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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2018

Macht Glaube Sinn?

Warum Gott?
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Timothy Keller ist ein bekannter Pastor und Gemeindegründer in den Vereinigten Staaten. Das Besondere an seiner Gemeinde ist, dass sich besonders alleinstehende, karriereorientierte, junge Leute von ihr ...

Timothy Keller ist ein bekannter Pastor und Gemeindegründer in den Vereinigten Staaten. Das Besondere an seiner Gemeinde ist, dass sich besonders alleinstehende, karriereorientierte, junge Leute von ihr angesprochen fühlen. Sie haben Fragen und auch Kritik an den christlichen Glauben, der ihnen fremd geworden ist. Timothy Keller lässt sie zu Wort kommen, und geht ausführlich auf ihre Fragen ein.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist in zwei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil werden, eingeteilt in verschiede Themenbereiche, kritische Fragen zum Gauben beantwortet, und im zweiten Teil geht Keller auf wesentliche Indizien für den Glauben ein.
Besonders im ersten Teil fand ich Kellers Argumentationsweise fesselnd und sehr hilfreich. Er beantwortet Fragen wie, „Wie kann ein liebender Gott jemanden in die Hölle schicken?“ „Wie kann ein guter Gott Leid zulassen?“ oder „Es gibt so viele Religionen. Wie könnt ihr behaupten, dass ihr die Wahrheit habt?“ Immer wieder zeigt sich, dass der Maßstab, den Kritiker an den Glauben anlegen, ihre eigene Argumente zum Einstürzen bringen würden, wenn sie ihre Vorstellungen mit demselben Maßstab messen würden. Kellers Beweisführung lädt zum Mitdenken und Hinterfragen von gängigen Vorstellungen und Argumenten ein.
Im zweiten Teil behandelt Keller theologische Fragen wie Schöpfung, Sünde oder Dreieinigkeit. Mit einem ganz anderen Ansatz als im ersten Teil zeigt er, dass der Glaube an Jesus sehr viel Sinn macht, wenn man mit Logik und gesundem Menschenverstand darüber nachdenkt, anstatt sich von Vorurteilen leiten zu lassen. Und das, finde ich, ist die Stärke dieses Buchs: Christen sind nicht Menschen, die zu faul sind um nachzudenken, und die einfach das übernehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Je mehr man sich mit unserem Ursprung und unserem Wesen als Menschen beschäftigt, desto mehr weist das uns auf den Schöpfer und Erlöser hin, den wir in der Bibel kennenlernen.
Fazit: Meiner Meinung nach ist „Warum Gott“ ein gutes Buch, um sich selbst mit seinem Glauben und mit seinen Zweifeln auseinanderzusetzen, aber auch ein gutes Buch um sich auf Gespräche mit Suchenden vorzubereiten, und natürlich auch zum Weitergeben an fragende Menschen.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Neues Leben

Liebe statt Furcht
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Da ich mich für die islamische Welt interessiere, habe ich schon sehr viele Lebenszeugnisse von Menschen gelesen, die vom Islam zum Christentum gefunden haben. Dieses Buch gehört, meiner Meinung nach, ...

