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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2019

Für Eltern, die das Beste für ihre Kinder wollen

Einfach mal anklicken!?
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Heutzutage ist es leicht möglich, dass Kinder - ob gewollt oder ungewollt – pornographische Inhalte im Internet sehen. Eltern haben wenig Kontrolle darüber, was ihre Kinder sich auf dem Bildschirm ihres ...

Heutzutage ist es leicht möglich, dass Kinder - ob gewollt oder ungewollt – pornographische Inhalte im Internet sehen. Eltern haben wenig Kontrolle darüber, was ihre Kinder sich auf dem Bildschirm ihres Smartphones ansehen. Darum ist es so wichtig, dass Eltern offen mit ihren Kindern über dieses ernste Thema sprechen. Dieses wertvolle Buch ist dabei eine Hilfe.

Nach einem kurzen Vorwort wird auf sechzehn bunten Doppelseiten von Thomas erzählt. Der Viertklässler räumt zusammen mit seinem Vater den vermüllten Strand auf. Zuhause entdeckt er auf seinem Handy, dass er eine Einladung von den coolsten Jungs seiner Klasse bekommen hat. „Einfach mal anklicken“, heißt es da.

Was er zu sehen bekommt ist seltsam, aber irgendwie auch faszinierend. Unbekleidete Menschen machen peinliche Sachen. Obwohl ihm dabei sehr unwohl ist, möchte er nicht die Anerkennung seiner coolen Klassenkameraden aufs Spiel setzen. Was soll er nur tun? Und haben diese Filme etwas mit dem Gedankenmüll zu tun, von dem sein Vater erzählt hat?

Nach der Geschichte folgen wertvolle Informationen für Eltern. Neben Fakten zur aktuellen Verbreitung von Internetpornographie, erfährt der Leser wie Kinder geschützt werden können. Auf positive Weise wird gezeigt, wie Sexualität in der Bibel gesehen wird; als etwas Schönes und Wertvolles, das in einen geschützten Rahmen gehört.

Dieses empfehlenswerte Buch befasst sich mit einem aktuellen, wichtigen Thema. Thomas lebt in einer liebevollen Familie. Auch wenn es ihm manchmal schwerfällt, weiß er, dass er mit seinen Eltern über alles sprechen kann. Seine Eltern helfen ihm einen Ausweg aus seiner aussichtslosen Lage zu finden. Dieses positive Beispiel ermutigt Eltern ein ähnliches, vertrauensvolles Umfeld für ihre Kinder zu schaffen.

Die Sachinformationen fordern heraus die Augen nicht vor dieser um sich greifenden Seuche zu verschließen. Die abschließenden Vorschläge für Gespräch oder Rollenspiel sind sehr hilfreich, vor allem, wenn es Eltern schwerfällt über Sexualität zu sprechen.

Fazit: Dieses wichtige Buch schließt eine Lücke. Immer früher werden Kinder heute mit Pornographie konfrontiert. Wie gut, wenn Eltern das Gespräch mit ihnen suchen, zum Beispiel mit Hilfe der gut erzählten Geschichte von Thomas. Sehr zu empfehlen für Eltern von Kindern ab acht Jahren!

Veröffentlicht am 17.09.2019

Auf hoher See verschwinden Perlen - und Diamanten tauchen auf

Die Kaminski-Kids: Tatort Ocean Queen
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Opa hat eine Kreuzfahrt gewonnen und seine drei Enkel dürfen ihn begleiten. Der Hund Zwockel ist natürlich auch dabei, denn er hilft dem fast blinden Opa.

Auf dem Schiff treffen die Kinder einige interessante ...

Opa hat eine Kreuzfahrt gewonnen und seine drei Enkel dürfen ihn begleiten. Der Hund Zwockel ist natürlich auch dabei, denn er hilft dem fast blinden Opa.

Auf dem Schiff treffen die Kinder einige interessante Leute. Da ist Bill, der irgendeinen heimlichen Plan hat. Dann sind da die Zwillingsbrüder, die auf dem Schiff arbeiten. Sie kommen aus einem armen Land und versorgen mit ihrem Verdienst ihre ganze Familie.

Eine unfreundliche, reiche Dame ist auch mit an Bord und ausgerechnet ihre Perlen fehlen auf einmal. Der neue Freund der Kinder wird beschuldigt, aber die Kinder sind von seiner Unschuld überzeugt. Aber bei einer Durchsuchung tauchen bei dem beschuldigten Jungen Diamanten auf.

