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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Herrlich skurril und unterhaltsam

May Morrigans mysteriöse Morde
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Ein fesselnder Kriminalroman, gewürzt mit skurrilem Humor und überraschenden Wendungen. Im Mittelpunkt steht eine pensionierte Dame, die mit ihrem langjährigen Gefährten und zwei treuen Dackeln ein beschauliches ...

Ein fesselnder Kriminalroman, gewürzt mit skurrilem Humor und überraschenden Wendungen. Im Mittelpunkt steht eine pensionierte Dame, die mit ihrem langjährigen Gefährten und zwei treuen Dackeln ein beschauliches Leben in der heimeligen Idylle eines kleinen Dorfes führt. Doch die vermeintliche Ruhe wird jäh gestört, als ein junges Mädchen spurlos verschwindet. Plötzlich gerät das Dorf in Aufruhr, und die Suche nach der Wahrheit beginnt.

Mit feinem Gespür für Charakterzeichnung werden die Bewohner zum Leben erweckt – eigenwillig, charmant und voller liebenswerter Macken. Die Geschichte entfaltet sich aus verschiedenen Perspektiven, die sich kunstvoll ineinanderfügen und nach und nach das gesamte Bild enthüllen. Der Erzählstil ist flüssig und lädt zum genussvollen Lesen ein.

Ein durchweg unterhaltsamer Roman, durchzogen von trockenem britischen Humor und einer Prise liebenswerter Exzentrik.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein wunderbarer Roman

Berührung
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Nachdem ich die letzte Seite dieses Romans geschlossen hatte, brauchte ich mehrere Tage, um das Gelesene zu verarbeiten. Es ist eine Geschichte, die nachhallt – eine, die leise fragt: Was bleibt, wenn ...

Nachdem ich die letzte Seite dieses Romans geschlossen hatte, brauchte ich mehrere Tage, um das Gelesene zu verarbeiten. Es ist eine Geschichte, die nachhallt – eine, die leise fragt: Was bleibt, wenn wir die verbleibende Zeit unseres Lebens nicht länger in weiter Ferne betrachten, sondern uns ihr direkt stellen?
Der Roman erzählt auf behutsame, fast meditative Weise von Liebe und Verlust. Doch vor allem stellt er jene drängenden Fragen, die man oft ein Leben lang unbeantwortet lässt. Der Autor schreibt mit einer zurückhaltenden Eleganz, die den Leser einlädt, selbst zwischen den Zeilen nach Antworten zu suchen.
Wie ein roter Faden durchzieht das Thema der Vergänglichkeit die Erzählung. Die Lebensgeschichte des Protagonisten Kristofer, erzählt in bewegenden Rückblenden, zeichnet sich durch eine berührende, beinahe schmerzhafte Ehrlichkeit aus. Ebenso eindrucksvoll werden die rauen Landschaften Islands und die kontrastreiche Atmosphäre Tokios beschrieben. Dies ist ein eindringlicher Roman über die Schönheit und Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen. Und er stellt im Angesicht des Alterns die große, universelle Frage: „Was bleibt am Ende?“
Ein beeindruckendes Werk, das ich aus vollem Herzen empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Mörderische Vorweihnachtszeit

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald
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Ein unterhaltsamer Krimi mit Weihnachtsstimmung und einem Schuss Humor. Besonders gelungen ist der Charakter des Hauptprotagonisten mit seinem Dackel als treuen Begleiter. Die Idee einer Weihnachtsbaummaffia, ...

Ein unterhaltsamer Krimi mit Weihnachtsstimmung und einem Schuss Humor. Besonders gelungen ist der Charakter des Hauptprotagonisten mit seinem Dackel als treuen Begleiter. Die Idee einer Weihnachtsbaummaffia, ausgerechnet in der Region um Brandenburg, ist eine mehr als witzige Idee. Es gibt aber auch klassische Krimielemente, wie falsche Fährten und überraschende Wendungen. Alle diese Kombinationen machen das Buch überaus spannend, obwohl einige Stellen doch ziemlich überdreht wirken und etwas unglaubwürdig erscheinen.
Insgesamt ein Weihnachtskrimi mit originellen Charakteren und einer Prise Spannung, und ideal für gemütliche Abende mit Zimtsternen und Glühwein.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Die Brücke
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Der Roman konnte mich leider nicht überzeugen. Obwohl die Grundidee vielversprechend klang, ließ die Umsetzung zu wünschen übrig. Das Erzähltempo war schleppend, und die zahlreichen, oft ausufernden Dialoge ...

Der Roman konnte mich leider nicht überzeugen. Obwohl die Grundidee vielversprechend klang, ließ die Umsetzung zu wünschen übrig. Das Erzähltempo war schleppend, und die zahlreichen, oft ausufernden Dialoge bremsten die Handlung zusätzlich aus. Besonders in den ersten Kapiteln entwickelte sich die Geschichte nur sehr langsam, wodurch es mir schwerfiel, eine Verbindung zur Protagonistin Lena aufzubauen. Die düstere Atmosphäre rund um die einsame Brücke und der Überlebenskampf wirkte auf mich leider zu konstruiert. Auch der seitenlange Schusswechsel hätte in gekürzter Form genauso gut – wenn nicht besser – funktioniert. Eine straffere und prägnantere Erzählweise hätte dem Roman insgesamt mehr Spannung und Dynamik verliehen.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Ein Meisterwerk

Die Familie Aubrey
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Zitat aus dem Vorwort: „Die Familie Aubrey liest man – und nie waren diese Worte zutreffender –, wie man einer schönen Sinfonie lauscht: voller Hingebung.“ Rebecca West hat vermutlich die eigene Familiengeschichte ...

Zitat aus dem Vorwort: „Die Familie Aubrey liest man – und nie waren diese Worte zutreffender –, wie man einer schönen Sinfonie lauscht: voller Hingebung.“ Rebecca West hat vermutlich die eigene Familiengeschichte als Grundlage für dieses außergewöhnliche Werk genommen und daraus ein literarisches Meisterstück geschaffen.
Die Erzählung aus der Sicht der jungen Rose Aubrey ist ebenso präzise wie humorvoll. Besonders eindrucksvolll ist die Darstellung des ständigen finanziellen Überlebenskampfes und die Leidenschaft der Familie für Musik und Kunst. Rebecca Wests Sprache ist ein Genuss – klar, treffend und mit einem Hauch von Ironie, der den ernsten Themen des Romans eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Die Familie Aubrey ist ein nostalgisches, kraftvolles Werk, das lange nachhallt. Für alle, die Literatur lieben, ist dieser Roman ein absolutes Muss.

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