Da ich mich für die islamische Welt interessiere, habe ich schon sehr viele Lebenszeugnisse von Menschen gelesen, die vom Islam zum Christentum gefunden haben. Dieses Buch gehört, meiner Meinung nach, zu den besten Berichten in dieser Kategorie. Es ist spannend mit zu verfolgen was einen Menschen, der im islamischen Glauben erzogen wurde, bewegt Christ zu werden.
Der Leser wird in Flors überwiegend glückliche Kindheit mit hineingenommen, und lernt ihre Familie und ihren Umfeld kennen. Im ersten Teil des Buchs berichtet sie ausführlich über die geschichtlichen und politischen Hintergründe im Iran. Das werden manche Leser vielleicht zu langamtig finden, aber ich persönlich fand diese Erklärungen sehr wertvoll. Ich habe schon viele Bücher über den Iran gelesen, aber in keinem anderen Buch wurden die Zusammenhänge so verständlich erklärt. Sehr schön finde ich auch, dass in den Anmerkungen auch Inhalte des Islams erklärt werden, so wird der Redefluss nicht gestört, und das Buch ist auch für Leser ohne Vorkenntnisse über den Islam gut geeignet.
Durch die bewegte politische Situation im Land, und auch durch familiäre Probleme, wird Flor mit ihrer Familie zum Flüchtling im eigenen Land. Vom Wohlstand zur beengten Flüchtlingsunterkunft, sieht sie noch als sehr junges Mädchen keinen Weg einer unerwünschten Eheschließung zu entkommen. Später, als alleinerziehende Mutter, verliert sie den Glauben und sieht sich als Atheistin, und schließlich verliert sie auch jeglichen Lebensmut.
Durch eine zufällige Begegnung erwachen in ihr Fragen über Jesus und den christlichen Glauben. Sehr schnell spürt sie beim Besuch eines Gottesdienstes, dass Jesus ihre größten Sehnsüchte erfüllt. Ihr Lebenswandel führt zu Problemen in der Familie, denn im Islam ist es nicht erlaubt die Religion zu wechseln. Auf der anderen Seite aber erleben ihre Angehörigen ihre beeindruckende Veränderung, von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zur Freude und Zuversicht, und einige entscheiden sich auch dafür mit Jesus zu leben.
Am Ende des Buchs lebt und arbeitet Flor in Deutschland. Nach einer zum Teil reibungsvollen Zeit bei einer Missionsgesellschaft, ist sie inzwischen „Pastorin“ einer iranischen Gemeinde. Dabei sehen ihre Gemeindemitglieder sie vor allem als Vorbild im Glauben, und nennen sie liebevoll „Mama“.
Ich finde es gut, dass sie offen über ihre Schwierigkeiten im neuen Land erzählt. Unter anderem hilft das zu verstehen, womit Flüchtlinge bei uns zu kämpfen haben, aber mich beeindruckt auch einfach ihre Authentizität.
Fazit: Eine spannende Lebensgeschichte von einer muslimischen Frau, die durch Jesus ein neues und erfülltes Leben bekommt. Ein unverzichtbarer Bericht für Menschen, die sich für den Islam und für Iran interessieren, und auch für solche, die sich für Flüchtlinge in Deutschland engagieren.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Eine Schatztruhe voller Ideen

Die flinken Füchse
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Dieses bunte, abwechslungsreiche Buch macht einfach Spaß! Schon die Aufmachung, mit einem Fenster im Buchdeckel und einem aufgemalten Band vermitteln den Eindruck, dass dies ein besonderes Buch ist. Das ...

Dieses bunte, abwechslungsreiche Buch macht einfach Spaß! Schon die Aufmachung, mit einem Fenster im Buchdeckel und einem aufgemalten Band vermitteln den Eindruck, dass dies ein besonderes Buch ist. Das Cover zeigt alle Bandenmitglieder, sechs Mädchen und ein Kater.

Am Anfang des Buchs stellt sich jedes Mädchen vor, und der Leser erfährt jeweils einiges über den Charakter des Mädchens. Dann folgen die Bandenregeln und allgemeines zur Bande, und es geht los mit der Geschichte. Im Tagebuchstil aber abwechselnd von den verschiedenen Mädchen verfasst, nimmt der Leser teil an den Sommererlebnissen der sechs Mädchen. Sie erleben schöne Tage im Wald, am See und im Bandenquartier, aber es gibt auch Streit und lebensgefährliche Abenteuer.

Das Besondere an diesem Buch ist die bunte Vielfalt. Eingestreut im Buch sind viele bunte Zeichnungen, es finden sich aber auch Rezepte, eine Strickanleitung und sogar eine Geheimschrift im Buch.

Diese Mädchen sind überzeugt, es ist viel schöner im Freien Abenteuer zu erleben, als hinter einem Bildschirm. Und das ist auch das Schöne an diesem Buch, es motiviert zum Spielen in der freien Natur. Stockbrot am Lagerfeuer, die Erforschung einer Höhle – diese Kinder erleben einiges. Dabei wird auch vermittelt, dass man bei solchen Unternehmungen vorsichtig sein sollte, und Regeln befolgen muss.

Abwechslungsreich und spannend - an diesem Buch werden 8-11jährige Mädchen mit Sicherheit viel Freude haben!


Und die Meinung einer 9jährigen Leserin:
Mir hat der Anfang sehr gut gefallen, dass ich alle Mädchen kennenlernen konnte. Jede Seite hat viele, kleine Bilder, das finde ich auch gut!

Am liebsten mag ich Karli und am wenigsten Ina, weil sie so eingebildet ist. Mir hat am besten gefallen als Ina und die zwei Jungs aus der Höhle gerettet wurden. Es war spannend wie Karli den Igor gefunden hat, und aufregend als das Bandenquartier ausgeraubt wurde.

Die Geschichte war richtig spannend. Ich würde sehr gerne mehr Bandenbücher von den flinken Füchsen lesen!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Erprobte Praxis-Tipps

Wie machst du das eigentlich? So (über)lebe ich mit drei Kleinkindern: Erprobte Ratschläge für jeden Tag
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Die Autorin dieses Buchs, Miriam Fuz, wird immer wieder gefragt, „Wie machst du das eigentlich?“ Mit drei kleinen Kindern, im Alter von 1, 3 und 5 Jahren, hat sie schon einige knifflige Situationen erlebt. ...

