Profilbild von stefanb

stefanb

Lesejury Star
offline

stefanb ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit stefanb über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2024

Abrakadabra oder lieber Hokuspokus?

Henriette Huckepack – Die verflixt-verhexte Suche nach dem Fungus Muffelkuss
0

Henriette Huckepack ist keine Unbekannte mehr. Dies ist nunmehr ihr drittes Abenteuer. Die Autorin Andrea Lienesch schickt die Protagonistin Henriette auf "Die verflixt-verhexte Suche nach dem Fungus Muffelkuss". ...

Henriette Huckepack ist keine Unbekannte mehr. Dies ist nunmehr ihr drittes Abenteuer. Die Autorin Andrea Lienesch schickt die Protagonistin Henriette auf "Die verflixt-verhexte Suche nach dem Fungus Muffelkuss". Immer an ihrer Seite ist Fussel, das freche und manchmal vorlaute Eichhörnchen.
Die sympathische Junghexe, deren Zaubersprüche meistens "einen Knall" [35] hervorbringen und deren Ergebnisse nie wirklich lange halten, fühlt sich mit ihrem Werkzeugkasten wohler. In den vorherigen Bänden hat sie mit ihren handwerklichen Leistungen geglänzt und auch andere Hexen positiv überrascht. Bei Zaubersprüchen ist sie meistens nicht ganz konzentriert, bringt diese durcheinander und ist dann mit den entsprechenden Ergebnissen konfrontiert. Die Lesenden können des Öfteren schmunzeln.
Auch wenn Henriette hört, dass sie die "schlechteste Hexe" [37] sei, macht ihr das nichts aus. Sie weiß sich immer zu helfen. Auch ohne Hexerei. Sie vertraut ihren Stärken und Freunden.
Die Illustratorin Sabine Sauter macht die Geschichte auch optisch zu einem Hingucker. Die Illustrationen, komplett farbig, sind passend, tragen zum Textverständnis bei und sind toll anzuschauen.
Aufgrund der großen Erstleseschrift können Kinder in der zweiten Klasse das Buch problemlos lesen. Jüngere Kinder ab ca. 5 Jahren haben aber auch Spaß daran, wenn sie die Geschichte vorgelesen bekommen.
Henriette wäre nicht sie selbst, wenn es nicht eine Experimentier- und Bastelseite gäbe. Diesmal geht es um den Flaschenzug. Da dürfen die Kinder aktiv werden und spielend lernen. Ein toller Abschluss einer wunderschönen Geschichte.
*Die Überschrift ist ein Zitat von Seite 98 des Buches.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2024

Ein Buch mit WUFF

Yuna und die Sache mit dem Mögen
0

Uns Lesenden und Zuhörenden geht es da wie Yuna selbst. Wie kann man diesen sympathischen, süßen und gut gelaunten Hundewelpen einfach nicht mögen? Und genau das ist hier auch das Thema. Es geht um Selbstvertrauen ...

Uns Lesenden und Zuhörenden geht es da wie Yuna selbst. Wie kann man diesen sympathischen, süßen und gut gelaunten Hundewelpen einfach nicht mögen? Und genau das ist hier auch das Thema. Es geht um Selbstvertrauen und darum, dass man sich nicht für andere verstellen sollte. Auch die jüngeren Kinder lernen, dass einen nicht jeder mögen muss. Sei einfach du selbst.
"Yuna und die Sache mit dem Mögen" von Rebecca Mönch ist wunderschön illustriert. Yuna transportiert die Gefühle perfekt zu den Lesenden. Man sieht ihr ihre Gefühlslage an und kann sich sehr gut in den Hundewelpen hineinversetzen.
Das großformatige und farbenfrohe Buch richtet sich an Kinder ab ca. 3 Jahren. Auf den ansprechend gestalteten Seiten gibt es einiges zu entdecken. Der Schreibstil gefällt und ist für die Altersgruppe passend. Kinder in der ersten und zweiten Klasse können das Buch auch selbständig (vor-)lesen.
Um es in Yunas Worten zu sagen: Die Geschichte ist einfach WUFF! Eine wichtige Botschaft in einer bezaubernden Geschichte. Unser Herz hat Yuna erobert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2024

Die Festung

Die Burg
0

Bereits das Cover zeigt schon, wie vernetzt die eigens kreierte Escape-Welt aufgebaut ist. Mit dem Thriller "Die Burg" lässt die Autorin Ursula Poznanski die Lesenden in ein KI-Szenario abtauchen, welches ...

Bereits das Cover zeigt schon, wie vernetzt die eigens kreierte Escape-Welt aufgebaut ist. Mit dem Thriller "Die Burg" lässt die Autorin Ursula Poznanski die Lesenden in ein KI-Szenario abtauchen, welches am Puls der Zeit ist. Eine künstliche Intelligenz, die jeder Besuchergruppe das bestmögliche Erlebnis bietet. Doch was passiert, wenn die KI ein gewisses Eigenleben entwickelt? Der Frage stehen Poznanskis Charaktere gegenüber und die Lesenden sind mittendrin im Geschehen.
"Die Burg war endgültig zur Festung geworden. " [224]
Bei dem Schreibstil gibt es nichts zu meckern. Man fliegt nur so durch die Seiten. Auch deshalb, weil das Tempo sukzessive gesteigert wird und die Atmosphäre zusehends düsterer wird. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Für mich gab es keine Person, mit der ich besonders mitgefühlt habe. Das ist in meinen Augen auch nicht schlimm, da die heimliche "Protagonistin" die künstliche Intelligenz ist.
Man beschäftigt sich viel mit der Frage, welche Sachen die KI noch bereithält, welche Intention dahinter steckt und wie dieses Spiel wohl ausgehen mag. Bis zum schlüssigen Ende kommen einige Wendungen. Es ist ordentlich was los. Der Mittelteil hätte für meinen Geschmack etwas mehr Spannung vertragen können.
Poznanski skizziert sehr schön unsere Neue Welt und was da alles noch so kommen mag. Insgesamt ist "Die Burg" sehr gut geschrieben, unterhält und interpretiert ein aktuelles Thema auf ansprechende Weise.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2024

Ein wahrer Schatz

Der Wortschatz: Bilderbuch-Bestseller über den spielerischen Umgang mit Sprache
0

Wenn man an einen Schatz denkt, dann ist da bestimmt immer etwas Wertvolles in der Truhe enthalten. So geht es auch dem Protagonisten Oscar. Dass dieser aber auch ohne glitzerndes Gold viel mit dem Schatz ...

Wenn man an einen Schatz denkt, dann ist da bestimmt immer etwas Wertvolles in der Truhe enthalten. So geht es auch dem Protagonisten Oscar. Dass dieser aber auch ohne glitzerndes Gold viel mit dem Schatz anstellen kann, erfahren die Lesenden in dem Buch "Der Wortschatz". Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger zeigen, wie wundervoll unsere Sprache ist und was man damit alles anstellen kann.
Es ist eine kindgerechte Geschichte, die zeigt, was Sprache bewirken kann und was dahinter steckt. Wie verändern sich Sachen, wenn man ein entsprechendes Adjektiv verwendet? Eindrucksvoll lernen die Kinder wie aus einem Vogelhaus etwas Pompöses wird. Mir gefällt auch, dass die Kinder ermutigt werden, selbst Wörter herzustellen.
"Einmal ausgesprochen, haben Wörter eine magische Kraft. (…) Du lässt mit ihnen die Welt erblühen."
Die Seiten sind wundervoll illustriert. Das Zusammenwirken von Text und Bild ist ansprechend und eindrucksvoll dargestellt. Kinderaugen leuchten und des Öfteren huscht ein Lächeln über die Gesichter.
"Der Wortschatz" aus dem NordSüd Verlag zeigt wunderschön, wie mächtig Worte sein können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2024

Alienjäger

Ostfriesenhass
0

"Ostfriesenhass" ist der nunmehr achtzehnte Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team. Nach der Philosophischen Frage "Warum wird Kaffee immer von alleine kalt, aber Bier nie?" [9], ein typischer Rupert-Satz, ...

"Ostfriesenhass" ist der nunmehr achtzehnte Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team. Nach der Philosophischen Frage "Warum wird Kaffee immer von alleine kalt, aber Bier nie?" [9], ein typischer Rupert-Satz, startet die Geschichte gewohnt schnell. Auch wenn es nicht die blutigste Story aus dem Ann Kathrin Klaasen Universum ist, geht es ordentlich zur Sache.
Der Schreibstil von Klaus-Peter Wolf ist flüssig, man ist sofort im Geschehen und findet sich in einem spannenden und zugleich etwas skurrilem Fall wieder.
"Seine Hinrichtungen waren Erlösungen und sollten auch so gesehen werden. (…) Alienjäger wie er sollten stolz zu ihrer Sache stehen.“ [281]
Mir gefallen die Charaktere. Auch dass es immer wieder Ab- und Zugänge zum Kernteam gibt. So wird es auch im neuesten Fall nicht langweilig. Zudem glänzt Rupert wieder. Er ist wirklich einzigartig. Ein Anflug von Selbstreflexion zum Thema 'scheitern', den ich Rupert fast nicht zugetraut hätte.
"Das denken viele von mir auch. Aber wir scheitern und so langsam hoch. (…) Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen und auf die Schnauze zu fallen. So übt man wenigstens das Aufstehen." [221 f.]
Im Mittelteil gab es das eine oder andere Mal eine kleine Länge. Trotzdem ist "Ostfriesenhass" ein absolut lesenswerter und spannender Fall, der viele vergnügte Lesestunden bringt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere