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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2024

Ein sehr spannender Jugendkrimi mit besonderer Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen mit etwas Luft nach oben.

Who's to blame - Direkt, brutal, realitätsnah: ein spannender Jugendthriller über ein brandaktuelles Thema
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Ein Lehrer. 15 Schüler. Eine ursprünglich zusätzlich angesetzte Unterrichtsstunde wird zum Albtraum der Schüler als der Lehrer die Tür verriegelt, eine Waffe herausholt und die Stunde plötzlich zur Geiselnahme ...

Ein Lehrer. 15 Schüler. Eine ursprünglich zusätzlich angesetzte Unterrichtsstunde wird zum Albtraum der Schüler als der Lehrer die Tür verriegelt, eine Waffe herausholt und die Stunde plötzlich zur Geiselnahme wird...
Die Story an sich war richtig spannend und hatte viel Potenzial. Es war mal was ganz anderes als ich bisher gelesen habe. Von Amokläufen hat man (leider) schon öfter gehört, aber dass ein Lehrer seine Schüler als Geiseln nimmt, war neu.
Erzählt wird das Geschehen aus den Perspektiven von zwei Schülern und einer Polizistin. Es war sehr spannend und interessant wie unterschiedlich die Schüler auf die Situation reagieren und wie die Polizei in einem solchen Fall arbeitet. Man überlegt automatisch wie man selbst in dem Alter auf diese Situation reagiert hätte und ich muss sagen, dass ich das Verhalten der Jugendlichen echt super und vorallem clever fand. Es gab einen tollen Zusammenhalt und die Menschlichkeit wird innerhalb der Gruppe groß geschrieben. Die Spannung stieg von Kapitel zu Kapitel und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.
Allerdings war das Ende nicht so ganz rund für mich und die Sache mit Brandls Frau und alles drum herum hätte gerne noch etwas detaillierter erklärt werden können. Vielleicht auch aus Brandls Perspektive.
In dem Buch wird gegendert, was für mich den Lesefluss eher gestört hat bzw. einfach ungewohnt war, da ich viele Wörter noch nie gehört hatte (niemensch, Neffte, usw.). Leider fehlten auch öfter mal Wörter, was mich zusätzlich gestört hat.
Außerdem fand ich manche Themen etwas unpassend für das eigentliche Thema der Geiselnahme. Das Gendern und ein queerer Schüler haben zb einen recht großen Anteil ausgemacht. Allerdings wirkte das in diesem Fall sehr gezwungen und zu gewollt, so als ob das Thema unbedingt immer wieder reingebracht werden musste. Es hatte die meiste Zeit nichts mit der eigentlichen Story zutun und hätte anders gelöst werden können.
Die Sprache der Schüler war authentisch gewählt und man merkte daran auch, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Ein wertvolles, aufklärendes und sehr emotionales Buch, das einen ganz tief berührt

A joyful SUMMER
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Okay, wo fang ich an. Zugegeben, ich hatte sehr große Erwartungen an dieses Buch, weil ich die Set On You-Dilogie von Trisha so liebe. Aber wieder einmal hat sie bewiesen wie sehr ihr diese Art Geschichten ...

Okay, wo fang ich an. Zugegeben, ich hatte sehr große Erwartungen an dieses Buch, weil ich die Set On You-Dilogie von Trisha so liebe. Aber wieder einmal hat sie bewiesen wie sehr ihr diese Art Geschichten und Deep New Adult liegen. Denn es werden wieder schwierige und ernste Themen behandelt wie Essstörungen, Tod und Verlust, die Angst nie genug zu sein, Rassismus. Dabei integriert sie diese Themen so sensibel und mit Fingerspitzengefühl, dass man sich direkt hineinfühlen kann und es einfach komplett authentisch ist. Die Themen sind schmerzhaft, aber gleichzeitig schafft Trisha es sie so zu verpacken, dass sie einen tief berühren und nicht mehr loslassen.

