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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Private Einsichten - aber nicht zu privat

Der königliche Butler
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Grant Harrold war Butler von König Charles III. In seinem Buch "Der königliche Butler" berichtet er über seine Zeit im Dienste der Königsfamilie. Man erlebt mit ihm eine Welt, von der man nur aus der Presse ...

Grant Harrold war Butler von König Charles III. In seinem Buch "Der königliche Butler" berichtet er über seine Zeit im Dienste der Königsfamilie. Man erlebt mit ihm eine Welt, von der man nur aus der Presse erfährt und die für die normale Bevölkerung fremd und verschlossen wirkt. Durch seine Berichte wird deutlich, daß auch die Royals hinter ihrer Fassade eigentlich nur Menschen mit Sorgen, Nöten, Freud und Leid sind. Der Autor verfügt über eine sehr schöne Art über diese Menschen zu berichten. Er bleibt dabei sachlich und loyal, verbreitet keinen Tratsch und Klatsch. Und vor allem ist dieses Buch eines nicht: Es ist keine Abrechnung, in der Geheimnisse ausgeplaudert werden. Wer auf ein Skandalbuch hofft, ist hier falsch. Und genau deshalb hat mich dieses Buch begeistert. Es ist ehrlich und zeigt auf unterhaltsame Art und Weise, wie es hinter den Palastmauern zugeht. Nicht mehr und nicht weniger. Man erfährt von Traditionen, Benimm, dem Alltag eines Butlers und lernt z. B. Charles und Camilla von einer eher unbekannten, sehr menschlichen Seite kennen. Dabei gibt es oft auch Einblicke in die Kindheit und den Lebensweg von Grant Harrold, der schon als Kind von diesem Beruf geträumt hat. Für mich ist "Der königliche Butler" ein ganz besonderes Buch, welches ich jedem royalen Fan ans Herz legen möchte!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Highlight

Dein letztes Fest
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Frank ist total überrascht, als seine Tochter Maggie ihn zu ihrer Hochzeit in New Hampshire einlädt. Denn der Kontakt war vor drei Jahren abgebrochen und Maggies Verlobter ist noch dazu Aidan Gardner, ...

Frank ist total überrascht, als seine Tochter Maggie ihn zu ihrer Hochzeit in New Hampshire einlädt. Denn der Kontakt war vor drei Jahren abgebrochen und Maggies Verlobter ist noch dazu Aidan Gardner, Sohn der reichsten Familie des Landes. Das Glück aller könnte perfekt sein, jedoch sind die Einwohner des nahegelegenen Dorfes gegenüber den Gardners sehr feindselig eingestellt und geben Aidan die Schuld am Verschwinden einer jungen Frau aus ihrer Mitte. Frank wird zunehmend unruhiger und spürt, daß hier einiges nicht stimmt. Nur Maggie scheint alles normal zu finden.

"Dein letztes Fest" von Jason Rekulak hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Von Beginn an ist man mitten im Geschehen und spürt die aufkommende Bedrohung. Gemeinsam mit Frank spürt man die Freude über die Versöhnung mit Tochter Maggie und kommt immer mehr dahinter, daß die schöne Fassade dunkle Geheimnisse verbirgt. Hier ist Gänsehaut vorprogrammiert. Frank war mir hier am sympathischsten und seine innere Zerrissenheit hat mich sehr bewegt. Er ist ein grundehrlicher Mensch, charakterstark und läßt sich nicht von Geld blenden. Er will seine Tochter schützen und es tat irgendwie weh zu sehen, wie er bei ihr vor eine Mauer gerannt ist. Denn Maggie ist alles andere als die unschuldige Tochter, was durch Rückblenden immer deutlicher wird. Sie hätte ich am liebsten geschüttelt, damit sie zur Vernunft kommt. Witzig war Abigail, das Pflegekind seiner Schwester Tammy. Die Vorstellung eines von Kopfläusen geplagten Kindes zwischen den superreichen Leuten war einfach herrlich. Sie sorgt hier so manches Mal für Lacher. Die Handlung baut auf psychologischer Spannung auf, die zielstrebig auf ihren Höhepunkt zusteuert. Was zunächst als völlig harmlos erscheint, endet in einem Debakel. Der Autor baut hier viele Geheimnisse ein, die am Ende ein komplettes, grausames Bild ergeben. Diese Spannung und der sehr gelungene Schreibstil lassen den Leser durch das Buch fliegen. Ich kann es sehr empfehlen und es gehört schon jetzt zu meinen Thriller-Highlights!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Wieder sehr amüsant

Mord ist die beste Beseitigung
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Tommi Mann und seine Putzfrau Svetlana sind wieder mit dem Caravan unterwegs, als sie einen Reiseruf hören. Und schon rast die Gesuchte an ihnen vorbei! Sie finden den Wagen wenig später mit geöffneten ...

Tommi Mann und seine Putzfrau Svetlana sind wieder mit dem Caravan unterwegs, als sie einen Reiseruf hören. Und schon rast die Gesuchte an ihnen vorbei! Sie finden den Wagen wenig später mit geöffneten Türen auf einem Parkplatz. Svetlana wittert sofort ein Verbrechen. Sie suchen die Fahrerin und stoßen dabei auf eine Reihe merkwürdiger Unfälle und eine dubiose Selbsthilfegruppe. Tommi geht dort in einen Selbstversuch und ahnt nicht, welche Gefahr dort auf ihn lauert!

