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Veröffentlicht am 16.07.2025

Rätselvergnügen und Kunstgenuss für Groß und Klein

Finde den Fehler - Berühmte Künstler - Bilderrätsel mit 30 weltbekannten Gemälden
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Im Bassermann Verlag erscheint das Rätselbuch Finde den Fehler - Berühmte Künstler von Louis Catlett.

Dieses Buch spricht Rätselfans und Kunstliebhaber gleichermaßen an, denn es zeigt Abbildungen von ...

Im Bassermann Verlag erscheint das Rätselbuch Finde den Fehler - Berühmte Künstler von Louis Catlett.

Dieses Buch spricht Rätselfans und Kunstliebhaber gleichermaßen an, denn es zeigt Abbildungen von 30 weltbekannten Gemälden aus verschiedenen Kunstepochen, die einmal im Originaldruck und einmal mit veränderten bzw. fehlenden Bildelementen vorliegen.
Es gilt diese Fehler zu entdecken, die Anzahl der Fehler ist auf der Bildseite vermerkt und es gibt auch eine Auflösung im Anhand des Buches, falls man ein kleines Detail mal nicht gefunden hat.

Bei der Fehlersuche betrachtet man die Gemälde mal ganz im Detail und kommt den Werken der Kunstgeschichte automatisch sehr nahe. Dabei gerät man ins Staunen und entdeckt verschiedene Stilrichtungen, Kunstepochen und vielleicht auch Künstler, die bisher unter dem Radar verborgen blieben.

Vorgestellt werden Gemälde von Hieronymus Bosch, Judith Leyster, Paul Gauguin, Gustav Klimt, Vincent van Gogh, Jan Vermeer, van Delft, Rosalba Carriera, Georges Seurat, Harriet Backer, Wassily Kandinsky und viele mehr. Die Anordnung im Buch erfolgt nicht chronologisch, sondern bunt gemischt.

Die Fehlersuche erfordert genaue Beobachtungsgabe und eignet sich für Große und Kleine. Das Zusammenspiel von Spaß und Gehirntraining sorgt für gute Unterhaltung. Gleichzeitig lernt man die Werke großer Meister kennen und schaut sie sich mal ganz genau an. Die Gemälde werden mit Angaben zum jeweiligen Künstler und dem Titel und Entstehungsjahr des Werkes versehen. Über die jeweilige Epoche ist leider nichts vermerkt. Doch das ist in einem Rätselheft ja vielleicht zu viel verlangt.

Als Freizeitvergnüngen ein unterhaltsamer Kunstgenuss und Rätselspaß in einem!

Veröffentlicht am 15.07.2025

Leichter Unterhaltungsroman mit ernstem Hintergrund!

Aber bitte mit Sonne
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Bei Blanvalet erscheint Angelika Schwarzhubers Roman Aber bitte mit Sonne.

Lucy arbeitet in einer Steueranwaltskanzlei und ist gefrustet, denn plötzlich steht ihr Leben auf dem Kopf. Sie entdeckt einen ...

Bei Blanvalet erscheint Angelika Schwarzhubers Roman Aber bitte mit Sonne.

Lucy arbeitet in einer Steueranwaltskanzlei und ist gefrustet, denn plötzlich steht ihr Leben auf dem Kopf. Sie entdeckt einen Knoten in der Brust und versinkt in Angst. Ohne sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, verfällt sie in einen Fluchtmodus und will sich einen lang gehegten Trauem erfüllen und in die Karibik reisen. Sie kündigt ihre Stelle, löst ihr Erspartes auf und bucht die Reise. Doch dann schlägt das Schicksal zu! Bei einem Unfall bricht sie sich ein Bein und aus der Karibik wird nichts. Stattdessen verbringt sie die Zeit bei ihrem Onkel in Niederbayern, der eine Gastwirtschaft betreibt. Dort sorgt der Italiener Matteo als Koch fürs Wohl der Gäste, während Lucy sich in ihrem Zimmer verkriecht. Aber kann sie auf Dauer Matteos Charme widerstehen?

