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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2019

Wasser

Blutsbande
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In Stockholm werden mehrere ertränkte Katzen aufgefunden. Kommissar Sjöberg und sein Team beginnen zu ermitteln. Kurz darauf wird die bekannte Psychologin Gisela Bohn in der Badewanne ertränkt aufgefunden ...

In Stockholm werden mehrere ertränkte Katzen aufgefunden. Kommissar Sjöberg und sein Team beginnen zu ermitteln. Kurz darauf wird die bekannte Psychologin Gisela Bohn in der Badewanne ertränkt aufgefunden und ein Mann wird in den Tod gestoßen.
Hängen diese Fälle zusammen? Warum mussten sie sterben?
Die Lösung führt weit in die Vergangenheit zurück. Können die Ermittler alles aufklären?

Dies ist der 7. Teil um das Stockholmer Polizistenteam.
Ich kenne nur diesen und muss sagen, es wäre besser die Vorgänger zu kennen. Ein Fall aus einem anderen Buch steht hier im Mittelpunkt.
Auch tut man sich zunächst mit den Namen der Ermittler schwer, da hier oft zwischen Vor- und Nachname gewechselt wird.

Die Hauptprotagonisten werden gut beschrieben, wirken real und man kann sie sich vorstellen.
Das Ermittlerteam hat mir gut gefallen. Sjöberg steht für sein Team ein und übernimmt auch Mal unangenehme Aufgaben - das hat mir gut gefallen. Jedoch zum Schluss war es nicht gut organisiert, und jeder hat sein eigenes Süppchen gekocht.

Der Roman wird aus 2 Zeitsträngen erzählt: einmal die Vergangenheit und dann die Ermittlung in der Gegenwart sowie das Privatleben der Ermittler.

Die Autorin versteht es durch kurze Kapitel die Spannung nach und nach aufzubauen. Sie versucht die Leser durch immer neue Wendungen und Fährten zu verwirren, was ihr sehr gut gelingt.
Bis zum Schluss weiß man nicht wer der oder die Täter sind und wen man hier trauen kann.
Der Schluss wird logisch aufgeklärt, aber meiner Meinung nach wäre weniger mehr gewesen. Ich finde das Buch gut geschrieben, es hat mich bis zum Schluss gefesselt, dennoch bin ich nicht ganz mit dem Ende im Reinen.

Es ist ein guter Krimi mit vielen Ereignissen, Wendungen und falschen Fährten und für Krimifans genau das richtige.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Opfer oder Täter?

Opfer
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Carl Edson, Polizeibeamter, wird zu einem Tatort gerufen. Dort traut er seinen Augen nicht: das Opfer wurde bestialisch gefoltert, und scheint noch zu leben. Das Opfer ist ein Krimineller, der viele Feinde ...

Carl Edson, Polizeibeamter, wird zu einem Tatort gerufen. Dort traut er seinen Augen nicht: das Opfer wurde bestialisch gefoltert, und scheint noch zu leben. Das Opfer ist ein Krimineller, der viele Feinde hat. Handelt es sich hier um Rache? Drogenmilieu? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Kurz darauf geschehen weitere Morde an Kriminellen. Carl versucht daraus eine Spur zu finden, wird aber immer wieder mit neuen Opfern und der Presse konfrontiert...

Die ist ein Debütroman.
Das blutrote Cover passt zu der Geschichte und der Titel könnte nicht passender sein.
Der Schreibstil ist flüssig und man kommt sehr schnell in die Geschichte hinein.
Die kurzen Kapitel bauen Spannung auf und man möchte unbedingt weiter lesen.

Das Buch ist in mehrere Teileabschnitte gegliedert. Diese werden einmal aus Carls Sicht und dessen Ermittlung berichtet sowie aus der Sicht des Täters.

Die Hauptprotagonisten werden gut dargestellt und durch ihre Gedanken und Einblicke in ihr Privatleben, lernt man sie zunächst besser kennen und werden auch somit für den Leser real.
Dennoch wirken sie recht unsympathisch und fremd auf einen.

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Jedoch hatte ich mir das Ende doch anders vorgestellt. Aber das ist Geschmackssache.
Es kamen doch ein paar Fragen auf, die für mich nicht befriedigend geklärt sind.
Es handelt sich um einen brutalen, grausamen Thriller, in dem sehr detailliert sie Folterungen beschrieben sind. Es ist nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Kater Otto

Des Katers Kern
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Pippa Bolle wird in das beschauliche österreichische Plutzerkogel eingeladen. Sie soll Undercover als Teilnehmerin in der Genussakademie nach einem Erpresser und Mörder suchen. Diese Einrichtung ist eigentlich ...

Pippa Bolle wird in das beschauliche österreichische Plutzerkogel eingeladen. Sie soll Undercover als Teilnehmerin in der Genussakademie nach einem Erpresser und Mörder suchen. Diese Einrichtung ist eigentlich mit Entspannungskursen für gestresste Großstädter bekannt, die das Nichtstun erlernen sollen. Jedoch wird seit einiger Zeit die Akademie und deren Mitarbeiter bedroht und sie stehen kurz vor der Schließung.
Pippa lässt sich nicht lange bitten und springt sofort mit ihrer Freundin Karin sowie ihrem Bekannten und pensionierten Polizistenfreund Paul-Friedrich ein.

Das Cover passt wie immer in die Reihe um Pippa.
Dies ist ein weiterer Fall um die smarte und lebenslustige Pippa Bolle.
Es ist schön hier bekannte Gesichter aus den vorherigen Bänden anzutreffen.

