Warmherzige Freundschaften und italienischer Familienzauber in Honeybridge
Honeybridge. All MineHoneybridge All Mine ist eine kleine, süße Auszeit in Buchform – eine klassische Small-Town-Romance mit viel Herz, liebenswerten Nebenfiguren und einer guten Portion italienischem Familiencharme.
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Honeybridge All Mine ist eine kleine, süße Auszeit in Buchform – eine klassische Small-Town-Romance mit viel Herz, liebenswerten Nebenfiguren und einer guten Portion italienischem Familiencharme.
Die Geschichte begleitet Isabella, die nach einer schmerzhaften Trennung einen Neuanfang in Honeybridge wagt und dort ihren Traum vom eigenen Restaurant verwirklichen möchte. Direkt gegenüber betreibt der charmante, aber berüchtigte Etienne sein Bistro – und schon allein dieser Aufbau verspricht Funkenflug.
Was mir besonders gefallen hat, war der starke Fokus auf Freundschaften. Ob die quirlig-herzliche „Nonna“ aus Isabellas italienischer Familie („nennt mich Nonna!“ – einfach goldig!) oder die vielen hilfsbereiten Bewohner von Honeybridge: diese Nebenfiguren machen den Roman warm, lebendig und geben ihm fast schon Gilmore Girls-Vibes. Man spürt richtig, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt in dieser Geschichte sind – das hat mich sehr berührt.
Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, vor allem die zwei Perspektiven von Isabella und Etienne haben mir gefallen. Sie bringen Abwechslung und lassen beide Figuren nahbar wirken.
Allerdings habe ich mir in der Beziehung zwischen den Protagonisten etwas mehr Tiefe gewünscht. Oft drehten sich ihre Dialoge und Gedanken sehr stark um das Thema Sex und das selbst auferlegte Zölibat von Isabella. Das wurde gefühlt in jedem Kapitel wiederholt, sodass es stellenweise fast etwas ermüdend wirkte – und dabei ging ein wenig die emotionale Nähe verloren. Der „Spice“-Anteil war für mich daher zwar solide, aber nicht besonders aufregend.
Ein kleiner Kritikpunkt: Trotz Ankündigung eines „goldenem Herbstglanz“ hat sich der herbstliche Vibe leider nicht so stark entfaltet, wie ich es mir erhofft hatte.
Trotzdem: Die Nebencharaktere, das Kleinstadtfeeling und der Familienzusammenhalt sind die großen Stärken dieses Romans. Pippa Nixon hat ein sympathisches Setting geschaffen, in das man gerne für ein paar Stunden abtaucht.
Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne – eine süße Small-Town-Romance, die mit authentischen Freundschaften und liebenswerten Charakteren punktet, aber in der Hauptliebesgeschichte noch etwas mehr Tiefe und Balance vertragen hätte