Bei diesem Roman erlebt man eine turbulente, sommerleichte Geschichte, die unterhält und die Sorge um eine Krebserkrankung aufwirft. Lucy erlebt diese Ängste um eine Erkrankung, sie fällt in eine depressive Phase und ihr Traumurlaub in der Karibik findet mit gebrochenem Bein in Bayern statt. Für sie Glück im Unglück, denn dort sorgt man sich um sie.

Die Figuren sind mit verschiedenen Eigenheiten ausgestattet, gerade Nele und ihre Mutter Ingrid haben mich mit ihrer herzlichen und direkten Art überzeugen können. Lucy dagegen fand ich sehr verpeilt und realitiätsfern, denn sie verschweigt ihre gesundheitlichen Sorgen vor ihrem Onkel und ihrer Freundin. Dabei besteht bei ihr eine familäre Vorbelastung, ein doppelter Grund für eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge und eine Untersuchung im Verdachtsfall sollte einfach selbstverständlich sein. Der frühe Tod von Lucys Mutter wurde nur am Rande erwähnt und bei diesem ernsten Thema hätte ich mir mehr emotionale Auseinandersetzung erhofft. Ganz anders Matteo, er konnte mich überzeugen. Seinen eigenen Liebeskummer vergisst er, sorgt sich um Lucy, ist einfühlsam ist und bemüht sich, ihr aus ihrer Depression zu helfen. Die Liebesgeschichte war absolut vorhersehbar, doch bei so einem locker erzählten Sommerroman stört mich das nicht. Es passt für mich aber nicht ganz zusammen, einen leichten Roman mit dem Thema eines Krebsverdachts zu verbinden und dem Thema nicht mehr Tiefe und Bedeutung zu verleihen.

Die ganze Geschichte liest sich leicht, aber insgesamt recht oberflächlich. Lucys Sorgen kann ich sehr gut nachempfinden, aber nicht ihre lebensferne Art sich ohne konkrete Diagnose in einen Traumurlaub zu flüchten bzw. in Selbsmitleid zu verfallen.

Leichter Unterhaltungsroman mit ernstem Hintergrund, der zeigt, auch in dunklen Stunden geht die Sonne auf!

Veröffentlicht am 12.07.2025

Leichter Liebesroman ohne das gewisse Etwas!

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie Wilde ist die Tochter eines früheren berühmten französischen Sternekochs und kennt sich mit guter Küche aus. Sie arbeitet recht erfolgreich als Restaurantkritikerin in London, bis ihre negative ...

Sophie Wilde ist die Tochter eines früheren berühmten französischen Sternekochs und kennt sich mit guter Küche aus. Sie arbeitet recht erfolgreich als Restaurantkritikerin in London, bis ihre negative Kritik über das neu eröffnetete Restaurant des Supermodels Annabelle Scott für einen Shitstorm sorgt. Das Model landet nach einem Zusammenbruch in einer Klinik und Sophies Chef schickt sie in eine Auszeit nach Port Haven an der Küste von Cornwall. Nachdem Sophie damit geprahlt hat, soll sie dort ein Sterne-Restaurant aufziehen. Mit ihrer pubertären Tochter und ihrer Mutter samt Rassekater macht sich Sophie auf den Weg, um das heruntergekommene "Smugglers' Inn" zu übernehmen. Die bisherigen Angestellten halten wenig von Sophies Idee, nur Koch Lennox kocht so gut wie er aussieht. Kann diese waghalsige Idee klappen?

Als Sophie im "Smugglers' Inn" ankommt, erkennt sie wie weit die Spelunke von einem Spitzenrestaurant entfernt ist. In was hat sie sich da nur hinein geritten?

