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Veröffentlicht am 04.03.2020

Vielschichtige Suche nach Identität und Lebenswegen

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Der Roman "Die Geheimnisse meiner Mutter" von Jessie Burton erscheint im Insel Verlag.

Als Kind schmerzt es Rose unheimlich, nicht zu wissen, warum ihre Mutter Elise einfach spurlos verschwand und als ...

Der Roman "Die Geheimnisse meiner Mutter" von Jessie Burton erscheint im Insel Verlag.

Als Kind schmerzt es Rose unheimlich, nicht zu wissen, warum ihre Mutter Elise einfach spurlos verschwand und als Baby bei ihrem Vater Matt ließ. Jahre später erfährt Rose von Matt, das die Schriftstellerin Constance Holden die Letzte war, zu der ihre Mutter vor ihrem Verschwinden Kontakt hatte. Rose möchte mehr über ihre Mutter erfahren und nimmt Kontakt zu Constance auf.

"Wenn jemand einen so ansieht, ..., ist es, als sähe man all die Persönlichkeiten dieses Menschen, die tiefsten, lang verschütteten, endlosen Missverständnisse, all die Erfahrungen von Liebe, Freude, Hass und Traurigkeit." Zitat S. 430

Dieses Buch wirft Fragen auf, es erwarten den Leser eine ganze Reihe an Lebensproblemen, es geht um Entscheidungen für den weiteren Lebensweg, um Beziehungen, auch um eine lesbische, außerdem um ungewollte Schwangerschaft und Mutterrolle, Verlust und verlorene Mutterliebe. Nicht jede Frau ist dazu bereit, ihre Selbstständigkeit zugunsten eines Kindes aufzugeben, andere gehen in ihrer Rolle auf. Fakt ist jedenfalls, dass Elise irgendwann aus Roses Leben verschwand und sie bei ihrem Vater Matt ließ.


Mit 34 Jahren hat Rose genug von ihrem Job, die Beziehung mit Joe ist nicht unglücklich, aber auch nicht so richtig glücklich. Sie weiß nicht so recht, was sie mit ihrem Leben machen will. Außerdem quält sie die Ungewissheit, warum ihre Mutter sie damals als Baby verlassen hat.

Sie findet den letzten Kontakt ihrer Mutter, die ältere Schriftstellerin Connie, die eine Assistentin zum Kochen und Tippen ihres Manuskriptes für einen neuen Roman benötigt. Unter einem anderen Namen, Laura, nimmt Rose die Stelle bei Connie an. Beide Frauen gewöhnen sich aneinander und auch wenn die Aufdeckung des Geheimnisses um ihre Mutter Rose hierher führte, genießt sie die Gesellschaft mit Conny.


Elises Leben mit Connie wird in Rückblenden deutlich, diese Kapitel werden durch Jahreszahlen erkennbar. Die Zeit konnte mich damit packen, das sie außergewöhnlich war auch ein paar Einblicke in das Filmgeschäft sichtbar machte. Später bringt eine ähnliche Beziehung auch Connie und Rose zusammen, es sind vielschichtige Figuren, die man nur bruchstückhaft kennen lernt und nie ganz erfassen kann. Das macht eigentlich den besonderen Reiz an der Geschichte aus und das sich manches wiederholt im Leben.



Jessie Burton versteht sich darin, ihren komplexen Figuren unterschiedliche, lebendige und auch polarisierende Züge zu verleihen, auch wenn ich ihnen nie richtig nahe kam. Die Geschichte fängt sehr stark an, ich hatte den Eindruck, die Figuren werden mit der Zeit etwas emotionsloser. Auch wenn ich viele Beweggründe nicht nachvollziehen konnte, hat mir der faszinierende Schreibstil Jessie Burtons sehr gut gefallen. Ihre gefühlvollen Phrasen habe ich genossen, das oben genannte Zitat lässt einen kleinen Eindruck zu. Wie sie die Beziehungsverhältnisse aufbaut, hinterfragt und am Ende auf das Geheimnis Elises zu hinleitet, hat mich über einige Längen im Mittelteil hinweggetröstet.


Es ist kein einfacher Unterhaltungsroman, man muss sich den Figuren annähern und findet ein Mutter-Tochter-Verhältnis vor, welches nicht im klassischen Sinne gelebt wurde. Dieser Roman gibt Denkanstösse, erst nach dem Lesen wirbelt er Fragen auf, die man selbst an Rosies Stelle ohne Mutter sicher auch gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Ein typischer Urlaubskrimi mit ausgewogener Mischung aus Spannung und Unterhaltungscharakter

Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge
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Der Krimi "Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge bildet den Auftakt der Krimireihe von Lucia de la Vega. Das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Ex-Kommissarin Marie Lindner zieht gemeinsam mit ...

Der Krimi "Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge bildet den Auftakt der Krimireihe von Lucia de la Vega. Das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Ex-Kommissarin Marie Lindner zieht gemeinsam mit ihrem Mann Andreas nach Mallorca. Dort möchte Marie ein traumatisches Erlebnis hinter sich lassen und einen Neuanfang starten. In einer alten Finca im Tramuntana-Gebirge möchten sie ein Landhotel eröffnen. Während Marie und Andreas mit dem Umbau zu tun haben, beschäftigt sich Comisaria Silvia Fiol mit der Aufklärung eines grausamen Verbrechens. Eine schwedische Touristin wurde tot an den Strand gespült.



Bei diesem Krimi bekommt man eine spannende Story mit Mordaufklärung geboten und gleichzeitig lernt man auch das Leben auf der Baleareninsel näher kennen. Die Suche führt in das unterirdische Höhlen- und Grottensystem rund um Sa Calobra und Puerto de Sóller, welches von Schmugglern in der Franco-Diktatur rege genutzt wurde.

Dieser Krimi liest sich wunderbar leicht weg und den Figuren folgt man gerne. Maries Probleme aus der Vergangenheit werden näher beleuchtet und ich hatte Mitleid mit ihr. Mit ihrem Mann Andreas hat sie einen verlässlichen Charakter an ihrer Seite und damit gute Chancen, sich auf Mallorca gut einleben und wohlfühlen zu können. Die Hotelidee ist das gemeinsam gesteckte Ziel gesteckt, das es nun anzugehen gilt. Doch vorher haben sie noch unter dem unbekannten Täter zu leiden, der in Marie sein ideales Opfer sieht. Wie es zur Geiselnahme kommen konnte, fand ich sehr spannend geschildert.

Eingeschobene Kapitel aus der Täterperspektive lassen tief blicken, man erkennt die vorliegenden psychischen Probleme, kann aber keine Person aus der Handlung zuordnen. Dieser Mensch trägt ein Gefahrenpotential mit sich herum und es wird schnell klar, er wird erst ruhen, bis er sein letztes Opfer gefunden hat. Dadurch kommt es zu einigen fesselnden Stellen, die die Spannungskurve auf einem dauerhaften Mittelmaß halten.



Ein urlaubsmäßiger Mallorca-Krimi, der sich unangestrengt lesen lässt und gleichzeitig für spannende Unterhaltung sorgt.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Ein atmosphärisch schöner und nostalgischer Insel-Roman

Die Strandvilla
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Auf die Insel Sylt führt der neue Roman "Die Strandvilla" von Autorin Sina Beerwald, das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Sylt 1913: Nach dem Tod ihres Mannes Peter steht Moiken Jacobsen mit ihrer 15-jährigen ...

Auf die Insel Sylt führt der neue Roman "Die Strandvilla" von Autorin Sina Beerwald, das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Sylt 1913: Nach dem Tod ihres Mannes Peter steht Moiken Jacobsen mit ihrer 15-jährigen Tochter Emma plötzlich vor dem Nichts und muss ihr Haus verlassen. Doch sie hat Glück und findet als Konditorin einen Job im eleganten Hotel Strandvilla. Der Hotelbesitzer Theodor von Lengenfeldt hat ein Auge auf sie geworfen. Doch dann begegnet Moiken in Westerland auch dem Fotografen Boy Lassen wieder und Erinnerungen und Gefühle kochen hoch.

