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Veröffentlicht am 02.10.2025

Humorvoll gereimtes, erlebnissreiches Reisetagebuch mit vielen Tieren!

Der Fuchs geht auf die Reise
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Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Der Fuchs geht auf die Reise von Henrik Jonas für Kinder ab drei Jahren.

Der kleine Fuchs ist einsam und wünscht sich eine Fuchsfrau, also macht er sich auf ...

Im Tulipan Verlag erscheint das Bilderbuch Der Fuchs geht auf die Reise von Henrik Jonas für Kinder ab drei Jahren.

Der kleine Fuchs ist einsam und wünscht sich eine Fuchsfrau, also macht er sich auf den Weg in die weite Welt. Er trifft auf verschiedene Tiere, die sich ihm anschließen und ihn auf seiner Suche begleiten. Gemeinsam erleben sie einige Abenteuer und am Ende wartet eine wunderbare Überraschung auf den Fuchs.

"Dies ist das Reisetagebuch vom kleinen Fuchs, der sagt: „Ich such, damit ich nicht alleine bin, ne Reisefuchsbegleiterin, mit der ich auch mal dann und wann zum Beispiel Karten spielen kann." Zitat

Der Fuchs klettert aus seinem Bau und startet seine abenteuerliche Reise. Er erklimmt das Baumhaus von Affe Sigismund, der gerade grillt. Über ein Seil erreichen sie ein Flugzeug, das von einem Raben gesteuert wird, sie sausen durch die Luft und prallen gegen einen Baum. Zum Glück passiert ihnen nichts und die Reise geht weiter. Sie treffen auf Hase, Braunbär, Robbe und andere Tiere, fahren U-Boot, landen im Dschungel, freunden sich an und haben viel Spaß miteinander.

Die schön gereimten Texte sind witzig und lassen sich toll vorlesen und die bunten Bilder erzählen ihre eigene lebendige Geschichte und es gibt viele Details zu entdecken. Hier werden Kindern nicht nur unterschiedliche Tiere vorgestellt, die lustigen Szenen regen auch zum Sprechen an. Mit den in Schreibschrift abgedruckten Reimen können sich auch kleine Erstleser an dem Buch versuchen.

Ein herrlich lustiger Vorlesespaß für die ganze Familie!

Veröffentlicht am 29.09.2025

Abenteuerlicher und warmherziger Vorlesespaß für die Vorweihnachtszeit!

Kater Klaus vermisst die Maus
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Kater Klaus vermisst die Maus von Kathrin Rohmann ist ein Adventskalenderbuch und erscheint im Knesebeck Verlag. Die Illustrationen stammen von Jasmin Schäfer und das Buch eignet sich für Kinder ab fünf ...

Kater Klaus vermisst die Maus von Kathrin Rohmann ist ein Adventskalenderbuch und erscheint im Knesebeck Verlag. Die Illustrationen stammen von Jasmin Schäfer und das Buch eignet sich für Kinder ab fünf Jahren.

Kurz von Weihnachten liegt vor Großvater Vasilis Haus am Pinienwald sehr viel Schnee, doch Vasilis, sein Kater Klaus und die Maus sitzen gemütlich am warmen Kaminfeuer. Vasilis möchte seinem Enkel Niko in Deutschland ein Päckchen schicken, doch sein Geld reicht nicht für das Porto. Da hat Kater Klaus die Idee, die Maus zusammen mit dem Päckchen per Tier-Express auf die Reise zu schicken. Was für ein großes Abenteuer für die kleine Maus! Kater Klaus bleibt zu Haus und hofft, dass die Maus das Päckchen sicher abliefern kann und heil und munter zu Weihnachten wieder zurück sein wird. Er vermisst die Maus den ganzen Advent über und möchte so gerne mit ihr gemeinsam Weihnachten feiern.

