Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2024

Eismädchen

Eismädchen
0

Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen ...

Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen berichten, dass es dort spuken soll. Während ihrer Zeit dort werden in London mehrere Mädchen entführt und ermordet. Das Muster des Täters Kinsella ist bekannt. Nur sitzt dieser seit 20 Jahren in genau dem Hochsicherheitsgefängnis, in dem Alice jetzt arbeitet. Er soll bewegt werden, mit der Police zusammenzuarbeiten. Aber er will nur mit Alice sprechen, doch eigentlich verrät er wenig. Dann wird in ihrem Cottage auch noch eingebrochen …

Das Buch ist einer guter Krimi, auch wenn es hier weniger um die Ermittlungsarbeit der Polizei geht. Es wechseln sich die Szenen im Gefängnis mit denen der Erlebnisse der entführten Mädchen ab. Trotzdem empfand ich die Spannung nicht übermäßig hoch, zumal ich schon mal eine ungefähre Ahnung vom Täter hatte. Der Kreis war schnell eingeschränkt und so kamen nicht mehr viele dafür in Frage. Das Interessante war dann eher der Grund. Die Ablenkungen durch die privaten Sachen hielten sich in Grenzen. Das Buch war gut lesbar, ein einfacher Stil, gut geschrieben, nicht langweilig. Insgesamt ein solider Krimi mit Luft nach oben, für den ich aber insgesamt eine Leseempfehlung aussprechen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Brennender Fluss

Brennender Fluss
0

Flathead Valley in Montana leidet unter einer Hitzewelle. Es gibt viele Brände, alles sehnt sich nach Abkühlung. Dann wird ein ehemaliger Soldat erschossen und Detective Macy Greeley soll den Fall übernehmen. ...

Flathead Valley in Montana leidet unter einer Hitzewelle. Es gibt viele Brände, alles sehnt sich nach Abkühlung. Dann wird ein ehemaliger Soldat erschossen und Detective Macy Greeley soll den Fall übernehmen. Doch so richtig kommt sie nicht vorwärts, bis auf den Polizisten Aidan hat sie nicht viel Unterstützung. Und dann muss sie sich auch noch mit ihrem Chef Ray auseinandersetzen, der ihr Liebhaber und Vater ihres Sohnes ist und sich auch noch in die Ermittlungen einschaltet. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche …

Dieser Krimi hat mich nicht wirklich überzeugt. Am Anfang muss man sich erst einmal lange in die teilweise verworrenen Familienverhältnisse und Beziehungen einlesen. Da kommt nicht viel Spannung auf. Im weiteren Fortgang der Geschichte geht es vor allem um die privaten Probleme von Macy und auch da habe ich mich oft eher gelangweilt. Erst gegen Ende hin nimmt das Geschehen an Fahrt und Spannung zu, kann aber das ganze Buch nicht wirklich retten. Auch wenn das Ende dann einiges an Überraschungen birgt, aber das wird auf ganz wenigen Seiten erledigt. Irgendwie ließ mich das alles nicht sehr glücklich zurück. Den 1. Teil um Macy fand ich besser, hier hatte ich nicht das Gefühl eines guten und spannenden Krimis. Auch der Titel „Brennender Fluss“ bleibt für mich rätselhaft in Bezug auf den Inhalt. Alles in allem kurz: lesbar, aber es gibt bessere Bücher.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Veilchens Feuer

Veilchens Feuer
0

Valerie (Veilchen) Mauser bekommt eine besondere Aufgabe übertragen. Wolf Rock – ein berühmter Deutschrocker – gibt sein Abschiedskonzert an der Bergisel Schanze. Im Vorfeld allerdings wird er massiv bedroht ...

Valerie (Veilchen) Mauser bekommt eine besondere Aufgabe übertragen. Wolf Rock – ein berühmter Deutschrocker – gibt sein Abschiedskonzert an der Bergisel Schanze. Im Vorfeld allerdings wird er massiv bedroht und auf eine von ihm getätigte Schandtat aus den 1970er Jahren verwiesen. Doch er kann oder will sich an nichts erinnern und ist sehr unkooperativ. Dazu kommt, dass Veilchen nicht einmal weiß, ob sie die Drohungen überhaupt ernst nehmen soll, denn Rocks Manager hat schon einmal eine Drohkampagne gemeldet, die sich dann einfach als Werbung herausstellte.

