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Veröffentlicht am 03.07.2020

Ein aktuelles und hilfreiches Buch zur Corona-Krise

Gott suchen in der Krise
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Schon wenige Wochen nach dem Verfassen der Artikel hält der Leser dieses aktuelle Buch in der Hand. Es ist ein Buch zu einem Thema, das allgegenwärtig ist, und meistens schnell in den Mittelpunkt eines ...

Schon wenige Wochen nach dem Verfassen der Artikel hält der Leser dieses aktuelle Buch in der Hand. Es ist ein Buch zu einem Thema, das allgegenwärtig ist, und meistens schnell in den Mittelpunkt eines Gesprächs rückt. Denn jeder ist in irgendeiner Weise von der Corona-Krise betroffen.

Wie unterschiedlich das aussehen kann, zeigen die Berichte in diesem Buch. Zwanzig Christen erzählen in kurzen Artikeln, was die Pandemie für sie persönlich und für ihr Glaubensleben bedeutet. Die meisten Schreiber sind schon älter, und sie sind sich sehr wohl bewusst, dass sie zur Risikogruppe gehören.

Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt, „Persönliche Erfahrungen“, „Im Gegenwind segeln“ und „Wo ist Gott in der Krise?“. Inhaltlich würden aber viele Artikel sicher unter mehrere dieser Überschriften passen, denn es ist einfach so, dass jeder Autor über seine persönliche Erlebnisse und Überlegungen angesichts der Krise berichtet.

Der Herausgeber dieses Buchs erzählt in einem ersten Artikel, wie er seine eigene Corona-Erkrankung erlebt hat und was ihm in dieser schweren Zeit wichtig geworden ist. Mehrere Schreiber gehen auf die Frage ein, ob diese Krise von Gott kommt oder nicht. Noch kontroverser wird es bei der Frage, ob Corona eine Strafe Gottes ist, oder inwieweit der folgende Bibelvers in dieser Krise aktuell ist, „Wenn dann dieses Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich besinnt, wenn es zu mir betet und von seinen falschen Wegen wieder zu mir umkehrt, dann werde ich im Himmel sein Gebet hören. Ich will ihm alle Schuld vergeben und auch die Schäden des Landes wieder heilen.“ (2. Chronik 7,14).

Es ist wirklich eine große Hilfe zu sehen, dass andere sich mit den gleichen Fragen herumschlagen, die einen selbst beschäftigen. Die Antworten und Lösungsversuche fallen unterschiedlich aus, aber das ist gerade die Stärke dieses Buchs. Trotz aller Unterschiedlichkeit halten alle Schreiber an Gott fest, wohlwissend, dass wir sein Handeln nicht verstehen können, denn er ist Gott.

In diesem Buch berichten die Autoren zwar von vielen notvollen Lebenserfahrungen, doch die theologische Auseinandersetzung mit den „Warum“ und „Wozu“ Fragen stehen im Mittelpunkt. Darum ist es keine leichte Kost, sondern eher ein Buch, für das man sich Zeit lassen sollte.

Fazit: Dieses Buch vermittelt, dass es gerade in der Corona-Krise wichtig ist an Gott festzuhalten. Die Erfahrungen und Überlegungen der Verfasser helfen mit Schwierigkeiten und Herausforderungen zurechtzukommen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 01.07.2020

Mit Gott erlebt: Alltägliches und Ungewöhnliches

Wie ich 256-mal Christ wurde
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In diesem Buch berichten 31 Menschen von ihren Erlebnissen mit Gott im Jugendalter. Die Berichte sind in mehrere Themenbereiche zusammengefasst. Es geht um Gottes Eingreifen, um Gebetserhörungen, um Gottes ...

In diesem Buch berichten 31 Menschen von ihren Erlebnissen mit Gott im Jugendalter. Die Berichte sind in mehrere Themenbereiche zusammengefasst. Es geht um Gottes Eingreifen, um Gebetserhörungen, um Gottes Vertrauenswürdigkeit, um Heilung und Befreiung und um Gottes Liebe.

Manche Geschichten sind ganz alltäglich. Da geht es um einen jungen Mann, der sein Leben immer wieder Gott gibt, weil seine Hinwendung zu Gott nicht aufsehenerregend genug ist für sein Geschmack. Es geht um Gottes Hilfe bei Schularbeiten, um Ehrlichkeit und um Bewahrung. Einige Berichte sind sehr bewegend, wenn beispielsweise von Selbstmordgedanken, einer Pornosucht oder vom Tod einer Freundin berichtet wird.

Die Geschichten sind schnell gelesen. Viele der Verfasser sind schon älter, sie erzählen im Rückblick von einem Erlebnis aus ihrer Jugendzeit. Andere Schreiber gehen noch zur Schule.

