England 1941: Im Krieg muss jeder seinen Beitrag leisten. Stella, Ag und Prue sind Landmädchen geworden und treten nun ihre erste Stelle an.
Auf sie wartet harte Arbeit auf einem Bauernhof, aber auch eine ...
England 1941: Im Krieg muss jeder seinen Beitrag leisten. Stella, Ag und Prue sind Landmädchen geworden und treten nun ihre erste Stelle an.
Auf sie wartet harte Arbeit auf einem Bauernhof, aber auch eine lebenslange Freundschaft untereinander und allerlei Vergnügungen mit den jungen Männern der Umgebung.
Angela Huth ist es gelungen den Alltag in dieser Zeit auf einem Bauernhof einzufangen. Das frühe Aufstehen, die Arbeit, die manchmal körperlich sehr anstrengend ist und nach der man auch oft nicht gut riecht.
All das konnte ich mir gut vorstellen und nach und nach sind mir alle Beteiligten ans Herz gewachsen.
Der Krieg scheint auf diesem Bauernhof weit weg zu sein, aber manchmal hinterlässt auch er seine grausamen Spuren.
Mir hat das Buch gut gefallen, es war mal ein etwas anderes Buch aus der Zeit des zweiten Weltkrieges.
Pippa Bolle ist endlich geschieden und da kommt ihr der Auftrag Thilo Schwanges gerade recht. Sie soll im beschaulichen Lieblich ein Auge auf seine Freundin haben, da dort ein unerbittlicher Streit im ...
Pippa Bolle ist endlich geschieden und da kommt ihr der Auftrag Thilo Schwanges gerade recht. Sie soll im beschaulichen Lieblich ein Auge auf seine Freundin haben, da dort ein unerbittlicher Streit im Ort tobt.
Eine Biotechnologie-Firma möchte dort Versuchsfelder anlegen, um Wein zu züchten, der auch in höheren Lagen gedeiht.
Dieses Ansinnen teilt das Dorf in Befürworter und Verweigerer. Notfalls wird auch mit harten Bandagen gekämpft um das eigene Anliegen voran zu treiben.Frau Auerbach ist hier ein wirklich spannender Krimi gelungen, dessen Hintergründe bis zum Schluß im Dunkeln bleiben. Selbst der Epilog bringt noch Überraschungen zu Tage.
Besonders gut gefallen hat mir die Vielschichtigkeit der beteiligten Personen. Fast jeder in Lieblich ist nicht das, was er zu sein scheint. Bei den meisten gibt es etwas,was ihn im Laufe des Buches in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Schön ist auch, dass man bereits bekannte Figuren aus den Vorgängerbänden wieder trifft.
Die Gegend und vor allem die Plappermühle, in der Pippa dieses Mal wohnt, waren so toll beschrieben, dass man da am liebsten sofort hin möchte.
Nachdem mich der letzte Band der Reihe nicht so wirklich überzeugen konnte, war hier das Gegenteil der Fall. Dass Frau Auerbach nun nicht mehr im Duo mit Frau Keller schreibt, hat dem Buch sichtlich gut getan.
Detlev Meyer nimmt uns mit ins Berlin der 60er Jahre. Die Familie des kleinen Carsten ist eigentlich nichts besonderes, Opa und Oma leben im gleichen Haus, Opa hat seit Jahren eine Geliebte, jeder weiss ...
Detlev Meyer nimmt uns mit ins Berlin der 60er Jahre. Die Familie des kleinen Carsten ist eigentlich nichts besonderes, Opa und Oma leben im gleichen Haus, Opa hat seit Jahren eine Geliebte, jeder weiss es, meist wird es ignoriert. Carstens Eltern leben ihren Alltag, die Erlebnisse des Vaters im Krieg lassen ihn nie so richtig los. Und Stephan, der große Bruder ist ein richtiger Halbstarker, 17 Jahre alt, der gerade seine ersten Schritte in der Welt der Erwachsenen macht und doch den kleinen Bruder auch mal mitnimmt. Und Carsten ist tatsächlich ein Sonnenkind, sehr aufgeweckt, wissbegierig und manchmal auch ein bisschen arrogant und altklug.
Es ist das Frühjahr 1960 und Carsten fiebert auf seinen 10 Geburtstag hin, der allerdings erst im nächsten Jahr stattfinden wird. Die Stadt ist noch nicht geteilt, Ost und West vermischen sich noch, und doch sieht man die Unterschiede, besonders Sonntags, wenn die aus dem Osten sich am Kudamm die Nasen platt drücken. Wahrgenommen wird die Teilung der Stadt aber scheinbar nicht wirklich, zumindest ist es nur selten ein Thema.
Für Carsten dreht sich eh alles um die Familie und die Nachbarn aus dem Truseweg. Das ist seine kleine Welt, aus der er zumindest vorerst noch nicht ausbrechen will.
Bis bei seinem Opa Krebs diagnostiziert wird und sich die kleine Welt plötzlich drastisch verändert.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es ist ein leiser Schreibstil, ein bisschen hat man das Gefühl in eine heile Welt geraten zu sein. So wie man sich das Leben damals vorstellt.
Detlev Meyer hat mit diesem Buch wohl einen Teil seiner Kindheit erzählt, kurz bevor er selbst verstarb.
Mir hat dieses kleine Kammerstück viel Spaß gemacht, von daher eine volle Leseempfehlung.
Berlin 1928. In einem Schuppen am Askanischen Gymnasium wird ein Toter gefunden. Nichts deutet auf seine Identität hin, aber wurde ermordet. So beginnen Leo Wechsler und seine Kollegen mit den Ermittlungen. ...
Berlin 1928. In einem Schuppen am Askanischen Gymnasium wird ein Toter gefunden. Nichts deutet auf seine Identität hin, aber wurde ermordet. So beginnen Leo Wechsler und seine Kollegen mit den Ermittlungen. Diese führen sie unter anderem auch zu einem Theater, das direkt neben dem Gymnasium liegt, das Cabaret des Bösen.
Stück für Stück hangeln sich die Kollegen von Hinweis zu Hinweis und machen dabei die Lebensgefährtin des Ermordeten ausfindig. Allerdings führt dies zu noch mehr Verwirrung, stammt sie doch aus der Ukraine und kennt den Nachnamen ihres Gefährten nicht. Nach und nach enthüllt sich eine Geschichte, deren Anfänge im ersten Weltkrieg nahmen.
Dabei verschafft uns Susanne Goga Einblicke in die russische Gesellschaft Berlins in den Zwanzigern, in die Anfänge der plastischen Chirurgie und nicht zuletzt in das Leiden deutscher Kriegsgefangener im ersten Weltkrieg in Russland.
Und auch die Zeitgeschichte kommt nicht zu kurz. Georg, Leos Sohn ist heimlich der HJ beigetreten. Dies und vieles andere erinnert uns daran, was am Horizont dräut. Aber noch kann Jakob Sonnenschein seine freien Nachmittage mit Frau und Kind im Park geniessen und auf eine Beförderung hoffen.
In diesem Fall statt die Fußarbeit des Ermittelns stark im Vordergrund. Hier wird noch viel befragt, Amtshilfe aus Stuttgart kann zwar telefonisch angefordert werden, aber das Reisen dauert noch sehr lange und das andere Ende von Deutschland muss noch persönlich aufgesucht werden. Forensische Beweise spielen in diesem Fall so gut wie gar keine Bedeutung. Mir hat diese "altmodische" Art zu ermitteln viel Spass gemacht, fordert es doch auch den Leser heraus, sich seine Gedanken zum Geschehenen zu machen.
Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen und ich hoffe doch auf weitere Fälle für Leo und seine Kollegen. Auch wenn die Zeiten sicher immer unangenehmer für sie werden wird.
Für mich war dieses Buch wieder einmal eines meiner Jahreshighlights!
Julie freut sich wie ein Schneekönig. Endlich wird sie sechzehn und eine tolle Party steht für sie an, zu der sie auch ihren Schwarm Noah einladen möchte. Endlich geht das richtige Leben los!
Da kommt ...
Julie freut sich wie ein Schneekönig. Endlich wird sie sechzehn und eine tolle Party steht für sie an, zu der sie auch ihren Schwarm Noah einladen möchte. Endlich geht das richtige Leben los!
Da kommt ihr das Geschenk ihrer Großmutter Daria gerade recht. Ein Kästchen voller Schmuckutensilien. Warum will allerdings ihre Mutter um jeden Preis verhindern, dass sie das Geschenk bekommt?
Schnell stellt sich heraus, dass der Schmuck, den sie aus den Dingen in der Schatulle herstellt magische Kräfte hat. Das ist natürlich aufregend, doch schnell stellt sich heraus, dass selbst gut gemeinte Magie auch nach hinten losgehen kann. Und so muss sich Julie nicht nur mit den Tücken des Teenagerlebens herumschlagen, sondern auch noch herausfinden, wie sie ihre neuentdeckte Magie richtig einsetzt.
Marion Meister liefert hier ein locker flockigen Jugendroman, der alles beinhaltet, von dem Teenager Mädels so träumen. Die erste Liebe, die beste Freundin und noch dazu eine Fähigkeit, die nicht jeder besitzt. Aber natürlich auch einen muffeligen Bruder und Eltern, die unglaublich nerven können.
Besonders Julies Mutter macht ihr das Leben schwer, versucht sie doch mit allen Mitteln zu verhindern, dass Julie magischen Schmuck herstellt.
Mir hat das Buch gut gefallen, es liest sich flott und man hat das beschauliche Dörfchen am Meer, in dem Julie aufwächst, direkt vor Augen. Manchmal war mir Julies Schwärmerei für Noah ein wenig zuviel, aber um das wirklich zu verstehen bin ich wohl schon zu alt . Das Verhalten von Julies Mutter fand ich teilweise zu heftig, mit mehr Offenheit wäre sie wohl weiter gekommen. Allerdings ist die Buchreihe ja auf drei Bücher angelegt und ein wenig Geheimnis muss ja auch in den nächsten Bänden noch gewährleistet sein. So werden wir sicher noch erfahren, warum sich Julies Mutter verhält, wie sie es tut.
Hinzuzufügen ist, dass das Layout des Buches wirklich aussergewöhnlich hübsch ist. Die Schmuckelemente glänzen und der Buchschnitt wird durch einen zusätzlichen klappbaren festen Karton geschützt, der das Buch wie eine Schmuckschatulle wirken lässt. Zusätzlich beginnt und endet jedes Kapitel mit Schmuckornamenten. Hier hat sich der Verlag richtig was einfallen lassen.
Alles in allen war es ein schönes Buch, das Teenagern sicher gut gefällt und die Neugierde auf die nächsten Bände entfacht.