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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2025

Intensiv, gefühlvoll und verträumt

Pure Promise
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Erste Gedanken: Der Auftakt des Evergreen Empires hatte mich damals ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Die Mulberry-Mansion-Reihe ist eine meiner liebsten und obwohl „Delicate Dream“ atmosphärisch ...

Erste Gedanken: Der Auftakt des Evergreen Empires hatte mich damals ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Die Mulberry-Mansion-Reihe ist eine meiner liebsten und obwohl „Delicate Dream“ atmosphärisch und schön war, so fehlte mir irgendwie etwas, um an der Geschichte emotional zu hängen. Doch mit „Pure Promise“ ist der Autorin wieder ein wunderschöner Roman gelungen, den ich nur empfehlen kann.

Das Cover: Die etwas gedeckteren Farben passen unglaublich gut zu unserer Protagonistin. Auch dieses erinnert wieder an die Aufmachung eines Flakons und finde ich ansprechend.

Die Handlung: Marigold wird in ihrem Leben oft übergangen. Als dann auch noch ihr Bruder ihr den Job im Parfüm-Imperium ihrer Familie verwehrt, weiß sich Marigold nicht mehr zu helfen, außer mit einem: Drama in Form von Benedict Midville. Sie möchte eine Fake-Beziehung mit dem Sohn des größten Konkurrenten der Firma ihrer Eltern eingehen, bis sie endlich Odells Aufmerksamkeit bekommt. Beide versprechen sich keine Gefühle füreinander zu entwickeln, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto aufrichtiger wird alles.

Meine Meinung: Ich habe erst ein Jahr nach Beenden von Band 1 zum Folgeband gegriffen, weil ich immer noch sehr zwiegespaltene Gefühle zu diesem hatte. Doch die vielen positiven Rezensionen (in denen Leser:innen ähnlich fühlten wie ich mit dem Auftakt) und eine gute Freundin überzeugten mich letztendlich doch, dem Buch eine Chance zu geben. Und es war die richtige Entscheidung! Der Anfang war doch ein wenig holprig und ich brauchte mindestens einhundert Seiten, bis ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte – danach konnte ich nicht mehr aufhören. Marigold und Benedicts Geschichte ist unglaublich intensiv. Es ist keine Geschichte, bei der ich mühelos durch die Seiten fliege, sondern ich finde, dass die Lesenden sich hier ein wenig Zeit nehmen müssen. Es lohnt sich aber sehr! „Pure Promise“ ist genau das: echt und ein aufrichtiges Versprechen auf eine berührende Geschichte, die mich auch nach einigen Wochen nicht ganz loslässt. Dennoch hatte ich auch hier das Gefühl, dass dem Buch 50 Seiten weniger nicht geschadet hätten. Aber abseits dessen denke ich noch gerne an die Geschichte der beiden zurück!

Die Charaktere: Marigold war für mich bereits im Auftakt ein unglaublich spannender Charakter. Bereits da war ihr Schmerz, den sie in Form von Skandalen und Aufmerksamkeit versuchte auszudrücken spürbar. In diesem Band wird erst richtig beleuchtet, wie missverstanden und alleine sie doch ist und das war nicht nur in wenigen Momenten schmerzhaft. Ich mochte sie unglaublich gerne und habe sehr bei ihr mitgefühlt. Bei Benedict habe ich jedoch ein wenig länger gebraucht, da die Lesenden gemeinsam mit Marigold recht lange seine aufgesetzte Maske sehen, aber erst nach und nach abnehmen. Beide zusammen waren wirklich unglaublich berührend und ich mochte unglaublich, wie sich ihre Beziehung ganz langsam und behutsam entwickelt!

Fazit: Eine intensive Geschichte, die mich wieder viel mehr an die Mulberry Mansion erinnert. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung! Was ich ebenfalls empfehlen kann, sind Merits wunderschönen Buchplaylisten beim Lesen zu hören – dadurch wurde alles noch viel atmosphärischer für mich!

