Profilbild von schnaeppchenjaegerin

schnaeppchenjaegerin

Lesejury Star
online

schnaeppchenjaegerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit schnaeppchenjaegerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2017

Elf Kurzgeschichten über den richtigen oder falschen Zeitpunkt für die große Liebe

Ivy und Abe
0

Der Roman beschäftigt sich mit der Frage, ob es genau den EINEN richtigen Moment gibt, um dem Partner des Lebens zu begegnen bzw. wann der richtige Moment ist, um sich zu verlieben und das Leben mit dem ...

Der Roman beschäftigt sich mit der Frage, ob es genau den EINEN richtigen Moment gibt, um dem Partner des Lebens zu begegnen bzw. wann der richtige Moment ist, um sich zu verlieben und das Leben mit dem Auserwählten zu verbringen.

In elf Kurzgeschichten begegnen sich Ivy Trent und Abraham McFadden in unterschiedlichen Situationen und zu verschiedenen Zeiten jeweils zum ersten Mal wieder. Der Roman erzählt das Leben von Ivy rückwärts, beginnend im Jahr 2026, als sie 71 Jahre als ist und endet im Jahr 1965 als sie noch ein Kind im Alter von 10 Jahren ist. Anschließend folgt ein Epilog, der im Jahr 2032 spielt. Zur Veranschaulichung in welchem Jahr man sich gerade befindet, werden bedeutende Ereignisse der Zeit wie der Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010, der Bombenanschlag der IRA 1996 in London oder auch die Mondlandung der Apollo 11 im Jahr 1969 erwähnt.

Ivy und Abe sind zwei Menschen, die für einander geschaffen sind, bei denen der Zeitpunkt der Begegnung aber nicht immer passt, um zu einem glücklichen Zusammenleben zu finden. In manchen Episoden sind es wirklich nur Begegnungen, bei denen sich keine Beziehung entwickelt, in vielen Fällen ist sie nicht auf Dauer und wenn sie verheiratet sind, betrügen sie sich gegenseitig. Erst im hohen Alter, wenn beide ihr Leben gelebt haben, mit anderen Partner verheiratet waren, mit denen sie eine Familie gegründet haben, verlieben sie sich in einander und heiraten - doch auch diese Liebe ist leider nicht auf Dauer und endet tragisch viel zu früh.

Elizabeth Enfield hat eine ungewöhnliche Liebesgeschichte geschrieben, da die Protagonisten mit jeder Begegnung jünger werden und sie sich bei jeder Begegnung aufs Neue kennenlernen. Manche Themen wiederholen sich jedoch, wie der Unfall mit einem Heuballen aufgrund ungesicherter Fracht oder der Gendefekt in Ivys Familie, der in ihrer Biographie eine zentrale Rolle spielt, da sie erst mit Mitte 50 erfährt, ob auch sie das Gen der Huntington-Krankheit in sich trägt, an der ihre Mutter und ihr Bruder verstorben sind.

Interessant ist zu lesen, wie man Ivy und Abe als junges Liebespaar, in einer leidenschaftlicher Affäre oder als Ehepaar, das sich in einer Krise befindet, kennenlernt und man erkennt, dass jede Entscheidung das Leben unwiderruflich verändern kann. Zentrale Frage ist das "Was wäre, wenn?" und ob die Suche nach dem Glück ein realisierbarer Traum ist. Leider wird durch diesen Romanaufbau auch schon das Ende vorweg genommen, auch wenn es natürlich für jede Kurzgeschichte jeweils ein eigenes Ende gibt. Dadurch dass einscheidende Ereignisse im Leben von Ivy und Abe in verschiedenen Jahrzehnten erwähnt werden, kommt es zudem zu einigen Wiederholungen und in der Rückwärtserzählung nimmt die Spannung dann automatisch ab statt zu.

Mir war der Schreibstil etwas zu süßlich-verträumt, die Handlung zu sehr auf das Schicksal und den Glauben an die ewige Liebe reduziert. Den Vergleich der Autorin von Liebe und Quantenphysik ist mir etwas zu weit hergeholt. Ich hatte mir mehr Raffinesse versprochen und durch die Kurzgeschichten wollte der Funke der Leidenschaft von Ivy und Abe irgendwie nicht auf mich überspringen. Mir fehlte einfach die Entwicklung einer tiefgehenden Beziehung.

