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Veröffentlicht am 08.03.2020

Fünf Schritte, um Gottes Willen zu erkennen

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Wir treffen jeden Tag unzählig viele Entscheidungen. Die meisten sind ziemlich belanglos; welche Socken wir anziehen, oder ob wir frühstücken oder nicht. Andere Entscheidungen haben jedoch weitreichende ...

Wir treffen jeden Tag unzählig viele Entscheidungen. Die meisten sind ziemlich belanglos; welche Socken wir anziehen, oder ob wir frühstücken oder nicht. Andere Entscheidungen haben jedoch weitreichende Folgen, darum können sie uns Angst machen. Aber es ist keine Lösung sich nicht zu entscheiden, denn dann entscheiden andere für uns.

In diesem Buch möchte der Pastor Tobias Teichen seinen Lesern helfen gute Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es wichtig zu fragen, was Gott will. Oft führt unser natürlicher Instinkt nicht zu der besten Entscheidung. Unsere Gedanken sind wie eine trübe Brühe, die gefiltert werden muss, damit wir erkennen, was gut und richtig ist.

Der Autor beschreibt die fünf wichtigsten Filter in der Kläranlage guter Entscheidungen. Er erklärt, wie wir beim Entscheiden die Bibel lesen und beten können, und welche Rolle Ratgeber, unsere Berufung und ein innerer Friede spielen. Dazwischen fordert er seine Leser auch auf ihr Gottesbild zu überprüfen, denn nur wenn wir glauben, dass Gott Gutes für uns will, können wir seinem Willen vertrauen.

Der Autor sagt von sich selbst, dass er die Gabe hat komplizierte Sachverhalte einfach und verständlich darzulegen. Das ist gleichzeitig eine Stärke und eine Schwäche dieses Buchs. Die ausführliche Betrachtungen über die Bibel und das Gebet eröffnen dem Leser neue Perspektiven, um Gottes Willen zu entdecken. Manchmal werden Sachverhalte jedoch zu vereinfacht dargestellt, zum Beispiel wenn es heißt, dass alle Gebote des Alten Testaments heute genauso wie damals beachtet werden müssen. Tobias Teichen schreibt beispielsweise, „Alle Gebote im ersten Teil der Bibel gelten auch immer noch und sind keineswegs veraltet.“ Der Grundgedanke ist gut, aber einige Gebote der Israeliten waren sicher situationsgebunden, zum Beispiel wenn es um den Umgang mit Sklaven geht, andere mussten von den Nachfolgern Jesu nicht übernommen werden, zum Beispiel die Speisegebote.

Die Gestaltung dieses Buchs ist sehr ansprechend und hochwertig. Elemente des Coverbilds, das an Wasser erinnert, sind an mehreren Stellen im Inneren des Buchs zu finden. Sogenannte „Tools“, also Werkzeuge, um gute Entscheidungen zu treffen, sind besonders gekennzeichnet, ebenso wie Bibelstellen oder Aussagen anderer. Verschiedene Beispiele, wie der Autor oder andere Schritte der göttlichen Führung erlebt haben, veranschaulichen das Gesagte.

Fazit: Ein hilfreiches Buch mit vielen Tipps, um gute Entscheidungen zu treffen. Besonders gut geeignet für junge Leser und für Menschen, für die es neu ist bei Entscheidungen nach Gottes Willen zu fragen. Sehr zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Einer erfahrenen Hausfrau über die Schulter geschaut

Das ultimative Familien-Haushaltsbuch
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In diesem sehr persönlichen Buch nimmt die Autorin den Leser mit in ihren Familienalltag. Die Pfarrfrau und Mutter von fünf Töchtern berichtet von ihren Erfahrungen, und sie gibt viele hilfreiche Tipps ...

In diesem sehr persönlichen Buch nimmt die Autorin den Leser mit in ihren Familienalltag. Die Pfarrfrau und Mutter von fünf Töchtern berichtet von ihren Erfahrungen, und sie gibt viele hilfreiche Tipps weiter, um den Alltag im Haushalt zu bewältigen. Die Anregungen sind besonders hilfreich für Familien mit kleinen Kindern.

