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Veröffentlicht am 11.12.2019

So wie Salz und Licht positiv auf andere einwirken

Die Kunst des Einflussnehmens
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Den Begriff „Influencer“ hört man heute mehr und mehr. Gemeint sind Menschen, die durch ihre Präsenz in den sozialen Medien die Meinungen anderer beeinflussen. Das sind oft bekannte Persönlichkeiten, aber ...

Den Begriff „Influencer“ hört man heute mehr und mehr. Gemeint sind Menschen, die durch ihre Präsenz in den sozialen Medien die Meinungen anderer beeinflussen. Das sind oft bekannte Persönlichkeiten, aber auch Kinder und Jugendliche finden in den Medien schon ihre Stimme.

Das Prinzip der Einflussnahme ist ein biblisches Prinzip. Jesus sagte seinen Jüngern, dass sie Salz und Licht sein sollten. Diesen Auftrag haben Menschen, die Jesus nachfolgen, auch heute. Salz und Licht verändern die Umgebung positiv.

Da dieser Auftrag für jeden Christen gilt, richtet sich dieses Buch nicht nur an Leiter. Jeder Mensch kann und sollte lernen zuerst einmal sich selbst zu führen, das heißt den eigenen Charakter weiterzuentwickeln, um dann positiv auf andere einzuwirken. Darum geht es in diesem Buch.

Im ersten Teil wird erklärt, was einen Einflussnehmer ausmacht. Die vier wichtigen Bausteine einer solchen Persönlichkeit sind Integrität, Vision, Investition und Produktivität. Der Einflussnehmer muss also authentisch sein, wissen, wohin er führen will, in andere investieren, und sich weiterentwickeln.

Der zweite, umfangreichere Teil dieses Buchs geht auf die wichtigsten fünf Kernkompetenzen eines Einflussnehmers ein. Diese Kompetenzen werden mit einem Baum verglichen. Das Wurzelwerk ist die Gottesbeziehung, der Stamm der Charakter, die Äste die Selbstkompetenz, die Zweige die Führungskompetenz und die Blätter die Fachkompetenz. Es gäbe zu jedem dieser fünf Bereiche viel zu sagen, darum wählt der Autor in jedem Bereich ein Thema aus, auf das er näher eingeht.

Dieses Buch erinnert an ein Arbeitsbuch, wie man es aus der Schule oder einem Lehrgang kennt, mit einem etwas größeren Format, den gelegentlichen Skizzen, und Fragen, mit Platz zum Ausfüllen. Es eignet sich zum Selbststudium oder für Gruppengespräche.

Man spürt, dass der Autor von seinem Thema begeistert ist. Er erklärt Konzepte immer wieder mit Beispielen aus seinem Leben, was das Geschriebene auflockert und verständlicher macht. Sehr positiv ist die starke Betonung auf Demut und die Investition in andere. Ein guter Leiter wird sich nicht selbst in den Vordergrund stellen, so ist immer wieder zu lesen.

Beim Lesen spürt man, dass dieses Buch nur einen Teil des umfangreichen Wissens des Autors über sein Spezialgebiet, den fünf Kernkompetenzen, enthält. Es ist verständlich, dass jeweils nur ein Thema näher beleuchtet wird, aber dadurch entsteht beim Lesen der Eindruck, dass das Vermittelte Stückwerk ist. Je nachdem, in welcher Situation sich der Leser befindet, können die Themen mehr oder weniger interessant sein.

Fazit: Wertvolle Gedanken zu den Themen Charakterbildung und Einflussnahme, die für alle Christen interessant sind, die den biblischen Auftrag befolgen möchten, Salz und Licht für ihre Umgebung zu sein.

Veröffentlicht am 10.12.2019

Spannender als jede Achterbahnfahrt

Ben & Lasse - Agenten als Piratenbeute
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Ben freut sich auf den Freizeitpark. Unterwegs malt er sich schon aus, welche wilden Fahrgeschäfte er ausprobieren wird. Aber die Betreuer der sieben Kindergottesdienstkinder legen eine Regel fest: Die ...

Ben freut sich auf den Freizeitpark. Unterwegs malt er sich schon aus, welche wilden Fahrgeschäfte er ausprobieren wird. Aber die Betreuer der sieben Kindergottesdienstkinder legen eine Regel fest: Die Kinder müssen immer mindestens zu dritt sein.