In diesem Buch entführt uns Sina Beerwald zu den Anfängen des Tourismus auf Sylt. Die ersten Hotels entstehen für reiche Gäste, aber die Menschen auf Sylt leben teilweise noch unter ärmlichen Bedingungen. So geht es auch Moiken und ihrer Tochter Emma, die nach dem Tod des Seemanns Peters nur ihre paar Habseligkeiten ihr eigen nennen können.

Dank ihrer Fähigkeiten als Konditorin fabriziert Moiken im mondänen Hotel Strandvilla herrliche Törtchen, Aprikosen-Schiffchen, Muschelkekse und Pralinen und fällt dem Hotelier Theodor von Lengenfeldt positiv auf. Ein stillgelegter Dünenpavillon weckt in ihr den Wunsch, dort ein Strand-Café mit ihren Köstlichkeiten zu eröffnen. Durch die anschaulichen Backszenen und die leckeren Konditorwaren bekommt man beim Lesen wirklich Lust zu naschen.

Von Anfang an schafft es die Autorin, mich mit ihrem wunderbar flüssigen Schreibstil in die Story hineinzuziehen und diese Zeit vor Kriegsbeginn in authentisch wirkender Stimmung mitzuerleben.

Besonders real wirken die Beschreibungen der Orte auf der Insel und lassen die Kirche St. Severin, das Rauschen des Meeres und die alten Kapitänshäuser vor meinem inneren Auge erscheinen. Immer wieder entstehen beim Lesen bunte Bilder von Ausritten in Munkmarsch, vom Biikebrennen oden vom Ausblick des Leuchtturms in Hörnum und von Badeszenen in züchtigen Badeanzügen am Strand.

Auch von der Handlung her hat mich diese Geschichte gepackt, weil neben Moikens Lebensweg auch die drohende politische Situation des ersten Weltkrieges und der beginnende Tourismus auf der Nordseeinsel interessant in die Story eingearbeitet wurden. Gleichzeitig bekommt man ein genaues Rollenverständnis von Frauen zu dieser Zeit geliefert, neben Arbeitskraft und Mutterrolle ist die Frau die Zierde des Mannes, eigene Berufstätigkeit wird ihnen aber nicht zugestanden.


Als Charakter hat mich die sympathische Moiken sofort interessiert, sie wird als tatkräftige Frau beschrieben, die sich allen Schicksalsschlägen zum Trotz zu behaupten weiß. Ihre Mutterrolle nimmt sie sehr streng wahr und das hat auch ihre Tochter Emma zu spüren. Bei beiden Frauen kann man ihre Gefühle und Träume miterleben, aber auch Tiefschläge und Enttäuschungen.

Von den Männern gefällt mir Boy am besten, er wirkt liebenswert, aufgeschlossen und nimmt sich nicht so wichtig wie sein Kontrahent Theodor mit seinem Kaiser-Wilhelm-Bart. Dieser braucht eine Frau als Vorzeigeobjekt und für einen Stammhalter, ansonsten ist er sehr bestimmend und unangenehm.

Mir haben die Dialoge gut gefallen, die immer auch Emotionen und Ereignisse gut darstellen. Insgesamt wurde die Romantik genau im richtigen Maß eingebaut und bekam keine kitschige Schlagseite.


Im Anhang erwähnt die Autorin historische Personen, die im Roman eine kleine Rolle spielen dürfen und erläutert die Zusammenhänge mit dem Zeitgeschehen auf der Insel. Auch die Erfindung der ersten Diesel-Fahrzeuge und ihres Motor-Erfinders kann man hier miterleben.

Es ist erstaunlich, wie sehr der Tourismus den Syltern Wohlstand und Reichtum gebracht hat und wie einfach und bescheiden ein Leben als Fischer dagegen war.


Dieser Roman sorgte mit dem landschaftlichen Flair und der interessanten und spannungsreichen Familiengeschichte für angenehme Lesestunden. Man kann sich wunderbar in die Zeit hineinversetzen und erlebt eine Story, die hoffentlich bald weiter geführt wird.


