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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2024

Das literarische Sextett

Bitteres Ende
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„Bitteres Ende“ von Eva Ehley, der elfte Fall für die Sylter Kult-Kommissare Silja Blanck, Bastian Kreuzer und Sven Winterberg, habe ich erneut mit großer Freude gelesen, wie alle Bände dieser Krimi-Reihe ...

„Bitteres Ende“ von Eva Ehley, der elfte Fall für die Sylter Kult-Kommissare Silja Blanck, Bastian Kreuzer und Sven Winterberg, habe ich erneut mit großer Freude gelesen, wie alle Bände dieser Krimi-Reihe zuvor. Worum geht es?
Der allseits unbeliebte Literaturkritiker Konrad Otze wird mit sechs Messern im Körper auf einer Bank in der Kampener Vogelkoje gefunden - und stirbt. Silja, Bastian und Sven ermitteln...
Alle Spuren führen ins Leere. Denn die sechs Teilnehmenden eines literarischen Colloquiums, unter ihnen auch Fred Hübner, haben allesamt ein Alibi.
Wer hat wen gehasst und warum? Erst als die Kommissare der Spur der Messer folgen, geraten weitere Personen unter Verdacht.
„Bitteres Ende“ ist spannend und unterhaltsam. Für Fred und seine Staatsanwältin gibt es sogar Hoffnung auf einen zweiten Honeymoon.
Wendungsreiche Fälle, atmosphärische Schauplätze und charmant-skurrile Figuren: Ich liebe diese Reihe!

Fazit: Fall Nr. 11 für das Sylt-Ermittlertrio Blanck, Kreuzer und Winterberg. Die Reihe wird immer besser!

Veröffentlicht am 05.03.2024

Lügen und Geheimnisse

Das Waldhaus
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„Das Waldhaus“, das Thrillerdebüt von Liz Webb, ist ein Buch, das Demenz thematisiert. Mehr Drama als Thriller. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Worum geht es?
Hannah kehrt mit 37 Jahren in ihr ...

„Das Waldhaus“, das Thrillerdebüt von Liz Webb, ist ein Buch, das Demenz thematisiert. Mehr Drama als Thriller. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Worum geht es?
Hannah kehrt mit 37 Jahren in ihr Elternhaus zurück, um sich um ihren dementen Vater zu kümmern. Überraschung! Er hält sie für ihre Mutter Jen, die vor 23 Jahren unter mysteriösen Umständen im Wald hinter dem Haus ums Leben kam. Ihr Bruder Reece, der als Schauspieler Karriere gemacht hat, ist ihr keine große Hilfe.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Hannah. Hannah kommt mega unsympathisch rüber. Sie trinkt zu viel und hat ihre Tabletten abgesetzt. Nichtsdestotrotz ist sie fest entschlossen, zusammen mit dem pensionierten Detective, der damals für den Fall zuständig war, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Schon bald ist klar, ihre geliebte Mutter war nicht die, für die Hannah sie hielt...
„Das Waldhaus“ ist gut geschrieben und leicht zu lesen. Es geht um Lügen und Schuldgefühle. Betrug und Rache. Kleine schmutzige Geheimnisse. Leider habe ich vor kurzem eine ähnliche Geschichte gelesen. Deshalb war die Auflösung für mich vorhersehbar.

Fazit: Harter Stoff!

Veröffentlicht am 29.02.2024

Lügen und Geheimnisse

Wer zuerst lügt
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Der Einstieg zu »Wer zuerst lügt« von Ashley Elston hatte mir nicht gefallen. Keine Spannung und eine unsympathische Protagonistin. Doch danach nimmt die Geschichte Fahrt auf und war letztendlich gar ...


Der Einstieg zu »Wer zuerst lügt« von Ashley Elston hatte mir nicht gefallen. Keine Spannung und eine unsympathische Protagonistin. Doch danach nimmt die Geschichte Fahrt auf und war letztendlich gar nicht so schlecht. Worum geht es?
Evie Porter arbeitet für Mr. Smith, ein mysteriöser Mann. Sie hat viele Alias. Für jeden Job einen neuen. Diesmal soll sie sich um Ryan kümmern. Auf einer Party begegnet sie Lucca Marino - und ist geschockt! Denn das ist Evies richtiger Name. Ein Katz- und Mausspiel beginnt…
Ashley Elston ist eigentlich Jugendbuchautorin. Dies ist ihr Thrillerdebüt. Atmosphärisch leicht, entspannend, humorvoll und eher mühelos zu lesen. »Wer zuerst lügt« ist unterhaltsam und wendungsreich, aber nicht wirklich glaubwürdig.
Immer mal wieder sind Rückblicke in die Vergangenheit eingestreut und erzählen von Evies Kindheit und früheren Aufträgen. Das Ende überrascht. Wer zuerst lügt, gewinnt!

