Cover-Bild Ruf der Wellen
Band 1 der Reihe "Die wandernden Inseln"
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 27.02.2026
  • ISBN: 9783492323413
Anna Jessen

Ruf der Wellen

Roman | Der mitreißende Auftakt der neuen großen Insel-Saga der SPIEGEL-Bestsellerautorin

Borkum, 1855: Eng aneinandergedrückt sitzen sie zum Schutz vor dem tosenden Sturm im dunklen Kirchturm, dem einzigen hohen Gebäude: Grete, ihre drei Kleinen und all die anderen Frauen und Kinder der Insel. Ihre Männer sind draußen und trotzen den anrollenden Wellen, um das Wenige, das sie haben, zu retten. Als der Damm bricht, weiß Grete, dass sie den Mut nicht verlieren darf.

150 Jahre später kommt die Geologin Helen nach Borkum, um ihre Doktorarbeit über die Wanderbewegungen der ostfriesischen Inseln zu schreiben. In ihren Augen ist die Natur schön und faszinierend. Erst als sie Carl kennenlernt, dessen Familie hier seit Jahrhunderten lebt, beginnt Helen zu verstehen, was es wirklich bedeutet, auf einer Insel zu leben ...

Der erste Band der neuen großen Nordsee-Reihe der SPIEGEL-Bestsellerautorin Anna Jessen, in der sie ebenso berührend wie mitreißend zeigt, wie eng verflochten das Schicksal der Inselbewohner mit den Elementen und der Natur ist.   

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Borkum - einst und jetzt

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Um eine Doktorarbeit über die wandernden Ostfrieseninseln zu schreiben, reist Helen nach Borkum. Dort lernt sie nicht nur freundliche Einheimische kennen, sondern erfährt auch einige interessante Anekdoten ...

Um eine Doktorarbeit über die wandernden Ostfrieseninseln zu schreiben, reist Helen nach Borkum. Dort lernt sie nicht nur freundliche Einheimische kennen, sondern erfährt auch einige interessante Anekdoten über die Geschichte des Eilands.

Schon zu Beginn, bei Helens Überfahrt mit der Fähre von Emden nach Borkum im Jahre 2025, geht es dramatisch zu auf den Wellen, welche bereits 1855 eine ungeahnte Tragödie heraufbeschworen haben. Die damalige Flut hat nicht nur Häuser und Fischerboote zerstört, sondern auch Menschenleben mit sich gerissen und Hunger und Leid unter den Überlebenden ausgelöst. Generationen später sind die Narben davon immer noch spürbar. Mit viel Liebe zum Detail und bildreichen Beschreibungen erzählt Anna Jessen diese wundervolle Geschichte vom Leben in und mit der Natur, von gewaltigen Stürmen und heranbrandenden Wellen und vom Zusammenhalt der Menschen in der Not. Die beiden Zeitebenen sind auf spannende Weise miteinander verquickt, die abwechselnden Blickwinkel bringen Schwung in die eher ruhige Darstellung der Handlung. Sowohl einst als auch jetzt begegnen wir mutigen Figuren, welche vor wichtigen Entscheidungen stehen. Da wie dort stehen Lebenswege vor einem Umbruch, dessen Auswirkungen man nicht vorhersehen kann. Das Ende lässt natürlich noch einiges offen, handelt es sich doch um den ersten Band eines Mehrteilers. Die Neugierde ist jedenfalls geweckt.

Ein schöner Start der Borkum-Reihe, empathisch erzählt und realistisch dargestellt. Ich reise bei der Fortsetzung gerne wieder mit in die mitunter recht stürmischen Gefilde Ostfrieslands.


Veröffentlicht am 14.03.2026

Die Geschichte regt zum Nachdenken an

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Am Neujahrstag 1855 bricht über Borkum eine fürchterliche Sturmflut herein. Die Bewohner der Insel drängen sich Schutz suchend in den Leuchtturm. Darunter auch Grete und ihre Kinder. Die Männer der Insel ...

