Sodom und Gomorra auf den Kosterinseln
Vega Varg – Das Schweigen der Insel
Um es gleich zu sagen, „Vega Varg - Das Schweigen der Insel“ von Åsa Hellberg hat mir gut gefallen, auch, wenn ich anfangs skeptisch war. Denn die Autorin war bisher im Genre Liebesroman unterwegs und ...
Um es gleich zu sagen, „Vega Varg - Das Schweigen der Insel“ von Åsa Hellberg hat mir gut gefallen, auch, wenn ich anfangs skeptisch war. Denn die Autorin war bisher im Genre Liebesroman unterwegs und das merkt man auch. Worum geht es in diesem Krimi?
Vega Varg ist Kommissarin im westschwedischen Strömstad. Sie ist 62 Jahre alt und hat drei Kinder: Hugo und Linus, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten und eine 19-jährige Tochter, Moa. Ihr Mann Peter wurde vor 20 Jahren von einem Unbekannten erschossen.
Vier Makler aus Oslo finden beim Paddeln auf Südkoster eine Leiche. Fredde wurde ermordet. Vega kennt den Toten von früher. Er war ein Spielkamerad ihrer Söhne, ging bei ihnen ein und aus. Und dann verschwindet auch noch eine der Maklerinnen…
Vega ermittelt, zusammen mit ihrem Kollegen Leopold Posse aus dem nahegelegenen Oslo.
„Vega Varg“ ist spannend und unterhaltsam. Immer mal wieder sind Rückblicke in das Jahr 1998 eingestreut. Unerwartete Wendungen machen diesen Krimi zu einem temporeichen Pageturner.
Gefallen hat mir auch das starke Insel-Setting und der fesselnde Schreibstil. Dazu ist der Plot nicht vorhersehbar. Jeder hat was mit Jedem. Glaubwürdig fand ich das allerdings nicht.
Die Figurenzeichnung ist gelungen. Wobei mir Leopold sympathischer war als Vega.
Am Ende ist nicht nur der aktuelle Kriminalfall, sondern auch der Cold Case gelöst.
Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Schwedenkrimi-Reihe mit einer ungewöhnlichen Heldin.