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Veröffentlicht am 30.04.2020

Vielleicht sieht morgen alles ganz anders aus

Heute nicht
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Diese Tiere haben alle Kummer. Heute ist einfach eins dieser Tage, an dem alles schiefgeht. Beim Lama gibt’s wieder Drama, und der Lurch hängt heute durch. Bei jedem der acht Tieren in diesem Buch gibt ...

Diese Tiere haben alle Kummer. Heute ist einfach eins dieser Tage, an dem alles schiefgeht. Beim Lama gibt’s wieder Drama, und der Lurch hängt heute durch. Bei jedem der acht Tieren in diesem Buch gibt es einen anderen Grund, warum „heute“ kein guter Tag ist. In manchen Fällen verstehen sie wahrscheinlich selbst nicht, warum es ihnen nicht gut geht.

Aber morgen, da sieht alles vielleicht ganz anders aus. Der nächste Tag steckt voller Möglichkeiten. Der Bär könnte ans Meer, und das Krokodil bekommt vielleicht ein Eis am Stiel. Und dann, wenn die Welt wieder in Ordnung ist, sind die heutigen Sorgen schnell vergessen.

Die Altersempfehlung für dieses Buch ist von drei bis sechs Jahren. Es wird vermutlich eher den Jüngeren gefallen, denn die Texte sind sehr kurz. Die Reime sind größtenteils gelungen, und bleiben sicher den Kleinen im Kopf.

Besonders schön sind die Zeichnungen. Jedes Tier hat einen eigenen Charakter und eigene Wünsche und Pläne. Der Zeichenstil erinnert an ein Comic.

Der Inhalt soll Hoffnung bieten, und für die Kleinen hilft dieser Ausblick auf den nächsten Tag vielleicht. Doch gibt es ja manchen Kummer, der nicht einfach am nächsten Tag verschwunden ist. Das Wort „vielleicht“ wird im zweiten Teil, der hoffnungsvoll sein soll, sehr oft verwendet, und weist darauf hin wie unsicher es ist, dass sich morgen tatsächlich etwas positiv verändert. Für Kinder, die einfach mal einen schlechten Tag haben ist das sicher in Ordnung, aber der einzige Hoffnungsblick, der vermittelt wird, ist dass der nächste Tag besser sein könnte, und das ist nicht viel, wenn der Kummer groß und begründet ist.

Fazit: Ein nettes Bilderbuch für Kindergartenkinder, die traurig oder enttäuscht sind. Die Botschaft, dass morgen vielleicht alles besser sein wird, kann ihnen Mut machen.

Veröffentlicht am 30.04.2020

Woher kommen die Nachrichten?

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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Nachrichten sind eine wichtige und geliebte Informationsquelle für viele Menschen. Auch wenn Kinder sie weniger interessant finden dürften als Erwachsene, wollen sie vielleicht wissen, wie Nachrichtensendungen ...

Nachrichten sind eine wichtige und geliebte Informationsquelle für viele Menschen. Auch wenn Kinder sie weniger interessant finden dürften als Erwachsene, wollen sie vielleicht wissen, wie Nachrichtensendungen entstehen und wer entscheidet, welche Nachrichten gesendet werden.

Die Autorin dieses Buchs versteht es so zu schreiben, dass Kinder sich angesprochen fühlen. Sie kann gut Geschichten erzählen, wie sie mit ihren beliebten Kinderbüchern beweist. Auch in diesem Buch beginnen die Kapitel oft mit einer Geschichte, die als Beispiel dient. So wird beispielsweise die Nachrichtenauswahl mit einem Rezept verglichen, bei dem jeder die Zutaten ein wenig anders wählen würde. Das passende Rezept für eine Bolognese-Soße ergänzt dabei die Geschichte.

Die kurzen Kapitel beginnen jeweils mit einer Frage. So können Kinder erfahren, warum über manche Länder mehr berichtet wird als über andere, warum so selten Kinder in den Nachrichten vorkommen, ob Politiker über den Nachrichteninhalt bestimmen können, und warum es fast nur schlimme Nachrichten gibt. Die Autorin erklärt Kindern auch, was sie tun können, wenn Nachrichten ihnen Angst machen.