Großvater Vasilis ist ein alter Mann, der wenig Geld hat und seine selbstgemachte Marmelade als Tauschmittel einsetzt. Er tauscht sie gegen Mehl, Puderzucker und Nüsse und backt davon griechischenWeihnachtskuchen, in den eine Goldmünze eingebacken wird. Was es mit diesem Kuchen auf sich hat, wird im Anhang näher erklärt und andere Traditionen ebenfalls.

In diesen Geschichten geht es abenteuerlich zu und die kleine Maus erweist sich als mutiges Tier. Sie reist per Tierkurier und kommt schliesslich am Ziel ihrer Reise bei Niko an. Doch der ist mit seinen Eltern inzwischen schon in Griechenland bei Vasilis. Nun muss die Maus die Rückreise antreten.

Die Geschichte wird kindgerecht erzählt und enthält hübsche Illustrationen, die die Reisestationen mit den einzelnen Tieren und ihren Aktivitäten sichtbar machen. Es wird spannend, die Maus trifft einen Wolf, der könnte ja gefährlich sein und mir gefällt die Idee mit den auf der Reise verstreuten Samen des Pinienzapfens. Interessant finde ich auch, dass das Weihnachtsfest in Griechenland spielt und wir mehr über die Bräuche und Traditionen erfahren. Doch am meisten hat mich die Sehnsucht von Kater Klaus nach der Maus berührt. Als sie zu Weihnachten wieder vereint sind, zeigt das den wahren Grund dieses Festes, die Freude über Gemeinschaft und Familie.

Was für ein Glück, wenn man Weihnachten gemeinsam feiern kann!

Veröffentlicht am 29.09.2025

Was ist Fiktion und was Wahrheit?

Prinzessin Alice
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Der historische Roman "Prinzessin Alice" von Irene Dische erscheint im Claassen Verlag.

Alice von Battenberg (später umbenannt in Mountbatten) wurde 1885 in Windsor Castle gehörlos geboren, sie gehörte ...

Der historische Roman "Prinzessin Alice" von Irene Dische erscheint im Claassen Verlag.

Alice von Battenberg (später umbenannt in Mountbatten) wurde 1885 in Windsor Castle gehörlos geboren, sie gehörte dem Hochadel an, war religios, intelligent und las fünf verschiedene Sprachen von den Lippen ab. Sie war Mutter von fünf Kindern, der einzige Sohn war Philip Mountbatten, der Ehemann von Queen Elisabeth II.

In ihrer konservativen Familie wurde Alice wegen ihrer fanatischen Beziehung zu Gott und ihrer Lebenslust als verrückt angesehen. Man wies sie gegen ihren Willen in eine Klinik für Psychiatriepatienten am Bodensee ein, wo sie ohne Kontakte zu ihrer Familie leben musste. Finanziell wurde Alice durch ihre Schwägerin Edwina unterstützt und ihr gelang ein Fluchtversuch aus der Klinik. Danach lebte sie einsam in Griechenland.

Irene Dische setzt als Erzählerin Alice von Battenberg persönlich ein und lässt sie aus ihrem bewegenden Leben berichten. Dische schreibt eine intensive Geschichte, die mich mit der geschilderten Offenheit und Dramatik sehr bewegt, aber auch verstört hat. Alice von Battenberg hatte kein einfaches Leben, sie musste mit ihrer Taubheit leben und wurde in eine Psychiatrie eingewisen. Man kann davon ausgehen, dass sie sehr an der Ausgrenzung ihrer Familie gelitten hat. In dem Buch kommt man Alice sehr nahe, ihr persönliches, menschliches Schicksal kann man aber kaum wirklich nachvollziehen.

Die adelige Prinzessin wurde von ihrer Familie als verrückt erklärt, liest man jedoch ihre geschilderten Erlebnisse, so kann sich Alice durchaus in einer Wirklichkeitsflucht befunden haben, die sie zu ihrem Handeln bewegte.