Fazit: Unterhaltsames Katz- und Mausspiel. Nette Lektüre für zwischendurch.

Veröffentlicht am 26.02.2024

Schöne heile Welt

Die Auszeit
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Es war einmal eine sexsüchtige Königin: Influencerin Viktoria Kaplan, und ihr Hofstaat: Boyfriend Julian, Bruder Max, beste Freundin Karla (= Max‘ Ex) sowie Max‘ Neue, Josefine, und Max‘ bester Freund ...

Es war einmal eine sexsüchtige Königin: Influencerin Viktoria Kaplan, und ihr Hofstaat: Boyfriend Julian, Bruder Max, beste Freundin Karla (= Max‘ Ex) sowie Max‘ Neue, Josefine, und Max‘ bester Freund Sebastian.
Um ihren Millionsten Follower zu feiern, zieht sich die Gruppe in ein Luxus-Retreat in den Alpen zurück. Es handelt sich natürlich nicht um eine entspannte Auszeit, sondern um eine knallharte Werbe-Veranstaltung.
Viktoria, die sich Tori nennt, hat lange an ihrer Online-Karriere gefeilt und es bis an die Spitze geschafft. Doch es gibt auch Neider. Als ein Stalker sie bedroht, werden Hass und Hetze im Netz auch in Real Life für sie zur Gefahr.
Die Clique ist keine wirklich harmonische Gruppe von Freunden. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Denn alle haben ihre Geheimnisse. Schon bald gibt es den ersten Toten…
„Die Auszeit“ ist das Thriller-Debüt der Autorin Emily Rudolf. Ja, es ist spannend und unterhaltsam. Aber die derbe, ordinäre Sprache hat mich gestört. Es geht immer nur um das Eine: Sex!
Erzählt wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven aus Sicht von Viktoria, Karla, Josefine etc. und auf verschiedenen Zeitebenen, einem Countdown bis zum Mord. Das sorgt für Dynamik.
Eine einsame Hütte. Ein Sturm bahnt sich an. Menschen, von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Mörder unter ihnen. Hat man alles so oder so ähnlich schon mal gelesen.

Fazit: Nichts Neues unter der Sonne.

Veröffentlicht am 19.02.2024

Irgendwo im Nirgendwo

Das Schweigen des Wassers
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Herbst 1991. Inspiriert von einem wahren Fall. Das hatte mein Interesse geweckt. Und wenn Andreas Pflüger dieses Buch empfiehlt, kann ja eigentlich nichts schief gehen oder? Weit gefehlt!
„Das Schweigen ...


Herbst 1991. Inspiriert von einem wahren Fall. Das hatte mein Interesse geweckt. Und wenn Andreas Pflüger dieses Buch empfiehlt, kann ja eigentlich nichts schief gehen oder? Weit gefehlt!
„Das Schweigen des Wassers“ von Susanne Tägder ist nicht einfach nur Krimi, sondern ein literarischer Kriminalroman. Atmosphärisch, aber auch ziemlich ermüdend. Doch worum geht es?
Der Hamburger Hauptkommissar Arno Groth kommt als Aufbauhelfer Ost zurück nach Wechtershagen, in die Mecklenburgische Provinz, wo er seine Kindheit verbrachte.
Als die Leiche des Bootsverleihers Siegmar Eck aus dem örtlichen See gefischt wird, ahnt Groth, dass das kein Unfall war. Zumal Eck ihn kurz zuvor aufgesucht und behauptet hat, er würde verfolgt.
Wechtershagen, ein Dorf, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Schlimm, wenn die Polizei selbst in den Fall verstrickt zu sein scheint.
„Das Schweigen des Wassers“ ist der erste Kriminalroman von Susanne Tägder. Die Autorin setzt eher auf die leisen Töne. Mit ihrer sachlichen Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen hat sie einen Krimi geschrieben, in dem nicht nur die Aufklärung und Suche nach dem Täter ein wichtiger Part ist, sondern auch die Gedanken und Beweggründe der Dorfgemeinschaft, eingebettet in ein regionales soziales und gesellschaftliches Gefüge.
Die Geschichte plätschert vor sich hin und nimmt erst am Ende Fahrt auf - und eine überraschende Wendung.

Fazit: Eine Zeitreise, die für meinen Geschmack etwas spannender hätte sein können.