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Veröffentlicht am 11.02.2026

Einzigartige Choreografien der Natur

Schwarmzauber: Magische Choreografien der Natur
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Bei Prestel Junior erscheint das XXL-Sachbilderbuch Schwarmzauber: Magische Choreografien der Natur von Núria Solsona. Der Clou sind die großen Ausklapptafeln, es eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

Wenn ...

Bei Prestel Junior erscheint das XXL-Sachbilderbuch Schwarmzauber: Magische Choreografien der Natur von Núria Solsona. Der Clou sind die großen Ausklapptafeln, es eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

Wenn sich in der Natur Tiere zu Schwärmen zusammen fügen, ist dieser Anblick magisch und absolut faszinierend. Hinter diesem Schwarmzauber steckt oft ein triftiger Grund. Wie machen die Tiere das und was bezwecken sie mit ihren Formationen?

Der Anblick aus einer Wolke mit tausenden Staren am Himmel versetzt Menschen in Erstaunen, ihre Wolkengebilde sind ein sehenswerter Anblick. Auch Fische bilden solche Gruppen und schwimmen in einem nicht enden wollenden wirbelnden Tanz durch das Wasser. Viele Tiere bilden solche Schwärme und es scheint, als ob sie das lange einstudiert haben. Doch in Wahrheit dient dieses instinktive Verhalten dem Schutz vor Fressfeinden.

Das große, schmale Buch hat ein ungewöhnliches Format, es verbirgt Ausklappseiten, auf denen die einzelnen Choreografien und Formationen von Schwärmen aus der Natur genauer vorgestellt werden.

Folgende Themen werden mit naturnahen Illustrationen beschrieben: In V-Formation (Gänse), Akrobaten der Lüfte (Stare), Mit Hüftschwung (Bienen), Spiralförmig (Sardinen-Synchronschwimmen), Vernetzt (Ameisen) und In Reih und Glied (Pinguine).

Es ist immer ein schöner Anblick, wenn Vogelschwärme am Himmel fliegen und man fragt sich willkürlich, wie sie das schaffen, ohne miteinander zu kollidieren. Der Grund liegt in ihrer Separation und in ihrem Zusammenhalt. Alle streben zum selben Ziel.

In diesem Buch wird deutlich, dass es auf jedes einzelne Tier ankommt, jeder Einzelne ist wichtig. Nur so kann die Gemeinschaft als Ganzes funktionieren. Es ist interessant zu erfahren, wie Bienen kommunizieren oder warum sich Gänse im Flug zu einem V formieren.

Sehr interessant ist die Beschreibung der unterschiedlichen Themen und entsprechenden Fakten, die schon Sechsjährige verstehen können. Dieses Wissen verbindet sie noch enger mit den Tieren und sie erfahren, wie vielfältig und einzigartig die Wunder der Natur ausgebildet sind.

Bei der Beschreibung der verschiedenen Formationen werden bestimmte Fachausdrücke benutzt, die im hinten beigefügten Glossar näher erklärt werden. Es geht um Aerodynamik, Bionik, elektrostatische Ladung, Organismus, Schwarmverhalten und andere Begriffe. Die Aufzählung von Wissenschaftlern und Quellen finde ich hilfreich, für die Altersgruppe ab sechs allerdings noch etwas verfrüht. Aber wer weiß, aus manch einem neugierigen Kind wird einmal ein Forscher.

Die beeindruckende Welt der Tiere und ihre Schwärme, Tänze und Formationen wird hilfreich erklärt und anschaulich gezeigt. Ein Buch, das neugierig macht auf die Natur und auf ihren Schutz!

Veröffentlicht am 11.02.2026

Vom Froschlaich zum fertigen Frosch!

Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch
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Im Prestel Verlag erscheint das Sachbilderbuch "Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch" von Sara Forster und Bianca Austria. Das Buch richtet sich an die Altersklasse ab drei Jahren.

Überall auf ...

Im Prestel Verlag erscheint das Sachbilderbuch "Aus klein wird groß. So wächst ein Frosch" von Sara Forster und Bianca Austria. Das Buch richtet sich an die Altersklasse ab drei Jahren.

Überall auf der Welt gibt es Frösche in verschiedenen Größen, Farben und Ausprägungen. Die kleinen Amphibien sehen niedlich aus, doch Achtung: einige sind absolut giftig!

Kinder finden Frösche einfach faszinierend und möchten alles über sie wissen. Dieses Bilderbuch zeigt sehr anschaulich die Entwicklung vom Froschlaich zum fertigen Frosch auf und macht das Leben der Amphibien in ihrem Lebensraum mit vielen farbigen Bildern sichtbar.

Die Texte sind kurz und kindgerecht und enthalten dennoch viel Wissenwertes. Kinder erfahren, welche Arten von Fröschen es gibt, wo Frösche leben, laichen, wie aus dem Laich Kaulquappen werden und welche Nahrung sie brauchen. Sie lernen, wozu ihre lange Zunge hervorragend geeignet ist und dass diese Amphibien in ihrem Ökosystem auch Feinde haben.

Wer als kleiner Naturforscher Frösche mag, kommt um dieses niedliche und lebendig gestaltete Bildersachbuch nicht herum! Der Einband ist haptisch ein Genuss und das Buch zeigt kindgerecht die Entwicklung vom Froschlaich bis zum fertigen Frosch.

Lehrreich, toll bebildert und einfach nur schön ist dieses Buch für Kleinkinder. Es informiert auf verständliche Weise über die Entwicklung und den speziellen Lebenszyklus von Fröschen.

Veröffentlicht am 09.02.2026

Ein Wohlfühlbuch mit Frühlingsgefühlen

Ein Zuhause im Frühling
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Julie Caplins Roman Ein Zuhause im Frühling ist der Auftakt ihrer neuen Reihe "Country Escapes", die im Rowohlt Verlag erscheint.

Die 29-jährige Ella arbeitet als Kinderbuch-Illustratorin in London und ...

Julie Caplins Roman Ein Zuhause im Frühling ist der Auftakt ihrer neuen Reihe "Country Escapes", die im Rowohlt Verlag erscheint.

Die 29-jährige Ella arbeitet als Kinderbuch-Illustratorin in London und steckt gerade in einer Beziehungskrise. Außerdem stresst sie das Großstadtleben und leidet an einer kreativen Blockade. Da kommt das Angebot ihrer Tante zum Sitten ihres Cottages auf dem Land in Wilsgrave gerade recht. Endlich Landluft atmen, die Natur genießen und zu sich selbst finden ist ihr Plan. Doch die neugierigen Dorfnachbarn lassen sie nicht in Ruhe, sie wollen Ella kennen lernen. Und da ist auch noch die Labradorhündin Tess, um die sich Ella kümmern muss. Dadurch bleibt ihr gar nicht viel Zeit, sich drinnen zu verkriechen und sie entdeckt die Natur und das Frühlingserwachen mit allen Sinnen.

In diesem Roman geht es um Neuanfang und um das Einfühlen und Genießen der Natur mitsamt romantischer Frühlingsgefühle. Aus Ellas Perspektive sind wir Teil des Geschehens und erleben eine locker zu lesende Geschichte, bei der das eingefügte Dorfflair und die liebenswerten Figuren einfach zum Eintauchen anleiten.

Eigentlich will Ella mit sich allein sein und zurückgezogen über ihren Illustrationen brüten. Doch die Dorfbewohner lassen nicht locker und beziehen sie in ihr Leben ein. Tess hat eigentlich gar keine Lust, sich auch noch um die temperamentvolle Hündin Tess zu kümmern, doch dann wachsen beide immer mehr zusammen. Als Ella den Tierarzt Devon kennen lernt, ist das ein holperiger Start. Das häufige Treffen mit ihm sorgt dann aber für einen Stimmungswechsel und Ellas romantische Gefühle beginnen zu tanzen.

Ein wenig wundersam deuten die mysteriösen Karten und Briefe von Ellas verreister Tante an, die Ella bei bestimmten Gelegenheiten in die Hände fallen. Die Tante gibt mit ihren Anmerkungen Ellas Leben neue Impulse und lenkt es damit in bestimmte Bahnen. Auch Devon hat so eine Karte, die am Ende den Kreis der Liebenden zusammen fügt.

Julie Caplins lebendiger Erzählstil hat eine warmherzige Note und die frühlingshafte Beschreibung der wunderschönen Landschaft kommt automatisch Wohlfühlstimmung auf. Es ist ein Buch zum Genießen der Charaktere, der englischen Countryside und zum Abtauchen in eine unterhaltsame Geschichte, bei der die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Julie Caplin zeichnet ihre Figuren mit vielen Facetten, die sie abwechslungsreich und unterhaltsam machen. In diesem Dort würde ich gern mal eine Weile leben.

Diese frühlingshafte Wohlfühlgeschichte ist etwas für Romantiker, für Naturfreunde und für Hundeliebhaber, die sich beim britischen Landleben wohlfühlen und in eine locker erzählte Geschichte abtauchen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Gelungener Krimiauftakt mit authentischer Atmosphäre

Die weiße Nacht
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Der Kriminalroman Die weiße Nacht von Anne Stern dreht sich um das Lou & König und erscheint im Piper Verlag.

Berlin: Im Hungerwinter 1946/47 findet die junge Fotografin Lou Faber eine Frauenleiche ...

Der Kriminalroman Die weiße Nacht von Anne Stern dreht sich um das Lou & König und erscheint im Piper Verlag.

Berlin: Im Hungerwinter 1946/47 findet die junge Fotografin Lou Faber eine Frauenleiche im Schnee. Ihre gefalteten Hände fallen ihr sofort auf, sie macht Fotos von der Toten. Kriminalkommissar Alfred König untersucht den Fall und setzt Lou in seine Ermittlungen ein. Als weitere Leichen gefunden werden, erhöht das den Zeitdruck und bestimmte Spuren führen in die Vergangenheit.

In diesem Kriminalroman zeigt Anne Stern mal wieder ihr schriftstellerisches Können, sehr authentisch lässt sie die Atmosphäre des trostlosen Nachkriegs-Berlins auferstehen und erzählt vom eisigen Kältewinter, den die hungernden Menschen mit speziellen Möglichkeiten wie Diebstahl oder Schwarzmarkthandel überstehen müssen. Die Stadt ist durch die Besetzung der Alliierten in vier Zonen aufgeteilt. Einschneidende Veränderungen für die Bewohner Berlins, nun gelten Lebensmittelmarken als die Währung der Stunde.

Lou trifft auf König als sie durch die Runinen der Stadt zieht. König imponieren ihre Fotos, die für Ermittlungen durchaus wichtig sein können. Sie raufen sich zu einem funktionierenden Team zusammen, beide bringen ihre Gedanken ein, wollen den Fall aufklären und setzen alles daran, den Täter zu fassen. Ihre Charaktere wirken auf mich vertrauenswürdig und zuverlässig und durch ihre persönlichen Hintergründe werden sie zu interessanten Figuren, die ich gerne begleitet habe. König ist vom Krieg gezeichnet und hätte sich nicht vorstellen können, für den Staat Verbrecher zu suchen. Ich bin neugierig, was man über ihn und auch über Lou im nächsten Band erfahren wird.

In "Die weiße Nacht" beschäftigt sich Anne Stern mit einer besonderen Zeit und dem schwierigen Leben der Menschen im Nachkriegs-Deutschland. Sie erzählt bildhaft, unaufgeregt und lässt eindringliche Szenen der gut recherchierten historischen Hintergründe lebendig in die Handlung einfließen. Es ist berührend zu lesen, wie sie die Not, die Kälte, den Hunger und die Hoffnungslosigkeit der Menschen am Beispiel ihrer Figuren abbildet. Die zeitlichen Bezüge und die glaubhafte Darstellung der Menschen und ihrer Situation machen für mich ihre Bücher zu Pageturnern. Hier stehen nicht die brutalen, kriminellen Szenen im Vordergrund, sondern das authentische Leben der Bürger in dieser Zeit. So hat es mich auch nicht gestört, dass die Ermittlung eher nebengleisig vor der gelungenen Abbildung des Zeitgeschehens verläuft. Ich habe mich sehr nah in diese Zeit hineinfühlen können und mit den notleidenden Menschen gelitten.

Ein authentisch und gut zu lesender Kriminalfall über eine düstere Zeit, die den Menschen alles abverlangte. Ich bin gespannt, welche Fälle das interessante Ermittlerpaar im nächsten Band aufklären müssen.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Ein berührendes und aufklärendes Generationenporträt

Wie Treibgut im Fluss
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Der Roman Wie Treibgut im Fluss von Andreas Wagner erscheint im Droemer Verlag.

Vor 250 Jahren stehen viele arme Bauern im Hunsrück vor dem Problem, ihre Familie ernähren zu können. Einige von ihnen ...

Der Roman Wie Treibgut im Fluss von Andreas Wagner erscheint im Droemer Verlag.

Vor 250 Jahren stehen viele arme Bauern im Hunsrück vor dem Problem, ihre Familie ernähren zu können. Einige von ihnen treibt die Sehnsucht nach einem besseren Leben zu einer Auswanderung nach Amerika. Auch Peter wird von Anwerbern überzeugt und möchte auswandern, das scheitert aber schon in den Niederlanden, wo er nicht zum Hafen durchgelassen wird. Eine Rückkehr wäre eine Blamage und keine Option, die einzige Chance bietet sich ihm in einer Ansiedlung am Niederrhein, wo Arbeitskräfte und Landwirte gebraucht werden. Die protestantischen Neuzugezogenen werden von den katholischen Bewohnern dieser Gegend misstrauisch beäugt und ausgegrenzt. Freundschaften zwischen beiden Religionsrichtungen werden abgelehnt. Hier lebt man noch sehr engstirnig in seinen alten Traditionen und da gehört der Katholizismus unbedingt dazu.

Jahrzehnte später freundet sich das protestantische Mädchen Ännie mit der gleichaltrigen Katholikin Josephine an, trotz aller religiösen Anfeindungen und Kontaktverboten halten sie die Freundschaft aufrecht und bleiben sich noch als Ehefrauen und Mütter bis in den Tod eng verbunden.

Josephines Enkel ist der Ich-Erzähler Niklas aus der Gegenwart, der die Geschichte seiner Großmutter erst nach ihrem Tod heraus findet. Niklas wandert mit seinem Sohn am Rhein und hofft, aus der Geschichte seiner Großmutter zu lernen, denn er möchte seinem Sohn ein guter Vater sein. Seinen Sohn hat er nur tageweise bei sich, er betrog seine Frau und muss nun mit dieser Regelung klar kommen.

Dem Rückblick in die Vergangenheit bin ich gespannt gefolgt, es geht ums nackte Überleben, um Armut und Krieg, der Menschen auseinander reißt. Es geht um Werte, die in dieser neuen Heimat weiter gelebt werden und damit Sicherheit und Zuversicht geben. Die Distanzierung von Menschen aus religiösen Gründen ist immer schwierig, doch es hat mich erschüttert, weil beide Religionsrichtungen zum Christentum gehören. Diese Schilderung hat Andreas Wagner sehr eingehend offen gelegt und meinen Blick darauf gelenkt. Beim Lesen stellte ich mir einige Fragen zu Heimat und Gemeinschaft. Wie geht Integration heute und wie war es früher? Die Unterschiede sind gar nicht so gewaltig, auch heute noch bleiben viele Religionsgemeinschaften gern unter sich.

Andreas Wagner lenkt den Blick des Lesers sehr direkt auf die Lebensumstände seiner Figuren. Ohne kritisch zu werden macht er das Leben und die gesellschaftlichen Zustände seiner Charaktere sichtbar und erzählt von Familie, Freundschaft und Trennung, von Heimat und neuem Ankommen, von Abgrenzung aus Religionszugehörigkeit und von Hoffnungen und Niederschlägen.

Für mich war der historische Teil der Geschichte der durchaus interessantere und fesselndere, die Handlung um Niklas war eher unterhaltsam und hat den Zusammenhang zwischen den Generationen hergestellt.

Diesen Roman empfehle ich allen, die sich für geschichtliche Hintergründe interessieren und dabei bewegende Charaktere begleiten möchten.