Der Schreibstil ist durchweg angenehm und alle Geschichten sind interessant. Die Schreiber kommen aus ganz unterschiedlichen Gemeinden. Manche Leser werden vielleicht von den wenigen Hinweisen auf Prophetie und Heilung irritiert sein, aber der Grundtenor des Buchs ist auf jeden Fall hilfreich für Christen aus jeder Denomination, denn es geht ganz einfach darum, wie man als junger Christ lebt.

Ein Buch mit demselben Titel und von denselben Herausgebern ist schon im Jahr 2010 erschienen, allerdings mit nur 26 Geschichten. Vermutlich stammen die meisten Geschichten aus diesem Buch, aber sie wirken trotzdem alle aktuell.

Fazit: Viele unterschiedliche Stimmen erzählen vom Leben als Christ in jungen Jahren. Dieses Buch ist besonders interessant für Teenies ab etwa zwölf Jahren, aber die meisten Geschichten sind auch ermutigend für erwachsene Leser.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

„Dein Gepäck bestimmt dich!“

Der Gepäckträger
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Drei Menschen stehen am Gepäckband, und warten ungeduldig auf ihre Koffer. Eine Mutter von drei kleinen Söhnen ist alleine unterwegs. Sie wird ein paar Tage bei ihrer scheinbar perfekten Schwester verbringen. ...

Drei Menschen stehen am Gepäckband, und warten ungeduldig auf ihre Koffer. Eine Mutter von drei kleinen Söhnen ist alleine unterwegs. Sie wird ein paar Tage bei ihrer scheinbar perfekten Schwester verbringen. Es graut ihr davor, denn schon immer hatte sie das Gefühl im Vergleich zu ihrer Schwester unzulänglich zu sein.

Der junge Michael möchte sich an einer Hochschule vorstellen. Obwohl Kunst seine Leidenschaft ist, hat er zu oft von seinem Vater gehört, dass seine Kunstwerke nichts Besonderes sind. Der Traum des Vaters für seinen Sohn ist eine Sportlerkarriere. Dafür kann sich Michael gar nicht begeistern, aber was bleibt ihm anderes übrig als den Wünschen seines Vaters Folge zu leisten?

David ist angereist, um eine Präsentation vor seinen Vorgesetzten zu halten. Da in der Firma Stellen abgebaut werden müssen, ist dieser Termin entscheidend für seine Zukunft. Dazu quält ihn der Gedanke an die Untreue seiner Ehefrau.

Als das Band anrollt, schnappt sich jeder seinen Koffer. Erst später erkennen sie die Verwechslung. Nun sollen sie alle in ein großes, geheimnisvolle Gebäude in einem verlassenen Stadtteil kommen, um ihr Gepäck auszutauschen. Doch dort stellen sie überrascht fest, dass ihre Gepäckstücke so schwer sind, dass sie sich gar nicht wegtragen lassen. Zum Glück gibt es da den freundlichen Gepäckträger, der sich geduldig mit ihnen ihr Gepäck anschaut.

Dieses Buch ist ein Gleichnis für die Lasten, die Menschen unbewusst mit sich herumtragen. Es geht um Neid und Selbstablehnung, um Wünsche, die Eltern ihren Kindern aufbürden, und um Wut und Unversöhnlichkeit. Die Geschichte ist schnell gelesen. Auch wenn das Buch an einigen Stellen spannend ist, ist manches vorhersehbar.

Obwohl diese Erzählung in einem christlichen Verlag erscheint, gibt es keinen Hinweis auf Gott oder Jesus, auch wenn manche Verhaltensweisen des Gepäckträgers an Jesus erinnern. Es ist nicht ein religiöses Buch, es geht eher darum Lebenslügen aufzudecken und zu überwinden. Die enthaltene Ratschläge sind gut und wichtig, aber nicht unbedingt neu. Die Fragen am Ende des Buchs helfen das Gelesene aufs eigene Leben anzuwenden und eignen sich auch gut für Lesegruppen.

Fazit: Ein modernes Gleichnis über das belastende Gepäck, das wir mit uns herumtragen. Empfehlenswert für Menschen, die gerne motivierende Bücher lesen, und sicher auch eine gute Wahl für Gruppen, die gemeinsam gute Bücher lesen.

Veröffentlicht am 04.06.2020

Wenn Gott in das Leben eingreift

Von Gott berührt
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Dieses Buch erzählt die Geschichten von zwölf ganz unterschiedlichen Menschen, die Gottes Eingreifen erlebt haben. Ihre Geschichten wurden in einer Sendereihe des Evangeliumsrundfunks ausgestrahlt. Zwei ...

Dieses Buch erzählt die Geschichten von zwölf ganz unterschiedlichen Menschen, die Gottes Eingreifen erlebt haben. Ihre Geschichten wurden in einer Sendereihe des Evangeliumsrundfunks ausgestrahlt. Zwei Mitarbeiterinnen fassen in diesem Buch das Wichtigste aus den Sendungen zusammen. So entsteht ein buntes Bild von Gottes Wirken im Leben von Menschen heute.