Dieser Roman lässt sich durch den angenehmen und eingängigen Schreibstil Katharina Herzogs sehr schön lesen, es ist leichte Kost, die durch die Charaktere und ihre speziellen Facetten für gute Unterhaltung sorgt. Sehr gern habe ich alles rund um Sophies Mutter Tanya verfolgt, denn sie ist herzlich und doch sehr speziell. Durch die landschaftlichen Beschreibungen fühlt man sich in dem kleinen Küstenort angekommen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Entwicklung des Restaurants mit den unterwarteten Schwierigkeiten. Zu diesem Thema passt das Setting Cornwalls sehr gut und es werden auch einige Gerichte genannt, die durchaus für Appetit sorgen. Allerdings sollte man keinen besonderen Tiefgang erwarten, es ist eine etwas oberflächliche und vorhersehbare Geschichte, in der es auch um die Liebe geht, allerdings bei mehr Paaren als ich vermutet hatte.

Einige Vorgänge gingen mir einfach zu glatt, so funktioniert die Entscheidung den Pub zu pachten und das bürokratische Prozedere innerhalb von zwei Tagen, das ist nicht sehr realistisch. Das erwartete Ende trifft genauso ein und die Probleme lösen sich immer wie von Zauberhand. Bei den Figuren gab es wenige Einblicke in die Gefühle und die Konflikte zwischen Sophie und Riley verpuffen just in dem Moment als ein Hund ins Spiel kommt. Die Geschichte hat einen großen Unterhaltungscharakter mit schöner Kulisse und einem kulinarischen Touch, insgesamt fehlte mir etwas mehr Tiefgang, um wirklich mit der Story mitzufiebern.

Ein gut zu lesender, unterhaltsamer Roman für entspannte Lesezeit mit dem Flair Cornwalls. Mir fehlte jedoch das gewisse Etwas, das mich fesseln konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2025

Der Schmelz von Schokolade

Bretonische Versuchungen
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"Bretonische Versuchungen" ist Kommissar Dupins vierzehnter Fall, der Krimi von Jean-Luc Bannalec erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Kommissar Dupin versucht unter der Anleitung eines Coaches seine ...

"Bretonische Versuchungen" ist Kommissar Dupins vierzehnter Fall, der Krimi von Jean-Luc Bannalec erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Kommissar Dupin versucht unter der Anleitung eines Coaches seine Angst vor dem Meer zu überwinden. Er hat bereits einen Fuß auf das schwankende Boot gestellt, da kommt ihm der Anruf seiner Kollegen völlig gelegen, die zu einem neuen Fall zitieren. Es gab einen Leichenfund gefunden, die Tote war Mitinhaberin einer Confiserie und steckt in einem Bottich voll flüssiger Schokolade. Dupin und Nolwenn untersuchen den grausamen Tod und forschen im Umfeld der Confiserie, die für ihre erstklassigen Schokoladen bekannt ist.

Der neue Fall für Kommissar Dupin ist sehr ungewöhnlich, mit Nolwenn an seiner Seite und dem Team im Hintergrund führen ihn die Ermittlungen zu einer Traditionsconfiserie in Concarneau. Nachdem ein Unfall ausgeschlossen werden kann, steht die Mordaufklärung an erster Stelle. Aber wo liegt das Motiv? Gab es Streitigkeiten in der Firma oder hat der Fund von Kokain damit zu tun? Hatten die geschäftsführenden Geschwister der Confisserie untereinander Probleme?

Der Krimi startet sehr ungewöhnlich mit dem Leichenfund, danach folgt die Ermittlung von Dupin und Nolwenn. Ihre Spurensuche führt sie per Auto entlang der Küste bis nach Bayonne im Baskenland. Auch die Kollegen Riwal, Kadeg und Le Menn bekommen ihren Platz in der Geschichte und alle Personen werden sehr authentisch und mit ihren persönlichen Eigenarten dargestellt. Nolwenn verlässt mal ihren Schreibtisch und nimmt eine Rolle als ausführende Ermittlerin ein.

Bei diesem Krimi erfährt man sehr viel über die Rohstoffe, die Herstellung und das Geheimnis von Bretonischer Schokolade und Dupin erhält allerlei Informationen über die speziellen Geheimnisse von Schokolade. Sehr interessant fand ich die unterschiedlichen Forschungsansätze in Bezug auf die Schmelzfähigkeit und die besonderen Geschmackszutaten der Schokolade.

