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Veröffentlicht am 17.10.2024

Dreikönigsmord

Dreikönigsmord
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Jo und Lutz sind Hauptkommissare und werden zu einem Fall in einem alten Kloster gerufen. Dort wurde ein Skelett gefunden. Allerdings stellt sich schnell heraus, das Skelett ist 500 Jahre - Fall damit ...

Jo und Lutz sind Hauptkommissare und werden zu einem Fall in einem alten Kloster gerufen. Dort wurde ein Skelett gefunden. Allerdings stellt sich schnell heraus, das Skelett ist 500 Jahre - Fall damit erledigt. Denn Jo kann Lutz nicht ausstehen und will nur nach Hause. Auf der Heimfahrt geraten sie in einen Unfall. Als Jo wieder erwacht, findet sie sich im Ende des 14. Jahrhunderts wieder. Sie ist die Witwe eines Handwerksmeisters. Und Lutz hat es auch dahin verschlagen, er ist Wirt einer doch eher üblen Kneipe.
Das Kloster ist bewohnt und dort wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Jo und Lutz müssen den Fall lösen, denn nur dann können sie in ihre eigene Zeit zurück. Und so machen sie sich an die Arbeit - im Mittelalter mit nur wenigen technischen Hilfsmitteln und mit ihren teilweise modernen Ansichten und Sprache nicht so einfach. Denn sie legen sich mit den falschen Leuten an und es findet sich eine Leiche nach der anderen.
Man merkt dem Buch an, dass die Autorin versiert im Schreiben von historischen Büchern ist. Gerade die Beschreibung des Mittelalters ist sehr gut gelungen. Sie erspart sich, die Zeitreise zu erklären. Man muss als Leser diesen Umstand einfach hinnehmen, ohne nach Logik oder Erklärungen zu fragen. Wenn man das kann, hat man viel Freude an dem Buch. Die Dialoge sind oft witzig, die Situationen teilweise absurd. Mir fehlte zwar etwas die Spannung. Doch da mir das generell bei Mittelalterkrimis so geht, glaube ich nicht, dass es unbedingt am Buch liegt. Für mich sind solche "lange zurückliegenden Fälle" irgendwie gedanklich schon abgehakt. Das ist aber kein Hinderungsgrund, um das Buch zu mögen. Es liest sich wirklich sehr gut und flüssig und macht Spaß. Gute Unterhaltung ohne zu langweilen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Drowning

Drowning - Tödliches Element
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Carl kommt zu sich - und kann sich an nichts mehr erinnern. Neben ihm schreit eine junge Frau entsetzt auf. Er kennt sie nicht. Nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus fühlt er sich in seinem ziemlich verwahrlosten ...

Carl kommt zu sich - und kann sich an nichts mehr erinnern. Neben ihm schreit eine junge Frau entsetzt auf. Er kennt sie nicht. Nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus fühlt er sich in seinem ziemlich verwahrlosten Zuhause völlig fremd. Die Mutter trinkt und er ist gerade 16 und erst nach und nach setzen einige Erinnerungen ein. Er war mit seinem älteren Bruder Rob und dessen Freundin Neisha am See. Warum sie ins Wasser gingen, weiß er nicht mehr - aber am Ende ist Rob tot, ertrunken. Und Neisha gerade so von ihm gerettet. Doch es blitzen immer nur Erinnerungsfetzen auf, er fühlt sich schuldig. Und immer, wenn er mit Wasser in Berührung kommt, sieht er Rob vor sich, der ihm droht.
Das Buch soll ein Thriller sein. Für mich war es eine einzige Enttäuschung. Das kleine bißchen Spannung vom Anfang verfliegt ganz schnell. Denn man hat nur das Gefühl, Carl wird verrückt und man liest die Beschreibung, wie jemand wahnsinnig wird. Aber je weiter die Geschichte vorangeht, umso unwahrscheinlicher wird alles. Auf einmal klingt es wie Fantasy. Dann gibt es ein paar "normale" Seiten und wieder verschwimmt alles in einem endlosen zähen Brei, kreist um sich selber und nervt letztendlich nur. Möglich, dass ich die Geschichte einfach nicht verstanden habe. Aber ungefähr ab der Hälfte des Buches habe ich mir damit dann auch keine Mühe mehr gegeben. Es ist schon länger her, dass ich in meinen Augen so ein schlechtes und auch sinnloses Buch gelesen habe. Ich kann es niemanden empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Teufelsgrinsen

Teufelsgrinsen
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Die Deutsche Anna Kronberg möchte unbedingt Medizin studieren. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist das aber Frauen immer noch nicht erlaubt. So verkleidet sie sich als Mann, studiert Medizin und geht nach ...