Jedes Kapitel wird mit bunten Bildern und Zeichnungen, Rätseln und Tests und kleinen interessanten Notizen ergänzt. Besonders unterhaltsam sind die Geschichten über Pannen bei den Sendungen.

Zusätzlich zu den verschiedenen Fragen, werden bekannte Personen der Nachrichtenwelt befragt. So erfährt der Leser Interessantes aus der Praxis, zum Beispiel wie ein Studio in Wirklichkeit aussieht und wie warm es dort ist, oder wer entscheidet, was der Nachrichtensprecher anzieht. Auch hier kann man von Pannen lesen, z.B. als eine Sprecherin aus Versehen „Erdbeeren-Opfer“ statt „Erdbeben-Opfer“ sagte.

Zum Abschluss wird auf mehreren Seiten über „Fake News“ berichtet; was dieser Begriff bedeutet, warum sie entstehen, vor allem aber, wie man erkennen kann, ob etwas der Wahrheit entspricht oder nicht. Das ist heutzutage ein wichtiges Thema, und es ist gut, dass es in diesem Buch aufgenommen wurde.

Fazit: Ein ansprechend gestaltetes und informatives Sachbuch über Nachrichtensendungen. Empfohlen ab 10 Jahren, werden sicher auch Eltern Interessantes in diesem lohnenden Buch finden.

Veröffentlicht am 27.04.2020

Auf der Suche nach Liebe und Wahrheit im alten Rom

Celia – Sehnsucht im Herzen
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Der römische Tribun Gaius ist seinem Kaiser treu ergeben. Kaiser Domitian möchte alle vernichten, die gegen ihn sein könnten. Besonders verhasst sind ihm die Christen, die er als Staatsfeinde ansieht. ...

Der römische Tribun Gaius ist seinem Kaiser treu ergeben. Kaiser Domitian möchte alle vernichten, die gegen ihn sein könnten. Besonders verhasst sind ihm die Christen, die er als Staatsfeinde ansieht. Als Gaius einen Anschlag auf einen Verwandten plant, mischt sich seine Frau ein. Dafür wird sie von ihm stark misshandelt. Schwerverletzt flieht sie mit ihrer 4jährigen Tochter zu Freunden, die ebenfalls Christen sind.

Doch auch hier ist das Mädchen vor ihrem Vater nicht sicher. Eine Ehepaar, das gerade zu Besuch ist, nimmt sie mit nach Griechenland. Später erfahren sie, dass die Mutter des Mädchens gestorben ist. Sie ziehen dieses Kind, Celia, als ihr eigenes auf.

Vierzehn Jahre vergehen. Celia ahnt nicht, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Ihr Vater ist wegen seines Glaubens im Gefängnis, als ein neuer Statthalter in die Stadt kommt. Ihm ist Gerechtigkeit wichtig, und darum lässt er die vielen inhaftierten Christen frei, denn es liegt keine begründete Anklage gegen sie vor. Celia und der Statthalter Titus lernen sich kennen und schätzen. Wird er ihr Herz gewinnen können? Und welche Absichten hat er, sind doch die Standesunterschiede so groß, dass eine Ehe zwischen den beiden nicht in Frage kommt?

Diese historische Erzählung spielt am Ende des ersten Jahrhunderts. Die Beschreibungen der Menschen und Umgebung machen einen authentischen Eindruck. Die Charaktere in diesem Buch wachsen dem Leser ans Herz, vor allem die fröhliche, freundliche Celia.

Die tiefsinnigen Gespräche, die sie mit Titus und mit ihren Eltern führt, regen zum Nachdenken an. Ein wichtiges Thema ist Wahrheit. So lernt Celia, dass Menschen eine Situation anders unterschiedlich deuten. So gelangt jeder zu seiner eigenen Wahrheit, und das ist ein Grund für Missverständnisse und Streit. Doch noch wichtiger ist die Frage, wer ist der wahre Gott? Warum werden verschiedene Götter angebetet? Fragen wie diese werden aufgeworfen und im Gespräch geklärt.