In Bens Gruppe befinden sich noch die sportliche Kathi, die rundliche Hanna, und sein kleiner Bruder, Lasse. Die beiden Mädchen streiten sich, und Lasse interessiert sich für ganz andere Fahrgeschäfte als der 11jährige Ben, darum ist Ben ziemlich frustriert. Dazu kann er seinen 6jährigen Bruder einfach nicht dazu bringen auf seinen Rucksack aufzupassen.

Als Ben endlich bei einem spannenden Fahrgeschäft ansteht, findet sein Bruder etwas Merkwürdiges in seinem Rucksack. Ben erschreckt, aber er weiß was zu tun ist. Die vier Kinder gehen mit dem Fund zum Infoschalter. Dort erfahren sie, dass es sich um eine Attrappe für eine Show handeln soll, aber Ben hat da seine Zweifel. Er belauscht ein Gespräch und erfährt, dass etwas ganz Schreckliches geschehen soll. Die Zeit läuft. Werden Ben und seine Freunde es verhindern können? Oder werden die Übertäter sie außer Gefecht setzen?

Dieses spannende Buch ist der fünfte Band einer Reihe über Ben und Lasse, Agenten-Geschwister, die schon so einige Fälle gelöst haben. Man muss die anderen Bände nicht gelesen haben, um Freude an diesem spannenden Buch zu haben.

Die einzelnen Kinder werden sehr gut beschrieben. Lasse hat natürlich als Jüngster viele Fragen, aber auch einen zuversichtlichen Glauben. Hanna kennt viele Sprichwörter, allerdings bringt sie da einiges durcheinander. Sie ist unsportlich und übergewichtig, und darum wird sie manchmal gehänselt. Kathi hat am liebsten ihre Haarbürste in der Hand. Sie kann vieles, und das weiß sie auch. Ben trifft meistens reife Entscheidungen. Er ist der Anführer der bunt zusammengewürfelten Gruppe.

Auf der Hinfahrt erzählen die Kindergottesdienstmitarbeiter von dem Schatz, für den es sich lohnt alles andere aufzugeben, nach einem biblischen Gleichnis über das Reich Gottes. Später wird dieses Thema von den Kindern noch einmal aufgegriffen, und sie überlegen was das in ihrer Situation bedeutet. Der Glaube ist in dieser Geschichte stets präsent und wird anschaulich erklärt, auf einer passenden, kindgerechten Weise.

Zwischendrin ist das Buch so spannend, dass es nicht nur Kindern schwerfällt mit dem Lesen aufzuhören. Ganz nebenbei werden gute Werte vermittelt, zum Beispiel wie wichtig es ist Menschen anzunehmen, die anders sind als man selbst. Die Überlegungen von Ben sind sehr gut von Kinder nachzuvollziehen; von der freudigen Aufregung auf dem Weg in den Freizeitpark und der Enttäuschung mit Kindern unterwegs zu sein, die sich weniger zutrauen, bis hin zu seiner Angst, wenn es brenzlig wird.

Fazit: Sehr gut und sehr spannend erzählt, eignet sich dieses Buch zum Selberlesen oder als Gute-Nacht Geschichte für 7-11-jährige Kinder, ob Mädchen oder Junge. Neben wichtigen zwischenmenschlichen Werten, wird auch der Glaube auf kindgerechte Weise vermittelt.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Meditativer Ausmal- und Bastelspaß

Gottes bunte Welt
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Dieses wunderschöne Buch lädt zum Selbergestalten ein. Auf zehn Doppelseiten sind landschaftliche Szenen aus Gottes bunter Welt zu sehen. Auf der rechten Seite findet sich ein buntes Bild, auf der linken ...

Dieses wunderschöne Buch lädt zum Selbergestalten ein. Auf zehn Doppelseiten sind landschaftliche Szenen aus Gottes bunter Welt zu sehen. Auf der rechten Seite findet sich ein buntes Bild, auf der linken Seite ein ähnliches Bild zum Ausmalen. Die schöne Landschaft auf beiden Seiten zeigt einige Pflanzen und Tieren, aber es bleibt viel Freiraum zum Gestalten.