Das Buch ist mit drei Hauptteilen gut strukturiert. Im ersten Teil geht es um theoretische Überlegungen. Diese Gedanken haben teilweise auf dem ersten Blick wenig mit der Hausarbeit zu tun. Es geht beispielsweise um Prioritäten, Perfektionismus und Persönlichkeit. Aber auch wenn diese Grundgedanken scheinbar wenig mit der Praxis der Haushaltsführung zu tun haben, versteht der Leser schnell, warum diese Basis so wichtig ist.

Im zweiten Teil erhält der Leser viele konkrete Tipps zum Saubermachen. Ob es um Putzpläne geht, in denen eine sinnvolle Reihenfolge für die einzelne Schritte einer Grundreinigung dargelegt werden, oder um Tipps zur Arbeitserleichterung, zum Beispiel beim Aufräumen des Kinderzimmers, hier findet sich vieles, das im Familienalltag eingesetzt werden kann.

Im dritten Teil geht es um die Kücheneinrichtung und um die Zubereitung der Mahlzeiten, ein wichtiger Bestandteil des Familienlebens. Auch hier passen die Vorschläge vor allem für Familien mit Kleinkindern. Der Leser findet Anregungen für Kochpläne, die sich über mehrere Wochen erstrecken und Tipps, um den Einkauf zu erleichtern.

Diese hochwertig gestaltete Buch enthält viele Fotos aus dem Familienalltag der Autorin. Die lesefreundliche Gestaltung erinnert an einen Zeitschriftenartikel. Viele Themen im Familienalltag werden nur kurz angeschnitten, zum Beispiel Schlafgewohnheiten der Kinder oder die Ehebeziehung. Es wird im Grunde genommen fast jedes Thema angesprochen, das für eine junge Familie wichtig ist, aber oft nur kurz. Am Ende finden sich Literaturhinweise, um wichtige Themen zu vertiefen.

Leser werden sicher nicht jeden Tipp umsetzen wollen, und das ist auch nicht die Intention dieses Buchs. Die Autorin berichtet aus ihrer Alltag und erzählt, was sich für sie bewährt hat. Sie macht dem Leser Mut Neues auszuprobieren und einen eigenen passenden Weg zu finden.

Fazit: Dieses Buch ist besonders gut geeignet für Familien mit Kleinkindern, in denen die Mutter nicht berufstätig ist. Wer es als allgemein passendes Konzept versteht, wird vermutlich enttäuscht sein, denn nicht jeder kann sich diese Lebensform leisten, und auch für einige der vorgestellten Hilfsmittel reicht das Familienbudget vielleicht nicht. Wer nicht den Anspruch hat alles umsetzen zu wollen, sondern auf der Suche ist nach passenden Tipps, wird dieses Buch sicher mit Gewinn lesen. Besonders wertvoll sind die Grundlagen, die am Anfang des Buchs stehen.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Das ABC eines Lebens als Christ

Überwinderleben
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In diesem Buch erklärt die Pastorin Inga Haase worauf es ankommt, wenn man als Christ leben möchte. Oft findet in uns ein innerer Kampf statt. Wir wissen, was richtig wäre, aber es fällt uns schwer es ...

In diesem Buch erklärt die Pastorin Inga Haase worauf es ankommt, wenn man als Christ leben möchte. Oft findet in uns ein innerer Kampf statt. Wir wissen, was richtig wäre, aber es fällt uns schwer es zu tun. Hier finden sich die Waffen, um aus diesem Kampf siegreich hervorzugehen.

Die Themen dieses Buchs sind in sechs Bereiche unterteilt: Glaube, Charakter, Beruf, Beziehungen, geistlicher Dienst und Niederlagen. In jedem dieser sechs Bereiche finden sich fünf oder sechs Lektionen. Die kurzen Lektionen können alleine oder mit anderen durchgearbeitet werden.

Die Lektionen haben oft peppige Überschriften, ähnlich wie Blogartikel, die in wenigen Schritten Erfolg versprechen. So lernt der Leser beispielsweise, „Wie du 3 Riesen auf deiner Arbeit besiegst“, „4 Wege Gottes Stimme zu hören“, oder „4 effektive Waffen, um Ängste zu besiegen“.

Der Schreibstil richtet sich wohl in erster Linie an jüngere Leser, die vom reichen Erfahrungsschatz der Autorin profitieren können. Die eingestreute Beispiele und Geschichten veranschaulichen das Gesagte. Dabei erzählt die Autorin viel aus ihrem eigenen Leben, von ihren Niederlagen und Schwierigkeiten, aber auch von Antworten und der Überwindung von Problemen.

Auch wenn manche Lektionen zu vereinfacht wirken, ist die Themenvielfalt so groß, dass sicher jeder Leser etwas Neues lernen und anwenden kann. Ob es um Fragen der Führung, der Arbeitslast oder um Beziehungen geht, die Anregungen sind konkret und hilfreich. Am Ende jeder Lektion ist Raum das Gesagte zu überdenken und auf das eigene Leben anzuwenden. Fragen und Aufgaben sowie Leerzeilen zum Hineinschreiben machen aus diesem Buch ein persönlicher Lehrgang. Die Gestaltung ist sehr leserfreundlich, mit vielen Zwischenüberschriften und unterschiedliche Schriftarten zur Unterscheidung zwischen den Bibeltexten, Geschichten und Ausführungen der Autorin.

Fazit: Ein gelungener Werkzeugkasten, um im Glauben Fortschritte zu machen und Schwachstellen zu überwinden. Besonders gut geeignet für junge Menschen, die am Anfang ihres Glaubenslebens stehen. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 02.03.2020

Sehnsucht Wildnis und das Staunen über einen wunderbaren Schöpfer

Nächster Halt: Wildnis
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Die 32jährige alleinstehende Autorin dieses Buchs liebt die Ferne. Schon oft hat die Gymnasiallehrerin für Sport, Deutsch und Englisch im Ausland Urlaub gemacht. Ihre Sehnsucht nach Natur statt dem grauen ...

Die 32jährige alleinstehende Autorin dieses Buchs liebt die Ferne. Schon oft hat die Gymnasiallehrerin für Sport, Deutsch und Englisch im Ausland Urlaub gemacht. Ihre Sehnsucht nach Natur statt dem grauen Beton ihrer Stadt wird immer größer. Schließlich bittet sie um eine Auszeit, und sie bekommt tatsächlich ein halbes Jahr frei.

Ein wichtiges Ziel für sie ist Afrika, ein Land, nach dem sie sich schon immer gesehnt hat. Zwei Monate lang macht sie eine Ausbildung zur Rangerin. Sie lernt dabei viel über die Tier- und Pflanzenwelt Afrikas. Zum Abschluss muss sie in einer Prüfung ihr neuerworbenes Wissen unter Beweis stellen. Neben allem Staunenswertem, das sie in ihrer Ausbildung lernt, kommt sie zur Ruhe und entdeckt eine Menge über den Schöpfer dieser faszinierenden wilden Welt.

In der Wildnis erkennt die Autorin, was wirklich wichtig ist. Im Trainingscamp muss sie mit dem Nötigsten zurechtkommen. Da es nur ein schwaches Funksignal gibt, werden Handys selten benutzt. Anstatt Filme wird Natur geschaut. Diese Ruhe gibt der Autorin mehr als alle Ablenkungen unserer fortschrittlichen Welt.

Unterwegs um die Fährten der geliebten Tiere zu finden, erlebt sie mit ihren Kameraden so manches Abenteuer. Löwen, Elefanten, Giraffen und Nashörner sind ihr zeitweise so nahe, dass es unheimlich ist. Aber auch die kleinen Bewohner der Steppe laden zum Staunen ein. Die Autorin lernt die vielen Vogelstimmen zu unterscheiden und auf kleine Käfer zu achten. Bei manchen Pflanzen gerät sie ins Schwärmen, sind sie doch so unvorstellbar wunderbar gemacht.

Dieser Erlebnisbericht ist fesselnd geschrieben. Die vielen passenden Bilder, die im Text eingestreut sind, bringen die Wildnis Afrikas zum Leben. Stefanie Vetter schreibt nicht nur über ihre Reise und über faszinierende Tiere, Insekten und Pflanzen, sie gibt auch wertvolle Lebensweisheiten weiter. Einige Beispiele:

„Wie spannend Menschen doch sind. Jeder Einzelne hat eine Geschichte, die unseren Horizont erweitert.“

„Wir lassen eine stinkende Angelegenheit passiv verwesen, obwohl wir wissen, dass daran etwas faul ist und wir sie aus dem Weg räumen müssten: Ungeklärte Streitigkeiten, toxische Beziehungen, Süchte, falsch eingeschlagene Wege – all das verpestet unseren Lebensatem, schränkt uns ein.“

