Hamburgs Schattenseiten ins Licht gerückt!
Hamburg, das Tor zu Welt, zieht Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben an. Viele stranden und enden in Wohnungslosigkeit und Sucht, werden zu Opfern von Übergriffen. Das ist das Thema in dem ...
Hamburg, das Tor zu Welt, zieht Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben an. Viele stranden und enden in Wohnungslosigkeit und Sucht, werden zu Opfern von Übergriffen. Das ist das Thema in dem spannenden Krimi „Lieblingsleichen“. Obdachlose und Ausländer werden umgebracht von einer Gruppe „Biodeutscher“, die die Stadt säubern wollen. Bei den Opfern werden perfide Botschaften gefunden, wie „In Hamburg sagt man Tschüss“.
Ein Krimi, der die Schattenseiten Hamburgs in den Fokus rückt, toll recherchiert und mit vielen Schauplätzen, die ich kenne, das macht mir beim Lesen immer besonders Spaß. Die Morde und deren Schauplätze werden im Miniaturwunderland von der Gruppe präsentiert. Die Story ist spannend und lesenswert geschrieben, aber es steckt viel Realität in diesem Krimi, das hat mich viel nachdenken lassen. Lest unbedingt das Nachwort, hier erläutern die Autoren das noch einmal recht ausführlich!
Dier Krimi ist spannend, obwohl recht früh klar ist, wer der Mörder ist. Wie gelingt es den Biodeutschen den Hals aus der Schlinge zu ziehen, was passiert, wenn sich Menschen radikalisieren und Grenzen überschreiten. Die Hauptfiguren sind schön hanseatisch, was mir gut gefallen hat und den Krimi authentisch macht. Dazu passt auch der trockene und knackige Schreibstil mit norddeutschem Humor – ich mags!
Fazit:
Spannender Hamburg Krimi, authentisch, realistisch und einem politischen wichtigen Thema. Mir hat es gefallen, und sehr nachdenklich zurückgelassen was in meiner Stadt passiert. Es handelt sich um Band 4 einer Reihe, kann meiner Meinung auch gut als Einzelband gelesen werden.