Die Autorin dieses Buchs, Miriam Fuz, wird immer wieder gefragt, „Wie machst du das eigentlich?“ Mit drei kleinen Kindern, im Alter von 1, 3 und 5 Jahren, hat sie schon einige knifflige Situationen erlebt. Sie schreibt von einem lang andauernden Trotzanfall beim Abholen im Kindergarten, vom abendlichen Ins-Bett bringen von zwei Kleinkindern plus einem gestillten Kind, von Kindergeburtstagen, Strafen und viel mehr. Dabei erzählt sie viel Persönliches aus ihrem eigenen Erziehungsalltag, von gelungen und misslungenen Strategien und Situationen.

Das Buch ist übersichtlich in die wichtigsten Themenbereiche gegliedert, z.B. Aufräumen, Essen, Einschlafen, Strafen, Trotzanfälle oder Krankheiten. Jedes Thema wird mit einer Frage eingeleitet, die von der Autorin beantwortet wird. Die praxiserprobten Antworten sind wie die guten Ratschläge einer Freundin, dabei ermutigt Miriam Fuz immer wieder den Leser auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Tipps zur Rückbildungsgymnastik und Erholungszeiten für Mamas sind ebenso zu finden, wie ein Interview mit einem Kinderarzt, der einige wichtige Frage zur gesunden Entwicklung von Kleinkindern beantwortet.

Auch wichtige Werte kommen zur Sprache, z.B. ein respektvoller Umgang miteinander in der Familie, oder das Teilen. Besonders gut haben mir die Anregungen für Regentage oder Mahlzeiten gefallen. Dieses Buch ist eine Fundgrube, mit vielen guten Ideen. Wer als Mama von Kleinkindern nicht die Zeit hat das Buch ganz durchzulesen, findet durch die eingängige Gliederung des Buchs schnell die entsprechende Seite, um die aktuell anstehende Frage zu beantworten.

Ein empfehlenswerter Ratgeber für Eltern von Kindern im Alter von 0-7!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Mutig und provokant!

Muttertier
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Ich finde dieses wertvolle Buch sehr lesenswert in unserer heutigen Zeit. Frau Kelle wendet sich gegen die immer mehr verbreitete Meinung, dass Frauen möglichst bald zurück in den Beruf kehren sollten, ...

Ich finde dieses wertvolle Buch sehr lesenswert in unserer heutigen Zeit. Frau Kelle wendet sich gegen die immer mehr verbreitete Meinung, dass Frauen möglichst bald zurück in den Beruf kehren sollten, während ihre Kinder fremdbetreut werden. Dabei ist ihr Ton oft genervt, manchmal gar aggressiv. Man spürt, dass sie sich über die Intoleranz der Feministen gegenüber der „Nur“ Hausfrau ärgert.
Dabei geht sie in den zwölf Kapiteln dieses Buchs auf verschiedene wichtige Themen ein. Man spürt ihre Sorge um die Kinder, die von mehr Nestwärme und Geborgenheit im eigenen Zuhause profitieren würden. Sie brauchen nicht nur qualitativ wertvolle Inseln der Zeit, sie brauchen den Alltag mit ihrer Mutter. Und dabei profitiert die Mutter am meisten, denn die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist eine wunderbare Liebeserfahrung.
Sie prangert viele Missstände unserer Gesellschaft an, und nennt Übel mutig beim Namen. Kind auf Wunsch, vom Arbeitgeber bezahltes „social freezing“, das Kind und die Elternschaft so gestalten wie man will und natürlich auch selbst bestimmen wann der richtige Zeitpunkt für ein Kind gekommen ist – mit all dem wird dem Kind Unrecht getan, ja sie spricht sogar von Menschenhandel. Die gegenwärtige Transgender Diskussion ist ihr auch ein Dorn im Auge, denn zurzeit versucht man ja in den Medien die Ausnahme zur Regel zu machen.
Dieses Buch hat einige wertvolle Diskussionen in unserer Familie ausgelöst, und der Titel und das Cover des Buchs allein sind schon Hingucker und Provokation. Ich bewundere Frau Kelle dafür, dass sie für das Dasein als Mutter eintritt, auch wenn das heute kein populärer Standpunkt ist. Sie gerät auch regelrecht ins Schwärmen, wenn sie von ihren Erlebnissen als Mutter schreibt.
Dieses Buch ermutigt Mütter sich Zeit für ihre Kinder zu nehmen, und sich nicht abhalten zu lassen von den Kritikern, die Frauen möglichst schnell wieder am Arbeitsplatz sehen wollen. Ein wichtiges Plädoyer in unserer heutigen Zeit!