Für "Ivy & Abe" sollte man eine romantische Ader haben und an die Liebe auf den ersten Blick glauben. Mir war der Roman zu episodenhaft, so dass ich mit den Protagonisten nicht in allen zum Teil sehr kurzen Geschichten mitleiden und für ein Happy End hoffen konnte.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Turbulente Liebeskomödie, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird

Und jetzt auch noch Liebe
0

Emma ist 27 Jahre alt und wohnt zusammen mit ihrem Freund Ned in London. Als sie relativ spät merkt, dass sie schwanger ist, kommt sie ins Grübeln, denn eigentlich hätte sie sich schon längst von Ned trennen ...

Emma ist 27 Jahre alt und wohnt zusammen mit ihrem Freund Ned in London. Als sie relativ spät merkt, dass sie schwanger ist, kommt sie ins Grübeln, denn eigentlich hätte sie sich schon längst von Ned trennen sollen, der arbeitslos, unzuverlässig, verträumt und im Geiste noch ein kleiner Junge ist.
Nach der ersten Ultraschalluntersuchung, bei der ihr das Herz aufgeht, beschließt sie, das Baby zu behalten und die Beziehung zu ihrem Freund zu beenden. Impulsiv kündigt sie dann auch noch ihren Job als Regieassistentin, mit dem sie schon lange nicht mehr zufrieden war.
Single, arbeitslos, schwanger - Emma hat keinen Plan, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll und als Ned auch noch ihr Konto mit ihren gesamten Ersparnissen plündert, um sich mit einem Unternehmen für Eiscreme selbstständig zu machen, zieht sie notgedrungen zu ihrer exzentrischen Mutter, die über die Schwangerschaft alles andere als begeistert ist.

Das kurze Gastspiel bei ihrer Mutter hat aber bald ein Ende, als sie das Cottage ihrer verstorbenen Großmutter in Wimbledon erbt und wieder einen Aushilfsjob an einem Filmset bekommt, in dem sie sich um ihren vierjährigen Cousin und Jungschauspieler Archie kümmert. Auch wenn sie dadurch wieder ihre Selbstständigkeit zurückerhält, fühlt sie sich dennoch ungeliebt und vermisst den Spaß in ihrem Leben. Durch einen Zufall lernt sie Joe kennen, der gerade von seiner Freundin betrogen wurde und der sodann bei ihr einzieht, damit sie durch die zusätzlichen Mieteinnahmen die Schulden bei ihrer Mutter bezahlen kann.

"Und jetzt auch noch Liebe" ist eine herzerfrischende romantische Komödie, bei der durch den ironischen Schreibstil und die vielen verqueren Charaktere die humorvollen Elemente überwiegen, als der Trennungs-Herz-Schmerz von Emma. Es ist insofern kein klassischer Liebesroman, bei man sich allzu viel romantische Stimmung erwarten sollte.

Auch wenn die Autorin viele Übertreibungen nutzt und die Protagonisten - sei es Emmas Exfreund Ned, ihre Mutter Diana, Tante Sinead, Nachbarin Harriet oder die Betreuerin am Filmset Martha alle (herrlich) bekloppt sind, hat mir der Roman um Emma und ihre chaotische Familie auch durch die Dialoge und markigen Sprüche von Emma viele vergnügliche Lesestunden bereitet. Die ein oder andere Szene war allerdings schon sehr skurril, wirkte dann zu gewollt komisch und wäre für die weitere Entwicklung von Emma und ihrer Geschichte nicht unbedingt notwendig gewesen. Die Autorin streift einige Male nah daran, die Handlung zu sehr ins Lächerliche zu ziehen, gerade am Set des Zombie-Films mit der sehr offenherzigen Martha.
Befremdlich fand ich zudem, dass sich Emma, nachdem sie von Ned so hinterhältig um ihr Erspartes betrogen wurde, direkt dem fremden Joe vertraut und ihn so vertrauensvoll in ihr Cottage aufnimmt und in ihr Leben lässt.

Das Debüt von Catherine Bennetto ist eine leichte, lockere Geschichte um eine Frau, bei der es Zeit für einen Neuanfang ist und die lernen muss, Verantwortung zu übernehmen, aber auch ein Roman über Freundschaft und den Zusammenhalt in der Familie. "Und jetzt auch noch Liebe" ist eine typische Chick Lit, bei der man das Ende natürlich erahnen kann, die mir aber vom Schreibstil sehr durch die kreativen Gedichte von Emma gefallen hat und die durch die schlagfertigen Dialoge punktet.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Das Leben ist bunt- in diesem Roman taucht man in den Kopf einer 14-jährigen Autistin ein.

Ginny Moon hat einen Plan
0

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, Autistin und wurde fünf Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen, die drogensüchtig und gewalttätig war und ihre Tochter sträflich vernachlässigte. Ginny ...

