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Veröffentlicht am 29.03.2021

Sommerurlaub zum Lesen

Der große Sommer
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Friedrichs Sommer wird wohl nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Statt Urlaub mit der Familie im Süden muss er die Sommerferien bei seinen Großeltern verbringen und sich dort auf seine Nachprüfungen ...

Friedrichs Sommer wird wohl nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Statt Urlaub mit der Familie im Süden muss er die Sommerferien bei seinen Großeltern verbringen und sich dort auf seine Nachprüfungen in Mathe und Latein vorbereiten. Ausgerechnet bei seinem Großvater den er bis vor ein paar Jahren noch siezen musste.
Doch dann kommt alles anders. Mit Johann, seinem besten Freund, seiner Schwester Alma und Beate erlebt er den Sommer seines Lebens, in dem sich alles verändert.

Ewald Arenz erzählt von einem Teenager Sommer, in dem die Protagonisten nicht mehr Kinder sind, aber auch noch nicht erwachsen. Die Geschichte spielt im Jahr 1982 als Telefonzellen noch zu den wichtigen Kommunikationsmitteln gehörten. Ich bin zwar selbst etwas jünger, aber die Schilderungen dieser Sommertage haben mich an meine eigenen Teenager Sommer in den Achtzigern erinnert. Und auch die Sehnsucht nach heißen Sommertagen und Tagen im Schwimmbad mit dem Geruch von Pommes am Kiosk wird durch den Schreibstil geweckt. So wird dieses Buch beim Lesen zu einem kleinen Sommerurlaub.
Ich kann hier nur eine ganz große Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 27.03.2021

kurzweiliger Liebesroman

Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche Leidenschaft
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Cecilia ist nach New York gereist, als sie von der Verwundung ihres Bruders gehört hat. Zuhause erwartet sie nach dem Tod des Vaters nur eine Zwangsehe mit dem ungeliebten Cousin. In New York angekommen ...

Cecilia ist nach New York gereist, als sie von der Verwundung ihres Bruders gehört hat. Zuhause erwartet sie nach dem Tod des Vaters nur eine Zwangsehe mit dem ungeliebten Cousin. In New York angekommen stellt sich heraus, dass ihr Bruder vermisst wird und sein bester Freund Edward Rokesby bewusstlos im Lazarett liegt. Um sich wenigstens um ihn kümmern zu können, gibt sie sich als seine Frau aus. Doch als Edward aufwacht muss Cecilia einen Weg finden, mit dieser Notlüge umzugehen. Edwards Gedächtnisverlust gibt ihr die Zeit dazu.


Wie schon der erste Band der Reihe besticht auch dieses Buch durch einen lockeren Schreibstil mit viel Humor. Cecilia ist sehr mutig und schlägt sich wacker allein durch. Die Verbindung zu Edward entstand schon vor ihrer Reise durch den Briefwechsel mit ihrem Bruder. Teile der Briefe sind auch immer den Kapiteln vorangestellt. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, es ist leichte Lektüre zum Entspannen zwischendurch. Wer geschichtliche Hintergründe und Fakten erwartet wird eher enttäuscht sein. Aber Freunde guter Historicals sind hier auf jeden Fall gut bedient.


Von mir daher eine Leseempfehlung für dieses amüsante, kurzweilige Buch.

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Veröffentlicht am 21.03.2021

schwacher Abschluss

Die Frauen vom Nikolaifleet – Die Schätze der weiten Welt (Die Kolonialwaren-Saga 3)
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In Die Schätze der weiten Welt begleiten wir nun Eliane, die Tochter, bzw. Ziehtochter von Ada durch ihr Leben. 1955 weiß Eliane immer noch nicht, dass Ada nicht ihre leibliche Mutter ist. Also die dann ...

In Die Schätze der weiten Welt begleiten wir nun Eliane, die Tochter, bzw. Ziehtochter von Ada durch ihr Leben. 1955 weiß Eliane immer noch nicht, dass Ada nicht ihre leibliche Mutter ist. Also die dann aber heiraten will, erzählt Ada ihr nun die ganze Geschichte.

Dieses Thema wird in Buch immer wieder vorkommen, auch das Thema, wer der Vater ist, hängt immer wieder in der Luft. Ansonsten begleiten wir Ada und Eliane durch die zweite Hälfte der fünfziger Jahre, in denen es vor allem darum geht, was aus dem Laden werden soll.

Ich muss sagen, das Buch hat mich etwas enttäuscht. Die Zeit zwischen dem Ende des letzten Bandes und Beginn dieses Buches wird so gut wie gar nicht erwähnt. Gerade die Zeit des Nationalsozialismus und wie es der Familie im Krieg ergangen ist, wird überhaupt nicht erzählt. Dabei hätte sich gerade da, durch Elianes jüdische Mutter, einiges ergeben. Es wird nur kurz erwähnt, dass Ada mit Eliane nach New York gefahren ist, aber nicht für wie lange. Das war mir einfach zu wenig.

Auch das Gefühl für die Zeit der fünfziger Jahre ist bei mir so gar nicht aufgekommen, dafür blieb mir die Geschichte zu oberflächlich, auch wenn immer wieder Musikstücke aus der Zeit erwähnt werden und Phänomene wie der Toast Hawaii. Das Ende war mir dann zu kurzgefasst und ließ mir zu viel offen.

Daher ist der dritte Teil der Reihe für der mit Abstand schwächste Band der Reihe. Da sind mir zu viele Lücken in der Geschichte gewesen.

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Toller zweiter Band

Die Frauen vom Nikolaifleet – Der ferne Glanz (Die Kolonialwaren-Saga 2)
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Hamburg 1925. Der Kolonialwarenladen von Leonore beginnt sich gerade wieder zu erholen. Doch Ada, ihre Tochter, ist unzufrieden. Zu oft hat sie den Eindruck, alles wäre zu selbstverständlich was sie tut ...

Hamburg 1925. Der Kolonialwarenladen von Leonore beginnt sich gerade wieder zu erholen. Doch Ada, ihre Tochter, ist unzufrieden. Zu oft hat sie den Eindruck, alles wäre zu selbstverständlich was sie tut und dass sie von ihrer Mutter eigentlich nicht wirklich wahrgenommen wird. Daher beschließt Ada ihrer Schwester nach Berlin zu folgen und dort auf eigenen Füßen zu stehen. Nach einer Anstellung in einem Kleidungsgeschäft stellt sich schnell heraus, dass Ada doch eher dem Lebensmittelverkauf zugeneigt ist. Durch einen Zufall ergattert sie einen Job in einem Feinkostgeschäft und ein Zimmer bei Liesbeth, die sich bald als beste Freundin entpuppt, machen das Glück perfekt. Auch in Liebesdingen tut sich einiges, aber auch hier muss Ada erst herausfinden, was sie wirklich will.

Dieser zweite Band rund um die Frauen vom Nikolaifleet hat mir fast besser gefallen als der erste. Irgendwie hat mich die Geschichte mehr berührt und sie hatte mehr Tiefgang. Schön fand ich, Leonore, ihren Vater und Julius wieder erleben zu dürfen und sie nicht nur am Rande erleben zu dürfen.

Das Leben in Berlin ist ganz toll beschrieben, auch wenn man kaum Schattenseiten zu sehen bekommt. Das ist auch der einzige Kritikpunkt, im Bezug auf die Zeit zu der das Buch spielt, geht vieles einfach zu glatt. Aber manchmal muss es auch ohne große Dramen gehen.

Alles in allem fand ich dieses Buch ganz wunderbar, sehr schön zu lesen und berührend. Bei manchen Szenen ist mir das Herz aufgegangen, so schön fand ich sie. Von daher kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Interessanter Reisebericht

Couchsurfing in Saudi-Arabien
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Als es möglich ist Touristen-Visa für Saudi-Arabien zu beantragen, ist es für Stephan Orth klar, dass er dort hinwill. Also macht er sich auf den Weg und findet auch hier immer wieder die Gelegenheit als ...

Als es möglich ist Touristen-Visa für Saudi-Arabien zu beantragen, ist es für Stephan Orth klar, dass er dort hinwill. Also macht er sich auf den Weg und findet auch hier immer wieder die Gelegenheit als Couchsurfer bei Privatpersonen unterzukommen. Dabei lernt er Land und Leute kennen und berichtet darüber, so wie er es in den Büchern über Russland, den Iran und China auch getan hat.

Was ich sehr spannend fand waren die Unterschiede, die gerade zum Iran auffallen. Während dort die Leute im Privaten sehr offen sind, merkt man in Saudi-Arabien immer noch die starke Angst vor dem Staat. Auch in vermeintlich privaten Situationen und Orten reagieren die Menschen teilweise so, als würde die Obrigkeit jederzeit mithören.

Interessant war auch dass das miteinander von Frauen und Männern in diesem Land durch das jahrelange nebeneinander sehr stark geprägt ist. Die Lockerungen, die es Frauen ermöglichen ein wenig mehr Freiheiten zu genießen werden zwar wahrgenommen, aber sicher was er erlaubt ist und was nicht ist sich niemand.

Ich fand diesen Reisebericht sehr interessant und lesenswert. Stephan Orth schafft es mit seinem Humor das ganze wirklich gut aufzulockern. Was ich gut gelöst fand war, wie Orth seine eigenen zwiespältigen Gefühle gegenüber der saudischen Mentalität darstellt. Hier merkt man, dass ihn das Männer- und Frauen-Bild in dieser Gesellschaft wirklich stark beschäftigt hat.

Spannend wird das Buch am Ende auch noch, Orth ist im März 2020 noch im Land unterwegs, als die COVID-Pandemie die Länder zwingt die Reiserouten zu schließen. Da ist man doch sehr gespannt, wie er es dann wohl noch aus dem Land schafft.

Von mir gibt es für dieses gut und interessant geschriebene Buch eine Leseempfehlung!

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