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Veröffentlicht am 04.07.2018

Oma Renate sorgt für köstliche Unterhaltung und feiert Weihnachten mal ganz anders: mit Pute!

Über Topflappen freut sich ja jeder
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Bekanntlich ist Weihnachten ja das Fest der Liebe und der Familie und so bekommt Renate Bergmann von ihrer Tochter Kirsten eine Einladung nach Köln, um dort gemeinsam die Feiertage zu verbringen. Es kommt ...

Bekanntlich ist Weihnachten ja das Fest der Liebe und der Familie und so bekommt Renate Bergmann von ihrer Tochter Kirsten eine Einladung nach Köln, um dort gemeinsam die Feiertage zu verbringen. Es kommt jedoch ganz anders und dennoch wird dieses Weihnachtsfest zu einem der schönsten in Renates Leben.

Voller Vorfreude auf das gemeinsame Fest mit Kirsten packt Renate schon mal eine Gans und ein paar Flaschen Korn in ihrem Koffer. Denn eine Gans muss zu Weihnachten für sie einfach sein. Wer weiß was für veganes Zeug Kirsten sonst so auf den Tisch bringt.
Dieses Mal will Renate mit dem Flugzeug anreisen und lässt sich "einschiffen", nee, einschecken. Das Flugpersonal bietet ihr einen bequemen Rollstuhldienst an und Renate landet prompt fälschlicherweise "im London". Doch Renate wäre nicht Renate, wenn sie daraus nicht das Beste machen würde. Sie bekommt dank familiärer Bindungen einen schönen Aufenthalt im weihnachtlichen London und hat einige schöne und stimmungsvolle Erlebnisse sogar mit dem englischen Königshaus, die sie gewohnt humorvoll kommentiert.
So wundert sie sich über die englische "Ganspute", ach nee "Putentruthahn" und tröstet sich aber damit über den Verlust ihrer Gans im Koffer hinweg. Geschenke hat sie glücklicherweise dabei, die früh im Jahr reichlich gehäkelten Topflappen sind in ihrer Handtasche und machen ihrer Meinung nach allen viel Freude.

Aber richtig zufrieden ist Renate erst wieder im Kreise ihrer Familie und Freunde.
Zitat: "Ich wollte nirgendwo hin, nur hier sein bei meinen lieben Freunden und mit ihnen feiern, dass wir einander hatten. Mit allen Schrullen. Wissen Se, DAS ist nämlich Weihnachten!"

Wenn man die ersten Bände gelesen hat, freut man sich auch auf ein Wiedersehen mit Renates Freunden, die ja alle spezielle Charaktere sind und so ihre Altersallüren und Macken haben.

In dieser Geschichte nimmt man teil an Renates Glück im "Unglück" und wird wieder humorvoll unterhalten.

Positiv anmerken möchte ich vor allem, dass Renate in diesem Buch nicht mehr so häufig abschweift wie in den anderen Bänden.



Mit diesem Buch ist dem Autor wieder eine heitere Lektüre gelungen, die gerade zur Weihnachtszeit den Blick frei macht auf den wirklichen Sinn des Festes. Der Zusammenhalt und die Hilfe für die Nächsten wird hier gut deutlich gemacht.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Schöne Beschreibung der mexikanischen Kultur, aber naive Charaktere und zähe Geschichte

Das Perlenmädchen
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Tonina ist die beste Perlentaucherin ihres Stammes. Aber sie muss von ihrer Perleninsel fort, allein aufs Festland, um dort eine heilbringende Pflanue zu suchen, die das Leben ihres Großvaters retten kann. ...

Tonina ist die beste Perlentaucherin ihres Stammes. Aber sie muss von ihrer Perleninsel fort, allein aufs Festland, um dort eine heilbringende Pflanue zu suchen, die das Leben ihres Großvaters retten kann. Sie kommt in die Hauptstadt des Maya-Reiches und trifft in den berühmten Gärten des Palastes den Wettkämpfer Chac. Chac und Tonina werden ausgesucht, am heiligen Ort Chichen Itza als Gottesopfer zu sterben. Doch Tonina gelingt die Rettung Chacs und die Flucht aus der Mayastadt und erfährt auf diesem Weg das Geheimnis ihrer eigenen Herkunft.


Sehr interessant werden mit großer Detailvielfalt die Kulturen der Mayas und Azteken beleuchtet und man taucht ein in eine längst vergangene Kultur.
Hier werden berühmte Bauwerke und deren Bedeutung für die Mayas, sowie frühe Heilmethoden und Heilkräuter anschaulich von der Autorin beschrieben. Man erfährt wie die ersten Entdecker, die Wikinger ins Land kamen.

Soweit so gut: danach entwickelt sich die Handlung eher zähflüssig und wie eine simple Liebesgeschichte gestrickt. Es ist häufig von Vorbestimmung die Rede und die Figuren haben entweder absolut guten Charakter oder sind einfach nur schlecht. Sie entwickeln sich nicht zu wahren Persönlichkeiten. Die Handlung wirkt langatmig und die Geschehnisse zeigen keine große Spannung auf.