„Warum verstehen wir ‚herrschen‘ als eine Legitimation zur Ausbeutung, wenn wir gleichzeitig wissen, dass ein König, der sein Volk ausbeutet, nicht lange Bestand haben wird? … Uns wurde eine große Verantwortung gegeben, deren Ausmaß und Auftrag wir noch immer nicht ganz begriffen haben.“

Fazit: Dieses Buch liest sich wie eine tiefsinnige Safari in den Steppen Afrikas. Was zurückbleibt ist das Staunen über unsere wunderbare Schöpfung, und der Wunsch nach einem Lebenstempo, in dem das Wichtigste nicht untergeht. Sehr zu empfehlen für Naturliebhaber und für alle, die spannende Erlebnisberichte lieben.

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Ein messianischer Jude baut Brücken

Hilfe, Jesus, ich bin Jude
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Der 1959 geborene Autor wächst in der Ukraine auf. In seinem Personalausweis ist aber als Nationalität nicht Russe oder Ukrainer eingetragen, sondern Jude. Vom jüdischen Glauben weiß er wenig, da seine ...

Der 1959 geborene Autor wächst in der Ukraine auf. In seinem Personalausweis ist aber als Nationalität nicht Russe oder Ukrainer eingetragen, sondern Jude. Vom jüdischen Glauben weiß er wenig, da seine Familie nicht religiös ist, aber dass er Jude ist, bekommt er schon als Kind deutlich zu spüren. Für die Ukrainer sind Juden niederwertige Personen, darum wird Anatoli Uschomirski schon als Kind verspottet.

Irgendwann erfährt er Erschreckendes aus seiner Familiengeschichte. Viele seiner Verwandte wurden im Dritten Reich auf schreckliche Weise getötet. So spürt er auf verschiedene Weisen die Nachteile seiner jüdischen Identität.

Er spürt eine Sehnsucht nach etwas Größerem, und er probiert verschiedene Philosophien und Religionen aus. In einem Buch liest er schließlich von einer jüdischen Familie, die den Messias fand. Trotz seiner Vorurteile gegenüber Juden, die Jesus nachfolgen, ist er schließlich überzeugt, dass Jesus tatsächlich der Messias ist.

In diesem Buch setzt er sich mit der Verhältnis zwischen Christen und Juden auseinander. Inzwischen lebt er in Deutschland, und er weiß welche Last das deutsche Volk trägt. Viele Menschen schütten ihm ihr Herz aus, weil sie unter der Schuld des deutschen Volkes gegenüber den Juden leiden. Auf der anderen Seite erlebt er aber auch, dass messianische Juden von Veranstaltungen wie dem Kirchentag ausgeschlossen werden. Er setzt sich für Versöhnung ein, und möchte ein Brückenbauer zwischen Christen und messianischen Juden sein. Er ist überzeugt, Christen brauchen messianische Juden, um das Umfeld besser zu verstehen, in der die biblische Geschichten entstanden sind.

Der Autor berichtet in diesem Buch von seinem Weg zum Glauben in der Ukraine, und von seinem Dienst in einem messianischen Missionswerk in Deutschland. Er erzählt von Jugendfreizeiten und von den Schwierigkeiten bei seinem christlichen Theologiestudium. Dabei wundert er sich immer wieder, wie weit sich das Christentum von seinen jüdischen Wurzeln entfernt hat.

Im letzten Drittel des Buchs finden sich mehrere grundsätzliche Überlegungen und Texte zu der Geschichte des Judentums und dem Verhältnis zwischen Christen und messianischen Juden. Das Thema Kirchentag und die Ausladung der messianischen Juden wird ausführlich erörtert. Dabei schwingt auch die Frage mit, ob Juden missioniert werden sollen oder dürfen. Der Autor hat auf jeden Fall viele Lebensveränderungen erlebt, wenn Juden Jesus als Messias erkannt haben, und er fragt sich, warum man dem jüdischen Volk die gute Nachricht vorenthalten sollte. Einige Texte im Anhang geben interessante geschichtliche Einblicke, dafür sind die Texte zum Kirchentag vielleicht etwas zu umfangreich.

Fazit: Eine interessante und wichtige Lebensgeschichte, die Christen an ihre jüdische Wurzeln erinnert.