Bei der Auflösung dieses Falls müssen sich die Kinder viel einfallen lassen. Manche Situationen sind richtig gefährlich. Zum Glück ist Opa damit beschäftigt sich mit der alten Dame anzufreunden!

Jedes der zwanzig Kapitel ist spannend und es fällt schwer mit dem Lesen aufzuhören. Die Kinder sind sehr realistisch gezeichnet, sie könnten Kinder aus der Nachbarschaft sein.

Neben einem spannenden Fall werden Kreuzfahrten auch kritisch beleuchtet. Leser erfahren nicht nur welche Dimensionen alles an Bord hat – vom Einkaufszentrum über die Rutsche, die sich über mehrere Etagen erstreckt. Sie lernen auch, wie schädlich solche Riesenschiffe für die Umwelt sein können.

Die Geschwister halten zusammen und sie haben einige pfiffige Ideen. Über besuchte Häfen oder ähnliches erfährt der Leser nichts, alles spielt sich an Bord des großen Schiffs ab. Der Glaube spielt nur am Rand eine Rolle, als Opa die alte Dame mit einer Begebenheit aus dem Leben von Jesus ermutigt.

Fazit: In dieser spannenden Geschichte erleben junge Leser eine außergewöhnliche Schiffsreise mit. Gleich zwei rätselhafte Fälle werden aufgeklärt. Dabei werden auch kritische Gesichtspunkte von Kreuzfahrten angesprochen – vor allem die Umweltverschmutzung und schlechte Behandlung der Angestellten aus armen Ländern. Sehr zu empfehlen für alle Grundschulkinder, auch für neue Leser der beliebten Kaminski Bände.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Jesus – der verbotene Gott

Auf der Suche nach Erleuchtung fand ich das Licht
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Tenzin Lahkpa wächst in einem armen Dorf in Tibet auf. Von klein an ist die Religion ein großer Teil seines Lebens. Er beobachtet, wie sich vor allem seine Mutter den vielen buddhistischen Riten hingibt. ...

Tenzin Lahkpa wächst in einem armen Dorf in Tibet auf. Von klein an ist die Religion ein großer Teil seines Lebens. Er beobachtet, wie sich vor allem seine Mutter den vielen buddhistischen Riten hingibt. Das schützt sie aber nicht vor einem gewalttätigen Mann.

Tenzin leidet mit seiner Mutter und er bekommt erste Zweifel an einer Religion, die seine Mutter nicht schützen kann. Als er fünfzehn ist, sind seine Jugendträume jäh zu Ende. Unvermittelt erfährt er, dass sein Weg schon lange feststeht. Er soll buddhistischer Mönch werden. Er will seine Freiheit nicht aufgeben, aber er kann seiner Mutter diesen Wunsch unmöglich abschlagen.

Viele Aspekte des Klosterlebens gefallen ihm. Er strebt danach die Wahrheit zu erkennen. Seine Sehnsucht nach Erleuchtung führt ihn schließlich von einem Kloster zum nächsten, immer auf der Suche nach mehr Erkenntnis. Nach einer langen, lebensgefährlichen Reise findet er sich beim Dalai-Lama wieder, der in Indien im Exil lebt. Trotz der Weisheit seines religiösen Führers, findet Tenzin auch hier nicht die ersehnte Erleuchtung.

Er hört immer mal wieder von Jesus, aber alle seine Fragen werden sofort abgeblockt. So gerne die buddhistischen Mönche alle Gottheiten verehren, der Name Jesus darf noch nicht einmal erwähnt werden. Dadurch wächst Tenzins Neugier. Zu gern wüsste er mehr über diesen geheimnisvollen Gott.

Zurück in seiner Heimat verändert eine Krankheit und eine wichtige Begegnung sein ganzes Leben. Aber er weiß, sollte er Jesus nachfolgen, kann das ihn alles kosten.

Dieser Bericht wurde mühsam aus Aufzeichnungen und Interviews in verschiedenen Sprachen zusammengestellt. Die Geschichte ist einmalig, denn nicht oft erzählt ein buddhistischer Mönch von seinem Erleben im Kloster. Neben der Suche nach Weisheit, verbirgt das Kloster nämlich auch düstere Geheimnisse.