Die Deutsche Anna Kronberg möchte unbedingt Medizin studieren. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist das aber Frauen immer noch nicht erlaubt. So verkleidet sie sich als Mann, studiert Medizin und geht nach London, um dort im Krankenhaus einige Zeit als der angesehen Arzt Dr. Anton Kronberg mit Erfolg zu praktizieren. Er/sie ist u. a. Bakterologe und wird von der Londoner Polizei zu allen möglichen Fällen in diesem Bereich hinzugezogen. In diesem Fall geht es um eine Leiche in einem Wasserwerk, die wohl an Cholera gestorben ist. Bei der Untersuchung stellt Anna einige Ungereimtheiten fest. Doch sie ist damit nicht allein, denn Sherlock Homes untersucht ebenfalls diesen Fall. Scharfsinnig erkennt er sofort, dass Dr. Anton eine Frau ist. Aber er behält das Geheimnis für sich. Im Verlaufe der weiteren Untersuchungen kommen Anna und Sherlock Homes sich näher, obwohl sie eigentlich nicht zusammen arbeiten wollen.

Ich bin kein Freund von der Fortführung der Geschichten von Sherlock Homes. Ich mag die Originale. Doch in diesem Fall ist es ein wirklich guter Krimi geworden, der sich wunderbar liest. Die Historie wurde nicht allzu sehr strapaziert, die Erzählweise und die Dialoge haben Witz und sind sehr modern gehalten, die Figuren aber größtenteils im historischen Kontext belassen. Die Geschichte ist sehr direkt erzählt. Manches Mal für mich zu direkt und zu schnell, so dass man einigen Wendungen zwar immer folgen, aber sie nicht immer verstehen konnte. Die Hintergründe wurden manchmal zu wenig erklärt. Doch insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Eine Verfilmung bietet sich geradezu an und auch auf den Nachfolgeband freue ich mich.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Alice, wie Daniel sie sah

Alice, wie Daniel sie sah
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Daniel ist um die 60 und obdachlos. Er hat sich damit eingerichtet und sieht für jeden Namen und jeden Buchstaben eine Farbe. Während er durch die Stadt streift, findet er allen möglichen Müll in diesen ...

Daniel ist um die 60 und obdachlos. Er hat sich damit eingerichtet und sieht für jeden Namen und jeden Buchstaben eine Farbe. Während er durch die Stadt streift, findet er allen möglichen Müll in diesen Farben und bastelt daraus Wörter, die er in der ganzen Stadt verteilt – immer in der Hoffnung, seine Tochter würde sie finden und verstehen.
Seine Tochter Alice hat allerdings weder diese Fähigkeit, noch weiß sie überhaupt, das Daniel ihr Vater ist. Sie ist in einer Familie aufgewachsen mit einem Vater, der Chirurg ist, zwei älteren Schwestern, mit denen sie nicht so gut auskommt. Die Mutter ist gestorben, als sie 4 Jahre alt war. Sie hat kaum noch Erinnerungen an sie. Trotzdem fühlt sie sich in der Familie nicht wirklich geliebt, gibt sich die Schuld am Tod ihrer Mutter. Sie flüchtet sich in Reisen um die ganze Welt, ohne allerdings ein wirkliches Ziel zu haben. Es ist auch mehr eine Flucht vor ihrer zerstörten Beziehung zu ihrem Freund. In der tiefsten Mongolei erreicht sie endlich eine Nachricht: sie soll sofort zurückkommen, ihr Vater liegt im Sterben. Es eilt. Sie schafft es noch, ihren Vater anzutreffen, aber sie fühlt sich im Haus nicht wohl und verlässt es zu jeder sich bietenden Möglichkeit. In dieser Zeit stirbt ihr Vater.
Sie übernimmt das Renovieren und den Verkauf des Hauses. Inzwischen hat Daniel zufällig die Beerdigungsanzeige gelesen und so kommt er sowohl zur Beerdigung wie auch später noch zu Alice.
Mir fällt die Beurteilung dieses Buches sehr schwer. Es ist eine Familiengeschichte, nicht schlecht erzählt. Aber es war für mich ein deprimierendes Buch, das mich wütend gemacht hat. Und das ich jederzeit aus der Hand legen und das Lesen unterbrechen konnte. Oft musste ich mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen. Es hat viel Poesie und auch viele gute Gedanken – aber für mich war es nur trostlos. Die Personen waren fast alle irgendwie unzufrieden, untereinander sehr uneins und unentschlossen. Alle waren auch irgendwie „jammernd“, ohne an dem Zustand auch wirklich etwas ändern zu wollen. Für Daniel konnte ich noch ein gewisses Maß an Mitgefühl aufbringen, jedenfalls eine Zeitlang. Bei Alice ging das gar nicht. Sie lebt irgendwie in den Tag hinein, weiß gar nicht, was sie will, versinkt zum Teil in Selbstmitleid. Ich war regelrecht froh, als das Buch zu Ende war.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Barrakuda

