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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2018

Nette Lektüre für zwischendurch

Das Sommerhaus des Glücks
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Das Sommerhaus, in dem es im Titel geht, bildet den Rahmen für drei unabhängige Geschichten. Im Prinzip bekommt man hier also drei Kurzgeschichten in einem Band.
In der ersten treffen wir Catherine und ...

Das Sommerhaus, in dem es im Titel geht, bildet den Rahmen für drei unabhängige Geschichten. Im Prinzip bekommt man hier also drei Kurzgeschichten in einem Band.
In der ersten treffen wir Catherine und ihre Töchter, die dort Urlaub machen, da bereits Catherine mit ihren Eltern dort Urlaub gemacht hat. Sie trifft dort auch ihre Jugendliebe Michael wieder
Im der zweiten Geschichte muss Beth feststellen, das aus dem Urlaub mit der besten Freundin nichts wird, da sich deren Mann das Bein gebrochen hat. Stattdessen müssen sie und ihr Sohn sich das Haus mit einem Arbeitskollegen teilen.
Und in der letzten Geschichte soll Rosie für Mitch ein Gutachten erstellen, damit er auf der Insel einen Jachthafen bauen kann.
Aller drei Geschichten sind Liebesgeschichten wie man sie von den Autorinnen erwarten würde, nur mit weniger Missverständnissen als sonst.
Da Buch als ganzes ist gute Unterhaltung für zwischendurch und eine schöne Auszeit.
Nichts wirklich besonderes, aber leichte Kost für zwischendrin.
Wer also leichte Lektüre für den Urlaub sucht ist hier sicher nicht falsch.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Ein Roman im Bauhausstil

Wenn Martha tanzt
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Thomas findet im Nachlass seiner Großmutter ein Tagebuch, das Tagebuch der verschollenen Urgroßmutter Martha. Zuerst denkt er, irgendein Witzbold, hätte sein Gekritzel mit Paul Klee oder Kandinsky signiert, ...

Thomas findet im Nachlass seiner Großmutter ein Tagebuch, das Tagebuch der verschollenen Urgroßmutter Martha. Zuerst denkt er, irgendein Witzbold, hätte sein Gekritzel mit Paul Klee oder Kandinsky signiert, bis er herausfindet, dass die Skizzen tatsächlich von den Signierenden stammt und diese wohl mit Martha gemeinsam am Bauhaus in Weimar waren.

Irgendwie hat er das Gefühl das Tagebuch mit einer Vorgeschichte ergänzen zu müssen und schreibt diese auf.

Als das Tagebuch in New York versteigert wird, ergibt sich für ihn plötzlich die Gelegenheit auch das Ende der Geschichte zu erfahren.


Wenn Martha tanzt ist sprachlich ein sehr reduzierter Roman. Marthas Geschichte ist in kurzen knappen Worten formuliert angelehnt an den Bauhaus-Stil, der ja auch eher reduziert war. Trotzdem packt einen die Geschichte, die für ihre Zeit wohl recht ungewöhnlich ist. Martha lässt sich von klein auf nicht in irgendwelche Schemata pressen und auch als Erwachsene geht sie konsequent ihren eigenen Weg. Wir begleiten sie und ihre Familie von ihrer Geburt an, bis zum Ende des Tagebuchs, das mit dem Besteigen der Wilhelm-Gustloff abrupt endet.


Auch Thomas‘ Geschichte in New York ist eher in kurzen knappen Worten gehalten, er kann weder mit dem Glamour der Stadt noch mit dem Verkaufserlös wirklich etwas anfangen. Er war mir von Anfang an sympathisch, wohingegen Martha etwas gebraucht hat, um sich in mein Herz zu schleichen.

Am Ende war ich total hin und weg von dieser Lebensgeschichte, die mich sehr berührt hat und sicher noch eine Weile beschäftigen wird.


Das Buch ist sicher eines meiner Jahreshighlights.