Von Anfang an ist die Erzählung spannend. Dieses Buch ist der zweite Teil einer Reihe, und einige Charaktere sind aus dem ersten Band bekannt, aber man muss das erste Buch nicht gelesen haben, um dieses Buch zu genießen.

Fazit: Eine historische Erzählung mit einigen Hinweisen auf Christverfolgung, doch im Mittelpunkt steht die Suche eines Römers nach Wahrheit und Liebe. Vor allem die liebenswerten Charaktere machen dieses Buch lesenswert. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und sehr empfehlenswert ist.

Veröffentlicht am 27.04.2020

Die verborgene unterirdische Stadt der Christen

Der Kuss des Feindes
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Die freiheitsliebende Savina muss in einer Höhle leben. Auch wenn sich in dieser Höhle eine riesige unterirdische Stadt verbirgt, sehnt sie sich nach Freiheit und frischer Luft. Sie verschwindet nachts ...

Die freiheitsliebende Savina muss in einer Höhle leben. Auch wenn sich in dieser Höhle eine riesige unterirdische Stadt verbirgt, sehnt sie sich nach Freiheit und frischer Luft. Sie verschwindet nachts immer mal wieder unerlaubterweise nach draußen, um Kräuter für ihren kranken Großvater zu suchen. Auf einem ihrer Streifzüge trifft sie Arif, der mit seinen sechzehn Jahren ein paar Jahre jünger ist als sie. Obwohl er zu ihren Feinden, den Arabern, gehört, fasst sie schnell zu ihm Vertrauen.

Arif fühlt sich in seinem kriegerischen Nomadenstamm unwohl. Sein tapferer älterer Bruder hätte vom Vater die Führung im Stamm übernehmen sollen, doch er lebt nicht mehr. Der feinfühlige Arif möchte auch die Anerkennung seines Vaters gewinnen, doch im Herzen ist er kein Krieger. Vor allem begreift er nicht, warum seine Leuten die Christen verfolgen und töten. Er hat viele Fragen über die Unterschiede zwischen seinem islamischen Glauben und dem christlichen Glauben der versteckten Höhlenmenschen.

Arif und Savina begegnen sich erneut, und die Zuneigung zwischen den beiden wächst. Doch ihre Liebe ist aussichtslos. Als es zum Kampf zwischen den Christen und den Muslimen kommt, muss Arif sich entscheiden wem seine Treue gilt.

Dieses Buch ist vor mehreren Jahren schon einmal als Jugendroman erschienen, und wer die Bücher von Titus Müller kennt, sieht schnell, dass sich diese Geschichte von seinen anderen historischen Romanen unterscheidet. Der Schreibstil ist einfacher, die Protagonisten jünger, und trotz der knapp 300 Seiten ist das Buch schnell gelesen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber der Leser lernt sie nicht tiefgründig kennen. Als Ferienlektüre oder als Jugendbuch ist diese Länge aber genau richtig.

Sehr interessant sind die geschichtlichen Hintergründe dieser Geschichte, denn es gab wirklich riesige unterirdischen Städte, in denen sich Christen vor den feindlichen Arabern versteckten. Wie der Autor im Anhang erklärt, waren sie sehr weitläufig und verfügten über eigene Ställe, Waffenräume, Kirchen, Schulen und mehr.

Eine Stärke dieses Buchs ist die Suche Arifs nach der Wahrheit über seine und Savinas Religion. Er befragt seinen Vater und einen Scheich, dabei erhält er unterschiedliche Antworten. Es werden mehrere, teils widersprüchliche, Aussagen des Korans erwähnt, in denen es darum geht wie Moslems mit Christen umzugehen haben. Einige Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Religionen werden außerdem herausgestellt, was vor allem interessant ist für Menschen, die wenig über den Islam wissen.

Fazit: Ein historischer Roman, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen dürfte. Eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Feinden dient als Hintergrund für interessante historische Fakten über die Christenverfolgung Anfang des neunten Jahrhunderts.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2020

Wie gut wäre es zu wissen, was uns in der Zukunft erwartet

Was kommt auf uns zu?
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Wie schwer es ist die Zukunft einzuschätzen ist wohl spätestens mit der Corona-Krise deutlich geworden. Können wir überhaupt irgendetwas sicher wissen über das, was uns erwartet? Sowohl über die Zukunft ...

Wie schwer es ist die Zukunft einzuschätzen ist wohl spätestens mit der Corona-Krise deutlich geworden. Können wir überhaupt irgendetwas sicher wissen über das, was uns erwartet? Sowohl über die Zukunft der Welt als auch über unsere persönliche Zukunft nach dem Tod haben wir viele Fragen.

In diesem Buch geht der 1937 geborene evangelische Theologe Gerhard Maier auf die Frage ein, was uns die Bibel über die Zukunft sagt. In drei Teilen geht es zuerst um die Zukunft der Gemeinde Jesu, dann um die Zukunft der Welt und schließlich um die Zukunft der Menschen.

Auf Menschen, die treu zu Jesus stehen, kommen schwere Zeiten zu, denn zur Nachfolge gehört das Leiden. Das erleben heute schon viele Menschen, die wegen ihrem Glauben verfolgt werden. Der Autor belegt mit Bibelstellen, dass die Gemeinde trotz Verfolgung und Verführung durch Irrlehren nicht ausgelöscht werden kann, aber auch nicht die ganze Welt umfassen wird.

Im zweiten Teil zeigt der Autor auf, wie es mit unserer Welt weitergehen wird. Vor allem anhand der Offenbarung erklärt er beispielsweise was der Wiederkunft Jesu vorausgeht, was es mit dem 1000jährigen Reich auf sich hat, und welche Rolle Israel spielen wird.

Interessant sind vor allem die Aussagen über unsere persönliche Zukunft. Gerhard Maier erklärt unter anderem was es mit dem Gericht auf sich hat, welche Zukunft Menschen erwartet, die nicht an Jesus glauben, und was wir in der Bibel über den Himmel erfahren.

Mit nur 140 Seiten sind die Informationen zu den vielfältigen Themen knapp gehalten. Der Autor nennt viele Bibelstellen, sodass Leser seine Aussagen selbst überprüfen können. Beispiele fehlen in diesem Sachbuch fast völlig. Zwar auch für Laien gut verständlich, ist es in erster Linie eine theologische Abhandlung über das, was auf uns und die Welt zukommt.

Gerhard Maier hat sich intensiv mit diesem Themen beschäftigt, und vor vielen Jahren schon ein Kommentar zur Offenbarung herausgegeben. Er gibt eindeutige und klare Antworten auf Fragen, die uns alle bewegen. Dabei glaubt er an die Wahrhaftigkeit der Bibel. Seine Argumente sind gut und logisch aufgebaut. Bei einigen Fragen gibt es andere Lehrmeinungen, von Menschen, die sich ebenso intensiv mit der Bibel beschäftigt haben, doch andere Auslegungen werden in diesem Buch selten angesprochen. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil. Der Autor gibt dem Leser einfach das weiter, was er selbst als richtig erkannt hat.

Doch dieses Buch enthält nicht nur Information und Schriftauslegung. Der Autor spricht seine Leser an, und er warnt und ermutigt sie. „Verführung ist gefährlicher als Verfolgung. Denn die Verführer hüllen sich in einen Schein der Wahrheit, was die Verfolger nicht nötig haben. Verführung nimmt der Kirche die Kraft, Verfolgung stärkt sie. Zum Tröstlichen der Botschaft Jesu gehört aber, dass die Gläubigen, die in einer persönlichen Verbindung mit ihm leben, nicht verführt werden können (Mt 24,24; Joh 10,28).“

Fazit: Gerade in unserer Zeit, in der viele Menschen verunsichert sind, bietet dieses Buch eine gute Grundlage, um sich mit wichtigen Zukunftsfragen zu beschäftigen. Fundiert, bibeltreu und logisch, ist dieses Buch vor allem für Christen, die die Aussagen der Bibel in ihren Zusammenhängen verstehen wollen, sehr empfehlenswert.