In dieser Reihe erlebt man nicht nur eine entspannte Sichtweise auf die Urlaubsregion mit atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, Bannalec informiert zusätzlich über regionale Eigenheiten der Bretagne, die die Gegend näher beleuchten, den Leser mit Wissen versorgen und dem Krimi einfach inhaltliche Tiefe verleihen. Natürlich darf eine Prise von Kulinarik nicht fehlen, die gehört einfach zu der Reihe dazu.

Der Fall ist nicht so leicht zu durchschauen, ein paar Wendungen bzw. neue Leichen zeigen dann aber doch die entscheidende Richtung an. Bei einer fesselnden Verfolgungsjagd stellt Dupin den Täter und man darf sich als Leserin entspannt zurück lehnen. Mal wieder ein Fall gelöst!

Kommissar Dupin ermittelt mit gewohntem Charme und lässt uns dabei die Region mit ihren Köstlichkeiten miterleben und kennen lernen. Ein spannender und sehr atmosphärischer Fall für Liebhaber der Bretagne und von Schokolade!

Veröffentlicht am 10.07.2025

Starke Frauenfreundschaft, aber kein leichter Sommerroman!

Die Hummerfrauen
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Bei DTV erscheint der Roman Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger.


Drei Frauen aus drei Generationen treffen im kleinen Hummerfischerdorf Stone Harbour an der Küste von Maine aufeinandern. Die 72-jährige ...

Bei DTV erscheint der Roman Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger.


Drei Frauen aus drei Generationen treffen im kleinen Hummerfischerdorf Stone Harbour an der Küste von Maine aufeinandern. Die 72-jährige Hummerfischerin Ann und die 54-jährige eigenwillige Julie nehmen Mina bei sich auf, unter den Frauen entsteht eine tiefer Zusammenhalt. Unter den Hummerfischern herrscht ein rauher Ton, den die drei Frauen genau wie ihre männlichen Kollegen anschlagen.

Für diesen Roman habe ich eine Weile gebraucht, um das Erzählte zu lesen und auf mich wirken zu lassen. Die behandelten Themen sind das Hummerfischen, es geht aber auch um Freude, Verlust, Trauer und Schmerz. Wir blicken aus der Sicht der drei Protagonistinnen in die Jahre 1982 und 2000/2001 und erfahren, welche Erlebnisse und Probleme die drei Frauen jeweils mit sich tragen.

Der Erzählton ist ruhig mit nüchternem Blick auf das Leben und auf die Schicksale der Frauen. Die Landschaft und das Hummerfischen werden genauso beschrieben wie einige romantische Szenen, die irgendwie aber nie himmelhochjauchzend vom großen Glück erzählen, sondern eher sachlich und distanziert.

Ich habe mich ziemlich durch die Geschichte durchbeißen müssen, die Figuren sind nicht unsympathtisch, aber sie haben mich auch nicht tief im Herzen berührt. Sie überzeugen nicht mit Emotionalität und großer Lebendigkeit, wirken eher plakativ und die innere Gedankenwelt bleibt merkwürdig außen vor.

Gut gefallen hat mir die Idee mit dem blauen Hummer Mr. Darcy. Hummer sind anpassungsfähige Tiere, die sehr alt werden können und mehrmals ihre äußere Hülle abwerfen und damit altes hinter sich lassen. Da drängt sich ein Vergleich mit den drei Frauen auf, die ihre Stärke und gleichzeitige Verletzlichkeit einsetzen und sich immer wieder neuen Bedingungen stellen müssen. Sie müssen sich ihren Anforderungen von Mutterschaft, männlicher Konkurrenz und erlebtem Verlust stellen und von äußerem Druck befreien. Ganz wie ein Hummer!

Auch wenn mich einzelnen Einblicke ins Leben der Frauen berührt und die beschriebene Landschaft interessiert haben, so zog sich die Handlung für mich manchmal zu sehr und wirkte teilweise nur erklärend und ohne große Tiefe. Mir war nicht so recht klar, was der Roman aussagen wollte.

In diesem Roman taucht man in den harten Alltag der Menschen in Maine ein, es ist mir nicht gelungen, eine enge Verbindung zu den Frauen aufzubauen.