Von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.05.2018

Ein wenig heile Welt

Küstenträume
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Judith und Tanja kennen sich nicht und sind doch Cousinen. Bei der Testamentseröffnung von Tanjas unbekannten Vater erfährt sie, dass sie eine unbekannte Cousine hat, mit der sie zusammen das Haus ihres ...

Judith und Tanja kennen sich nicht und sind doch Cousinen. Bei der Testamentseröffnung von Tanjas unbekannten Vater erfährt sie, dass sie eine unbekannte Cousine hat, mit der sie zusammen das Haus ihres Vaters geerbt hat.

Beide sind gerade arbeitslos geworden, daher bietet es sich an, das Haus zu besichtigen und erst einmal dort zu bleiben. Müssen doch beide das Haus eh ein Jahr halten und mindestens 4 Wochen dort leben.

Dort angekommen, stellt sich das Haus als recht renovierungsbedürftig heraus. Judith fühlt sich aber trotzdem an die unbeschwerten Sommer bei ihrem Onkel erinnert und auch ihre Tochter Anna fühlt sich rasch wohl. Tanja möchte eigentlich gleich wieder weg, aber durch die kaputte Ölwanne ihres Autos aufgehalten, fühlt auch sie sich nach einiger Zeit recht wohl.

Das Buch ist ein absoluter Wohlfühlroman. Judith kennt die Einwohner des kleinen Ortes schon aus Kindertagen und wird sofort freudig in die Gemeinschaft aufgenommen und als ein Sturm den örtlichen Tante-Emma-Laden zerstört, packen alle mit an, um ihn wieder aufzubauen.

Hier herrscht wirklich heile Welt und alle Protagonisten halten fest zusammen. Sicher taucht das ein oder andere Problem auf, aber gemeinsam lassen die sich alle lösen.

Wer gelegentlich eine Flucht aus dem Alltag sucht, ist hier absolut richtig. Ein tolles Buch für einen Nachmittag mit Decke und Tee auf der Couch!

Von mir eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.05.2018

Nichts für mich

Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften
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Peter Smith wird eines Tages im Amphitheater von Arles niedergeschlagen und als er aufwacht liegt er unter einem Toten Mann. Er wird noch ein weiteres Mal ohnmächtig und als er das nächste Mal zu Bewusstsein ...

Peter Smith wird eines Tages im Amphitheater von Arles niedergeschlagen und als er aufwacht liegt er unter einem Toten Mann. Er wird noch ein weiteres Mal ohnmächtig und als er das nächste Mal zu Bewusstsein kommt landet er im Krankenhaus, wo er nicht untersucht wird und mit ein paar Tabletten nach Hause geschickt wird. Soweit die Ausgangslage.
Leider konnte mich dieses Buch so gar nicht überzeugen. Ich habe zu Peter Smith überhaupt keine Zugang gefunden und als er er einen Mann aus einer Kneipe brutal verhört, war es bei mir ganz vorbei. Gut der Mann hat versucht ihn einzuschüchtern, trotzdem fand ich die Aktion total überflüssig.
Irgendwie wirkte das wie James Bond, der plötzlich gegen Kleinstkriminelle ermittelt, als würde das Ende der Welt bevorstehen.
Zusätzlich waren mir die Orts- und Personenbeschreibungen zu ausschweifend.
Bis ca. einem Fünftel des Buches habe ich durchgehalten, danach habe ich es nur noch überflogen, weil mich der Fortgang tatsächlich kaum interessiert hat.
Schade, ich hatte mir hier mehr erhofft. Für mich war das Buch leider nichts.

Veröffentlicht am 10.05.2018

Entschleunigend

Das Leben ist gut
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Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und ...

Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und Max so viel Zeit hat, sich über sein und das Leben andere ein wenig Gedanken zu machen.
Mich hat das Buch gut unterhalten, gerade am Ende eines turbulenten Arbeitstages tat es gut, dem unaufgeregten Leben von Max zu folgen.
Wer Action oder eine spannende oder aufregende Handlung erwartet wird sicher enttäuscht sein, wer sich gerne ein wenig in das Leben anderer Leute entführen lassen mag, ist hier genau richtig.