Die Protagonisten werden auch hier wieder genau und detailliert dargestellt. Man kann sie einfach nur lieb haben.
Auch hier findet sich ein Personenregister im vorderen Teil des Buches, was sehr hilfreich ist. Es kommen doch recht viele Personen darin vor und man muss es ab und an zur Hilfe nehmen.

Die Geschichte ist stimmig und man kann bis zum Schluss miträtseln wer hinter der Erpressung und dem Mord steht. Das macht für mich einen spannenden Krimi aus. Durch lustige und unterhaltsame Situationen wird das Ganze noch abgerundet.

Ich freue mich immer über ein weiteres Buch der Reihe und hoffe bald wieder etwas von Pippa lesen zu dürfen.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Mittsommer

Dunkelsommer
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Lelle fährt seit 3 Jahren durch Norrland und sucht seine 17- jährige Tochter Lina, die auf mysteriöse Weise an einer Bushaltestelle verschwand. Seine Frau konnte dies nicht mehr ertragen und hat mit einem ...

Lelle fährt seit 3 Jahren durch Norrland und sucht seine 17- jährige Tochter Lina, die auf mysteriöse Weise an einer Bushaltestelle verschwand. Seine Frau konnte dies nicht mehr ertragen und hat mit einem anderen Mann ein neues Leben angefangen.
Gleichzeitig zieht Meja mit ihrer Mutter Silje zu dessen neuen Freund in die Gegend.
Kurze Zeit später verschwindet abermals ein Mädchen...
Hängen diese Fälle zusammen? Kann Lelle Lina nach so langer Zeit finden?

Das Cover und der Titel passen wunderbar zur Geschichte.
Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur an einem vorbei.

Der Roman wird aus 2 Strängen (Lelle und Meja) abwechselnd erzählt, die später zu einem zusammen verlaufen.
Man kann Lelle auf seiner Suche durch das weite Land begleiten und erfährt wie Meja sich zurecht findet.

Die Protagonisten werden detailliert beschrieben und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Sie wirken real.

Das Buch ist ein Spannungsroman. Zunächst geschieht nicht viel, man lernt die Personen kennen und dessen Beweggründe und Alltag.
Durch die einsame Suche und die Beschreibungen wird nach und nach mehr Spannung aufgebaut. Es wirkt nicht langweilig, auch wenn keine Action vorhanden ist. Dennoch ist man so gefesselt und will den Ausgang wissen.

Dieses Buch hat mich nicht los gelassen und mich in seinen Bann gezogen. Es braucht keine übermäßigen, actionreiche Handlungen um den Leser zu fesseln. Die Autorin werde ich mir merken und hoffe bald wieder etwas von ihr Lesen zu dürfen.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Die Geheimnisse des Hinterhauses

Hinterhaus
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Carolin fällt aus allen Wolken – ihr Freund Jens verlässt sie, Wohnung ist weg und dann verliert sie noch ihren Job. Gott sei Dank nimmt sie die merkwürdige Mandy aus dem Hinterhaus auf. Doch dann beginnt ...

Carolin fällt aus allen Wolken – ihr Freund Jens verlässt sie, Wohnung ist weg und dann verliert sie noch ihren Job. Gott sei Dank nimmt sie die merkwürdige Mandy aus dem Hinterhaus auf. Doch dann beginnt erst Recht ihr Alptraum – Caro findet den seit 20 Jahren verschwundenen, eingemauerten Hans tot im Toilettenkabuff. Sie stößt schnell auf Lügen, Geheimnisse und Verrat und weiß nicht wen sie trauen kann.
Kann Caro alles aufklären und ihr Leben wieder in den Griff bekommen?

Das Cover als auch der Titel sind sehr gut gewählt – es hat etwas Düsteres und Geheimnisvolles an sich und erklärt sich von selbst.
Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur durch die Seiten. Durch die kurzen Kapitel und Sätze wird immer mehr Spannung aufgebaut. Die Autorin versteht es den Leser zu fesseln.

Der Roman wird aus Caros Sicht erzählt. Zwischendurch gibt es Einschübe von Adrian und seinen Ermittlungen.

Caro ist weltfremd und wirkt hilflos. Sie weiß nicht wie das Leben läuft und wurde immer nur behütet – zunächst von ihrem Vater und dann von Jens. Sie musste nie wirklich selber nachdenken und hat nichts hinterfragt. Somit fällt sie buchstäblich aus allen Wolken und muss lernen selbständig zu werden.
Die Bewohner sind alle merkwürdig und jeder hat Dreck am Stecken. Hier wirkt keiner sympathisch, sie sind einen fremd und man kann sich mit niemanden identifizieren.

Die Idee zu dem Buch ist sehr gut, aber man hätte mehr daraus machen können. Die Themen Wochenheim und Kindermissbrauch sind leider sehr kurz gekommen. Diese wurden eigentlich mehr von den Geheimniskrämereien der Bewohner, die ständigen Wiederholungen der Fäkalsprache als auch immer wieder die Betonung wie „dumm“ Caro ist, unterbrochen. Das hat mich doch sehr genervt und geärgert.
Teils gab es Szenen die nicht authentisch wirken und unglaubwürdig erscheinen.

Die Geheimnisse der Bewohner werden Stück für Stück dem Leser näher gebracht. Bis zum Schluss wusste man nicht wer der Mörder von Hans war und man konnte mitermitteln. Über den Ausgang war ich dann doch sehr überrascht. Dies hat mich dann ein bisschen mit dem Buch versöhnt.