Dieses Buch ist keine Biografie, es ist ein Einblick in das interessante, aber auch tragische Leben von Alice von Battenberg, der ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wurde. Ich fand die Lektüre sehr berührend und auch spannend und hatte beim Lesen sehr viel Mitleid mit dieser Frau. Was aber von der Erzählung Wahrheit oder Fiktion ist, hat sich mir nicht genau erschlossen. Man erfährt einiges über die familiären Verknüpfungen der Adelsfamilie, in der Erbkrankheiten kursierten. Das gibt Anlass, über Monarchien nachzudenken.

Irene Dische hat es geschafft, ein intensives und lebendiges Bild von Alice von Battenberg zu zeichnen, die in einer abgeschotteten Welt lebte, ihrer eigenen inneren der Öffentlichkeit abgewandten Welt. Vielleicht waren die Religiösität und ihre Gespräche mit Gott ihre Art, sich selbst zu heilen und aufbewahrt zu fühlen. Auf jeden Fall muss ihr Leben ein Kampf gegen die traditionellen Ansichten gewesen sein und sie hatte nur wenige Menschen, die ihr zur Seite standen.

Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück, es ist bewegend erzählt, doch mir fehlten wichtige Eckpunkte vom Leben der Prinzessin und durch die Selbstdarstellung bleiben viele Fragen offen.

Es ist eine interessante, aber verwirrende Geschichte, weil die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit nicht deutlich werden.

Veröffentlicht am 20.09.2025

Ein ungeschönter Blick in das Leben einer Bäuerin

Die Frau des Farmers
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Bei Klett Cotta erscheint Helen Rebanks Debütroman Die Frau des Farmers.

Helen Rebanks wuchs auf einem Bauernhof auf und wollte niemals Bäuerin wie ihre Mutter werden, sondern lieber Künstlerin. Also ...

Bei Klett Cotta erscheint Helen Rebanks Debütroman Die Frau des Farmers.

Helen Rebanks wuchs auf einem Bauernhof auf und wollte niemals Bäuerin wie ihre Mutter werden, sondern lieber Künstlerin. Also studierte sie in Oxford bildende Kunst, lernte James kennen und lieben und zog zu ihm zurück aufs Land und führt mit ihm einen Hof in der der Gegend von Cumbria. Dort ist kein Ackerbau möglich, deshalb gibt es auf ihrer Farm nur Viehhaltung in Form von Rindern, Schafen und Geflügel. Das Paar heiratet und bekommt vier Kinder.


Helen Rebanks erzählt ungeschönt, was das Landleben für sie täglich bereithält und wie sie mehrfach umgezogen sind und dann das Haus umgebaut haben. Sie berichtet von der täglich anfallenden harten Arbeit, von existenzvernichtenden Seuchen, die den Farmern das Leben schwer machen und finanzielle Einbußen bedeuten. Helen berichtet aber auch über die vielen glücklichen Momente, die sie erfüllen und für die sie täglich ihr Bestes gibt. Sie freut sich über glückliche Geburten bei ihren Tieren, über Zeit für ein Picknick in der Natur und über ihr Familienleben mit Farm- und Hausarbeit und der Organisation der Kinderbetreuung. Das tägliche Kochen füllt sie aus und Entspannung findet sie beim Zeichnen der vielen Ansichten und Tiere des Hofes, die im Buch abgedruckt sind. Dazu werden ganz viele persönliche Rezepte vorgestellt, die zum Nachkochen anregen.


Diese Romanbiografie habe ich in mehreren Etappen gelesen und fand die Pausen ganz gut, weil mich die Geschichte zwar interessiert, aber nicht so sehr gefesselt hat, um die vielen Episoden des täglichen Landlebens in einem Rutsch zu lesen.

In ihrem Buch erzählt Helen von ihren Schwangerschaften, Eheproblemen, Selbstzweifeln und vom täglichen Stress als Vollzeitmutter, die die von anderen Frauen eher belächelt wird. Denn dieses Lebensmodell entspricht heute nicht mehr den gängigen Ansichten der Gesellschaft. Inzwischen hat Helen ihren Platz im Leben gefunden und steht voll zu ihrer Aufgabe und genießt das Leben mit ihrer Familie und den Bezug zur Natur.

