete für die Vermissten“ ist ein ganz starkes Buch. Der Inhalt ist brutal, wenn man sich vorstellt, dass es dort normal ist, wenn jemand getötet wird, dass die Mütter sich unheimlich viel einfallen lassen müssen, um ihre Familien durchzubringen, um die Töchter zu retten. Und das alles passiert heute, nur wenige Kilometer von einer großen bekannten Stadt entfernt. Und die Polizei schaut im besten Fall zu, meistens machen sie noch mit. Die Drogendealer kommen frei, kleine Leute, die sich versuchen zu wehren, ins Gefängnis. Umso mehr muss man die Frauen bewundern, die in solchen Extremsituationen doch noch so etwas wie Leben versuchen.

Trotz dieses beklemmenden Inhalts ist das Buch aber gut zu lesen und sehr berührend. Es wird gezeigt, wie viel Freundschaft und Hilfe ausmachen kann und wieviel Menschen – in dem Fall fast ausschließlich Frauen – aushalten können und müssen und trotzdem weitermachen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Der Palast der Borgia

Der Palast der Borgia
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Sarah Dunant beschreibt die Geschichte der Familie Borgia von der Zeit der Papstwahl an bis zur 3. Verheiratung von Lucrezia. Das meiste spielt sich in Rom ab im dortigen Palast. Alle bekannten Figuren ...

Sarah Dunant beschreibt die Geschichte der Familie Borgia von der Zeit der Papstwahl an bis zur 3. Verheiratung von Lucrezia. Das meiste spielt sich in Rom ab im dortigen Palast. Alle bekannten Figuren der Geschichte „treten auf“. Alle wichtigen Entscheidungen werden benannt, alle Skandale erwähnt. Die Autorin versucht, die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft in das Buch einzuarbeiten. Manche Erklärungen, warum heute was gedacht wird oder wie welches Gerücht entstanden ist, sind gut gelungen. Manche sind Auslegungssache. Im Anhang kündigt sie an, eine Fortsetzung zur weiteren Geschichte der Borgias schreiben zu wollen.
Insgesamt allerdings muss ich sagen, dass ich schon mehrere Bücher über die Borgias gelesen habe und auch eine der Serien im letzten Jahr dazu gesehen habe. So gab das Buch inhaltlich für mich kaum Neues preis. Es war gut zu lesen, ich kam relativ schnell vorwärts und es war nicht langweilig. Allerdings für mich auch nicht wirklich sehr interessant. Die Autorin schreibt ÜBER die Borgias und genau deshalb konnte ich keine der Figuren irgendwie als persönlich empfinden oder eine Beziehung dazu aufbauen. Es war wie eine schöne Geschichte aus ferner Zeit. Zum Teil auch etwas märchenhaft. Wer sich bisher kaum mit den Borgias beschäftigt hat oder wer ein absoluter Fan historischer Romane, wird dieses Buch mögen. Allen anderen geht es vielleicht wie mir: das Buch ist gut lesbar, aber es bleibt nicht wirklich im Gedächtnis haften als etwas besonderes. Es ist ausgeschmückte mittelalterliche Geschichte. Das ist an sich nicht schlecht, aber mir persönlich zu wenig.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Waidmannstod

Waidmannstod
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Kommissar Daniel Voss kehrt nach dem Tod seines Vaters zurück in die Heimat, und zwar in die Mark Brandenburg. Er kommt in seinem alten Zuhause unter und wohnt im Kinderzimmer. Seine Mutter ist pflegebedürftig ...

Kommissar Daniel Voss kehrt nach dem Tod seines Vaters zurück in die Heimat, und zwar in die Mark Brandenburg. Er kommt in seinem alten Zuhause unter und wohnt im Kinderzimmer. Seine Mutter ist pflegebedürftig und wird von der Polin Maja betreut. Voss kommt sich etwas komisch vor, als er Chef der Mordkommission wird und in seinem „Heimatwald“ nach einer Jagd ein Toter entdeckt wird. Bestialisch zugerichtet. Die Ermittlungen gehen bald in Richtung Waldverkäufe, um dort Windkraftanlagen zu errichten. Nicht alle sind damit einverstanden. Und bald gibt es einen 2. Toten – den Landrat. Auch er scheint wohl in die Verkäufe und die Windkraft“mafia“ verwickelt zu sein. Bei den Ermittlungen hat Voss einen Verdächtigen nach dem anderen, doch er kommt nicht recht vorwärts…
Der 1. Fall von Kommissar Voss hat mir gut gefallen. Voss ist ein Kommissar mit einigen Macken, mit Ecken und Kanten – trotzdem nicht übertrieben dargestellt. Er ist eigentlich ein Einzelgänger und muss jetzt erst lernen, als Chef für ein Team zuständig zu sein. Zumal ihm sein direkter Untergebene ziemlich nervt. Auch zu Hause hat er es nicht leicht mit seiner Mutter und Maja ist auch ziemlich neugierig und würde ihm gern helfen. Das Buch ist ein ganz solider Krimi. Mord – Ermittlungen – Irrtum – weitere Ermittlungen. Es ist gut geschrieben und macht Spaß beim Lesen. Auch durch die Figur Maja. Die Spannung hält sich etwas in Grenzen, weil auch oft ziemlich weitläufig über Brandenburg und die Menschen berichtet wird. Mir hat das allerdings gut gefallen, weil es wirklich die Realität abgebildet hat, ohne größere (Be)Wertungen bzw. Verurteilungen. Das Ende ist, was den Mörder angeht, nicht völlig überraschend, das Motiv jedoch sehr.
Zusammenfassend ist es für mich ein gutes Buch, was ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Ich freue mich schon auf den (hoffentlich bald erscheinenden) 2. Fall.
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