Die Bilder können mit den beigefügten Stickern gestaltet werden. Diese kleinen Sticker werden mit einem Stift auf die Buchseite gerubbelt. Die Sticker sind wirklich sehr klein, und es gibt über 1000 Bildchen. So kann jede Seite individuell gestaltet werden. Auf den Stickern sind Pflanzen und Gräser zu sehen, Tiere und Meeresbewohner. Und natürlich jede Menge Schmetterlinge und Vögel.

Auf jeder Doppelseite sind außerdem zwei Bibelverse abgedruckt. Die Themen der Bibelverse sind vielfältig, es geht beispielsweise um die Schöpfung, den guten Hirten, das Kreuz, und den Himmel. Beim Ausmalen und Gestalten bleibt genug Zeit über den Vers nachzudenken.

Die Bilder zum Ausmalen enthalten kleine Flächen, darum erinnert das Prinzip dieses Buchs an das meditative Mandala-Malen. Es ist schön, dass es eine Alternative dazu gibt, die auch noch eine gute Botschaft enthält. Darum ist dieses Buch nicht nur für Kinder ab etwa acht Jahren geeignet, sondern auch für kreative oder ruhesuchende Erwachsene.

Fazit: „Stundenlang malen, rubbeln, träumen,“ heißt es auf der Rückseite. Mit diesem Buch können Kinder und Erwachsene zur Ruhe kommen und entspannen, und dabei über Gottes Wahrheiten nachdenken. Ein wunderschön gestaltetes Buch!

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Veröffentlicht am 05.12.2019

Liebevoll und wertschätzend über verschiedene Standpunkte diskutieren

Zeit des Umbruchs
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Vermutlich haben viele noch nie etwas von „evangelikalen“ Christen gehört, doch inzwischen spricht man schon von „Postevangelikalen“. Was hat es mit diesen Begriffen auf sich? Rücken Christen in Deutschland ...

Vermutlich haben viele noch nie etwas von „evangelikalen“ Christen gehört, doch inzwischen spricht man schon von „Postevangelikalen“. Was hat es mit diesen Begriffen auf sich? Rücken Christen in Deutschland näher zusammen, oder steht immer mehr das Trennende im Vordergrund?

Der Biologe Markus Till beschäftigt sich in diesem Buch mit unterschiedlichen Standpunkten unter evangelikalen Christen, die oft zu Streit und Trennung führen. Er ist zwar kein Theologe, trotzdem weiß er wovon er spricht. Aber nicht nur das, er schreibt als Nichttheologe in einer Sprache, die auch ein Laie versteht. Seine Ausführungen sind fundiert. Oft werden theologische Schriften zitiert. Und er schafft es die wichtigsten Streitthemen herauszukristallisieren und auf den Punkt zu bringen.

Die Gliederung ist gut durchdacht. Wie bei einem Patienten, werden zuerst einmal die Symptome angeschaut. Was trennt Christen heute voneinander? Verletzungen, Vorurteile und Missverständnisse sind auf beiden Seiten des Konflikts zu finden. Es ist hilfreich diese zuerst zu erkennen, und dann aus dem Weg zu räumen.

Danach geht es um konkrete Themen, wie die Frage, ob Jesus leiblich auferstanden ist, was die Bibel zur Homosexualität sagt, oder ob es ein übernatürliches Wirken Gottes in unserer Welt geben kann. Till untersucht die Argumente beider Seiten, dabei lässt er keinen Zweifel daran, welchen Standpunkt er überzeugender findet.

In den letzten drei Kapitel geht es um eine gute Streitkultur. Till gibt viele gute Ratschläge für liebevolle und wertschätzende Kommunikation. Das Gespräch und die Auseinandersetzung mit strittigen Themen ist wichtig, meint er, aber es geht dabei nicht darum um jeden Preis Recht zu haben, oder die andere Seite abzuwerten. Nach seinen „zehn Regeln für einen fruchtbaren Dialog“, zeigt er worauf es daneben bei jedem persönlich ankommt.

Es gibt nun schon seit einigen Jahren Differenzen zwischen Evangelikalen und Postevangelikalen, und manchmal scheint es, als würde der Graben zwischen den beiden Lagern immer tiefer werden. Einige Bücher wurden schon über diese Problematik geschrieben, aber es gibt bis jetzt wohl kaum ein anderes, das so sachlich und positiv ist. Der Autor bemüht sich sehr die andere Seite zu verstehen und von ihr zu lernen. Es ist auch hilfreich, dass die wichtigsten Themen aufgegriffen und untersucht werden.