Im größten Teil des Buchs erzählt Tenzin von seinem Leben als Buddhist. Das gewährt dem Leser einen tiefen Einblick in eine unbekannte Seite dieser Religion. Ob es um seine Kindheit und den ersten Erfahrungen mit der Religion geht, um seine Zeit im Kloster, oder um die tibetischen Aufstände gegen die chinesische Regierung, immer wird so davon berichtet, wie Tenzin es in dieser Phase seines Lebens erlebt.

Über seine Bekehrung zu Jesus und dem Leben als Christ erfährt der Leser nicht sehr viel, aber dieses Wenige ist sehr berührend und überzeugend. Während es bei seiner Suche als Mönch um Diskussionen und Theorien geht, alles mit dem vergeblichen Ziel der Erleuchtung, ist er schnell von der Wahrheit der Bibel überzeugt. Es geschieht wenig Weltbewegendes um seinen radikalen Wandel herbeizuführen, aber er ist sich schnell sicher, dass seine langwierige Suche endlich vorbei ist. Auch die quälende Frage, was nach dem Tod geschieht, ist nun für ihn geklärt.

Fazit: Dieser einmalige Bericht lässt den Leser den tibetischen Buddhismus miterleben und zeigt, wie es den Tibetern unter der Führung Chinas geht. Von einer Station zur nächsten, folgt der Leser Tenzin auf seiner Suche nach Erleuchtung, bis er schließlich bei Jesus Frieden findet. Ein bewegendes Zeugnis und sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ratgeber über Missbrauch im frommen Gewand

Das Unfassbare begreifen
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Immer wieder hört man von Missbrauch in christlichen Kreisen. Das scheint unmöglich zu sein, denn in Gemeinden und Kirchen erwartet man, dass die Menschen dort Jesus nachfolgen wollen. Leider kommt jedoch ...

Immer wieder hört man von Missbrauch in christlichen Kreisen. Das scheint unmöglich zu sein, denn in Gemeinden und Kirchen erwartet man, dass die Menschen dort Jesus nachfolgen wollen. Leider kommt jedoch sowohl körperlicher als auch seelischer Missbrauch viel zu oft in christlichen Gruppen vor.

Die Autorin dieses Ratgebers möchte Betroffenen und ihren Begleitern helfen. Sie hat selbst negative Erfahrungen mit geistlichem Missbrauch gemacht, doch sie hält trotzdem an dem Gott der Bibel fest.

Komplexe Sachverhalte werden mit einfachen Worten erklärt. So erfährt der Leser, dass ein Trauma wie eine seelische Wunde ist. Manche Verletzungen werden vergessen, weil der Umgang damit zu schmerzhaft wäre. Bei besonders schmerzhaften Erfahrungen spaltet sich gar ein Teil der Persönlichkeit ab, was zu einer dissoziativen Identität führt, einer gespaltenen Persönlichkeit.

Eine wichtige Ursache für Trauma ist rituelle Gewalt. Die Autorin hat einige Opfer dieser schrecklichen Form von Gewalt kennengelernt. Auch wenn die Autorin weiß, was diese Menschen durchmachen mussten, scheinen ihre Geschichten so unfassbar tragisch zu sein, dass nur bruchstückhaft davon erzählt wird.

Neben der Aufklärung über Grundlagen und Formen und Folgen der Gewalt, liegt ein Schwerpunkt des Buchs auf Hilfen für Betroffene. Die Hilfen sind auch nützlich für Menschen, die mit betroffene Menschen arbeiten. Es geht dabei um Themen wie Umdenken, Ressourcen und Vergebung.

Ein kurzes Kapitel wendet sich an Täter. Dabei ist besonders traurig, dass gerade bei der rituellen Gewalt Opfer zu Tätern gemacht werden. Abschließend wird aufgezeigt, wie eine heile Gemeinde aussehen sollte, und der Leser wird daran erinnert mit dem Unfassbaren zu rechnen, das sich vielleicht hinter den Kulissen einer heilen Gemeinde verbirgt.

Dieses Buch enthält viele gute Gedanken und Anhaltspunkte für Menschen, die sich mit den Themen Glaube und Missbrauch auseinandersetzen. Es geht dabei nicht nur um sexuellen Missbrauch, auch geistlicher Missbrauch und fromme Manipulation spielen eine große Rolle.

Psychologische Inhalte werden größtenteils laiengerecht erklärt. Viele Beispiele aus dem Alltag helfen dem Leser sich das Gesagte vorzustellen.

