Profilbild von tigerbea

tigerbea

Lesejury Star
offline

tigerbea ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tigerbea über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Das gewisse Etwas fehlte

Das Baumhaus
0

Henrik und Nora fahren mit ihrem 5jährigen Sohn Fynn nach Västernorrland. Die verlassene Ferienhütte von Henriks Vater umgibt jedoch eine düstere und bedrohliche Atmosphäre. Sie finden Fußabdrücke im Haus, ...

Henrik und Nora fahren mit ihrem 5jährigen Sohn Fynn nach Västernorrland. Die verlassene Ferienhütte von Henriks Vater umgibt jedoch eine düstere und bedrohliche Atmosphäre. Sie finden Fußabdrücke im Haus, ein Mann taucht am angrenzenden Waldrand auf. Henrik versucht daraus Inspirationen für sein neues Kinderbuch zu ziehen, während Nora alles daran setzt, die Idylle zu retten - und für Wiedergutmachung zu erlangen, was niemand erfahren darf. Zeitgleich findet Rosa Lundqvist bei nächtlichen Grabungen ein Kinderskelett. Als Fynn in der Nähe des Fundortes spurlos verschwindet, wird sie zur Beraterin der Polizei. Dabei kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

"Das Baumhaus" ist das zweite Buch von Vera Buck. Leider fehlte hier das gewisse Etwas, so daß es etwas hinter dem Nachfolgebuch "Der dunkle Sommer" zurückbleibt. Trotzdem habe ich auch dieses Buch mit Spannung gelesen. Vera Buck erzählt diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Dadurch bekommt man viele Einblicke in das Geschehen, welches zum Teil Gänsehaut bereitet. Geschickt verwickelt die Autorin ihre Geschichte so, daß man viele Verdächtige bekommt und nicht weiß, wem man nun letzlich trauen kann. Ihre Charaktere hat sie so ausgearbeitet, daß jeder sein Päckchen zu tragen hat und versucht, ein Geheimnis zu bewahren. Ihre Handlungsweisen konnte ich jedoch oft nicht nachvollziehen, so daß ich keinen Bezug zu ihnen finden konnte. Vera Buck glänzt auch hier wieder mit ihrem sehr flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil, der es dem Leser wiederum leicht macht, der Handlung zu folgen. Trotz der kleinen Kritikpunkte kann ich dieses Buch sehr empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Wundervoll

3 Streuner und der sprechende Berg
0

Die drei Streuner King Kerl, Big Ben und Flirty haben sich mittlerweile gut bei Sebastian, Arusha und Joy eingelebt. Als in der Schule eine Wohlfühlwoche stattfindet, beschließt Joy, daß King Kerl sie ...

Die drei Streuner King Kerl, Big Ben und Flirty haben sich mittlerweile gut bei Sebastian, Arusha und Joy eingelebt. Als in der Schule eine Wohlfühlwoche stattfindet, beschließt Joy, daß King Kerl sie begleiten soll. Doch da hat sie die Rechnung ohne Big Ben und Flirty gemacht. Beide folgen ihnen zur Schule und mischen die Klasse gut auf. Am nächsten Tag will sogar Schildegard mit und versteckt sich in Joys Tasche. Gemeinsam beschließen sie herausfinden, warum Pepe aus Joys Klasse Joy nicht leiden kann.

"3 Streuner und der sprechende Berg" von Anja Fröhlich ist eine bezaubernde Geschichte um Freundschaft. Die drei Streuner King Kerl, Big Ben und Flirty gehen durch dick und dünn, wollen stets alles gemeinsam erleben und auch Schildkröte Schildegard gehört nun mit dazu. Für sie riskiert King Kerl nun sogar sein Leben. Schildegard bezaubert in dieser Geschichte durch ihre weisen Ratschläge, die ein wenig wie Orakel daherkommen. Sie mochte ich ganz besonders gern. Die Geschichte wird, wie bereits im ersten Teil der Serie, aus der Sicht von King Kerl erzählt. Dies macht einen besonderen Reiz aus, wird doch alles aus Hundesicht erzählt und man bekommt eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge. Die Abenteuer, die sie gemeinsam erleben, sind humorvoll und spannend zugleich. Das Buch besticht durch wunderbare Zeichnungen von Pe Grigo, die einfach herrlich sind und zum Lachen animieren.

Dieses Buch ist für jeden Altersklasse ein Genuss - egal ob jung oder erwachsen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

Ein Roman mit zwei Geschichten

Es bleibt doch in der Familie
0

Tante Klara ist gestorben! Marlene und ihre Schwestern Esther und Nicole finden es unerhört, daß sie das Erbe mit ihrem Bruder Andi und ihren Cousins Michael und Jochen teilen sollen. Der siebte Erbe ist ...

Tante Klara ist gestorben! Marlene und ihre Schwestern Esther und Nicole finden es unerhört, daß sie das Erbe mit ihrem Bruder Andi und ihren Cousins Michael und Jochen teilen sollen. Der siebte Erbe ist ein Unbekannter, den Klara in ihrem Testament als die Liebe ihres Lebens bezeichnet hat. Das sorgt für Irritationen, denn Tante Klara war nur kurz mit Onkel Peter verheiratet, der sehr jung bei einem Unfall ums Leben kam. Sie bewohnte ganz alleine ein Haus auf der Insel Hohenwerth, die mitten im Rhein liegt. Es stellt sich heraus, daß auch die gesamte Insel Klara gehörte. Als Marlene ein altes Tagebuch findet, erfährt sie, welche Tragödie sich einst in Klaras Leben ereignet hat. Sie hat dieses Geheimnis mit ins Grab genommen, obwohl es ihr ganzes Leben beeinflusst hat. Doch jetzt beginnt für die sieben Parteien der harte Kampf um das Erbe. Daß Klara sich ausdrücklich einen gemeinsamen Entschluss gewünscht hat, macht die Lage nicht einfacher. Jetzt lernt man sich erstmal richtig kennen!