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Veröffentlicht am 01.03.2020

Eindrucksvolle Frauenfotos mit Stimmen, die berühren und aufrütteln

Woman
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In seinem Bildband "Woman" gibt der Fotograf Yann Arthus-Bertrand nach seinem erfolgreichen Film- und Buchprojekt "Human" Tausenden einzelner Frauen weltweit eine Stimme. Anastasia Mikova war als Co-Regisseurin ...

In seinem Bildband "Woman" gibt der Fotograf Yann Arthus-Bertrand nach seinem erfolgreichen Film- und Buchprojekt "Human" Tausenden einzelner Frauen weltweit eine Stimme. Anastasia Mikova war als Co-Regisseurin im Film tätig. Das Buch erscheint im Großformat mit einzigartigen Fotos im Knesebeck Verlag.


Anhand der Stellung der Frauen in einem Land kann man erkennen, inwieweit es eine gesunde Gesellschaft ist. 75% aller Analphabeten der Welt sind weiblich. Noch immer werden viele Frauen in eine Ehe gezwungen, noch immer fehlen Bildungschancen und noch immer ertragen viele ihr Leben, statt ihren Weg selbst zu bestimmen. Dabei sind es gerade die Frauen, die ihre Familien ernähren und somit als Stütze der gesellschaftlichen Entwicklung dient.


"Die Frau ist die Mutter der Menschheit." Zitat Seite 163

Auf unzähligen Fotos werden Frauen aus der ganzen Welt vorgestellt, sie zeigen, was Frauen weltweit bewegt. In kurzen Statements geben sie Einblicke in ihr Leben, zu ihrer Meinung und zu ihrer Persönlichkeit. Dabei ist es ein Querschnitt unterschiedlichen Alters und Nationalität, manche Frauen sind sehr individuell dargestellt, nicht jede Frau ist im klassischen Sinne schön, aber durch ihre Geschichte sind sie das auf alle Fälle.

Die Themen sind vielfältig, es geht um Schönheitsideale, Mutterliebe, um Regelblutung, arrangierte Ehen, Polygamie, Müttersterblichkeit, Bildungsmangel, Unterdrückung von Frauen und Gewalt, Vergewaltigung, sexuelle Selbstbestimmung, Lebenschancen und Hoffnungen. Viele Frauen können sich ihr Leben und ihr Umfeld nicht aussuchen.


Dank der Verbindung von Bild und persönlichem Eintrag kommen die Lebenswege, Hintergründe und Situationen der Frauen gut zum Ausdruck. Die persönlichen Aussagen sind relativ kurz, trotzdem kann man sich ein Bild ihrer Lebenssituation machen.

Zwischen den Fotostrecken gibt es interessante Grafiken, Berichte und einiges an Hintergrundwissen, welche über die Situation von Frauen weltweit informieren. Welche Bildungsmöglichkeiten stehen Frauen zur Verfügung, wann beenden sie ihre Schulzeit und wieviele werden immer noch tagtäglich an Genitalien zerstümmelt?


Diese Themen berühren, wühlen auf und machen klar, dass hier endlich gehandelt werden muss. Allein im Jahr 2016 mussten laut Unicef mehr als 200 Millionen Frauen eine Genitalverstümmelung oder Beschneidung über sich ergehen lassen.

Man schätzt, das allein 60 Millionen ungewollte Schwangerschaften darauf zurückgehen, das keine modernen Verhütungsmittel benutzt wurden.

Mich hat es erschrocken zu lesen, das es in den USA noch Kinderehen gibt, kaum zu glauben in so einem Staat.

Einige Organisationen, die sich für Frauenrechte einsetzen und Chancen vermitteln, werden ebenfalls vorgestellt, z.B. CARE International, Women Win

Auch Transgender und das dritte Geschlecht, die Muxes, die in ihrer Heimat Mexiko als Frau anerkannt werden, kommen zu Wort.

Es gelang nur einem Mann neben vielen bekannten Frauen, hier in diesem Buch erwähnt zu werden, und zwar dem Chirurg und Gynäkologen Dennis Mukwege aus dem Kongo. Für seinen unermüdlichen Einsatz durch Operationen an weiblichen Opfern von sexueller Gewalt erhielt er 2018 den Friedensnobelpreis.