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, Autistin und wurde fünf Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen, die drogensüchtig und gewalttätig war und ihre Tochter sträflich vernachlässigte. Ginny wohnt seitdem bei Pflegeeltern und hat bei ihren "Herzenseltern" Maura und Brian im "Blauen Haus" ein liebevolles Zuhause gefunden.

Dann wird ihre Adoptivmutter Maura selbst doch noch schwanger und mit der neuen "Herzensschwester" Wendy, der Ginny nicht zu nahe kommen darf, wird alles anders.
Ginny nimmt Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter auf, da sie Angst um ihre "Babypuppe" hat, die sie in einem Koffer zurückgelassen hat und die die Polizei bei ihrer Rettung nicht finden konnte. Sie fühlt sich verantwortlich für sie und möchte unbedingt zu ihr, da sie sich sicher ist, dass sich ihre impulsive und unzuverlässige Mutter nicht um die "Babypuppe" kümmern kann.

Da sich Ginny in ihrer neuen Familie zunehmend überflüssig vorkommt, schmiedet sie einen Plan, wie sie zu ihrer "Babypuppe" und damit auch zu ihrer Mutter Gloria zurückkehren kann, ohne dass diese ins Gefängnis muss.

Der Autor Benjamin Ludwig ist selbst Adoptivvater einer autistischen Tochter und schreibt konsequent aus Sicht eines autistischen Mädchens, weshalb man sich selbst als Leser gut in ihre Situation, aber auch die Belastung für die Pflegeeltern hineinfühlen kann. Ginny hat Probleme sich zu artikulieren, Emotionen wahrzunehmen und zu verstehen. Sie hat Zwänge, die ihr Halt geben und unterliegt strengen Regeln, die das Zusammenleben erleichtern sollen.

Als Leser begreift man ähnlich wie ihre Psychologin Patrice, wie Ginny denkt und warum sie unbedingt zu ihrer Babypuppe muss. Ihre Adoptiveltern sind viel zu sehr mit ihrem Neugeborenen beschäftigt und können Ginnys Drang zu ihrer leiblichen Mutter zu gelangen, die sie geschlagen hat und fast verhungern ließ, nicht verstehen. Vor allem Maura hat zu wenig Vertrauen in Ginny, was aus Sicht des Lesers ungerechtfertigt erscheint.

Ginnys Odyssee ist bewegend, hat viele traurige, nachdenkliche, aber auch komische Momente. Autismus ist zwar eine Entwicklungsstörung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen einschneidet, aber das Buch klärt darüber auf, dass eine Persönlichkeit hinter der Störung steht, eine Person, die gebraucht und geliebt werden will, auch wenn sie es wie Ginny selbst nicht zeigen kann.

"Ginny Moon hat einen Plan" ist ein berührender Roman, der auf die Krankheit Autismus aufmerksam macht und darüber hinaus ein Plädoyer des Autors ist, sich für Kinder in Pflegefamilien zu engagieren.
Gerade die ungewöhnliche Perspektive machen es zu einem unheimlich eingängigen, interessanten Roman.

Veröffentlicht am 22.09.2017

Neun Kurzgeschichten, die zusammen eine Familiengeschichte über vier Generationen ergeben

Neun Tage
0

Neun Kurzgeschichten erzählen jeweils einen Tag im Leben von neun Personen, die familiär über Generationen miteinander verbunden sind.
Die Geschichten der Familienmitglieder Westaway bauen nicht chronologisch ...

Neun Kurzgeschichten erzählen jeweils einen Tag im Leben von neun Personen, die familiär über Generationen miteinander verbunden sind.
Die Geschichten der Familienmitglieder Westaway bauen nicht chronologisch aufeinander auf und spielen zu unterschiedlichen Zeiten in Melbourne. Sie können auch unabhängig voneinander als eigenständige Kurzgeschichten gelesen werden.
Der Roman beginnt mit dem Jungen Kip während des Zweiten Weltkriegs, der später als Großvater wieder auftritt. Er wird Annabelle heiraten und mit ihr die beiden Zwillinge Constance (Stanzi) und Charlotte bekommen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und von denen wiederum jeweils eine Geschichte handelt.

Als Episodenroman ist "Neun Tage" zunächst nicht so einfach zu lesen, da die Zusammenhänge erst am Schluss richtig klar werden. Die Summe der Einzelgeschichten ergibt einen Familienroman, der sich über vier Generationen erstreckt und von Armut, Krieg, Liebe und dem Zusammenhalt von Geschwistern handelt.
Am besten gefallen hat mir die Episode um die Psychoanalytikerin Stanzi bzw. auch die tragische Geschichte um Kips Schwester Connie.