Sechs Männer und sechs Frauen berichten hier von ihren Erfolgen und Schwierigkeiten. Da gibt es den überzeugten Moslem Bülant. Seine Frau ist Christin, und als der Glaube ihr immer wichtiger wird, wird Bülant immer wütender. Am liebsten würde er den Christen großen Schaden zufügen.

Nathanael ist süchtig nach Arbeit. Dazu kommt seine Alkoholsucht. Erst als er dem Tod nur knapp entgeht kommt er zur Besinnung.

Heidi verliert ihren geliebten Ehemann. Damit ist das Thema Gott für sie erledigt. Doch irgendwann merkt sie, dass ihre Bewältigungsstrategien nicht wirklich helfen.

Helmut verlässt niedergeschlagen die Arztpraxis. Erst Mitte vierzig und Krebs. Da hört er eine innere Stimme, die ihn auffordert, einen ehemaligen Schüler zu besuchen. Er kann sich nicht vorstellen warum er das tun soll, aber dieser Besuch verändert alles.

Auch die anderen acht Erzähler haben Interessantes zu berichten. Sie kommen an einen Punkt, an dem sie keinen Ausweg sehen, und erleben Gottes übernatürliches Eingreifen, ob durch eine innere Stimme oder einer Begegnung.

Die Geschichten sind schnell gelesen. Die Einblicke in das Leben dieser Menschen sind berührend. Die Herausgeberinnen fassen Teile ihrer Geschichten zusammen und lassen die Erzählenden immer wieder selbst zu Wort kommen. Am Anfang jeder Geschichte findet sich ein QR-Code, der zum ganzen Interview im Internet führt. Gerade wenn eine Geschichte sehr ansprechend ist, ist es schön, dass es eine einfache Möglichkeit gibt das ganze Interview zu finden.

Fazit: Mit zwölf bewegende Lebensgeschichten von Menschen, die Gottes lebensveränderndes Eingreifen erlebt haben, ist dieses Buch ein gutes Geschenk für Menschen, die auf der Suche nach Gott sind. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 04.06.2020

Alltag in einer amerikanischen Kleinstadt

Kostbare Tage
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Der beliebte Eisenwarenhändler der Kleinstadt Holt hat nicht mehr lange zu leben. Dad Lewis ist 77 Jahre alt und hat Krebs. Seine langjährige Ehefrau versorgt ihn in seinen letzten Wochen liebevoll, sodass ...

Der beliebte Eisenwarenhändler der Kleinstadt Holt hat nicht mehr lange zu leben. Dad Lewis ist 77 Jahre alt und hat Krebs. Seine langjährige Ehefrau versorgt ihn in seinen letzten Wochen liebevoll, sodass er Zuhause sterben kann. Auch seine Tochter Lorraine verbringt diese Wochen bei ihrem Vater, nur Sohn Frank fehlt.

Dieses ruhige Buch gibt einen Einblick in das alltägliche Leben von Dad Lewis und anderen in seinem Ort. Da ist das 8jährige Mädchen, das nach dem Tod ihrer Mutter bei der Oma lebt. Da ist der Pfarrer, der zu seinen Grundsätzen steht, selbst wenn ihn das seine Arbeitsstelle und Familie kostet. Und dann gibt es noch zwei ältere Damen, Mutter und Tochter, die der Vergangenheit nachtrauern, die Angestellten in der Eisenwarenhandlung, die Familie des Pfarrers und einige andere.

So wie der Pfarrer nachts durch die Straßen geht und die Menschen durch ihre erleuchteten Fenster beobachtet, so betrachtet der Leser das Kommen und Gehen dieser Kleinstadtbewohner. Selbst wenn Dramatisches geschieht, sind die Töne in diesem Buch leise. Die Dialoge, ohne Anführungszeichen, zerfließen mit den knappen Beschreibungen. Und dazwischen wandert der Blick immer mal wieder in die Vergangenheit. Dad Lewis, und auch andere, bedenken getroffene Entscheidungen und ihre Folgen.

Das Buch an sich hat eher melancholische Anklänge, denn der Tod ist stets gegenwärtig. Dazu bietet die aufopfernde Liebe von Dad Lewis‘ Ehefrau einen wohltuenden Kontrast. Der mutige Pfarrer ist auch eine beeindruckende Nebenfigur, ebenso wie das kleine Mädchen und die vielen Frauen in ihrem Leben.

Dieses ruhige Buch ist trotzdem fesselnd, vielleicht weil die Bewohner der Kleinstadt so echt gezeichnet werden, dass sie zu Freunden werden. Viele Ereignisse haben wenig mit dem zentralen Thema der Geschichte zu tun, aber sie passen hervorragend zu der gemächlichen Stimmung eines heißen Sommertages, die sich durch das Buch zieht.

Fazit: Mit diesem Buch reist der Leser in eine ruhige amerikanische Kleinstadt mit sympathischen Bewohnern, die sich rührend umeinander kümmern. Sehr zu empfehlen!

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