In "Mord ist die beste Beseitigung" stolpern Tommi und Svetlana direkt in ihren nächsten Fall. Volker Klüpfel läßt diesen Krimi erstmal ruhig angehen. Wer Tommi und Svetlana noch nicht kennt, kann sie in Ruhe kennen- und liebenlernen. Ich bin bereits seit Band 1 in dieses ungleiche Paar verliebt, so daß ich diese Seiten einfach genießen konnte. Beide sind absolut sympathisch und gerade Svetlana mit ihrem ukrainischen Dialekt ist einmalig. Sie ist etwas schneller auf Zack als Tommi, so daß sie ihn öfter auf Spur bringen muß. So manches Mal reden beide auch aneinander vorbei, was für sehr witzige Szenen sorgt. Der Fall selbst kommt nach und nach in Fahrt und sorgt dann mit einigen Überraschungen für viel Spannung. Volker Klüpfel bleibt auch hier seinem Schreibstil treu - locker, leicht, humorvoll und gute Laune verbreitend hat er mich wieder bestens unterhalten! Hoffentlich werden Tommi und Svetlana so ein Dauerbrenner wie Klufti - mich würde es freuen!

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Superspannend

Nebelbeute
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Mila Weiss von der Gruppe 4 macht sich allein auf, um ein Phantom ihrer Vergangenheit zu überführen. Johannes Toblach soll sich in einem einsamen Bergdorf aufhalten. Kurz nach ihrer Ankunft wird ein brutal ...

Mila Weiss von der Gruppe 4 macht sich allein auf, um ein Phantom ihrer Vergangenheit zu überführen. Johannes Toblach soll sich in einem einsamen Bergdorf aufhalten. Kurz nach ihrer Ankunft wird ein brutal ermordeter Wanderer aufgefunden. Es folgen noch weitere brutale Morde, bis Mila selbst spurlos verschwindet. Jakob Krogh und die Gruppe 4 beginnt vor Ort ihre Jagd auf den Mörder. Sie ahnen nicht, welche Geheimnisse das Dorf hat!

"Nebelbeute" ist der dritte Band aus der Serie rund um die Gruppe 4 von Benjamin Cors. Dieser Fall wird in zwei Abschnitten erzählt. Zunächst verfolgt man Mila bei ihren Ermittlungen. Sie versucht mit allen Mitteln Johannes Toblach auf die Spur zu kommen und ahnt nicht, wie nah sie dem Täter gekommen ist. Dieser Abschnitt ist ungemein spannend und zwischendurch auch actionreich. Man bewundert ihren Mut und ihre Zielstrebigkeit, leidet aber auch mit ihr. Im zweiten Teil begleitet man Jakob Krogh und die Gruppe 4 bei ihrer Suche nach Mila. Dieser Teil ist nicht weniger spannend und hat mir eigentlich sogar noch besser gefallen. Denn hier ist das Team zusammen und es gibt keine Einzelkämpfer. Man hat all seine sympathischen Charaktere der Sondereinheit wieder zusammen. Benjamin Cors hat einen Schreibstil, der gefangen nimmt. Er erzeugt Spannung, beschreibt die Gegebenheiten sehr bildhaft - was auch für die Morde gilt. Für mich sind die Beschreibungen perfekt! Dieses Buch hat mich, genau wie seine Vorgänger, absolut gepackt und ich kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine Geschichte mit Tiefgang

Rückkehr nach St. Malo
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Nach dem Tod seines Vaters kehrt Yann zurück nach St. Malo in die alte Familienvilla. Er erlebte dort mit seinem Bruder herrliche Sommertage am Meer. Im Arbeitszimmer seines Vaters stößt Yann auf alte ...

Nach dem Tod seines Vaters kehrt Yann zurück nach St. Malo in die alte Familienvilla. Er erlebte dort mit seinem Bruder herrliche Sommertage am Meer. Im Arbeitszimmer seines Vaters stößt Yann auf alte Unterlagen, die sein Urgroßvater zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasst hat. Damals wurde das Haus erbaut, denn als sein Urgroßvater seine große Liebe geheiratet hat, träumte er von einer großen Familie. Er gründete eine erfolgreiche Reederei, die bis heute bekannt ist. Yann stößt auf ein altes Familiengeheimnis. Er stellt hartnäckige Nachforschungen an. Immer wieder spielt in den Geschichten diekleine Insel Cezembre vor der Küste von St. Malo eine wichtige Rolle. Ihre Geschichte scheint mit Yanns Familie eng verbunden zu sein.

Wer sich für den Roman "Rückkehr nach St. Malo" von Helene Gestern entscheidet, wird es nicht bereuen. Die Geschichte strahlt eine Ruhe aus, die sich auf den Leser überträgt. Das liegt nicht zuletzt am Schreibstil der Autorin. Man hat den Eindruck, das Meer wirkt moch beim Lesen beruhigend. Die Geschichte erzählt von Generationen einer Familie, in der die Männer nie gelernt haben, Liebe zu zeigen. Sie erzogen ihre Söhne so, wie sie erzogen wurden - mit Zucht und Ordnung! Helene Gestern beschreibt dies mit bewegenden Worten. Erst nach und nach fügt sie die Fakten, die dazu führten, zu einem Bild zusammen. Auf jeden Fall bleibt man betroffen zurück. Das Buch beweist, daß es für eine Versöhnung auch Verständnis braucht. Und das sogar über den Tod hinaus!

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