Dies ist ein sehr inspirierendes Buch über Frauenpower. Man sollte sich bewusst machen, dass viele Frauen noch jenseits von Emanzipation leben und Gewaltübergriffe an der Tagesordnung sind. Sexuelle Gewalt, Zwangsverheiratungen, Geschlechtsverstümmelungen und Unterdrückung sind in vielen Ländern noch nicht überwunden. Das muss sich ändern, es muss mehr Möglichkeiten für Frauen geben, an Bildung, Wohlstand und Selbstbestimmung zu gelangen. Dieses Buch gibt ihnen eine Stimme, die nicht ungehört im Raum verhallen sollte.


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Veröffentlicht am 01.03.2020

Interessante Ansichten und unvergessliche Zitate des Modezars Karl Lagerfeld

Karl und wie er die Welt sah
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Jean-Christophe Napias und Sandrine Gulbenkian haben in ihrem Buch "Karl und wie er die Welt sah" verschiedene Aussprüche und Zitate Karl Lagerfelds zusammen getragen, das Buch erscheint in schwarzen Satin ...

Jean-Christophe Napias und Sandrine Gulbenkian haben in ihrem Buch "Karl und wie er die Welt sah" verschiedene Aussprüche und Zitate Karl Lagerfelds zusammen getragen, das Buch erscheint in schwarzen Satin gebunden im Prestel Verlag.

"Mir geht manches durch den Mund, bevor es mir durch den Kopf geht." Zitat Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld setzte Trends und nahm als Modedesigner für Chanel, Fendi und seine eigene Linie seit fast 60 Jahren stilbildenden Einfluss auf die internationale Mode. Er lebte von 1933 bis 2019 und gilt als eine Ikone der Modewelt. Er war witzig und extravagant und seine legendären Zitate zeigen das Denken und die Ansichten eines Genies. Dabei war er nicht immer charmant, seine spitzen Ansichten waren legendär.


"Ich bin ein Mensch in schwarz-weiß." Zitat Seite 60

Deshalb kommt diese Zitatesammlung in typischem Karl-Schwarz-Weiß in kleinem Format als Hardcover daher, edel eingebunden in schwarzen Satin.

Im klug formulierten Vorwort gibt Patrick Mauriès einige Informationen zur Ikone Karl Lagerfeld preis.

Anschließend folgen kapitelweise die Zitate, jeweils bestimmten Themen zugeordnet, es beginnt mit "Karl über das Leben".

Die teilweise spitz formulierten Aussprüche drehen sich um Fragen des Stils, um Coco Chanel, um Körper, Karls Mutter Elisabeth, die es mit seiner Spitzzüngigkeit aufnehmen konnte, um Bücher und um ihn selbst. Alle Sprüche treffen direkt den Kern der Sache, dafür war Karl Lagerfeld bekannt. Er war gegen alles Häßliche und dem Schlankheitswahn ebenso verfallen wie seine dürren Models.

Dieses Buch maßt sich nicht an, die Hintergründe ergründen zu wollen. Folglich bleiben diese Zitate als persönliche Ansichten stehen und Karl als private Person kann sich weiter hinter seiner Sonnenbrille verstecken.



Die Sammlung zeigt die Vielseitigkeit im Denken Karls. Es ist ein außergewöhnliches Buch, in das man gerne mal hinein liest und sich Gedanken zu den einzelnen Sprüchen macht.

Wie war zum Beispiel Karls Verhältnis zu Cola oder zu Kindern? Was war für ihn Stil? Oder was hielt er von Tätowierungen? Diese Fragen werden dank seiner Aussprüche geklärt, doch der echte Mensch Karl bleibt uns weiterhin ein Geheimnis.


Aus diesen Zitaten lässt sich einiges über den Menschen Karl Lagerfeld erahnen. Seine Sprüche sind legendär, sie zeigen Intelligenz, Humor und auch etwas Selbstironie. Karls Lebensweisheiten spiegeln seine Sicht auf das Leben wieder und das macht dieses Buch zu einer interessanten Lektüre, nicht nur für seine Fans.

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