Gabriel und Joyce haben sich direkt einen Platz in meinem Herz gesichert. Die beiden haben mit so vielen Problemen zu kämpfen und schließlich kämpfen sie für sich selbst und füreinander.
Es wird aus beiden Sichtweisen erzählt, jedoch überwiegt Gabriels Anteil, was ich absolut passend finde. Seine eigenen Probleme konnten auf diese Art plausibel dargestellt werden und gleichzeitig war es sehr gut nachvollziehbar wie schwer eine Essstörung für Außenstehende zu greifen und zu bemerken ist. Denn Joyce hat ihre Krankheit gut zu verstecken gewusst. Jedoch kommt Joyce auch nicht zu kurz und man erhält einen Einblick in die Psyche der Betroffenen. Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach zauberhaft. Sie sind die größte Stütze für den anderen.
Aber auch die Nebencharaktere und deren Gruppendynamik waren wieder besonders. Die Freunde halten zusammen und unterstützen sich auf ihre eigene Art.
Das Buch hat mich emotional und auch thematisch wieder komplett abgeholt und im letzten Viertel habe ich ständig einfach nur noch Tränen verdrückt.

Ein wertvolles, aufklärendes und sehr emotionales Buch, das einen ganz tief berührt.
Für mich wieder mein Jahreshighlight und ein weiteres Lieblingsbuch auf meiner Liste.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Spannender Locked-Room Jugendkrimi

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Izzy möchte mit ihren Freunden ihren Schulabschluss feiern. Dafür mietet ihre beste Freundin Kassidy eine alte Villa auf einer abgelegenen Insel. Es soll eine mehrtägige Party im 20-er Jahre Stil werden, ...


Izzy möchte mit ihren Freunden ihren Schulabschluss feiern. Dafür mietet ihre beste Freundin Kassidy eine alte Villa auf einer abgelegenen Insel. Es soll eine mehrtägige Party im 20-er Jahre Stil werden, doch dann wird Kassidys Freund tot aufgefunden und ein Sturm bricht aus. So sind die Freunde auf der Insel gefangen...

Die Story war sehr spannend bis zum Schluss. Ich hatte ab und an so meine kleinen Vermutungen, wer den Mord begangen haben könnte, aber so richtig sicher war ich mir nicht. Dazu hatte tatsächlich auch einfach jeder der Freunde ein mögliches Motiv, sodass man immer wieder in die Irre geführt wurde. Das Ende kam nicht komplett überraschend, allerdings gab es noch eine weitere Wendung, die dann doch nicht vorhersehbar war.
Außerdem werden auch immer wieder die typischen Probleme im Jugendalter mit aufgegriffen, was die Story authentischer macht.

Ich hatte manchmal Schwierigkeiten mit den ganzen Personen vor Ort. Obwohl es eigentlich nicht so viele waren fiel es mir anfangs schwer zu erfassen von wem gerade gesprochen wird. Die meiste Zeit erzählt die Protagonistin die Story. Es gibt allerdings auch immer wieder Kapitel aus der Sichtweise anderer Personen. Diese muss man aber erstmal erraten, was mich zu den Startschwierigkeiten mit den ganzen Namen zusätzlich verwirrt hat. Der Name der Person am Anfang des Kapitels wäre da sehr hilfreich gewesen, aber vielleicht war es auch so gewollt.

Alles in allem ein gelungener und spannender Jugendkrimi im Locked-Room-Stil.

📍Locked-Room
📍Murder Mystery
📍Jugendkrimi

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Tiefgründige Sportsromance mit wichtigen Themen

Cape Coral 1. Break through my Defense
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Paytons Eltern sterben bei einem Unfall (was mir direkt die ersten Tränen gleich zu Beginn der Story beschert hat). Daher wird sie aus ihrem bekannten Umfeld gerissen und muss zu ihrem Onkel und dessen ...

Paytons Eltern sterben bei einem Unfall (was mir direkt die ersten Tränen gleich zu Beginn der Story beschert hat). Daher wird sie aus ihrem bekannten Umfeld gerissen und muss zu ihrem Onkel und dessen Familie nach Cape Coral ziehen. Sie ist alles andere als begeistert, denn sie sieht anders aus als die Menschen dort und hält nichts vom Leben der Schönen und Reichen. Wird sie sich vielleicht durch einen bestimmten Mann umstimmen lassen oder wird sie direkt wieder zurückgehen?

Ich habe mich schon sehr auf das Buch gefreut und wurde absolut nicht enttäuscht - es ist eines meiner Jahreshighlights geworden. Bisher habe ich noch keine Sports-Romance gelesen, die so tiefgründig war und mich komplett mitgenommen hat. Durch Mimis wunderbar flüssigen, lockeren und humorvollen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten gerauscht. So gelingt ihr auch der Spagat zwischen sommerlicher Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit perfekt. Die schweren Themen wurden sensibel und passend eingebaut.

Payton fand ich sehr stark. Wie sie trotz des schweren Verlustes weitergemacht hat und sich selbst gefunden und akzeptiert hat, war toll zu lesen. Und dann ist da natürlich noch Cam - kann jemand noch perfekter sein? Ich mochte ihn von Anfang an sehr. Er zeigt Payton worauf es ankommt und bestärkt sie unglaublich. Zugleich packt er sie aber auch nicht in Watte, wenn er sie z.B. auf ihr eigenes Schubladen-Denken hinweist, das sie selbst bei anderen so hasst. Die beiden sind ein richtiges Dreamteam. Ich mochte auch sehr, dass es nicht zu schnell zwischen den beiden ging und Cam sich wirklich schon ordentlich bemühen musste.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls liebevoll und detailliert ausgearbeitet.

Für mich eine absolute Empfehlung, auch wenn man sonst nicht so auf Sports-Romance steht. Eine perfekte Mischung aus Humor, Sport und natürlich der großen Liebe sowie tiefgründigen Themen wie Bodyshaming und Mobbing, Vorurteile, Verlust und Trauer.

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Veröffentlicht am 14.12.2023

Hoffnung und Zuversicht in schweren Zeiten

Nur ein Wort mit sieben Buchstaben
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"Ich habe unterschätzt, was es mit einem macht, wenn die Wurzeln verkümmern und die Flügel brechen."

Inhalt: Mika kennt die Bedeutung des Wortes Familie nicht, denn er lebt bei Eltern, die in ihrer Drogensucht ...

"Ich habe unterschätzt, was es mit einem macht, wenn die Wurzeln verkümmern und die Flügel brechen."

Inhalt: Mika kennt die Bedeutung des Wortes Familie nicht, denn er lebt bei Eltern, die in ihrer Drogensucht feststecken und die ihm keinen Ort der Sicherheit, sondern seine persönliche Hölle geben. Dann wird er selbst mit Drogen erwischt und wird auf einen Bauernhof in eine Pflegefamilie gebracht. Er hat darauf natürlich keine Lust, aber Joanna zeigt ihm schnell, dass dieser Ort und die Menschen darin es wert sind.

In diesem Buch spricht die Autorin wichtige Themen wie Drogensucht, häusliche Gewalt und Ausgrenzung an. Beachtet daher bitte die Triggerwarnung.

Die Charaktere der Pflegefamilie habe ich alle geliebt. Vorallem Ben und Kati fand ich so toll. Kati, das starke, lebensfrohe Mädchen, das soviel schlimmes erleben musste.
Der Umgang mit allen (Pflege-)Familienmitgliedern untereinander war so schön - respektvoll, hilfsbereit, rücksichtsvoll und achtsam. Mir wurde ganz warm ums Herz als ich gelesen habe wieviel Raum sie Mika gegeben haben, um anzukommen. So etwas habe ich mir für ihn und generell alle Pflegekinder gewünscht.
Diversität wurde hier so natürlich eingebracht, dass es gar nicht auffiel und nicht gezwungen wirkte.

Was Mika passiert ist, ist so furchtbar. Ich fand die Kapitel mit den Rückblicken aus den Ereignissen seines Lebens richtig schlimm und schwer zu ertragen. Es hat mich so wütend gemacht, dass jemand derart grausam sein kann.

Zum Ende hin hätte ich mir noch Einblicke in den Gerichtsprozess und den weiteren Weg von Mikas Mutter gewünscht, denn irgendwie war das Ende vom Buch so plötzlich da. Was natürlich für das Buch und den tollen Schreibstil der Autorin spricht, wenn man super schnell durch ist. Aber es hätten gerne noch ein paar Kapitel mehr sein können.

Wieder ein Buch von Ava Reed in dem die Hoffnung ganz ganz groß geschrieben wird und einem Zuversicht versprochen wird. Und genau deshalb mag ich ihre Jugendbücher so gerne.

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