Eine große Rolle spielt das Problem der rituellen Gewalt, die zu einer dissoziativen Identität führen kann. Die Autorin schreibt, „Ich habe dieses Buch mit der Motivation geschrieben, die Informationen, die mir gefehlt hatten, zur Verfügung zu stellen. Sie finden in dieser Lektüre das, was ich mir als Vorbereitung auf den Kontakt mit Überlebenden schlimmster Gewalt gewünscht hätte. Diese Zeilen sind von meiner Hoffnung begleitet, dass Sie besser vorbereitet sind, als ich es war, wenn Sie in die Abgründe menschlicher Gebundenheit und seelischer Qualen schauen.“

Bei der Erklärung dieser Inhalte fällt es teilweise schwer der Autorin zu folgen. Da die Aufdeckung dieser Taten, die meistens im Rahmen von organisiertem Verbrechen stattfinden, gefährlich ist, scheint die Autorin nicht zu viel sagen zu wollen. Die Erklärungen sind vielleicht hilfreich für Betroffene, aber jemand der damit keine Erfahrung hat ist nach dem Lesen nicht viel klüger.

Fazit: Dieser Ratgeber ist weniger hilfreich für Menschen, die erste Informationen über das Thema Kirche und Missbrauch suchen. Es richtet sich eher an Helfende und Betroffene, die mit dem Thema rituelle Gewalt konfrontiert sind. Die Erklärungen sind einfach und praktisch anwendbar, allerdings findet der Nichteingeweihte in diesem Buch nicht zu jedem Thema das nötige Hintergrundwissen.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Mehr als ein Sprachratgeber

My Pleasure!
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Dieses Buch ist eine große Hilfe für denjenigen, der sich schon gut auf Englisch verständigen kann, aber typische Fehler eines Ausländers vermeiden möchte. Manche Wörter klingen ja so englisch, wie „handy“ ...

Dieses Buch ist eine große Hilfe für denjenigen, der sich schon gut auf Englisch verständigen kann, aber typische Fehler eines Ausländers vermeiden möchte. Manche Wörter klingen ja so englisch, wie „handy“ oder „toilet“. Warum man sie aber trotzdem nicht benutzen sollte, erklärt dieses Buch.

Man stelle sich vor, der deutsche Leser verbringt einige Tage mit der Autorin in London. Sie erklärt ihrem Besucher diese faszinierende Stadt und lässt ihn an der Geschichte des Landes teilhaben.

Gemeinsam werden Restaurants und Sehenswürdigkeiten besucht und danach wird bei einer Tasse Tee geplaudert; so kann man sich dieses Buch vorstellen. Der Leser unterhält sich mit der Autorin, dabei werden Sprache, Land und Bewohner erklärt. Das Gespräch wird mal auf Deutsch, mal auf Englisch geführt und viele Ausdrücke werden gleich zweimal gesagt, auf Englisch und auf Deutsch.

Der Leser erfährt viel Wissenswertes über England, sowohl Aktuelles, als auch Geschichtliches. Warum ist eine Oyster Card günstiger als eine Tageskarte und warum heißt diese Fahrkarte überhaupt so? Wo genießt man die schönste Aussicht über London und was kostet das? Wie ist die Untergrundbahn entstanden und wie war es früher bei öffentlichen Hinrichtungen? Welche Rolle spielt die Religion bei der Thronfolge? Welche Sitten und Gebräuche sind zur Weihnachtszeit üblich?

Neben allerlei kuriosen Fakten, ist es besonders hilfreich, dass auf typische Fehler von deutschen Muttersprachlern hingewiesen wird. So ist ein „menue“ nicht ein „Menü“, und „Gift“ etwas ganz anderes als das englische „gift“.

Zum Abschluss von jedem Kapitel findet sich ein kurzer Test. Dabei geht es meistens um Übersetzungsaufgaben. Die Begriffe wurden teilweise im vorhergehenden Kapitel besprochen, aber nicht immer. Besonders hilfreich ist die ausführliche Auflistung der Vokabeln jedes Kapitels am Ende des Buchs.

Die Dialoge sind teilweise witzig und interessant. Manchmal verwirrt jedoch der ungewohnte Dialog-Schreibstil und für den Leser, der bereits gute englische Grundkenntnisse besitzt, könnte die Wiederholung von vielen Aussagen in beiden Sprachen störend wirken.


Fazit: Wer seine Englischkenntnisse auf unterhaltsame Weise verfeinern will, findet in diesem Buch viel Wissenswertes. Der Leser erfährt nicht nur viele neue Begriffe, sondern bekommt auch ein Gefühl für die typische britische Lebensweise. Empfehlenswert!