Wenn ein Kapitel abrupt endet, hofft man auf fesselnde Weiterführung des Themas, aber es setzt ohne weitere Info über die Zwischenzeit später ein. Leider häufen sich auch Zufälle sehr oft.


Dieser Roman hat mich nicht erreicht und die Handlung um die Liebesgeschichte ist mir zu konstruiert. Ich hatte mehr erwartet und kenne bessere Romane von Barbara Wood.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Stimmungsvoll geschriebener, unblutiger Krimi vor traumhafter Kulisse

Die Tote am Lago Maggiore
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Matteo Basso, Futura rauchender Ex-Polizeipsychologe aus Mailand hat sich aus unbekannten Gründen in seine Heimat zurückgezogen und betreibt nun als gelernter Fleischermeister die Marcelleria seines Vaters ...

Matteo Basso, Futura rauchender Ex-Polizeipsychologe aus Mailand hat sich aus unbekannten Gründen in seine Heimat zurückgezogen und betreibt nun als gelernter Fleischermeister die Marcelleria seines Vaters in Cannobio. Er möchte dort zur Ruhe kommen und seine Heimat und Hobbies geniessen.
Als seine Freundin Gisella tot gefunden wird, häufen sich die Hinweise auf Mord. Matteo beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Er gräbt sich tief in die Geschichte der Region und gerät dabei selbst in Gefahr. Unterstützung bekommt er von der sympathischen Kommissarin Nina Zanetti.


Der Autor führt den Leser in die traumhafte italienische Gegend am Lago Maggiore und in seinen ausführlichen Beschreibungen fängt er das landschaftliche Umfeld in seinem Krimi sehr stimmungsvoll ein. Man ist als Leser von Anfang an in das Geschehen eingebunden und erlebt die vielfältige Atmosphäre wunderbar mit. Das typische Dolce Vita erlebt man bei den Ausflügen in die Welt der Oper, mit den noblen gediegenen Oldtimern der Reichen der Gegend oder in den Restaurants mit ihrer schmackhaften italienischen Küche. Es ist wie ein richtiger Urlaub in dieser traumhaft schönen Ecke am Lago Maggiore, der vor dem geistigen Auge des Lesers abläuft.

Die Krimihandlung ist unblutig, sehr ruhig und lebt in erster Linie von den Ermittlungen und den vielseitigen Charakteren. Diese sind durch die Bank weg alle interessant und vielschichtig beschrieben.
Matteos alte Freunde, die mit Enthusiasmus eine Autowerkstatt betreiben und auch in der Schlachterei aushelfen können, haben mir besonders gut gefallen. Ihre Aktionen brachten Humor mit ins Buch.

Der Mordfall entwickelt sich ganz allmählich zu einer echten Mordserie und gewinnt langsam an Spannung. Der Fall ist interessant aufgebaut und der Täter ist bei den vielen Spuren und Verdächtigen nicht offensichtlich zu entdecken. Matteo deckt schliesslich skrupellose Machenschaften auf.

Matteos wahrer Grund für seinen Wegzug von Mailand wird nicht genauer erklärt, das bietet also noch Potential für einen weiteren Fall dieses psychologisch geschulten Schlachters.

Dieser stimmungsvolle Krimi besticht durch seine landschaftlichen Schönheiten, das Dolce Vita und tolle Charaktere. Mit dem Kartenmaterial kann man die Gegend selbst erkunden und den Krimiermittlungen örtlich folgen.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Schockierende Aneinanderreihung von zutiefst abstossenden Handlungen, aber noch lange kein Thriller!

EMOTION CACHING
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»Nichts bannt mich mehr, als der Schrei eines Menschen.« sagt Kim.
Die junge Kim und ihre drei Freunde sind gelangweilt, perspektivlos und daher fangen sie ein ungewöhnliches Spiel an. Sie sammeln die ...

»Nichts bannt mich mehr, als der Schrei eines Menschen.« sagt Kim.
Die junge Kim und ihre drei Freunde sind gelangweilt, perspektivlos und daher fangen sie ein ungewöhnliches Spiel an. Sie sammeln die Gefühle anderer Menschen. Bewaffnet mit der Kamera suchen sie nach dem großen Kick, und wenn der Zufall nicht mitspielt, helfen sie eben ein bisschen nach. Was anfangs harmlos beginnt, wird bald bitterer krimineller Ernst.


Dieses Buch hat mich sehr geschockt! Es geht hier um Jugendliche, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen und bei denen sich Perspektivlosigkeit breit gemacht hat. Sie haben die Schule recht erfolglos beendet und haben alle keine Ausbildungsstelle, daher hängen sie häufig desillusioniert in einer Dönerbude herum.
Kim hängt in Gedanken immer noch ihrem verschwundenen Vater hinterher und will sich mit dem neuen Freund ihrer Mutter nicht abfinden. Nico lebt in einer großen Familie, die ihm allerdings keinen Halt gibt. Bennis Vater ist zwar Anwalt, wird aber alkoholisiert zu einer brutalen Bestie. Lena fühlt sich in ihrer Familie in die zweite Reihe gestellt und muss häufig auf ihren kranken kleinen Bruder aufpassen.

Die Freunde beginnen in ihrer Langeweile ein verrücktes Spiel: sie filmen Menschen und finden Gefallen an deren Emotionen und stellen die Filme ins Netz. Was als harmloser Spaß beginnt, wird bald immer perfider und gewaltreicher. Die Schwelle zu kriminellen Taten wird überschritten und ein Filmer findet sogar besonderen Gefallen daran. Die Aktion scheint nicht mehr zu stoppen, es wird immer grausamer.

Während ich das Buch gelesen habe, kamen viele Emotionen in mir hoch. Von anfänglichem Interesse für die mir unsympathischen, da ziellosen Jugendlichen, ging es über schockierende Gefühle, Verunsicherung hin zu totaler Abneigung und Antipathie für ihr kriminelles Agieren. Ich fragte, mich manchmal, was denn noch alles an Grausamkeiten kommt. Die Aneinanderreihung schien kein Ende zu nehmen. Mir fehlte ein wenig die tiefere Handlung, nicht nur blosses Abarbeiten von Bösartigkeiten und Gewalt.

Dem leichten Schreibstil kann man gut folgen, das Buch scheint meiner Meinung nach durch den lockeren Stil gut für Jugendliche geeignet. Sie werden sich mit den Protagonisten eher identifizieren können und sollten erkennen, was aus so einer leichtsinnigen Idee heraus entstehen kann und wie man Menschen damit nicht nur verletzt, sondern sie auch noch kriminell attackiert. Da Thema
Kamera-Voyeurismus ist ziemlich aktuell und stellt in der Welt der Handys ein großes Problem dar.


Mich hat dieses Buch ziemlich entsetzt und schockiert, die grausame Art der Jugendlichen wurde immer schlimmer und zog alle in einen Strudel aus Grausamkeit hinein. Zivilcourage gab es nur bei zwei Figuren, es hätte erkennbarer herausgearbeitet werden können. Das Ende ist etwas vorhersehbar.


Ein Buch mit schockierenden Handlungen, vielleicht mit der Zielgruppe auf Jugendliche ausgerichtet, obwohl es dafür auch sehr brutal und gnadenlos beschreibt.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Dieser amüsante Kurzkrimi ist ein Appetithäppchen mit schönem Schreibstil und macht Lust auf mehr von Dutzler!

Aus für Santa Claus. Eine Kriminalgeschichte
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Robert Scheubmayer ist Journalist eines Provinzblättchens und befindet sich leicht angeschickert durch ein paar Glühweine auf dem Adventsmarkt in Gmunden. Als dort die Leiche von Santa Claus gefunden wird, ...

Robert Scheubmayer ist Journalist eines Provinzblättchens und befindet sich leicht angeschickert durch ein paar Glühweine auf dem Adventsmarkt in Gmunden. Als dort die Leiche von Santa Claus gefunden wird, macht er gleich ein paar Fotos. Robert versucht nähere Informationen durch den anwesenden Inspektor Eisl zu bekommen, um die große Story zu landen. Er erfährt, dass der Tote mit einem langen Messer erstochen wurde.
Er entdeckt am Tatort seinen früheren ungeliebten Lehrer Federmann. Was hat der dort zu suchen? Und hat die Initiative Pro Christkind etwas gegen den Weihnachtsmann?
Roberts Interesse ist erwacht und er beginnt seine Nachforschungen.

Dieser Kurzkrimi umfasst nur eine kurze Geschichte von 176 Seiten und ist daher vom Verlag sicherlich nur als Appetithappen gedacht.

Der amüsante schöne Schreibstil gefällt mir gut und die adventliche Stimmung mit Kälte, Lichterglanz und Glühwein sind in dieser Geschichte schön eingefangen. Dazu kommt noch ein wenig Dialekt des oberösterreichischen Alpenvorlandes und ein paar regionale Delikatessen und man befindet sich direkt in Österreich.

In die Charaktere findet man sich schnell ein und man muss über ihre Eigenarten schon ein wenig schmunzeln. Besonders Protagonist Robert und wie er die Damenwelt sieht. Doch kaum hat man sich an die Figuren gewöhnt, ist das überraschende Ende der Geschichte auch schon erreicht. Das bekümmert ein wenig, weckt aber das Interesse für weitere Krimis aus der Feder des Autors.

Die Handlung hält einige Verdächtige bereit und man kann munter mitraten.

Für einen kostenlosen Download kann man die Kürze des Krimis entschuldigen. Ich habe den schönen Schreibstil und die humorvolle Krimigeschichte sehr genossen.