Interessant ist am Ende der Hinweis der Autorin auf das Foto, um das sie den Roman gestrickt hat. Wer mehr von Toni Jordan lesen möchte, sei "Tausend kleine Schritte" empfohlen.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Schockierendes, sehr lesenswertes Psychodrama über eine Freundschaft von Jugendlichen - spannend bis zur finalen Katastrophe

Und es schmilzt
0

Eva erhält eine Einladung in ihr Heimatdorf Bovenmeer, wo sie zuletzt vor neun Jahren war. Es soll der Geburtstag von Jan gefeiert werden, der in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden wäre. Jan ist der ältere ...

Eva erhält eine Einladung in ihr Heimatdorf Bovenmeer, wo sie zuletzt vor neun Jahren war. Es soll der Geburtstag von Jan gefeiert werden, der in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden wäre. Jan ist der ältere Bruder von Pim gewesen, einer der "drei Musketiere", mit dem Eva ihre Kindheit und Jugend zusammen mit Laurens verbracht hat.
Eva wohnt inzwischen in Brüssel, wohin sie ursprünglich für ein Architekturstudium hingezogen ist. Der Umzug kam aber auch einer Flucht aus einer Familie gleich, die von zwei alkoholkranken Eltern, einem depressiven Vater und der an einer Zwangsstörung leidenden kleinen Schwester Tesje geprägt war.

Während ihrer Rückkehr nach Bovenmeer erinnert sich Eva an ihre Kindheit, insbesondere an den Sommer 2002, als sie 14 Jahre alt ist, ihre Freundschaft mit Pim und Laurens und das Leben als vernachlässigte Tochter, die mit der ständigen Angst aufwachsen musste, dass sie ihre Eltern tot auffinden könnte und die ein permanentes schlechtes Gewissen aufgrund ihrer verwahrlosten Schwester haben musste.

Der Roman ist sehr nüchtern geschrieben und geht dennoch unter die Haut, da man zwischen den Zeilen durchweg mit den Schuldgefühlen eines Mädchens konfrontiert wird, die außer Pim und Laurens keine Freunde hatte. Im Vergleich zu den anderen Mädchen im Dorf fühlt sie sich hässlich und dick, bezeichnet sich selbst als das Mädchen mit den "Elefantenbeinen". Die beiden Jungs nutzen sie bei ihren Spielchen, die als Pubertierende ausschließlich sexueller Art waren als ihre Schiedsrichterin im Kontakt mit den anderen Mädchen aus.

[Achtung Spoiler]

Neben Spielchen, sich voreinander auszuziehen und sich gegenseitig die Geschlechtsteile zu zeigen oder dem "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel, bei dem mitunter Tiere in Mitleidenschaft gezogen werden, grenzt die Konsequenz aus dem Punktesystem für Mädchen, das die Jungs für die Dorfjugend erstellen, an sexuellen Missbrauch. So wird Eva genötigt, sich ein Rätsel für die anderen Mädchen auszudenken, das sie - in der Hoffnung 200 € für die Lösung zu erlangen - mitspielen, wobei sie sich für jede falsche Antwort eines Kleidungsstücks entledigen oder sich von Pim und Laurens anfassen lassen müssen. Dass am Ende immer nur die Jungs siegreich hervorgehen, ist Eva zwar bewusst, unterstützt diese sexuelle Ausbeute aber viel zu lange, bis sie ihr selbst zum Verhängnis wird.

[Spoiler Ende]

Der Roman schockiert, weshalb die vom Verlag angegebene Beschreibung "Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt" wirklich zutreffend ist. Man leidet mit Eva und ihrer ausweglosen Situation mit und kann nur fassungslos weiterlesen, wie sie sich auf der Suche nach Liebe, Freundschaft und ein bisschen Anerkennung auf Dinge einlässt, die über Jugendsünden weit hinausgehen. Es ist ein Drama, das unter die Haut geht und nichts für zartbesaitete Nerven ist.
Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, da auch während der Erinnerungen Evas immer wieder zwischen den Zeiten gesprungen wird. Der Schreibstil ist allerdings sehr eingehend und spannend, dass man in der Erahnung einer finalen Katastrophe, die zugegebenermaßen lange hinausgezögert wird, immer weiterlesen muss.

Die Autorin wagt sich mit ihrem Debütroman an die Grenzen des Sagbaren, weshalb der Roman sehr kontrovers diskutiert wird. Auch meiner Meinung kann man dem Inhalt nichts Positives abgewinnen, aber gerade die emotionslose Schilderung einer scheinbar ganz normalen Freundschaft in einer Nachbarschaft, die überall sein könnte, machen es zu einem schockierenden, lesenswerten Psychodrama und schon jetzt zu einem meiner Lesehighlights des Jahres.