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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Die dreckige Seite der Politik

Die Stockholm-Protokolle
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Es geht um Macht, Politik, Geld und Intrigen in der schwedischen Regierung von Stockholm bis Brüssel. Um die Menschen, die aus dem Schatten heraus regieren und manipulieren.

Die Investigativ Journalistin ...

Es geht um Macht, Politik, Geld und Intrigen in der schwedischen Regierung von Stockholm bis Brüssel. Um die Menschen, die aus dem Schatten heraus regieren und manipulieren.

Die Investigativ Journalistin Julia hat scheinbar einen Nerv getroffen und wird in der Redaktion aufs Abstellgleis befördert. Ihr Partner Alfred, bis dahin Hausmann und Familienorganisator, wird mitten in die Zentrale der Macht katapultiert: Pressesprecher des Ministerpräsidenten!

Schnell lernt er wie in der oberen Etage der Macht gespielt wird, welche Intrigen es braucht und wie man die eigene Macht und Position einzusetzen hat.
Nach und nach wird klar, dass Julias Recherchen und die Ernennung Alfreds zusammenhängen und es entwickelt sich eine Geschichte, die viel Aufmerksamkeit erfordert. Es kommen zahlreiche Personen und politische Informationen auf den Leser zu. Die Spannung beginnt recht spät und entwickelt sich eher aus den Intrigen und Machtspielen auf politischer Ebene.

Für mein Gefühl war es zum Teil zu langatmig und die Anglizismen in der Häufung fast schon anstrengend. Ob das realistisch ist, kann ich nicht beurteilen, aber wenn dem so ist, ist es beängstigend. Das Ende kommt plötzlich und eine komplette Auflösung gibt es nicht, dieser Band ist der Reihenauftakt und die Story wird scheinbar weitergeführt (vermute ich).

Fazit:
Für mich war es kein Thriller, dennoch das Buch ist gut aufgebaut und bietet Lesern die sich für Politik und Journalismus interessiert ein tolles Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Was für ein Auftakt!

Moorland. Die Zwillinge
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Ich habe das Moor gerochen, den Nebel gespürt und nasse Füße gehabt, so jedenfalls habe ich es empfunden. Der Schreibstil von Winkelmann ist so bildgewaltig, dass ich gefühlt mitten im Moor gestanden habe ...

Ich habe das Moor gerochen, den Nebel gespürt und nasse Füße gehabt, so jedenfalls habe ich es empfunden. Der Schreibstil von Winkelmann ist so bildgewaltig, dass ich gefühlt mitten im Moor gestanden habe und direkt an den Geschehnissen beteiligt war.

Die Zwillinge Nike und Jana verschwinden im Moor, Malia kehrt nach 15 Jahren in ihr Heimatdorf zurück, ein Lehrer ist in Bedrängnis und ein Pfarrer bekämpft die Sozialen Medien. Viele Geheimnisse und Lügen kommen ans Licht – manche auch nicht. Das Verschwinden der Zwillinge löst viele Ereignisse aus und es kommen immer mehr und mehr Geschichten über Macht, Manipulation und Lügen ans Licht. Die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere geben der Story größte Authentizität. Winkelmann versteht es immer wieder den Verdacht auf andere zu lenken und baut die Spannung gekonnt auf. Das Schweigen in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt, in dem nichts vergessen wird lässt beim Leser die Spekulation ins Kraut schießen. Dazu die Vergangenheit von Malia und Ihrer Familie, die immer wieder thematisiert wird und doch verschwiegen wird. Chapeau Andreas Winkelmann!

Es entsteht eine intensive Atmosphäre, es gibt Opfer und es sterben Menschen (mehr als ich erwartet habe) als Konsequenz der Ereignisse.

Fazit:
Ein starker Auftakt, der mich begeistert hat! Ein Pageturner, der Thriller Fans lange im dunklen lässt und durch die perfekt konstruierte Story und die intensive Atmosphäre für mich definitiv zu einem Highlight gemacht hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Spannung, Wissenschaft, wenig Symbolik

The Secret of Secrets
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Da ist er nun, der neue Dan Brown nach 8 Jahren Pause und ich bin etwas zwiegespalten, das Buch ist wie immer glänzend recherchiert, toll geschrieben und Prag ist hier der heimliche Star. Aber der Reihe ...

Da ist er nun, der neue Dan Brown nach 8 Jahren Pause und ich bin etwas zwiegespalten, das Buch ist wie immer glänzend recherchiert, toll geschrieben und Prag ist hier der heimliche Star. Aber der Reihe nach, Langdon begleitet seine Freundin Katherine nach Prag. Dass die Beiden nun ein Paar sind fühlt sich komisch an. Für mich ist er ein ewiger Junggeselle. Wie auch immer, Solomon bereitet die Veröffentlichung ihres neuen Buches vor und dann beginnt das Chaos für die Beiden.

Prag als Stadt ist bestens für die Story geeignet, eine Stadt voller Mythen und Legenden, Alchemisten und Geheimnisse. Wer noch nicht dort war, bekommt nach diesem Buch sicherlich Lust die Stadt zu besuchen (lohnt sich!).

Solomons Buch befasst sich mit Bewusstseins- und Teilgebieten der Hirnforschung, das Ganze wird ausgiebig erklärt, dass es auch wirklich jeder versteht, mir war es in Teilen zu ausgiebig. Der Leser ahnt, dass es um etwas großes geht, wird aber immer wieder mit der Erkenntnis des „Warum“ vertröstet. Hier hätte man sicherlich einige Seiten einsparen können. Andererseits ist die Geschichte wieder meisterhaft konstruiert, zwischen Orten, Personen und Beweggründen.

Besonders haben mir bei der Langdon Reihe immer die Geheimnisse und die Symbolik gefallen, da kam mir eindeutig zu kurz in diesem Buch.

Das Thema an sich ist hoffentlich nur fiktiv und nicht so nah an der Wirklichkeit wie Brown feststellt.

Fazit:
Ein spannendes Buch, toll recherchiert, mit viel Platz für Wissenschaft und zu wenig Symbolik. Der typische Brown mit historischen Verbindungen, Geheimlogen und Symbolik, kam mir etwas zu kurz.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Follett Fans dürften enttäuscht sein

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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Hmmm, was soll ich sagen….

Was Stonehenge angeht bin ich genauso schlau wie vorher, ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Es war jetzt nicht schlecht, aber eben auch kein Highlight (was andere Bücher ...

Hmmm, was soll ich sagen….

Was Stonehenge angeht bin ich genauso schlau wie vorher, ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Es war jetzt nicht schlecht, aber eben auch kein Highlight (was andere Bücher von Follett bisher durchaus waren).

Die Geschichte dreht sich um die Menschen und Völker, die in der Zeit gelebt haben, wir erfahren viel über deren Alltag, deren „Vermehrungspraktiken“ und Menschen mit Visionen. Was davon Fakten und was Fiktion ist, kann ich nicht unterscheiden. Mir fehlt die Tiefe der Figuren und mir war es zu unkonkret. Follett stand bisher für packende Erzählkunst, eintauchen in andere Epochen und Handlungsstränge die von Raffinesse geprägt sind. All das vermisse ich in diesem Buch leider total.

Gefühlt ist es ein anderer Stil von Follett (vielleicht anderer Übersetzer) und störend bei einem Buch mit dem Preis waren die Schreibfehler…

Fazit:
LeserInnen, die Liebesgeschichten und kriegerische Auseinandersetzungen mögen, kommen hier auf ihre Kosten. Follett Fans wie ich dürften enttäuscht sein, ich war es definitiv.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Kennt Ihr Sprach-Krimis zum lernen?

Missing in New York
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Ich kannte die bisher nicht, Ende letzten Jahres habe ich einen vom Circonverlag gewonnen und durfte mir eine Sprache aussuchen. Die Reihe heißt Escape und es geht um einen interaktiven Krimi. Angelehnt ...

Ich kannte die bisher nicht, Ende letzten Jahres habe ich einen vom Circonverlag gewonnen und durfte mir eine Sprache aussuchen. Die Reihe heißt Escape und es geht um einen interaktiven Krimi. Angelehnt an die Escape Spiele für Zuhause.

Hier wird spielerisch die Sprache verbessert, Vokabeln gelernt und gerätselt. Bisher gibt es New York, London, Berlin, Barcelona und Venedig, je nach Land wird die Sprache vermittelt. Die Geschichte ist kurzeilig und ein paar neue Vokabeln habe ich auch gelernt.

Es sollen weitere Sprachen folgen, ich hoffe ja auf Schwedisch! Auf jeden Fall eine tolle Art das Sprachvermögen zu verbessern, gerade für SchülerInnen eine Abwechslung zur Schule.

Ein wenig lernen, ein wenig Krimi, ein wenig Reiseführer und viel Spaß insgesamt hatte ich mit dem Escape Krimi.

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