Der Roman "Es bleibt doch in der Familie" ist an Realität kaum zu überbieten. Die Handlung könnte genau so oder noch krasser in jeder Familie passieren. Christiane Wünsche beschreibt das Chaos, was eine Erbschaft auslösen kann, mit viel Einfühlungsvermögen. Manchmal weiß man nicht, ob man über die Erben lachen oder weinen soll. Das zweite Thema in dieser Geschichte ist dagegen sehr berührend. Wie groß muß die Verzweiflung eines Menschen sein, der von der Natur um seine wahre Identität betrogen wurde? Wie soll er sich achten, wenn er von der eigenen Familie verachtet wird? Diese Seite des Romans geht wirklich unter die Haut. Auch da findet Christiane Wünsche den richtigen Ton - mit ganz viel Gefühl und ohne Pathos. Dieses Buch ist ein Leseerlebnis vom feinsten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Leider der letzte Teil

Merciful Secret - Verzeihet meine Sünden
0

Mercy Kilpatrick trifft in der Nähe des von ihr heimlich in den Wäldern Oregons erbauten Schutzhauses auf ein verstörtes Mädchen, dessen Großmutter gerade erstochen wurde. Wenige Tage später wird eine ...

Mercy Kilpatrick trifft in der Nähe des von ihr heimlich in den Wäldern Oregons erbauten Schutzhauses auf ein verstörtes Mädchen, dessen Großmutter gerade erstochen wurde. Wenige Tage später wird eine weitere Leiche mit ähnlichen Verletzungen gefunden. Gemeinsam mit Polizeichef Truman Daly muß Mercy den Täter finden, bevor es noch mehr Opfer gibt.

Mit "Merciful Secret - Verzeihet meine Sünden" endet die Trilogie rund Mercy Kilpatrick. Kendra Elliot hat hier ein würdiges Ende einer tollen Serie gefunden. Auch dieser Band besticht durch seine Besonderheit. Mercys Vergangenheit als Tochter einer Prepper-Familie spielt auch hier wieder eine Rolle und vermittelt eine außergewöhnliche Atmosphäre. Auch ihre Beziehung zu Truman Daly bringt Abwechslung zu gängigen Thrillern, überragt aber nicht den Kriminalfall. Dies ist der Autorin perfekt gelungen. Der Mord greift diesmal nicht in Mercys Privatleben, jedoch engagiert sie sich auch hier wieder stark und geht ihren eigenen Weg. Mercy und Truman bilden sowohl beruflich, als auch privat, ein tolles Team. Da hier alles ineinander fließt, bekommt man einen größeren Bezug zum Team und fiebert intensiver mit. Dieser Fall ist wieder von Beginn bis Ende richtig spannend und endet in einem absolut actionreichen Schluß, bei dem man die Luft anhält. Ich habe diese Serie mit Begeisterung gelesen und kann sagen, daß sie auch mit dem letzten Band nicht schwächelt - ganz im Gegenteil!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend wie ein Krimi

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
0

Im Jahr 1910 in Karlskrona: Liv und Marlene haben es geschafft! Aus dem alten Wildhüterhaus haben sie einen Zufluchtsort für in Not geratene Frauen gemacht. Eines Tages erscheint am Rosenhag ein Mann, ...

Im Jahr 1910 in Karlskrona: Liv und Marlene haben es geschafft! Aus dem alten Wildhüterhaus haben sie einen Zufluchtsort für in Not geratene Frauen gemacht. Eines Tages erscheint am Rosenhag ein Mann, der Marlenes auf See gebliebenen Ehemann Bjarne zum verwechseln ähnlich sieht. Was er zu sagen hat, bringt ihr Leben durcheinander und auch ihre Liebe zu Oskar wird auf eine harte Probe gestellt. Liv glaubt sich in Sicherheit, als ihr brutaler Ehemann Sten Boregard ins Gefängnis kommt. Sie verliebt sich und ist endlich glücklich. Doch dieses Glück hält nicht lange an, denn Sten hat mächtige Freunde. Die sorgen dafür, daß der Reeder wieder auf freien Fuß kommt. Liv und auch Marlene sind deshalb in großer Gefahr, denn der will sich rächen. Können die Frauen ihren Traum trotzdem verwirklichen?

Die Geschichte der "Frauen vom Rosenhag" geht weiter mit dem Roman "Sehnsucht nach Freiheit". Corina Bomann erzählt von Frauen, die einen Traum vom selbstbestimmten Leben haben, in einer spektakulären Geschichte. Die Handlung ist so spannend, daß sie auch gut als Krimi durchgehen könnte. Schon damals galt: Wer gute Seilschaften knüpfen konnte, dem wurde einiges nachgesehen. Corina Bomann hat einen ganz besonderen Schreibstil - klar und schnörkellos, aber vor allem sehr einfühlsam. Man liest und es entstehen sofort Bilder im Kopf. Daß einige Charaktere wirklich in Karlskrona gelebt haben, gibt der Geschichte einen ganz besonderen Reiz. Diese Mischung aus Realität und Fiktion ist perfekt abgestimmt. Ein gutes Buch sollte eine interessante Geschichte erzählen und darf nie langweilig werden. Im besten Fall sollte man beim Lesen die Zeit vergessen. Alles das ist hier erfüllt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere