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Veröffentlicht am 20.03.2022

Am Ende wurde der Mord doch aufgeklärt

Nur Bärbel backte besser
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Dieser Band war für mich der erste und ich musste mich erst an die Personen und den Schreibstil gewöhnen. Ich habe nicht alle Mitwirkenden in mein Herz geschlossen, aber der, den ich erst gar nicht mochte, ...

Dieser Band war für mich der erste und ich musste mich erst an die Personen und den Schreibstil gewöhnen. Ich habe nicht alle Mitwirkenden in mein Herz geschlossen, aber der, den ich erst gar nicht mochte, weil er mir zu albern und zu frech war, gehört nun zu meinen Liebsten, der Jupp. Er hat sich wunderbar entwickelt und seine Schlagfertigkeit und sein Humor gefielen mir sehr zum Schluss.

In der Suche nach dem Mörder wurde ich mehrmals in die falsche Richtung geschickt. Nur ein einziges Mal, ganz kurz, hatte ich einen Gedanken, der richtig gewesen war, aber danach hatte ich fast alle anderen in Verdacht. Ich glaube, das ist eine Stärke von Autoren, den Leser immer wieder zu verwirren. Es wurde mir nie langweilig beim Lesen, auch das erlebe ich nicht immer.

Ich schwankte lange zwischen 4 und 5 Sternen, habe mich dann doch für 4 entschieden, da mir einige Personen zu plump wirkten. Überall passte für mich Jupps Humor nicht hin, zumindest am Anfang.

Trotzdem kann ich das Buch für amüsante Lesestunden weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.03.2022

Spannend vom Anfang bis zum Ende

Gezeitenmord
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Ein Lehrer macht mit seinem 11-jährigen Schüler Villard einen Spaziergang im Watt. Plötzlich kommt Nebel auf, die beiden verlieren sich. Die Flut setzt unerwartet früh ein. Nur durch Zurufen finden sie ...

Ein Lehrer macht mit seinem 11-jährigen Schüler Villard einen Spaziergang im Watt. Plötzlich kommt Nebel auf, die beiden verlieren sich. Die Flut setzt unerwartet früh ein. Nur durch Zurufen finden sie sich. Villard ist starr vor Entsetzen. Er hat im Sand das Gesicht einer Leiche entdeckt und will sie ausgraben. Plötzlich taucht aus dem Nebel eine Gestalt auf, die den Lehrer mit einer schweren Kette bewusstlos schlägt. Was ist mit dem Jungen geschehen?

Da sich die Leiche im Gebiet zwischen Deutschland und Dänemark befindet, arbeitet ein Polizeiteam aus beiden Ländern zusammen. Es geht aber nicht nur um diese eine Leiche.

Vorweg: ich habe selten einen so spannenden und gut geschriebenen Roman gelesen. Die Geschichte war durchweg packend und interessant. Das Ermittlerpaar, bestehend aus Lykke aus Dänemark und Rudi aus Deutschland, waren äußerst sympathisch. Der Schreibstil war angenehm, die Geschichte authentisch. Einige Passagen, wie die Befragung eines in der geschlossenen Abteilung in der Psychiatrie lebenden Kindermörders, ob er sich in die Lage der derzeitigen Fälle hineinversetzen und eventuell Hinweise geben könne, habe ich schon in anderen Krimis gelesen. Vielleicht gehören derartige Ermittlungen zu der Polizeiarbeit.

Ich kann dieses Buch zu 100 Prozent weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Wie wird man einsam?

Avas Geheimnis
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Die Autorin erzählt sehr viel über ihre Familie, ihren Beruf, ihre Vergangenheit und über eine Freundin und deren Schwester Ava.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ihre Erzählungen sind interessant. ...

Die Autorin erzählt sehr viel über ihre Familie, ihren Beruf, ihre Vergangenheit und über eine Freundin und deren Schwester Ava.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ihre Erzählungen sind interessant. Ich habe aber den Eindruck, dass ihre Freundin Caro und deren Schwester Ava frei erfunden sind. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht konnte Frau Schäfer das Thema Einsamkeit an einer fiktiven Person besser verdeutlichen. Auch die Autorin litt oder leidet vermutlich immer noch an Einsamkeit, nachdem ihr geliebter Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam. Vielleicht muss man so ein Schicksal selbst erlebt haben, um es nachvollziehen zu können. Ihre Empfindungen und Sehnsüchte nach ihrem Bruder haben mich schon sehr bedrückt.