Barrakuda
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„Barrakuda“ erzählt die Geschichte von Daniel. Sein Vater ist Fernfahrer, seine Mutter Frisöse, er hat 2 jüngere Geschwister. Eine ganz normale einfache Familie. Daniel wird Danny gerufen. Er geht auf ...

„Barrakuda“ erzählt die Geschichte von Daniel. Sein Vater ist Fernfahrer, seine Mutter Frisöse, er hat 2 jüngere Geschwister. Eine ganz normale einfache Familie. Daniel wird Danny gerufen. Er geht auf eine normale Schule, hat Freunde. Doch er ist etwas Besonderes. Er schwimmt, und dass sehr gut. So wird er entdeckt und kommt mit 13 Jahren auf eine spezielle Schule. Sie ist teuer und nur mit einem Stipendium kann er überhaupt dort lernen. Doch er hat es schwer – in den Augen der reichen Mitschüler ist er nicht nur arm und ein Außenseiter, er ist auch noch schwul und wird entsprechend gehänselt und unterdrückt. Einzig sein Schwimmtrainer ist in der ersten Zeit ein Trost. Er rät Danny, im Schwimmen der beste zu werden und ansonsten „zurückzuschlagen“, sich zu wehren, sich nichts gefallen zu lassen. Nach einiger Zeit beherzigt Danny das. Er erkämpft sich Respekt. In erster Linie durch seinen unbändigen Kampfgeist, durch enormes Training und den Willen, der Beste zu sein. Und nur der Beste zählt. Bald hat er den Spitznamen „Barrakuda“. Alles wird dem Schwimmen untergeordnet und dem Ziel, der erste zu sein, irgendwann an der Olympiade teilzunehmen. Doch bei einem Wettkampf wird er nur 5. Er bricht weinend zusammen – in seinen Augen das totale Versagen. Er hört mit dem Schwimmen auf und sein Leben nimmt eine völlig andere Wendung …
Ich las das Buch während der Olympiade. Während einige Sportler Medaillen „verloren“, sie wurden „nur“ 4. Die Presse stempelte auch sie zu „Versagern“. Und das hat mich erschreckt. Ist ein Mensch/Sportler nur etwas wert, wenn er eine Medaille gewinnt. Ist das wirklich so wichtig, um damit seine gesamte Familie, sein soziales Umfeld dem unterzuordnen. Ist ein 4. oder 5. Platz schon ein Versagen?
Das Buch findet seine eigenen Antworten auf diese Fragen. Danny wird erwachsen, wird Dan und Daniel. Trifft falsche Entscheidungen, trifft später aber auch richtige. Man kann dieses Erwachsenwerden wunderbar verfolgen. Und dazu liest sich das Buch auch noch sehr gut. Nur zum Ende hin wurde es mir zu sehr philosophisch und weit weg vom eigentlichen Leben von Dan. Und einige der ausführlich beschriebenen Sexszenen fand ich unpassend und dem Fortgang der Handlung nicht wirklich dienlich.
Doch alles in allem ein Buch, das das Lesen wirklich lohnt.

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