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Herzerwärmende Fortsetzung

Purple Clouds - Meet Cute
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Erste Gedanken: Von Mounia Jayawanth habe ich bereits alle Romane gelesen (auch die Bücher aus dem Selfpublishing) und würde auch jede weitere lesen. Die Autorin verfügt über einen humoristischen Schreibstil, ...

Erste Gedanken: Von Mounia Jayawanth habe ich bereits alle Romane gelesen (auch die Bücher aus dem Selfpublishing) und würde auch jede weitere lesen. Die Autorin verfügt über einen humoristischen Schreibstil, der ihre Geschichten so schön lebendig macht. Gleichzeitig gibt es auch einen Realitätscheck in der Liebesgeschichte, da ernste Themen unglaublich viel Platz in ihren Geschichten finden. So auch in diesem Buch, welches ich wie Band 1 nur empfehlen kann!

Das Cover: Die gesamte Aufmachung ist einfach nur wunderschön. Mounia sagte auf einer Lesung, dass die Cover an Magazincover erinnern sollen, damit das Setting der Purple-Clouds-Redaktion eingefangen werden kann. Auch hier wirkt das Gewand des Romanes wie ein hochwertiges Modemagazin, was ich sehr ästhetisch finde. Es ist tatsächlich mein liebstes Cover der Trilogie!

Die Handlung: Riley ist bei ihren Herzensmenschen dafür bekannt impulsive Entscheidungen zu treffen. So kommt es, dass sie einem der bekanntesten Schauspieler einen Unterschlupf in ihrem WG-Zimmer anbietet, nachdem dieser vor einem Interview flüchtet. Dass sie damit nicht nur ihren neuen Job in der Purple-Clouds-Redaktion riskiert und die wichtige Kampagne gefährdet, ist ihr bewusst. Doch während sich die beiden von dem Medientrubel abschotten und nur zu zweit existieren merken sie, dass sie trotz ihrer komplett unterschiedlichen Karrierewege ziemlich gut miteinander harmonieren…

Meine Meinung: Diese Geschichte macht einfach unglaublich viel Spaß. Bereits im Vorfeld freute ich mich unglaublich auf die Fortsetzung der Reihe und fieberte dem Erscheinungsdatum hin. Auch hier fliegen die Lesenden durch die Seiten, werden mit Mounias tollem Humor zum Lachen gebracht und es gibt auch einen Realitätscheck aufgrund ernster Thematiken. Das mag ich an Mounias Romanen so gerne: meistens haben die Geschichten eine sehr ungewöhnliche oder romantische Ausgangssituation – sie wird jedoch nie romantisiert. Auch Themen wie Rassismus finden hier wieder einen Platz. Beide Protagonist:innen sind nicht weiß und Mounia zeigt auf, wie frustrierend es sein kann, wie die Medien/ Menschen Asien noch immer generalisieren. Noch immer fällt mir in Büchern auf, wie von „asiatischen“ Attributen gesprochen wird. Asien ist jedoch groß und es besteht auch nicht nur aus Ostasien (China, Japan, Südkorea etc.). Ich bin auch noch nie über die Bezeichnung „europäisch“ gestolpert, weil sie genauso wie „asiatisch“ unglaublich verallgemeinernd und irreführend ist, weil was genau soll damit gemeint sein? So kommt es, dass Louise Thorne sri-lankischen Background hat, aber in den Medien immer davon berichtet wird, dass seine Mutter indisch sei, was nicht das Gleiche ist. Dafür bin ich Mounia unglaublich dankbar, dass sie mit Klischees aufräumt. Dennoch muss ich sagen, dass ich beim Auftakt der Reihe ein wenig mehr mitgefühlt habe, was die Liebesgeschichte anging und hier bei Riley und Louise manchmal eine gewisse Distanz verspürte.

Die Charaktere: Mein liebster Chaoskopf: Riley. Ich liebe es, wie messy sie ist. Ich kann nicht mehr über „perfekte“ und unfassbar sympathische Charaktere lesen, weswegen ich es liebe, wenn sich Autorinnen immer mehr an vielschichtige Charaktere herantrauen. Ich habe unglaublich bei ihr mitgefiebert und ihre Entwicklung geliebt. Louise mochte ich ebenfalls sehr gerne und konnte seine Gefühlswelt unglaublich bildlich mitverfolgen. Auch zusammen waren die beiden sehr süß, auch, wenn ich bei Deb und Emory ein bisschen mehr mitgefühlt hatte.

Fazit:* Eine gelungene Fortsetzung, die ich nur weiterempfehlen kann, aber noch ein wenig Luft nach oben hat. Ich freue mich jedoch schon unglaublich auf Linh und Xanders Geschichte. Von mir gibt es hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Geheimnisvolle Geschichte

Teufel von Oxford
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Erste Gedanken: „Herz aus Dornen“ und auch eine Kurzgeschichte in einer Drachenmond-Anthologie der Autorin haben mir bereits sehr zugesagt. Anna Jane Greenville erschafft mit ihrem Schreibstil Geschichten, ...

Erste Gedanken: „Herz aus Dornen“ und auch eine Kurzgeschichte in einer Drachenmond-Anthologie der Autorin haben mir bereits sehr zugesagt. Anna Jane Greenville erschafft mit ihrem Schreibstil Geschichten, bei denen sich der Nebel aus Geheimnissen erst nach und nach lichtet. Auch in diesem Band kreiert die Autorin eine sehr bildstarke Stimmung.

Das Cover: Das Lila harmoniert sehr gut mit den bräunlichen/ goldenen Tönen. Auch die vielen Verschnörkelungen und das Pärchen im Zentrum des Covers sind ansprechend. Ich finde es beinahe ein wenig überladen, aber das ist nur meine Meinung.

Die Handlung: Susanna Copper hat ein Dilemma. Im Jahre 1888 knackt sie in Oxford Schlösser, da sie von einem Mann hohen Ranges - Frederik Darvill – erpresst wird. Als wäre letzteres nicht schon genug, umgeben ihn Geheimnisse wie große Ausrufezeichen und Susanne erhofft sich, seine Machenschaften und Boshaftigkeiten herauszufinden, um diese an die Öffentlichkeit zu tragen. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr bröckelt die Fassade, die Frederik sie anfangs hat sehen lassen…

Meine Meinung: Sehr positiv herausheben möchte ich an dieser Stelle, wie bildhaft diese Geschichte geschrieben ist. Zudem liebe ich es an Anna J. Greenvilles Geschichten, dass sie nicht alles direkt am Anfang erklärt und somit nicht bereits ab der ersten Seite das gesamte Setting, die Absichten der Charaktere und der Plot bekannt sind. So rätselte ich beim Lesen ständig mit und fragte mich an einigen Stellen, wie bestimmte Handlungsstränge weitergeführt werden. Dennoch muss ich sagen, dass ich diese Geschichte so gerne mehr geliebt hätte. Leider brauchte ich recht lange, um in der Geschichte anzukommen und hätte mir da irgendwie mehr Bannkraft am Anfang gewünscht. Zudem habe ich auch eine sehr große emotionale Distanz zur Handlung und zu den Charakteren verspürt, was dazu führte, dass ich erst gegen Ende ein wenig mitfieberte. Ich hätte noch mehr emotionale Momente gebraucht. So war die Geschichte zwar spannend und auch sehr atmosphärisch – rückblickend vermisse ich jedoch die Emotionen, die ich so gerne beim Lesen verspüre.

Die Charaktere: In meinen Augen hätten diese noch viel mehr Raum bekommen können. Die Geschichte legt sehr viel Fokus auf die Handlung – was viele Lesende bestimmt mögen. Ich hingegen bevorzuge Geschichten, bei denen ich mich in die Perspektive der Charaktere hineinversetzen kann. Dafür muss ich nicht zwangsweise mit ihnen einer Meinung sein, aber ich wünsche mir doch irgendwie, dass ich eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Hier war das leider für mich beinahe nicht möglich. Susanna war eine sympathische Protagonistin, aber an mehr kann ich mich leider nur vage erinnern. Frederik war mir dafür lange Zeit sogar ziemlich unsympathisch und auch als sich eine gewisse Änderung ergab, war ich nicht vollends von ihm überzeugt. In meinen Augen waren die beiden Nebendarsteller:innen in ihrer eigenen Geschichte, weil die Handlung so sehr überwog.

Fazit: Ich hätte diese Geschichte so gerne geliebt, nur leider fehlte mir hierbei das Emotionale. Dennoch werde ich auch die weiteren Geschichten der Autorin weiterverfolgen und denke, dass diese Geschichte vielleicht nicht so ganz für mich war. Ich vergebe hier 3/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Cosy Reihenauftakt mit viel Herz!

Novel Haven - Levels of Love
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Erste Gedanken: Mit Gaming habe ich tatsächlich nicht so viele Berührungspunkte, jedoch würde ich alles lesen, was Anabelle bisher veröffentlicht hat. Doch „Novel Haven“ schafft es, sowohl dem Thema Gaming ...

Erste Gedanken: Mit Gaming habe ich tatsächlich nicht so viele Berührungspunkte, jedoch würde ich alles lesen, was Anabelle bisher veröffentlicht hat. Doch „Novel Haven“ schafft es, sowohl dem Thema Gaming viel Raum zu geben, aber auch Platz zu lassen für Freundschaften, Liebe, Herausforderungen von Frauen in männerdominierten Branchen und so vielem mehr. Für mich ein wundervoller Reihenauftakt, den ich nur weiterempfehlen kann!

Das Cover: Anfangs brauchte ich ein wenig, um mit dem Cover warm zu werden. Als ich das Buch jedoch das erste Mal in der Hand hielt, entfaltete sich erst das gesamte Motiv. Ich finde nicht nur die Illustration der Charaktere sehr gelungen, sondern mag auch die angedeuteten (sehr konträren) Räume der beiden gerne.

Die Handlung: Lara hat ihr gesamtes Herzblut in das Game „Novel Haven“ hineinfließen lassen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen haben sie das Cosy-Game mehrere Jahre entwickelt und wollen es nun auf der GameChanger-Convention vorstellen, um nicht nur neue Gamer:innen zu gewinnen, sondern auch das Preisgeld, was ihnen sehr zugute kommen würde. Doch die Konkurrenz ist groß und vor allem ein Horror Game, mit einem gewissen Creator, machen es ihnen nicht einfach…

Meine Meinung: So eine gelungene Geschichte! Anabelle schafft es gekonnt den Spagat zwischen Unterhaltung und ernsten Themen zu meistern und sowohl eine mitreißende Geschichte zu schreiben, die jedoch auch berührt. Lara und Luca haben beide ihre Päckchen zu tragen. Beide haben viel verloren und alles in die Entwicklung ihrer Spiele gesteckt, sodass ich teilweise selbst im Zwiespalt war, wen ich nun anfeuern soll. Anabelle spricht generell wichtige Themen wie Barrierefreiheit im Gaming an oder zeigt anhand von Lara und ihrem Team die Herausforderungen von einem Frauen-Team in einem von Männern dominierten Feld. Dieses Buch mag vorwiegend um Gaming handeln, aber es geht so sehr in die Tiefe, was mich wirklich begeistert hat. Nur im mittleren Teil der Geschichte fehlte mir ein wenig die Bannkraft, aber spätestens das letzte Drittel las ich in einem Rutsch durch.

Die Charaktere: Vielschichtig, emotional und so, so liebenswert. Ich habe bei allen so unglaublich mitgefiebert und finde es so schön, wie viel Raum zur Entwicklung und Heilung sie bekommen. Laras Hintergrundgeschichte ist wirklich schmerzvoll, aber die Arbeit, die sie in sich steckt und aus ihrer Angst stärker herauskommt, war so berührend. Doch auch mit Luca konnte ich sehr sympathisieren. Unglaublich verständnisvoll, sehr ehrgeizig und mit einer tollen Entwicklung. Doch auch Nat, Aria, Sophia oder Maleek mochte ich sehr gerne.

