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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2019

Die Nebelgängerin

Die Nebelgängerin
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Teresa erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat und reist nach Wien, um diese zu treffen. Allerdings läuft die erste Begegnung anders als geplant und die Entwicklung nimmt ihren Lauf. Teresa versucht, ...

Teresa erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat und reist nach Wien, um diese zu treffen. Allerdings läuft die erste Begegnung anders als geplant und die Entwicklung nimmt ihren Lauf. Teresa versucht, alles über Alice herauszufinden und deren Geheimnis zu erfahren...

Der Leser wird zu Beginn in Teresas Leben mitgenommen, bekommt einen EInblick in ihren Alltag und durch geschilderte Erinnerungen Stück für Stück Informationen über ihre Vergangenheit. So kann sich der Leser im Laufe der Geschichte ein gesamtes Bild von ihr machen und bis dahin eigene Rückschlüsse ziehen. DIese Erzählweise gefällt mir sehr gut.
Ich hatte zu Beginn einige Schwierigkeiten, durch die Atmosphäre in die Geschichte hineinzufinden. Auf mich wirkte der Beginn sehr trist, sehr deprimierend, Teresas Unsicherheit nervte mich - im Verlauf erweist sich die Atmosphäre allerdings als sehr passend. Und nach einigen Kapiteln hat mich Teresa dann doch mitgenommen in ihre düstere Gedankenwelt und mich davon überzeugt, dass dies nur ein Teil von ihr ist.
Ich konnte mich nur eingeschränkt mit Teresa identifizieren, was allerdings keine Auswirkung auf die Begeisterung von der Geschichte oder die Spannung hatte. Und da die Handlung zwar vorhersehbar wirkte, sie dann jedoch nicht war, wurde es für mich immer spannender und ich wollte immer mehr über Alice und den weiteren Verlauf erfahren. Schließlich konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ich kann das Buch Psychothriller-Fans definitiv empfehlen!

Veröffentlicht am 10.02.2019

Ein Psychopath hütet das Geheimnis des Schuppens

Der Schuppen
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Der Thriller wird aus Jacksons Perspektive erzählt. Er wechselt innerhalb der Erzählung von der Gegenwart in die Vergangenheit, nimmt den Leser zu Stationen seines Lebens mit, die ihn veränderten und prägten, ...

Der Thriller wird aus Jacksons Perspektive erzählt. Er wechselt innerhalb der Erzählung von der Gegenwart in die Vergangenheit, nimmt den Leser zu Stationen seines Lebens mit, die ihn veränderten und prägten, zurück bis in das Jahr 1986. In diesem Jahr entdeckte er das Geheimnis im Schuppen, das sich unter der Falltür befindet und von seinem Vater bis dato gut gehütet wurde. Jackson nimmt den Leser mit in seine Psyche, offenbart ihm seine Passion, seine Wünsche und seine Abgründe.

Der Titel und der Klappentext haben mich enorm angesprochen. Es klang nach einem spannenden Buch, das die Abgründe eines Menschen offenbart. Obwohl ich im Prolog schon absehen konnte, was der rote Faden des Buches sein wird, gefielen mir die ersten Kapitel sehr gut. Ich habe Stück für Stück einiges über Jackson, seine Ehe, seine Beziehung zu seinem Sohn und zu Frauen im Allgemeinen erfahren.
Allerdings wurde es mir dann zu eintönig. Viele Redewendungen haben sich wiederholt, es gab für mich keine Überraschungsmomente und ich habe immer mehr die Lust verloren, weiterzulesen. Obwohl ich hoffte, dass mich die Geschichte an einem gewissen Punkt wieder begeistert, wurde ich leider enttäuscht. Auch das Ende finde ich vorhersehbar und nicht wirklich erschütternd. Dass mich die Geschichte in gewisser Weise kalt gelassen hat, liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Verbindung zu Jackson aufbauen konnte. Ich verstehe seine Gedanken und Handlungen nur begrenzt. Ich konnte die Distanz zwischen mir und ihm leider nicht überwinden. Der Schreibstil hat etwas sehr spezielles, er ist metaphorisch, sexistisch, irgendwie kühl - was an sich für einen Thriller nicht schlecht ist. Jedoch nervten mich die endlosen "Wiederholungsschleifen" und ich sehnte mich nach etwas Neuem, Überraschendem.
Obwohl ich die Grundidee des Buches sehr gut finde, hat es mich leider nicht überzeugen können.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Eine unvergessliche Liebe

Vergiss nicht, dass wir uns lieben
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Ein Mann und eine Frau finden sich auf einer Insel, verfügen beide über keine Erinnerung und beginnen in dem einzigen Haus auf der Insel ein gemeinsames Leben und entdecken die Liebe.

Den Titel, das Cover ...

Ein Mann und eine Frau finden sich auf einer Insel, verfügen beide über keine Erinnerung und beginnen in dem einzigen Haus auf der Insel ein gemeinsames Leben und entdecken die Liebe.

Den Titel, das Cover und den Klappentext finde ich sehr gelungen. Sie passen sehr gut zusammen und haben in mir definitiv das Interesse an dem Roman geweckt.
Mir gefällt der Schreibstil besonders gut. Er ist so lieblich und wirkt leicht verschörkelt, dabei jedoch keineswegs aufgesetzt oder konstruiert. Er hat mich direkt in die Geschichte der Beiden hineingenommen und es mir ermöglicht, mir jede Situation hautnah engegen zu bringen. Besonders die Beschreibungen der Umgebung finde ich faszinierend. Manchmal konnte ich den Sand und das Meer selbst riechen.