Das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt. Anfangs war es recht witzig geschrieben und die Karikatur eines alternden und teilweise auch durchgeknallten Rockstars ist gut gelungen. Doch durch die Rückblenden auf das Geschehen in den 70er Jahren hat man recht schnell Gewissheit oder zumindest eine starke Ahnung, was da passiert ist. Dadurch geht die Spannung schnell dahin. So wusste ich zwar bis zum Ende nicht, wer verantwortlich ist für die Morddrohungen, aber es hat mich irgendwie auch nicht mehr sehr interessiert. Denn vorher hatte ich mich doch über einiges geärgert. Um ein Beispiel zu nennen: Die dilettantischen Sicherheitskräfte vor dem Konzert – was soll das? Eine Stadt, die jährlich einmal ein Skispringen mit Tausenden von Leuten durchführt, soll bei einem Rockkonzert überfordert sein? Es gibt nur einen engen Eingang auf das Gelände usw. – dass das alles nicht so funktioniert, weiß inzwischen wohl jeder. Alles in allem war das Buch nett und flüssig zu lesen, aber im Vergleich zu seinem Vorgänger um einiges schlechter und selbst für einen „sogenannten Heimatkrimi“ ziemlich spannungslos.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Sterbegeld

Sterbegeld
0

Ein kleiner Junge löst einen Notruf aus, doch als die Polizei eintrifft, ist er tot – zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern. Monate später sitzt ein Mann im Gefängnis, der der Mörder sein soll. ...

Ein kleiner Junge löst einen Notruf aus, doch als die Polizei eintrifft, ist er tot – zusammen mit seiner Schwester und seinen Eltern. Monate später sitzt ein Mann im Gefängnis, der der Mörder sein soll. Doch seine Nachbarin bezweifelt das und fordert weitere Untersuchungen. Ein Anwalt wird bestellt und prüft alles. Der vermeintliche Mörder arbeitet nicht richtig mit ihm zusammen, trotzdem kommen mehr und mehr Zweifel und er findet neue Erkenntnisse. Damit geht er zur Polizei und landet bei Mai Zhou, die die Ermittlungen wieder aufnimmt. Obwohl sie eigentlich keine Zeit dafür hat, denn zusammen mit Emilia Capelli sollen sie versuchen, einem Maulwurf unter den eigenen Kollegen zu finden, der die Einsätze einer Sondertruppe verrät. So haben sie mehr als genug zu tun …

Der 3. Band der Reihe um Em und Zhou hat mir am besten gefallen. Beide Fälle und Ermittlungen sind spannend und gut nachvollziehbar. Bei der Beurteilung des Vorgängerbandes fand ich es nervig, dass sich Em und Zhou so zickig verhalten haben. Genau das hat sich jetzt geändert. Beide fangen mehr und mehr an, die Zusammenarbeit zu schätzen und die jeweils andere besser kennenzulernen und zu mögen. Das macht es für mich glaubhafter, wenn beide ermitteln. Die Fälle selbst sind total unterschiedlich und das macht für mich auch den Reiz des Buches aus, denn dadurch wechseln in den Kapiteln die jeweiligen Handlungsstränge. Die Ermittlungen um die ermordete Familie sind ein solider Krimi, die Ermittlungen intern ähneln mehr einen Thriller. Alles in allem hat mich das Buch restlos überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Ein Koffer voller Hoffnung

Ein Koffer voller Hoffnung
0

Ella kommt aus New York zurück nach Norwegen, um den Nachlass ihrer Eltern aufzulösen, die bei einem Autounfall gestorben sind Sie hatte schon 4 Jahre keinen Kontakt mehr und ist verwundert, als sie im ...

Ella kommt aus New York zurück nach Norwegen, um den Nachlass ihrer Eltern aufzulösen, die bei einem Autounfall gestorben sind Sie hatte schon 4 Jahre keinen Kontakt mehr und ist verwundert, als sie im Haus ihrer Eltern in einer Wohnung, die eigentlich ursprünglich für sie gedacht war, eine alte Dame trifft, die dort für einige Monate wohnt und die sie mehr und mehr in Beschlag nimmt mit ihren Forderungen. So wird die Zeit in Norwegen ganz anders als gedacht.

Anfangs haben mir die Figuren von Ella und Rakel nicht gefallen. Ella erschien mir sehr spröde und unnahbar, Rakel sehr bestimmend. Erst mit dem Erzählen der Geschichte von Rakel – ihre Flucht als Jüdin von Bratislava nach Norwegen, später weiter nach Schweden, ihr Leben nach dem Krieg in Norwegen und den USA – wird die Figur sympathischer und man versteht mehr und mehr, warum Rakel so geworden ist. Die Geschichte ist gut erzählt, sogar mit einer starken Spannung, obwohl die brutalen Details weggelassen worden. Trotzdem trauert man um die Familie und die Freunde. Rakel erlebt während ihres Lebens viele Verluste Der Autorin ist es aber gut gelungen, diese Verluste nicht allein auf die Juden und den Holocaust zu reduzieren, sondern sie sind auch übertragbar auf jedes Leben. Genauso ist es aber auch möglich, die Hilfe und die Freundschaft zu verallgemeinern, was das Buch für mich ganz stark macht. Man kann die Gefühle und die Entscheidungen von Rakel nachvollziehen, man kann aber auch die Überlegungen und Änderungen von Ella verstehen.

Alles in allem ein sehr gut lesbares Buch über die Stärke von Freundschaft, Hilfe und Familie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere