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Veröffentlicht am 30.03.2026

Familie

Die Holunderschwestern
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Katharina hat die Leidenschaft für’s Kochen von ihrer Urgroßmutter Fanny geerbt. Eines Tages taucht ein Engländer bei ihr auf und bringt ihr Fannys Tagebücher. Darin enthüllen sich einige Dinge der Familiengeschichte, ...

Katharina hat die Leidenschaft für’s Kochen von ihrer Urgroßmutter Fanny geerbt. Eines Tages taucht ein Engländer bei ihr auf und bringt ihr Fannys Tagebücher. Darin enthüllen sich einige Dinge der Familiengeschichte, die bisher nicht bekannt waren. Gleichzeitig treibt ihre Geschäftspartnerin eine alte Ladeneinrichtung auf, die sie gemeinsam restaurieren wollen. Und plötzlich zeigen sich auch hier Verbindungen zur Familie.

Der Roman spielt auf wechselnden Zeitebenen. Einmal wird Katharinas Geschichte in der Gegenwart erzählt und dann noch Fannys Geschichte zwischen den beiden Weltkriegen. Mir haben beide Zeitebenen gut gefallen, auch wenn ich mit Fannys Zwillingsschwester einfach nicht warm geworden bin. Dafür fand ich Fanny um so bewundernswerter.

Man kann in beide Zeitebenen richtig schön eintauchen und sich die Gegebenheiten vorstellen. Mir hat die Mischung auch richtig gut gefallen, da die Zeitebene in der Gegenwart nicht nur einen eher belanglosen Rahmen bildet, sondern selbst auch eine wirklich interessante Geschichte ist.

Ich kann dieses Buch von Teresa Simon wieder vorbehaltlos empfehlen. Es zeigt ein München im Wandel der Zeiten und erzählt eine große Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Wir

Die Spur der Vertrauten
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Das „Wir“ ist das, was in der Welt von Claire und Goliath über allem steht. Alle dienen mit ihrem Instinkt der Gemeinschaft und Individualität existiert eigentlich nicht. Aber eben nur eigentlich. Doch ...

Das „Wir“ ist das, was in der Welt von Claire und Goliath über allem steht. Alle dienen mit ihrem Instinkt der Gemeinschaft und Individualität existiert eigentlich nicht. Aber eben nur eigentlich. Doch was passiert mit denen, bei denen ein eigener Wille erwacht?

Ich muss sagen, ich habe mich sehr gefreut, als ich entdeckt habe, dass es ein neues Buch von Christelle Dabos geben wird. Ich fand die Reihe um die Spiegelreisende ziemlich genial und habe mich so sehr auf neue Ideen der Autorin gefreut. Allerdings muss ich sagen, mochte ich ihr bei diesem Buch nicht so richtig folgen. Das Setting wurde mir recht schnell klar, die Welt, in der Celia und Goliath leben wird gut beschrieben. Allerdings konnte ich mich mit Goliath so gar nicht anfreunden, seine Fixierung auf die Lebensrettung um ein Tugendhafter zu werden war mir zu zwanghaft. Es wird zwar erklärt, wie es dazu kommt, aber irgendwie war mir das Ganze zu klischeehaft. Claire fand ich interessant, vor allem als klar wird, was ihr eigene Geheimnis ist. Dazu kommt noch Noah, den ich sehr unangenehm empfunden habe mit seiner unendlichen Liebe zum „Wir“ und seinem Schnuffelchen. Irgendwie hat diese Formulierung bei mir nur Widerwillen und Unbehagen ausgelöst.

Alles in allem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte, da ich mich dauernd unwohl gefühlt habe. Und am Ende fand ich die Geschichte auch nicht interessant genug, um sie weiter zu verfolgen. Es ist sehr wohl ein interessantes Setting, aber mich konnte es leider nicht so richtig begeistern und einfangen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Inges Leben, Swantjes Weg

Das Salz in der Luft
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Inge und Swantje sind in New York angekommen und Swantje lernt die Stadt kennen, in der ihre Uroma fast ihr ganzes Leben verbracht hat. Die beruflichen Perspektive, die sie sich mit ihrer Mode erhofft ...

Inge und Swantje sind in New York angekommen und Swantje lernt die Stadt kennen, in der ihre Uroma fast ihr ganzes Leben verbracht hat. Die beruflichen Perspektive, die sie sich mit ihrer Mode erhofft fallen am Ende ganz anders aus als gedacht und auch anderweitig bieten sich ihr viel neue Wege an.

Dazu erfahren wir, wie es Inge nach dem plötzlichen Tod ihrer besten Freundin Karolina ergeht. Wir begleiten sie und Giovanni auf ihren Roadtrip durch Europa, als sich den beiden eine gemeinsame Zukunft eröffnet. Doch unbeschwertes Glück ist Inge nicht vergönnt, die Spielsucht ihres Sohnes zwingt sie dazu lange Jahre getrennt von Giovanni beruflich weiterzumachen, um die Familie ihres Sohns zu unterstützen.

Das Buch ist wieder wunderschön geschrieben, sowohl Inges als auch Swantjes Geschichte hat mich sehr berührt. Ich mag diese über lange Zeit erzählten Familiengeschichten einfach sehr gerne. Und der Autor schafft es dabei kontinuierlich ein lebendiges Setting zu zeigen, in dem man sich wohlfühlt und Bilder im Kopf entstehen können. Auch wenn man das erste Buch schon vor einer Weile gelesen hat, fällt es leicht wieder in Inges Geschichte hineinzufinden, da alles wichtige Gegebenheiten eingeflochten sind und man den Faden leicht wieder aufnehmen kann.

Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Zusammen mit dem ersten ist das eine wirklich gelungene Familiengeschichte, die das Leben der Auswanderer von Föhr im letzten Jahrhundert schön beleuchtet.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

wirklich witzig

Wie heiratet man einen Marquis?
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Elizabeth Hotchkiss hat ein Problem. Um ihre Geschwister zu ernähren und ihrem Bruder eine ordentliche Ausbildung in Eton zu ermöglichen, reicht das Geld nicht, das sie bei Lady Danbury als Gesellschafterin ...

Elizabeth Hotchkiss hat ein Problem. Um ihre Geschwister zu ernähren und ihrem Bruder eine ordentliche Ausbildung in Eton zu ermöglichen, reicht das Geld nicht, das sie bei Lady Danbury als Gesellschafterin verdient. Also muss sie wohl reich heiraten. Als ihr dann in der Bibliothek der Lady noch das Buch „Wie heiratet man einen Marquis“ in die Hände fällt scheint das wie ein Omen zu sein. Doch erst einmal muss sich ein geeigneter Mann finden. Um schon einmal zu üben, versucht sich Elizabeth im Flirt mit Mr. Siddons, Lady Dunbarys neuen Verwalter. Doch der ist nicht das was er zu sein scheint.

Julia Quinn nimmt uns wieder mit in die Welt des englischen Adels kurz nach den Napoleonischen Kriegen. Humorvoll erleben wir, wie Elizabeth und James Siddons sich aneinander annähern und sich wie nicht anders zu erwarten ineinander verlieben. Allerdings steht Elizabeth unter dem Druck reich heiraten zu müssen, was die Sache kompliziert macht. Den irgendwann wird es für James schwierig seine Fassade als einfacher Verwalter noch aufrecht zu erhalten.

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, es war schön zu lesen und besonders der Humor kommt nicht zu kurz. Es war einfach eine schöne leichte Lektüre für zwischendurch, die eine hervorragende Ablenkung vom Alltag war.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

wirklich witzig

Wie verführt man eine Erbin?
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Caroline hält es nicht mehr aus bei ihrem Vormund. Hat dieser doch seinem Sohn befohlen sie zu schänden und dann zu heiraten. Doch Caroline weiß sich zu wehren und flieht. Doch auf der Flucht wird sie ...

Caroline hält es nicht mehr aus bei ihrem Vormund. Hat dieser doch seinem Sohn befohlen sie zu schänden und dann zu heiraten. Doch Caroline weiß sich zu wehren und flieht. Doch auf der Flucht wird sie von Blake Ravenscroft, der sie prompt mit einer Spionin verwechselt. Er setzt sie fest in der Hoffnung brisante Informationen aus ihr herauszupressen. Doch bald kommt heraus, dass Caroline eben keine Spionin ist und Blake nicht immun gegen ihre Reize.

Ich hatte mit diesem Buch richtig viel Spaß. Die Dialoge sind einfach nur witzig und ich mochte sowohl Blake als auch Caroline vom ersten Moment an. Als dann noch James dazukommt, ist der Spaß perfekt. Die Geschichte ist mit vielen kleinen Hindernissen ausgestattet und hat noch einige wirklich sehr gelungene Nebencharaktere, wie z.B. den Butler von Blake.

Das Buch spielt zeitlich vor dem zuerst erschienenen Band der Reihe, man begegnet Blake und Caroline schon in Wie heiratet man einen Marquis? Warum der Verlag entschieden hat sie in dieser Reihenfolge zu veröffentlichen, erschließt sich mir nicht so wirklich. Allerdings kann man die Bücher völlig unabhängig voneinander lesen.

Ich kann dieses Buch wieder sehr empfehlen. Es macht richtig Spaß und ist sehr kurzweilig.

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