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Veröffentlicht am 07.09.2025

Dieses Sachbilderbuch vermittelt Grund-Wissen über Bauernhoftiere

Kennst du die Tiere vom Bauernhof? - Sachbilderbuch für Kinder ab 3 Jahren
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Im Bassermann Verlag erscheint das Bilderbuch "Kennst du die Tierkinder vom Bauernhof?" von Olivier Le Gall.

Auf einem Bauernhof leben viele verschiedene Tiere, so wie Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine, ...

Im Bassermann Verlag erscheint das Bilderbuch "Kennst du die Tierkinder vom Bauernhof?" von Olivier Le Gall.

Auf einem Bauernhof leben viele verschiedene Tiere, so wie Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine, Hühner oder Kaninchen. In diesem Buch werden die Tierarten mit ihren Unterarten, Lauten, Vorlieben und ihrem Nutzen für die Menschen vorgestellt. Weißt du warum Katzen auf Bauernhöfen gehalten werden? Oder hast du schon mal ein vorher wolliges Schaf nach der Schur gesehen?

Seit jeher halten Menschen Tiere, um von ihnen Milch, Wolle oder Eier zu bekommen. Je mehr Tiere auf einem Bauernhof leben, umso lebhafter geht es dort zu und umso mehr Laute der einzelnen Tiere kann man hören. Die Hühner gackern und der Hahn kräht, Schweine grunzen und wie macht eigentlich ein Puter? Welches Verhalten haben die unterschiedlichen Tiere, was fressen sie und welche Gewohnheiten haben sie? Diese und weitere Fragen werden kindgerecht und in aussagekräftigen und humorvollen Bildern beantwortet, sodass Kinder Interesse für Tiere entwickeln und die jeweiligen Tiere kennenlernen.

Der tierische Reigen stellt pro Doppelseite ein Tier vor: Kuh, Huhn, Schwein, Kaninchen, Ente, Puter, Schaf, Ziege, Esel und weitere Tiere.
Die Texte sind kurz gehalten und dadurch auch für kleinere Kinder schon gut verständlich. Das Betrachten der niedlichen Illustrationen macht Freude, die Tiere beim Spielen, Fressen und Schlammbaden sind einfach entzückend anzusehen.
Am Ende des Buches sieht man alle Tiere noch einmal gemeinsam wie sie auf dem Bauernhof zusammen leben.

Die Illustrationen der Tiere finde ich sehr gelungen, sie wirken naturgetreu, sehen total knuffig aus und vermitteln das niedliche Aussehen von Jungtieren. Außerdem hat der Illustrator seine Bilder mit etwas Humor versehen.
An diesem Buch gefällt mir die Vorstellung der Tiere anhand mehrerer Bilder, auf denen man die Tiere lebensecht entdecken kann und die mit Humor versetzten Bildern. Außerdem wird über verschiedene Unterarten und Lebensbedingungen informiert. Als Vorlese-Bilderbuch perfekt geeignet, Eltern können die kurzen Untertexte vorlesen und Kindern damit Wissen über die Tiere vermitteln.

Ein wunderschönes Sachbilderbuch mit entzückenden Bildern, das spielerisch Wissen vermittelt und die Tierarten bildhaft näher vorstellt. Gut als Vorlese-Bilderbuch geeignet, um Kindern die Tiere auf dem Bauernhof näher zu bringen!

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Bleibt mir nicht lange in Erinnerung

Das glückliche Leben
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Im Kiwi Verlag erscheint David Foenkinos Roman Das glückliche Leben.


Eric ist sehr erfolgreich in seinem Beruf, er übt eine Stelle im Staatsdienst aus, muss viel reisen und alles in seinem Leben ordnet ...

Im Kiwi Verlag erscheint David Foenkinos Roman Das glückliche Leben.


Eric ist sehr erfolgreich in seinem Beruf, er übt eine Stelle im Staatsdienst aus, muss viel reisen und alles in seinem Leben ordnet sich diesem Job unter. Er reist mit Amélie zu einem extrem wichtigen Termin nach Südkorea und ist ausgebrannt, sehr gestresst und überlastet. Zur Entspannung macht er einen Spaziergang und entdeckt einen Laden, in dem als Selbsthilfe-Ritual ein Schein-Begräbnis angeboten wird. Er nimmt daran teil und macht er sich Gedanken über die Endlichkeit und den Sinn des Lebens und verändert sein Leben.