Ihrem Erzählstil kann man gut folgen, sie ist offen und ehrlich und gibt auch ihre Zweifel zu. Das erkenne ich an und mich machten einige Szenen auch betroffen wie die Seuche, die ihnen finanziell stark geschadet hat. Sie berichtet von interessanten Erlebnissen, aber auch von Themen, die etwas ausschweifend wirken und die ich nicht so spannend fand. Mir fehlt der persönliche Bezug zu dieser Frau, auch wenn ich ihre Gefühle und Erlebnisse durchaus nachvollziehen kann.

Dass der Roman in vier Tagesabschnitte aufgeteilt ist, hat sich im Nachhinein als merkwürdig erwiesen. Denn in diesen Abschnitten wird auch ihr Leben vor ihrer Tätigkeit als Farmerin eingebaut.

Die Illustrationen gefallen mir gut, sie lockern die Geschichte auf und die Rezepte verleihen dem Buch das typische Landfrauen-Flair. Die Rezepte sind überwiegend fleischhaltig, das sollten Vegetarier vor dem Lesen wissen.

Ein offener Einblick in das Leben und Arbeiten auf einem Hof!

Veröffentlicht am 20.09.2025

Magisch schöne winterliche Geschichte über Geborgenheit

Das Haus mit der kleinen roten Tür
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Im Fischer-Sauerländer Verlag erscheint das Bilderbuch Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton. Es ist eine Wintergeschichte für Kinder ab 4 Jahren.

Olivia wohnt im Haus mit der roten Tür, ...

Im Fischer-Sauerländer Verlag erscheint das Bilderbuch Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton. Es ist eine Wintergeschichte für Kinder ab 4 Jahren.

Olivia wohnt im Haus mit der roten Tür, einsam und still ist es dort. In einen alten Baum in ihrem Garten wohnt Maus, auch sie ist allein und würde gern mit jemandem erzählen. Während eines Schneesturms zerbricht der alte Baum und Maus verliert ihre Behausung und Olivia macht sich gleich auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Doch wo fühlt sich Maus wohl? In einer Teekanne oder in einem alten Stiefel? Das ist nicht schlecht, aber wohl fühlt sich Maus dort nicht, sie braucht Gesellschaft. Als Olivia ihr schließlich ein Plätzchen in ihrem großen Haus anbietet, sind beide zufrieden und genießen dieses Gefühl von Nähe und Freundschaft. So fühlt sich ein richtiges Zuhause an!

Gerade zu Weihnachten und im langen, dunklen Winter sollte niemand einsam sein. Aber was machen Menschen, die alleine sind oder kein Zuhause haben? Wie kommen sie gegen das Gefühl von Einsamkeit, Kälte und fehlender Geborgenheit an?

Olivia und Maus stellen genau diese Emotionen wunderbar kindgerecht vor und zeigen, wie Olivia für Maus ein Zuhause sucht.

Die Textzeilen sind sehr kurz und doch vermitteln sie kleinen Kindern sehr deutlich die Botschaft von Gemeinschaft, Freundschaft und Heimat. Die wunderschönen Illustrationen machen optisch die Geschichte von Olivia und Maus sichtbar und hinter den eingebauten Klappen verbergen sich viele kleine Details, die es zu entdecken gilt. Kritisch sehe ich die Klappen, die für kleine ungeübte Kinderhände noch etwas Fingerspitzengefühl erfordern.

Dieses wunderschön illustrierte Bilderbuch vermittelt durch die interaktiven Klappen eine gewisse Magie und die warmherzige Geschichte zeigt Kindern, dass es nicht schön ist, allein zu sein und jeder ein Zuhause braucht, wo er sich wohlfühlt!