Am Neujahrstag 1855 bricht über Borkum eine fürchterliche Sturmflut herein. Die Bewohner der Insel drängen sich Schutz suchend in den Leuchtturm. Darunter auch Grete und ihre Kinder. Die Männer der Insel versuchen, den Deich zu erhalten, sonst wird Borkum von der tosenden See vernichtet. Doch sie bemühen sich vergeblich. Grete wird für sich und ihre Familie kämpfen müssen, denn ein hartes Leben steht ihnen bevor.

Im Jahr 2025 schreibt die Geologin Helen an ihrer Doktorarbeit über die Wanderung der ostfriesischen Inseln. Dafür reist sie nach Borkum. Bei der stürmischen Überfahrt lernt sie Julia kennen. Die Frauen werden schnell gute Freundinnen und Julia zeigt Helen die schönsten Punkte der Insel. Von Julias Bruder Carl erfährt sie nach und nach die Geschichte seiner Familie und Helen erkennt, was es wirklich heißt, auf Borkum zu leben.

Anna Jessens Roman "Ruf der Wellen" ist der Auftakt einer neuen Familiensaga. Gleichzeitig ist dieser Roman eine Chronik der Nordseeinsel Borkum. Man erfährt viel über das Leben der Inselbewohner in den Jahren ab 1855. Die Abhängigkeit von den Gezeiten und vom Wetter war damals beängstigend und ist heute noch fast genauso. Eine zweite Geschichte beschreibt, wie die Menschen auf Borkum in der heutigen Zeit mit dem Klimawandel fertig werden müssen. Sie sehen die Gefahr für die Inseln, können aber nichts dagegen tun. Sie müssen damit leben, daß einige kleine Inseln bald ganz verschwinden werden. Anna Jessen führt das den Lesern sehr eindringlich vor Augen und bringt sie damit zum nachdenken. Man kann erahnen, daß beide Geschichten miteinander verbunden sind. Das erhöht nochmal die Neugierde auf den zweiten Teil!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sturm und Wellen auf Borkum

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Ein interessantes und ansprechendes Cover.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. Einmal um das Jahr 1855. Grete und ihre drei kleinen Kinder, suchen Schutz in einem Kirchenturm. Der Sturm auf Borkum tobt. ...

Ein interessantes und ansprechendes Cover.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. Einmal um das Jahr 1855. Grete und ihre drei kleinen Kinder, suchen Schutz in einem Kirchenturm. Der Sturm auf Borkum tobt. Die Männer versuchen draußen andere zu retten. Wird alles gut werden?
170 Jahre später kommt die Geologin Helen nach Borkum. Sie möchte eine Doktorarbeit über die Wanderbewegungen der ostfriesischen Inseln schreiben. Und dann lernt sie Carl und dessen Familie kennen. Seine Familie lebt hier seit Jahrhunderten. Helen lernt die Insel dadurch von einer ganz anderen Seite kennen. Und sie versteht sich, was es bedeutet dort zu leben...

Was für ein toller Auftakt. Das Lesen vergeht wie im Flug. Für mich war es, dass erste Buch der Autorin.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann sich alles richtig vorstellen und abtauchen.

Interessant finde ich auch den Wechsel zwischen den Zeitebenen. Das sorgt für noch mehr Spannung.

Grete und die anderen Protagonisten sind wirklich mutige Frauen. Man kann sich gut vorstellen, wie schwer das Leben damals war.
Mir war noch nie so richtig bewusst, dass das Meer auch seine Schattenseiten hat. Diese werden hier gut geschildert.

Helen steht für die heutige Zeit. Man fragt sich wirklich, wie es mit unserem Planeten weiter geht. Denn für vieles, sind wir selbst verantwortlich.

Ein Roman der fesselt und begeistert und zum nachdenken anregt. Ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Teil. Der kommt jedoch erst nächstes Jahr raus. Da müssen wir uns noch etwas gedulden.

Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Insel, Sturm und zwei Generationen

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Der Roman führt an einen Ort, an dem das Leben seit jeher stark vom Meer bestimmt wird. Wind, Sturm und Gezeiten gehören zum Alltag der Menschen. Sehr früh zeigt sich, wie eng das Leben der Inselbewohner ...