Dieses Buch ist mein erstes von David Foenkinos, ich habe den angenehmen Erzählstil gern gelesen, fand seine Lebenshilfe interessant, aber auch etwas ausufernd und konnte mich nicht mit der Idee der Fake-Beerdigung anfreunden.

In Südkorea scheinen solche Selbsthilfe-Rituale üblich zu sein. Sie sollen den Menschen dazu bewegen, sich mit seiner eigenen Endlichkeit zu beschäftigen. Das mag eine Form von Therapie sein, die manche Menschen zum Nachdenken über den Sinn des Lebens anregt und zu einer Änderung der Lebensweise bzw. zu einem Neustart bewegt, wie in diesem Fall auch bei Éric. Sein Handeln habe ich interessiert verfolgt, auch wenn mir so ein Ritual nicht zusagt, weil ich kein esoterischer Mensch bin.

Éric erfährt während des Rituals absolute Stille und Dunkelheit, die ihm bewusst machen, was ihm in seinem Leben wichtig ist und was ihm fehlt. Er reist zurück nach Paris, kündigt seinen Job, kümmert sich um seinen Sohn und nimmt wieder Kontakt zur Ex-Frau auf. Die Idee der Fake-Beerdigung greift er auf und eröffnet selbst ein Therapiezentrum, in dem Menschen geholfen wird, um Ängste zu überwinden und selbstständig ihr Leben gestalten zu können.

Zu Anfang verpasst Éric in Südkorea einen beruflichen Termin mit Amélie. Im letzten Abschnitt gibt es einen Rückblick und wir erfahren, was sich in Amélies Leben ereignet hat. Diese Nebenhandlung nimmt reichlich Raum ein, ist aber auch lesenswert.

Foenkinos Erzählstil ist eingängig und er geht ausführlich auf die Befindlichkeiten und Vorgänge seiner Figuren ein. Seine Charakterdarstellung erfolgt mit feiner Zeichnung, er lässt Arbeitseifer, Karrieredenken und Lebenszweifel sichtbar werden und zeigt, wie sich Éric vom gestressten Workaholic zu jemandem verändert, der nach dem persönlichen Glück sucht. Auch Amélie wagt ein Ritual-Angebot bei Éric und kommt zu dem Punkt eines Neuanfangs. Das Ende habe ich genossen, denn es ist schön zu sehen, wie zwischen beiden Gefühle entstehen und sich eine Beziehung anbahnt.

In diesem Buch geht es um Verlust, eigene Identität und den Sinn des Lebens, das macht nachdenklich. Ob die eigene Beerdigung als sinnstiftende Neuausrichtung des Lebens hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln.

Unser Leben haben wir selbst in der Hand, wir können Dinge ändern und dem Leben wieder eine neue Richtung geben. Ob man dafür eine Schein-Beerdigung braucht, ist jedem selbst überlassen.

Für mich ist dieser Roman keiner, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Packender Gesellschaftsroman mit einem überraschenden Ende

Aufsteiger
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Peter Huths neuer Roman "Aufsteiger" erscheint im Droemer Verlag.

Felix Licht glaubt sich am Ziel seiner Karriere angekommen, der Berufung zum Chefredakteur. Doch die Entscheidung fällt zugunsten der ...

Peter Huths neuer Roman "Aufsteiger" erscheint im Droemer Verlag.

Felix Licht glaubt sich am Ziel seiner Karriere angekommen, der Berufung zum Chefredakteur. Doch die Entscheidung fällt zugunsten der "woken" Feministin Zoe Rauch, die Licht vor Jahren protigiert hat. Nun bekommt das Magazin eine Ausrichtung in der Themen aufgegriffen werden, die bisherige Käufer nicht lesen wollen. Sie entscheiden sich gegen einseitige Stimmungsmache und kündigen zuhauf ihr Abonnement. Doch die Entscheidung ist gefallen, Felix Licht muss gehen, Zoe Rauch kann schalten und walten, wie es ihr beliebt. Lichts Leben zerbricht, seine Frau wendet sich ab, er ist gekränkt, sein Karriereziel ist verpasst und sein Traum ist erloschen und außerdem steht die Existenz seiner Familie auf der Kippe.
Peter Huth war selber Chefredakteur einer großen Zeitung und kennt die Branche zur Genüge. In "Aufsteiger" beschreibt er auf kluge Weise und in flüssigem Erzählstil, wie vorgefertigte Stimmungsmache funktioniert und wie sehr persönlicher Ehrgeiz und Karrieredenken Menschen zu ihrem Tun bewegen. Man hat das Gefühl, dass hier demokratische Ansätze zugunsten persönlicher Ideologien unter den Tisch gekehrt werden. Und was in einem Verlag funktioniert, lässt sich auch auf unsere politische Ebene übertragen.