Besonders bewegend sind jedoch die letzten Kapitel, in denen es um das richtige „Streiten“ geht, und um gute geistliche Disziplinen für das Leben des Einzelnen. Die Anregungen in diesen Kapiteln sind nicht nur wichtig bei Auseinandersetzungen um Fragen wie Bibelkritik oder Homosexualität, sondern bei vielen anderen Meinungsverschiedenheiten.

Fazit: Ein sehr wichtiger Beitrag zum Gespräch zwischen den verschiedenen evangelikalen Richtungen, dass helfen kann konstruktive und liebevolle Gespräche zu führen. Sehr zu empfehlen für jeden, der seinen Glauben ernst nimmt!

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Veröffentlicht am 05.12.2019

30 Jahre gelber Spaß

Springfield Confidential
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Die Simpsons begeistern Jung und Alt. Komischerweise stellen Menschen aus den unterschiedlichsten Völkern fest: So wie bei den Simpsons ist es auch bei uns Zuhause. Seit dreißig Jahren läuft die Serie ...

Die Simpsons begeistern Jung und Alt. Komischerweise stellen Menschen aus den unterschiedlichsten Völkern fest: So wie bei den Simpsons ist es auch bei uns Zuhause. Seit dreißig Jahren läuft die Serie nun, und ist damit eine der am längsten laufenden Zeichentrickserien.

Der Autor dieses Buchs, Mike Reiss, war einer der ersten Autoren dieser Serie. Damals, vor dreißig Jahren, rechnete keiner damit, dass die Show so erfolgreich sein würde.

In diesem Buch erfährt der Simpsons-Fan jede Menge interessante Fakten über die Serie. Es geht, zum Beispiel, um die Sprecher der amerikanischen Originalfassung. Dabei erfährt der Leser auch einiges über prominente Gäste im Studio, für die teilweise sogar Folgen produziert wurden. Interessant ist auch, welche Figuren alle von einer Person gesprochen werden, und welche Probleme es dabei geben kann. Der Leser erfährt außerdem, wie dieser Serie entstanden ist, und den Grund für bestimmte Personen und ihre Namen. Wie viel Arbeit in einer Folge steckt, ist den Zuschauern sicher nicht bewusst. Der Autor zeigt die einzelnen Schritte auf, von der ersten Idee bis zur Premiere.

Aber trotz all dieser interessanten Fakten ist dieses Buch nicht nur über die Simpsons. In erster Linie geht es um das Leben vom Autor, Mike Reiss. Während er zwar viele Jahre an der Produktion von Simpsons-Folgen beteiligt war, berichtet er in diesem Buch auch über seine Jahre davor und danach. Von seiner Kindheit an, über die Jahre in Harvard, und den ersten erfolglosen Jobs erfährt der Leser vielleicht mehr als er wissen will. Das Kapitel über seine Reisen wird den Simpsons-Fan vermutlich wenig interessieren, und manche Erlebnisse und Begegnungen sind eher für amerikanische Leser interessant. Der Leser erfährt auch viel über seine vielen Jobs nach den Simpsons-Jahren. Reiss wirkte an mehreren Projekten mit, manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg. Bei den erfolglosen Geschichten spürt der Leser den Ärger des Autors über diejenigen, die ihm Steine in den Weg gelegt haben. Auch hier wird der Simpsons-Fan sich fragen, was diese Geschichten mit seiner Lieblingsserie zu tun haben.

Man muss sich also bewusst sein, dass das Cover etwas irreführend sein kann. Das Buch enthält tatsächlich viel Wissenswertes über die Simpsons, aber eben auch viel über das Leben von Mike Reiss. Als Humorist möchte der Autor natürlich auch ein witziges Buch schreiben. Es gibt viele gute Wortspiele oder Witze, aber manches, dass witzig sein soll, bringt vermutlich eher ein Stöhnen hervor, oder ein „D’oh“ (auf Deutsch: Nnnnnein!). Da der Autor sagt, dass manches übertrieben ist oder gar nicht stimmt, fragt man sich beim Lesen außerdem immer wieder, was nun Fakt ist und was nicht.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch mit vielen interessanten Wissensbissen über die Simpsons, dass aber auch viel Autobiographisches über den Autor enthält. Besonders empfehlenswert für Menschen, die sich für das Leben eines Drehbuchautors in Hollywood interessieren.

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