Die Geschichte über Ava ist wahrscheinlich erfunden, könnte aber auch auf viele andere Menschen passen. Ich selbst habe Ähnlichkeiten mit einer guten Bekannten entdeckt. Ava war mir nicht sympathisch, auch nicht ihre Schwester. Der Geschichte nach hatten die beiden eine einsame Kindheit ohne Liebe der Eltern. Caro hat sich anders entwickelt als Ava. Sie steht offensichtlich mit beiden Beinen im Leben, während Ava sich gehen lässt. Was war nun aber Avas Geheimnis? Warum veränderte sie sich, zumal ihr der Beruf der Lehrerin Spaß machte? Während sie früher aufgeschlossen war, lässt sie jetzt keinen an sich heran. Vermutlich war der Auslöser, dass ihr Freund, den sie über alles liebte und der auch sie begehrte, fremd ging und ausgerechnet mit jemandem, von dem sie es nie erwartet hätte.

Das Ende der Geschichte gefällt mir zwar und ich halte es sogar für möglich (aber eher mit psychologischer Begleitung), aber es scheint mir ausgedacht, damit das Buch noch einen runden Abschluss bekommt. Vielleicht soll es ja auch Hoffnung machen, auch den Lesern, die allzu deprimiert zurückgelassen werden.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Fantasie kann uns weit entführen

Oh wie schön ist Trinidad
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Ich kenne den Protagonisten Jens Schneider aus dem Krimi "Ein Sommer in Cassis". In dem jetzigen Roman wird der vorzeitig pensionierte Kriminalkommissar von seinem Freund Egon gebeten, ihn zu besuchen ...

Ich kenne den Protagonisten Jens Schneider aus dem Krimi "Ein Sommer in Cassis". In dem jetzigen Roman wird der vorzeitig pensionierte Kriminalkommissar von seinem Freund Egon gebeten, ihn zu besuchen und ihm aus einer Notlage zu helfen. Jens nimmt die weite Flugreise auf sich, lernt Egons Familie und nach und nach dessen Probleme kennen. Jens ist sich nicht sicher, ob er ihm wirklich helfen kann, tut aber sein Möglichstes. Dabei lernt er gefährliche, aber auch sehr angenehme Situationen kennen.
Der Autor beschreibt das Leben und die Landschaft auf Trinidad derart schön, dass sofort die Reiselust dorthin geweckt wird. Auch das gesellschaftliche Leben wird eindrucksvoll beschrieben. Bei mir tauchte immer wieder Spannung auf, weil sich andeutete, dass der ehemalige Kommissar versuchen würde, auf eigene Faust den Fall zu lösen. Bis mir im letzten Kapitel die Augen geöffnet wurden. Und da wurde die Geschichte für mich noch runder. Ich stellte fest, dass mich der Autor wieder einmal begeistern konnte. Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen wunderschönen Roman, der mich letztendlich total überrascht hat.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Wie ein Traum dein Leben verändern kann

Im Dorf der Schmetterlinge
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Jule ist Ende vierzig, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Job ist sehr anstrengend und sie hat langsam das Gefühl, nichts mehr zu schaffen. Alles scheint den Bach runterzugehen und sie ...

Jule ist Ende vierzig, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Ihr Job ist sehr anstrengend und sie hat langsam das Gefühl, nichts mehr zu schaffen. Alles scheint den Bach runterzugehen und sie zweifelt immer mehr an sich. Dazu kommen Ängste, die sie nicht bewältigen kann. Als sie nachts mal wieder nicht schlafen kann, geht sie in den Garten und legt sich in die Hängematte. Nach einer Weile findet sie sich in einem Dorf wieder, in dem ihr Personen und Dinge begegnen, die ihr Leben verändern sollen.

Auch wenn ich erst ein bisschen durchsteigen musste, erkannte ich doch den Sinn dieses Traums. Vor allem die Grundsätze, die Jule lernte, haben mich nachdenklich gemacht. Obwohl oder gerade weil ich um einiges älter bin als sie, erlebe auch ich die Ängste und erkenne mein schwindendes Selbstvertrauen, weil nichts mehr so geht wie früher. Ich habe das Gefühl, wenn man sich die Grundsätze aus dem Buch bewusst macht, kann man seine Angsthasen in ihre Schranken verweisen. Heute habe ich so einen Tag erlebt. Ich werde das Buch öfters lesen, um mich immer wieder daran zu erinnern. Ich habe wirklich den Eindruck, dass die Ratschläge hilfreich sind und mir das Leben erleichtern können.

Von mir aus eine absolute Leseempfehlung.

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