Sehr interessant ist die die Tatsache, dass hier ein weißer Mann gegen Diskriminierung klagt und damit den Spieß einfach umdreht, wo sonst eher unterdrückte Frauen, transexuelle Minderheiten und Rassendiskriminierte, die ihr Recht gegen Unterdrückung oder Chancenlosigkeit einklagen.

Bei dieser Geschichte habe ich den Eindruck, dass Huth uns zum Nachdenken anregen möchte. Es könnte aber auch sein, dass er die aktuellen Strömungen in Politik und Gesellschaft anprangern und sichtbar machen will. Die Botschaft hinter dem Buch ist nicht eindeutig und so kann sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen. Ich habe die Geschichte gespannt und interessiert gelesen und empfehle es gerne weiter.

Dieses Buch regt dazu an, die unterschiedlichen Strömungen in unserer Gesellschaft und vorgefertigte Stimmungsbilder zu überdenken.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Wieder ein Highlight von Ingrid Noll!

Nachteule
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Der neue Roman der Erfolgsautorin Ingrid Noll heißt Nachteule und erscheint im Diogenes Verlag.

Die 15-jährige Luisa wächst in einem behüteten Elternhaus auf, wurde als Baby adoptiert und hat peruanische ...

Der neue Roman der Erfolgsautorin Ingrid Noll heißt Nachteule und erscheint im Diogenes Verlag.

Die 15-jährige Luisa wächst in einem behüteten Elternhaus auf, wurde als Baby adoptiert und hat peruanische Wurzeln. Dank ihrer Gabe, im Dunkeln sehen zu können, beobachtet sie die nachtaktiven Tiere und entdeckt dabei den jungen Obdachlosen Tim, den sie versorgt und ihn im Haus versteckt. Der junge Mann nutzt die Chance, denn er hat guten Grund, unsichtbar zu bleiben. Luisa entwickelt Gefühle für Tim, verstrickt sich immer mehr in ihre Lügen und bemerkt um sich herum einige Verbrechen, die sie nicht richtig einordnen kann.

"Alles lief bisher in geordneten Bahnen. Aber jetzt brodelte es plötzlich im Untergrund, obwohl wir nicht in der Vulkaneifel lebten. Irgendwann würden wir mit Lava übergossen und vernichtet werden." Zitat Seite 90

Ingrid Noll schlüpft in Nachteule in die Rolle eines Teenagers und erzählt eine turbulente Handlung, die aus einer speziellen Mischung von Coming-of-age, Krimi und Beziehungsdrama besteht. Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass sie, wie man es von ihren älteren Romanen gewohnt ist, in Nachteule ihre feine menschliche Beobachtungsgabe ausspielt. Sie verleiht ihren Charakteren eine emotionale und fühlbare Tiefe und macht die verschiedenen Ängste, Sorgen und Glücksgefühle mit spielerischer Leichtigkeit sichtbar. Ihr klarer und atmosphärischer Erzählstil führt direkt ins Geschehen und lässt uns in einen Strudel von Lügen und menschliche Verwicklungen eintauchen, der sich immer fesselnder entwickelt je länger man liest.

Luisa ist ein Einzelkind aus bürgerlichem Hause, etwas altklug, sie hat keine Freunde und gilt in ihrer Klasse als Streberin. Sie ist eine Einzelgängerin und trifft auf den Obdachlosen Tim, den sie mit Essen versorgt. Aus Führsorge oder vielleicht möchte sie einfach mal etwas anderes erleben als den üblichen Alltag mit Schule und biederem Elternhaus. Durch ihre Versorgerrolle gerät sie in einen Teufelskreis, Nettigkeiten von Tim misst sie viel Bedeutung zu und während sie ihre Handlungen verbergen muss, entwickelt sich bei ihren Eltern eine Beziehungskrise. Luisa gibt Tims Forderungen immer weiter nach, wird zur Komplizin und bringt sich selbst in Schwierigkeiten.