Der Roman führt an einen Ort, an dem das Leben seit jeher stark vom Meer bestimmt wird. Wind, Sturm und Gezeiten gehören zum Alltag der Menschen. Sehr früh zeigt sich, wie eng das Leben der Inselbewohner mit den Kräften der Natur verbunden ist. Besonders die Szenen aus dem Jahr 1855 schaffen eine dichte Stimmung. Während ein schwerer Sturm über die Insel zieht, suchen Frauen und Kinder Schutz im Kirchturm, während die Männer draußen versuchen, das Wenige zu retten, das ihnen gehört.
Viele Jahre später führt die Geschichte erneut nach Borkum. Diesmal begleitet sie die Geologin Helen, die für ihre Doktorarbeit über die Wanderbewegungen der ostfriesischen Inseln forscht. Zunächst sieht sie die Insel vor allem mit dem Blick einer Wissenschaftlerin. Die Natur fasziniert sie, doch sie bleibt vorerst Beobachterin. Erst durch Carl, dessen Familie seit Generationen auf Borkum lebt, beginnt sie langsam zu verstehen, was es bedeutet, hier wirklich zu Hause zu sein.
Im weiteren Verlauf steht vor allem die Atmosphäre der Insel im Mittelpunkt. Das Meer ist immer präsent und zeigt sowohl seine ruhige als auch seine harte Seite. Gerade die historischen Passagen machen deutlich, wie viel Mut und Zusammenhalt nötig waren, um auf einer solchen Insel zu leben.
Auch die Figuren tragen viel zur Wirkung des Romans bei. Grete steht für eine Zeit, in der das Leben stark von Sturm, Armut und gegenseitiger Hilfe geprägt war. Helen bringt als Außenstehende einen anderen Blick auf die Insel mit. Durch ihre Begegnungen verändert sich nach und nach ihr Verständnis für diesen Ort und seine Menschen.
Beim Lesen entsteht schnell das Gefühl, auf der Insel zu sein. Wind, Meer und die Veränderungen der Natur begleiten die Geschichte durchgehend. Immer wieder zeigt sich, wie stark das Leben der Menschen von Sturm, Wasser und dem Zusammenhalt der Bewohner abhängt. Besonders die historischen Szenen bleiben dabei im Gedächtnis.
Die Handlung entwickelt sich ruhig und lässt den Figuren und der Insel genug Raum. Dadurch entsteht ein glaubwürdiges Bild vom Leben auf Borkum. Man spürt sowohl die Schönheit der Landschaft als auch die Schwierigkeiten, mit denen die Menschen dort früher leben mussten. An einigen Stellen hätte die Geschichte etwas mehr Tempo vertragen können, insgesamt passt das ruhige Erzählen aber gut zur Atmosphäre des Romans.
Der Roman verbindet Inselhistorie, Natur und persönliche Schicksale zu einer ruhigen und stimmigen Geschichte. Besonders die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart macht den Reiz des Buches aus. Wer Romane über das Leben an der Nordsee mag und sich für die Geschichte der Inseln interessiert, findet hier den gelungenen Auftakt einer neuen Reihe.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Leben mit dem Meer

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Auf den Inseln in der Nordsee lebt man mit dem Meer.
In Ruf der Wellen geht es auf die Insel Borkum. In der Gegenwart kommt Helen auf die Insel um hier zu forschen. Sie lernt eine alteingesessene Familie ...

Auf den Inseln in der Nordsee lebt man mit dem Meer.
In Ruf der Wellen geht es auf die Insel Borkum. In der Gegenwart kommt Helen auf die Insel um hier zu forschen. Sie lernt eine alteingesessene Familie kennen und taucht tief in diese ein.
In einem zweiten Zeitstrang sind wir im Jahr 1855 und begleiten Grete zunächst durch eine Sturmnacht und danach erleben wir mit ihr die Zerstörung durch Sturm und Wasser.

Die zwei Geschichten sind beide interessant, wobei ich die in der Gegenwart schon eher als ruhigere Lovestory bezeichnen würde. Allerdings steckt in dem Ganzen auch eine emotionale Familiengeschichte. Zudem erfahren wir einiges über die Geschichte Borkums.
Wie so oft bei solchen Romanen hat mich der Teil in der Vergangenheit mehr gepackt. Schon die Beschreibungen über die Sturmnacht waren so realistisch das ich fast den Wind habe heulen hören.

Alles in allem eine emotionale Geschichte rund um die Insel Borkum.

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