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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2025

Guter Überblick für den Einstieg

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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"21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest" von Matthias Kowalski ist ein sehr übersichtlich gestaltes Grundlagenwerk über die Finanzplanung und -investition - gerade für Einsteigerinnen. Nach ...

"21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest" von Matthias Kowalski ist ein sehr übersichtlich gestaltes Grundlagenwerk über die Finanzplanung und -investition - gerade für Einsteigerinnen. Nach der Lektüre verfügen Leserinnen über Basiswissen zum sparsamen Umgang mit Geld, individuell passenden Geldanlagen und verschiedenen Strategien des Vermögensaufbaus.

Dabei wird nach den Grundlagen, wie Sparmöglichkeiten beim Girokonto, auch auf das Modell Tagesgeld und Festgeld sowie ETF und unnötige Ausgaben bei Versicherungen und Verträgen eingegangen.
Diejenigen, die sich bereits mit Finanzen und Sparmöglichkeiten auseinandergesetzt haben, werden vermutlich keine gänzlich unbekannten Strategien und kein neues Wissen bekommen. Allerdings schadet es ja auch nicht, noch einmal über den Notgroschen, Risikominimierung und Renditenmaximierung zu lesen.

Matthias Kowalski hat sämtliches Wissen sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt, sodass sich das Buch rasch lesen ließ. Bedarfsorientiert kann ich mir vorstellen, zu speziellen Fragen noch einmal gezielte Kapitel zu lesen.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Spannender Pageturner

Don't Let Her Stay
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Joanne lebt mit ihrem Ehemann Richard und ihrer neugeborenen Tochter Evie in einem großen Haus mitten auf dem Land. Nach der Hochzeit mit Joanne bracht Chloe, Richards Tochter aus erster Ehe, den Kontakt ...

Joanne lebt mit ihrem Ehemann Richard und ihrer neugeborenen Tochter Evie in einem großen Haus mitten auf dem Land. Nach der Hochzeit mit Joanne bracht Chloe, Richards Tochter aus erster Ehe, den Kontakt zu ihm vollständig ab. Nun empfängt er einen Brief von ihr: Chloe möchte gern zu Besuch kommen und ihre kleine Schwester kennenlernen.
Während sich Joanne ebenso wie Richard darauf freut, Chloe kennenzulernen und Zeit mit ihr zu verbringen, ändert sich ihre Einschätzung schnell. Seit Chloe im Haus ist, geschehen merkwürdige Dinge, Joanne scheint vergesslich zu sein und wird das Gefühl nicht los, dass Chloe sie hasst. Als Richard anfängt, an Joannes Verstand zu zweifeln, fragt auch sie sich, was tatsächlich passiert und ob etwas mit ihr nicht stimmt. Klar ist für sie, dass sie Chloe nicht traut und Evie unbedingt schützen muss.

Ich lese gern (Psycho)Thriller und mag es, wenn ich nicht absehen kann, wie der Plot verläuft und ausgeht. Bei "Don't let her stay" hatte ich sehr schnell das Gefühl, bereits die Auflösung zu kennen und rechnete eher mit einer langweiligen Lektüre. Diesen Eindruck musste ich jedoch schnell widerrufen. Nicola Sanders schreibt flüssig und hat mich mit unvorhersebaren und plötzlichen Wendungen überrascht - und das bis zum Schluss.
Die Entwicklungen im Haus sowie die Dynamik zwischen den Figuren sind absurd und haben bei mir sämtliche Fragen eröffnet. Viele haben sich im Laufe der Lektüre geklärt.

Insgesamt kann ich sagen, dass der Thriller ein absoluter Pageturner ist, den ich ungern aus der Hand gelegt habe, und der mich voller Adrenalin zurückgelassen hat.

Veröffentlicht am 14.02.2025

Zwischenmenschliche Spannung, aber es passiert nicht viel

Drei Wochen im August
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Elena möchte die Ferien mit ihrem sechsjährigen Sohn und ihrer dreizehnjährigen Tochter in einem abgelegenen Ferienhaus an der Atlantikküste Frankreichs verbringen. Das Haus gehört der Partnerin ihrer ...

Elena möchte die Ferien mit ihrem sechsjährigen Sohn und ihrer dreizehnjährigen Tochter in einem abgelegenen Ferienhaus an der Atlantikküste Frankreichs verbringen. Das Haus gehört der Partnerin ihrer Arbeitsgeberin, weshalb es ein unschlagbares Angebot ist. Elenas Mann muss wegen der Arbeit zuhause bleiben. Daher fragt sie Eve, das Kindermädchen, ob sie mitkommen mag. Eigentlich sind ihre Kinder zu alt für ein Kindermädchen, doch vor allem ihr Sohn hängt an Eve. Damit ihre Tochter sich nicht langweilt, darf sie ebenfalls eine Freundin mitnehmen.