Die heile Welt der Familie bekommt Risse, einige Nebenhandlungen und ein Todesfall sorgen für Spannung und schliesslich tritt ein weiterer Bekannter in Luisas Leben. Ich war neugierig, wie sie diesen Spagat aus Lügen, Hilfestellung und kindlicher Naivität bewältigen kann.

"Nachteule" beginnt etwas verhalten, man muss sich erst in die Gedanken- und Lebenswelt von Luisa hineinfühlen, danach entwickelt die Geschichte eine Sogwirkung der perfekten Unterhaltung, deren Ausgang ich mit Spannung erwartet habe. Ich kann dieses Buch guten Gewissens als Page Turner bezeichnen und möchte mich bei Ingrid Noll für ihren schriftstellerischen Einsatz bedanken, den sie auch in hohem Alter noch meisterhaft absolviert.

Nachteule ist ein weiteres Meisterwerk von Autorin Ingrid Noll, das an frühere Erfolge anknüpft! Vielen herzlichen Dank für diesen Roman!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen

Spät am Tag
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Im Insel Verlag erscheint Kristin Vegos Debütroman Spät am Tag.

Die Schriftstellerin Johanne ist Anfang dreißig, als sie sich nach einer gescheiterten Ehe auf der Suche nach Ruhe und einem Neuanfang ...

Im Insel Verlag erscheint Kristin Vegos Debütroman Spät am Tag.

Die Schriftstellerin Johanne ist Anfang dreißig, als sie sich nach einer gescheiterten Ehe auf der Suche nach Ruhe und einem Neuanfang auf dem Land ein Zimmer mietet. Sie wohnt bei dem Tischler Mikael, der dort mit seiner Frau Sofia und Tochter Maren lebt und ahnt noch nicht, dass dieser Ortswechsel ihr Leben maßgeblich verändern wird.

Kristin Vego lässt uns in die Gefühlswelt von Johanne blicken, sie beschreibt den Umzug aufs Land, den Umgang mit den Mitbewohnern und die aufkommenden Gefühle zu Mikael und das beglückende Gefühl, mitten in der Natur zu leben. Siebzehn Jahre später ist Mikael gestorben und wir erfahren in Rückblicken, wie sich Johannes Leben entwickelt hat, was sie auf melancholische Weise in Worte fasst. Inzwischen lebt sie allein in dem Haus, was in den dazwischen liegenden Jahren passiert ist, wird in Schnipseln der Erinnerung beschrieben. Das Wichtigste ist die Liebe, von der sie in der Erinnerung zehrt und die Johanne an diesen Ort fesselt.

Dieses Buch liest sich durch den traurigen Unterton recht melancholisch. Die Handlung beschreibt Johannes Leben und ihre Beziehung mit Mikael, den Lebensalltag mit seiner Tochter Maren, die Johanne ans Herz wächst und mit der Ex-Frau Sofia, die keine umgängliche Person ist. Wie verhält man sich in so einer Personenkonstellation?

Die Tage vergehen, das Leben zieht vorüber und Johanne erzählt nur bestimmte Erinnerungen, die ihr in den Sinn kommen. Nebenher wird die Landschaft in den schönsten Bildern beschrieben, die man einfach nur genießen kann. Auch das Zeitempfinden und der Ablauf von Tag und Nacht werden thematisiert. Hinter diesen Schilderungen fällt die persönliche Vergänglichkeit ins Gewicht und man wird gewahr, welche geringe Bedeutung jeder einzelne Mensch im Ablauf der Zeiten ausmacht.

Der flüssige Schreibstil hat mit gefallen, doch die bruchstückhaft anmutenden Erinnerungen und Erlebnisse aus Höhen und Tiefen einer Beziehung habe ich nicht als Zeichen einer großen Liebe verstanden. Für mich wirkte die Geschichte nicht wie aus einem Guß, sondern eine Aneinanderreihung von Fragmenten verschiedener Erlebnisse. Dafür habe ich es genossen, wie wunderbar Kristin Vego die jeweilige Stimmung der Jahreszeiten eingefangen hat.

Wenn eine Liebe auch nach dem Tod fortbesteht, ist die Erinnerung daran immer noch präsent.

Dieses Buch beschreibt Erinnerungen an das Leben und die Liebe, versetzt mit schönen Landschaftsbildern und jahreszeitlichen Stimmungen.

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