Die Gestaltung der Kapitel finde ich sehr gelungen und die entsprechenden Kapiteltitel passend. Zu Beginn werden die Erzählungen über den Mann und die Frau getrennt gehalten und dem Leser abwechselnd präsentiert. Mitdem sie zueinander finden, findet auch die Erzählperspektive der Beiden zu einer zusammen.
Die Emotionen und Gedanken der beiden Protagonisten werden dem Leser zu jedem Zeitpunkt dargelegt. Daher konnte ich mich in ihre Situation sehr gut einfinden und mit ihnen und dem Geschehen mitfiebern.
In sich ist die Geschichte sehr schön geschlossen, ist stimmig und wirkt auf mich nicht konstruiert und nicht an den Haaren herbeigezogen und nicht zu kitschig. Ich empfinde den Roman als mitreißend, tiefgehend, berührend und zart zugleich.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Zibulla voll in Aktion

Zibulla - Nix für ungut!
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Der Privatdetektiv Tibor Zibulla mischt Ruhrstadt auf, nachdem ihm der Mord der Pornodarstellerin und seiner Klientin Vicky DeWinter untergeschoben wird. Er macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder ...

Der Privatdetektiv Tibor Zibulla mischt Ruhrstadt auf, nachdem ihm der Mord der Pornodarstellerin und seiner Klientin Vicky DeWinter untergeschoben wird. Er macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und deckt dabei wichtige Zusammenhänge auf.

Der Krimiroman ist wunderbar geschrieben: leicht und locker zum Herunterlesen. Es wird aus Zibullas Sicht erzählt, sodass dem Leser Schlagfertigkeit, Cleverness und Witz vermittelt werden. Das tut der Geschichte sehr gut und lässt den Fall für den Leser in einem unterhaltsamen Licht stehen.
Obwohl das Ende des Buches teilweise vorhersehbar ist, ist es der Weg dahin nicht. Es werden stets neue Charaktere eingeführt, die eine Rolle spielen. Ihnen allen wird durch Beschreibungen und Eindrücken Zibullas sehr viel Persönlichkeit verliehen, was mir gut gefällt.
Vor allem Zibulla selbst ist mir sympathisch. Der Leser erfährt im Laufe der Geschichte einiges über sein Leben und seine Vergangenheit und wird so Teil des Geschehens. Der Plot ist sehr verständlich dargestellt, sodass ich zu keinem Zeitpunkt den roten Faden verloren habe.
Mir gefallen die Charaktere, der Schreibstil, die Atmosphäre, die grundsätzlich vermittelt wird, und Zibullas Heran- und Vorgehensweise. An einigen Stellen ist die Brutalität für meinen Geschmack ein wenig dick aufgetragen, aber sie passt definitiv zu Zibulla und zum Gesamteindruck des Buches!
Denjenigen, die einen unterhaltsamen Kriminalroman lesen möchten, kann ich das Buch nur empfehlen!

Veröffentlicht am 10.02.2019

Welt unter sechs

Welt unter Sechs
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" 'Manchmal will er innehalten, im Trotz des treulosen Mannes die Weisheit freien.' So steht der Mann in der Welt. Unbehaust und verirrt. Hartherzig und tändelnd. Wie kann er heil werden? Wie kann er entdecken, ...

" 'Manchmal will er innehalten, im Trotz des treulosen Mannes die Weisheit freien.' So steht der Mann in der Welt. Unbehaust und verirrt. Hartherzig und tändelnd. Wie kann er heil werden? Wie kann er entdecken, wer er wirklich ist?"

Beile Ratut erzählt in drei Erzählungen von Männern, die sich in ihrem Leben diesen Fragen stellen müssen. Es geht um misslungene Beziehungen, um Beziehungen, die schwer einzugehen sind, um Liebe, um Anerkennung, um Angst, Zorn, Sehnsucht, Verzweiflung und Versöhnung. Die Wege, die die Männer gehen, sind unterschiedlich und führen zu diversen Ergebnissen. Für den Mann im Vergleich zum Ausgangspunkt der Erzählung immer zu einem Mehrwert.

Der Schreibstil hat mir sehr, sehr gut gefallen. "Welt unter Sechs" war das erste Buch, das ich von Beile Ratut gelesen habe, daher war mir der Schreibstil zunächst sehr fremd. Nach einigen Seiten Einlesen fand ich mich jedoch in ihm sehr gut zurecht und mochte ihn von Seite zu Seite mehr.
Dass die Geschichten einen so ernsten und teilweise erschütternden Inhalt haben, hat mich überrascht. Ich habe mit "sanfteren" Geschichten gerechnet. Es werden die Abgründe des Mannes in seiner Rolle als Mann aufgezeigt. Vergewaltigung, Misshandlung und Distzans sind einige der Hauptmotive.
Ich kann denjenigen das Buch empfehlen, die bereit sind, sich mit Abgründen und den oftmals steinigen Lebenswegen bis hin zur Versöhnung und zum Glück zu befassen.
Das Buch hat mich berührt, erschüttert und lange nachdenken lassen und ich bin froh, es gelesen zu haben. "Der Mann" kann zerbrechen wie jeder andere auch. Und Abgründe können oft tiefer sein als man denkt...