Ein tiefgründiger Roman mit viel Humor
Pinguine fliegen nur im WasserIn ihrem Roman „Pinguine fliegen nur im Wasser“ lässt Henriette Krohn zwei Menschen aufeinandertreffen, die gegensätzlicher kaum sein könnten.
Vincent, Mitte dreißig, verliert nach einem impulsiven Entschluss ...
In ihrem Roman „Pinguine fliegen nur im Wasser“ lässt Henriette Krohn zwei Menschen aufeinandertreffen, die gegensätzlicher kaum sein könnten.
Vincent, Mitte dreißig, verliert nach einem impulsiven Entschluss seinen Job – und damit den Halt in seinem Leben. Greta, einst Ärztin, fährt inzwischen Taxi. Sie begegnet der Welt mit schonungsloser Offenheit und versucht zugleich, den Lärm ihrer Vergangenheit auf Abstand zu halten. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht beim behutsamen Renovieren von Gretas geerbter Villa eine stille, doch tiefgehende Verbindung – geprägt von gegenseitigem Respekt, vorsichtigem Vertrauen und dem geteilten Wunsch nach einem Neubeginn.
Henriette Krohn erzählt diese Geschichte mit leiser Kraft und viel Feingefühl. Ihre Figuren sind authentisch beschrieben, die Dialoge glaubwürdig und ungekünstelt. Der Titel fungiert nicht nur als poetisches Bild, sondern spiegelt das zentrale Motiv des Romans wider: dass jeder Mensch auf seine eigene Weise „fliegen“ kann – sofern er den passenden Raum dafür findet.
Ein ruhiger, kluger Roman über das Scheitern, das Suchen und die zarten Wege zurück ins Leben. Warmherzig, nachdenklich und mit großem Gespür für Zwischentöne.
Mit „Pinguine fliegen nur im Wasser“ legt Henriette Krohn ein sensibles, ehrliches und literarisch überzeugendes Werk vor, das berührt und Hoffnung schenkt.