Erzählt wird wechselnd aus Eves und Elenas Perspektive. Während Eve für Elena eine Art Freundin und gute Gesellschaft ist, sieht Eve Elena ganz klar als ihre Arbeitgeberin, hält sie auf Distanz und lässt sich die Wochen in Frankreich gut bezahlen.
Nina Bußmann schreibt nüchtern, schnörkellos und schafft von Beginn an eine bedrohliche Grundstimmung, die untergründig spürbar ist. Die Waldbrände und der verschrobene Hauswart verstärken diesen Eindruck.
Im Grunde passiert auf der Handlungsebene kaum etwas. Die Gruppe ist in dem Haus, verbringt Nachmittage am Strand und irgendwie leben alle aneinander vorbei. Die einzelnen Situationen werden von Elena und Eve so unterschiedlich geschildert und bewertet, dass ich gar nicht wusste, was sich tatsächlich abgespielt hat. Die Dynamik der Figuren ist in jeder Hinsicht konkurrierend - gerade Eve und Elena buhlen nur so um die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung der Kinder.

Dadurch, dass kaum etwas passiert, aber durchgehend eine zwischenmenschliche Spannung herrscht und sich die Tage in Frankreich sowie die Lesepassage ziehen, baute sich keine Spannung im Leseprozess auf.
Ein Buch, das beklemmend ist und mich irgendwie ratlos zurücklässt. Ich hatte, ausgehend vom Klappentext und der Leseprobe ein spannungsgeladenes Kammerspiel erwartet, das sich so nicht erfüllt hat.

Veröffentlicht am 14.02.2025

Konstruiert, aber ließ sich gut lesen

The Killer Profile
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Midnight Jones arbeitet in London bei einem Biotech-Unternehmen, wo sie mithilfe einer KI erstellte psychometrische Persönlichkeitstetst auswertet. Dabei trifft sie bei einem Bewerber auf ein auffälliges ...

Midnight Jones arbeitet in London bei einem Biotech-Unternehmen, wo sie mithilfe einer KI erstellte psychometrische Persönlichkeitstetst auswertet. Dabei trifft sie bei einem Bewerber auf ein auffälliges Profil, das eines Killers. Als eine Frau in ihrer Nachbarschaft brutal ermordet wird, vermutet Midnight Jones, dass es sich um den Menschen hinter ihrem Profil handelt. Innerhalb ihres Unternehmens stößt sie vermehrt auf Widerstand, sodass sie sich selbst auf die Spurensuche macht.

Den Plot, dass eine KI Persönlichkeitsprofile erstellt und dadurch Rückschlüsse auf Bewerber*innen gestellt werden können, fand ich interessant. Helen Field schreibt flüssig und einfach, dabei werden immer wieder Kapitel des Mörders eingefügt, in denen aus seiner Perspektive erzählt wird, was die Spannung steigerte.
Die Schilderungen der Vorgänge innerhalb des Unternehmens fand ich teilweise fragwürdig, ebenso leichtfertig waren einige von Midnights Entscheidungen - für den Plot jedoch notwendig.
Alles in allem war einiges sehr konstruiert und vorhersehbar, aber das Buch war gut zu lesen und konnte mich für die Lesestunden fesseln.
Ein flotter Thriller, der mir allerdings nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Veröffentlicht am 11.02.2025

Langjährige Brieffeindschaft

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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In der fünften Klasse werden Naomi und Luca für ein Projekt als Brieffreund*innen zugewiesen. Während Naomis Brief nett ist, antwortet Luca sehr unfreundlich, worauf Naomi ebenfalls unhöflich zurückschreibt. ...

In der fünften Klasse werden Naomi und Luca für ein Projekt als Brieffreund*innen zugewiesen. Während Naomis Brief nett ist, antwortet Luca sehr unfreundlich, worauf Naomi ebenfalls unhöflich zurückschreibt. So entwickelt sich ein Briefwechsel voller Gemeinheiten und Beleidigungen, der sich über Jahre hinweg hält. Nach zwei Jahren Briefpause erhält Naomi einen weiteren Hassbrief von Luca und beschließt, ihn ausfindig zu machen und zu suchen.

Donna Marchetti hat mit "P.S. I hate you" eine Enemies to Lovers Geschichte geschrieben, deren Plot ich ganz unterhaltsam finde - auch wenn einige Briefe, gerade für das junge Alter der beiden, wirklich sehr fies und doll sind. Die Autorin schreibt flüssig, humorvoll und schafft eine unterhaltsame Grundatmosphäre, sodass sich das Buch sehr schnell lesen lässt.
Erzählt wird wechselnd aus Naomis und Lucas Perspektive, wobei ich Naomi als eher oberflächlich und weniger greifbar empfand, während ich Luca als nahbarer empfand und seine Entwicklung auch stärker nachvollziehen kann.
Der Plottwist und die Gesamtentwicklung waren für mich sehr schnell vorhersehbar, sodass es für mich keinen Überasschungseffekt gab, sondern ich "P.S. I hate you" als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch bezeichnen kann.