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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2024

Ganz schön schräg!

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter
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Das Cover hat mich gleich angelacht, obwohl es so schwarz ist, mit dem rosa-farbenen Titel als einzigem Farbtupfer. Lisa und Walter auf einem Meteoriten fliegen auf die Erde zu und haben Pizza als Proviant. ...

Das Cover hat mich gleich angelacht, obwohl es so schwarz ist, mit dem rosa-farbenen Titel als einzigem Farbtupfer. Lisa und Walter auf einem Meteoriten fliegen auf die Erde zu und haben Pizza als Proviant. Was in diesem Buch wohl drinsteckt.

Es geht um das Erdenmädchen Lisa, deren Eltern sich nach dem Verlust ihrer Arbeitsplätze nicht mehr wirklich für Lisa und die Welt um sie herum interessieren. Es ist kein Geld da, Lisa kümmert sich um alles und hat eigentlich nichts. Aber Lisa ist hochintelligent und in Bezug auf ihr Spezialwissen ihren Mitschülern weit überlegen. Aber sie macht sich klein, damit nicht auffällt, dass wie es in ihrem zuhause und in ihr aussieht. Das macht sie zur Aussenseiterin und zum Mobbingopfer. Dann kommt Walter auf die Erde und in ihr Leben.

Ein Comicroman zu einem Thema, das leider immer wichtiger wird in unserer Welt. Es stecken superviele Themen in diesem Buch und man muss es sicher mehrfach lesen, um immer wieder neue Facetten zu erkennen. Am Ende gibt es ein Happy End, dass ich jedem Opfer von Mobbingattacken wünsche.

Das Buch ist witzig gestaltet und obwohl alle Illustrationen schwarz-weiß sind, oder vielleicht gerade deshalb, ist man mitten drin und kann sich vorstellen, wie Lisa die verschiedenen Situationen erlebt.

Ich finde den Comicroman toll und würde ihn jederzeit empfehlen für Kinder ab der 3. Klasse, evtl. auch noch Anfang der weiterführenden Schule. Es regt an, über den Umgang miteinander nachzudenken.

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Veröffentlicht am 08.03.2024

Zerrissen zwischen den Welten

Das Jahr ohne Sommer
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Authentische Erzählung einer Fluchterfahrung.

Ein Mädchen im Kindergartenalter erzählt von der versuchten und gescheiterten Republikflucht der Eltern. Von Trennung im Osten und Wiedersehen im Westen. ...

Authentische Erzählung einer Fluchterfahrung.

Ein Mädchen im Kindergartenalter erzählt von der versuchten und gescheiterten Republikflucht der Eltern. Von Trennung im Osten und Wiedersehen im Westen. Vom Versuch zu verstehen, was in den Erwachsenen vor sich geht. Vom Dazugehören wollen. Aus dem Kindergartenkind wird ein Schulkind, dann ein rebellierender Teenager. Dann fällt die Mauer und plötzlich ist nichts mehr, wie es war, sind die ehemaligen Freunde von drüben jetzt "Ossis".

Die Welt steht Kopf für die Erzählerin, das drückt schon das sehr passend gewählte Titelbild eines Mädchens auf der Schaukel aus.

Der Erzählstil ist kühl und distanziert gleichzeitig wird der Leser mitgenommen in die Zerrissenheit der Protagonistin, wird emotional berührt, lebt mit ihr mit.

Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Kindheit, meine Jugend, konnte die Zeit aus den Augen der Erzählerin mit einem ganz neuen Blick noch einmal rekapitulieren.

Irritierend war am Ende der Epilog, der inhaltlich nichts wirklich mit der Geschichte zu tun hatte, der eigentlich nicht dazugehörte. Aber vielleicht ist das ja der Punkt, so wie die Erzählerin in keiner der geschilderten Welten wirklich dazugehörte, so gehörte der Schluß nicht wirklich zur Geschichte.

Ich fand das Buch lesenswert, glaube aber, dass man die geschilderte Zeit aus eigener Anschauung kennen sollte, um die Geschichte nachvollziehen zu können.

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