Fazit. Eine Geschichte, die so viel tiefer ging, als ich dachte. Ich fühlte mich nicht nur unterhalten, sondern wurde sehr berührt. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Liebenswertes Chaos

30 Days, 10 Dates & 1 Drama
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Erste Gedanken: Direkt nach Ankündigung der Geschichte landete Lea Kaibs Roman auf meiner Wunschliste. Bereits „Love with Pride“ konnte mich von der sympathischen Autorin gut unterhalten, weswegen ich ...

Erste Gedanken: Direkt nach Ankündigung der Geschichte landete Lea Kaibs Roman auf meiner Wunschliste. Bereits „Love with Pride“ konnte mich von der sympathischen Autorin gut unterhalten, weswegen ich unbedingt auch über Daisy und Mae lesen wollte. Leider gibt es immer noch viel zu wenige sapphic Liebesromane (vor allem bei deutschsprachigen Büchern), weswegen ich mich umso mehr auf Leas Buch gefreut habe.

Das Cover: Es gibt mehrere kleine easter eggs, die auf die Geschichte hinweisen. Es ist sehr niedlich aufgemacht und auch die Farbpalette finde ich sehr angenehm.

Die Handlung: Nach einer unschönen (ungewollt) öffentlichen Trennung hat sich Daisy komplett aus dem Datingleben herausgezogen. Doch das soll sich nun ändern! Ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Mae hat ihr 10 Dates besorgt, für die sie einen ganzen Monat Zeit hat. Ihre Dates sind alles Mitarbeitende aus dem Londoner Theater, an dem Mae auftritt und sie verspricht sich dadurch eine glücklichere beste Freundin. Doch mit jedem weiteren Date merkt Daisy, dass ihre Herzensperson bereits viel fester in ihrem Leben verankert ist, als sie dachte…

Meine Meinung: Leas Geschichte besticht vor allem durch die herzerwärmenden Situationen und liebenswerten Charaktere. Dennoch hatte ich anfangs ein paar Startschwierigkeiten. Ich musste mich erst ein wenig an den sehr humoristischen Schreibstil gewöhnen und an Daisys Gedankenwelt. Doch kaum gingen die ersten Dates los, konnte ich die Geschichte nicht mehr zur Seite legen. Es war lustig, kurzweilig und sehr mitreißend geschrieben. Vor allem beim Ende wurde mir ein wenig warm ums Herz bei all der Liebe, die versprüht wurde (sowohl freundschaftlich als auch romantisch). Dennoch empfand ich manche Aspekte als ausbaufähig. In meinen Augen hätten manche Handlungsstränge noch ein etwas runderes Ende verdient (wie z.B. Daisys Exfreund). Letzteres wurde mir am Ende doch zu abrupt abgehandelt dafür, dass die Trennung doch einen großen Platz in Daisys Gedankenwelt hatte. Auch hätte ich mir gerne noch mehr Szenen bezüglich der eigentlichen Liebesgeschichte gewünscht. Diese wurde wirklich lange aufgebaut (was ich sehr mochte), aber am Ende kam diese doch ein wenig kurz. Da hätte ich mir als „Belohnung“ für das lange Warten gerne noch ein paar Szenen mehr zwischen den beiden gelesen.

Die Charaktere: Daisy und ich hatten anfangs ein paar Startschwierigkeiten, dafür wuchs sie mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz. Ich habe sehr bei ihr mitgefiebert und mich wirklich für sie gefreut. Doch auch Mae mochte ich unglaublich gerne. Am liebsten hätte ich gerne noch ein wenig mehr von ihr mitbekommen. Doch auch die Nebencharaktere wie Daisys Chefin oder auch einige der Mitarbeitenden aus dem Theater konnten mich überzeugen.

Fazit: Lea Kaibs Stärke ist definitiv das Entwickeln von liebenswerten und chaotischen Charakteren, die ich einfach ins Herz schließen musste. Dennoch sehe ich noch ein wenig Luft nach oben beim Schreibstil und bei der Gewichtung von Themen. Da ich jedoch sehr schöne Lesestunden hatte und gerne noch an die Geschichte zurückdenke, vergebe ich hier 3,5/5 Sternen!

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