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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.02.2024

Die Schuld der Anderen

Späte Ernte
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Als die junge Lene 1943 ihrem Elias das Ja-Wort gibt, träumt sie von einer wundervollen und glücklichen Zukunft mit ihm auf seinem Hof in den Südtiroler Bergen. Viele Jahre später baut ihre Enkelin Anna ...

Als die junge Lene 1943 ihrem Elias das Ja-Wort gibt, träumt sie von einer wundervollen und glücklichen Zukunft mit ihm auf seinem Hof in den Südtiroler Bergen. Viele Jahre später baut ihre Enkelin Anna auf diesem Hof mit Hingabe trotz seines kargen Bodens verschiedene Apfelsorten an, um daraus Apfelsäfte herzustellen. Bei einem Unwetter rettet sie die verunglückte Lis und nimmt sie mit zu sich auf den Hof. Lis ist sehr in sich gekehrt und scheint schwere Probleme mit sich zu tragen. Sie bleibt bei Anna und mit der Zeit freundet sie sich mit ihr an. Es gelingt ihr, Vertrauen zu fassen und sich mit der Zeit zu öffnen.
Die teils dramatische Handlung wechselt in regelmäßigen Zeitsprüngen zwischen Lene und Anna. Dabei fügen sich die Ereignisse nach und nach wie bei einem Puzzle zusammen, um zum Schluss zu einer Einheit zu werden.
Die Autorin schreibt in diesem Buch eine sehr gefühlvolle Geschichte über die Lasten fremder Schuld, die das ganze Sein verändern können, wenn man glaubt, sie auf sich nehmen zu müssen. Und über das Erlernen von Vertrauen. Sie hat die Charaktere sehr detailliert und lebensecht beschrieben, so das man sie zu kennen glaubt und mit ihnen die Gefühle teilen kann.Der Schreibstil ist flüssig und führt locker durch diesen interessanten Roman.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.02.2024

Die modernste Heilstätte seiner Zeit

Beelitz Heilstätten
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Lea Kampe schreibt in diesem Buch eine spannende und emotionale Geschichte über eine junge Frau, die im Jahr 1938 ihre diagnostizierte Tuberkulose-Erkrankung in den Beelitz Heilstätten auskurieren soll. ...

Lea Kampe schreibt in diesem Buch eine spannende und emotionale Geschichte über eine junge Frau, die im Jahr 1938 ihre diagnostizierte Tuberkulose-Erkrankung in den Beelitz Heilstätten auskurieren soll. Der Tagesablauf ist gleichbleibend und wird streng überwacht. Schon bald wird es Antonia langweilig, nur der junge Lungenarzt Henrik gibt ihr durch Gespräche etwas Abwechslung. Als Antonia einige Jahre später als angehende Lungenfachärztin in die Heilstätten zurückkehrt, haben die Nationalsozialisten bereits die Macht übernommen. Dieses macht sich auch in Beelitz bemerkbar.
Dieser fiktive Roman besteht aus zwei Teilen, wobei sich der zweite Teil an den realen Begebenheiten zur Zeit des Nationalsozialismus orientiert.
Im ersten Teil der Geschichte erzählt die Autorin in einem ruhigen Schreibstil von dem Aufenthalt Antonias in den Beelitz Heilstätten. Im zweiten Teil nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf. Durch den regelmäßigen Wechsel der Protagonisten, aus deren Perspektive jeweils erzählt wird, konnte ich mich in die verschiedenen Charaktere gut hineinversetzen. Diese sind lebensecht und detailliert in Szene gesetzt. Die Handlung ist dramatisch, wendungsreich und glaubwürdig. Auch wurde die Geschichte der Heilstätten präzise recherchiert.
Mein Fazit:
Diese wundervolle Geschichte hat mich sehr berührt. Deshalb gebe ich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.02.2024

Gefühlvoller Einstieg in die „Second-Chance-Reihe“

Beautiful Broken
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Schon das Cover ist ein echter Eyecatcher, der sofort meine Neugier erweckte. Und es hält, was es verspricht.
Tanner und Cassie sind zwei authentische Hauptprotagonisten. Tanner ist von einer düsteren ...

Schon das Cover ist ein echter Eyecatcher, der sofort meine Neugier erweckte. Und es hält, was es verspricht.
Tanner und Cassie sind zwei authentische Hauptprotagonisten. Tanner ist von einer düsteren Aura umgeben und wirkt anfangs etwas bedrohlich. Doch er beschützt Cassie, die das genaue Gegenteil von ihm ist. Doch dann ist Tanner gezwungen, eine Entscheidung zu treffen und verlässt Cassie.
Sieben Jahre später ist Tanner ein erfolgreicher Geschäftsmann, während sich Cassie zu einer kühlen und verschlossenen jungen Frau entwickelt hat.
Rose Bloom, die mir bisher nicht bekannt war, hat hier einen hochemotionalen und fesselnden Roman geschrieben. Durch ihre bildhafte und flüssige Schreibweise hat sie mich voll in ihrer Handlung dabei sein lassen. Die relevanten Charaktere sind glaubhaft und detailliert beschrieben. Dadurch konnte ich mit ihnen die Gefühle teilen. Und das war stellenweise wirklich sehr ans Herz gehend. Taschentuchalarm!
Fazit:
Ich habe dieses Buch geliebt und freue mich schon auf die nächsten zwei Bände. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.02.2024

Ein Fehler und nichts wird mehr so sein, wie es war

Schwestern in einem anderen Leben
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In einer kleinen Wohnung in Neuss lebt Rosalie Meyer alleine und zufrieden mit ihrer Katze Mia und ihren Erinnerungen. Bis zu jenem Tag, an dem die Nachrichten sie in die Vergangenheit und somit in das ...

In einer kleinen Wohnung in Neuss lebt Rosalie Meyer alleine und zufrieden mit ihrer Katze Mia und ihren Erinnerungen. Bis zu jenem Tag, an dem die Nachrichten sie in die Vergangenheit und somit in das Jahr 1976 zurückversetzen.
Die Autorin schreibt hier eine bewegende und sehr gefühlvolle Geschichte über einen Fehler, der das Leben einer intakten Familie von Grund auf verändert. Mit einer bildhaften Schreibweise führt sie den Leser in kurzen Kapiteln bis hin in die Gegenwart, wobei die Hauptprotagonisten immer wieder nachvollziehbar wechseln. Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebensecht und detailliert beschrieben. Und so war es mir möglich, mit ihnen die Gefühle teilen zu können. Unvorhersehbare Ereignisse und Wendungen machen die Handlung, die an eine wahre Begebenheit angelehnt ist, sehr fesselnd. Und so war es mir kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Voller Überzeugung kann ich diese Lektüre weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Bewegende Fortsetzung der Familiengeschichte

Lieder des Wandels
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Auch im Jahr 1946 gilt Emmas Ehemann Christian noch immer als vermisst. Emma ist wieder zu ihren Eltern gezogen. Zusammen mit ihrer Freundin Irma macht sie an den Wochenenden Tanzmusik. Dafür erhalten ...

Auch im Jahr 1946 gilt Emmas Ehemann Christian noch immer als vermisst. Emma ist wieder zu ihren Eltern gezogen. Zusammen mit ihrer Freundin Irma macht sie an den Wochenenden Tanzmusik. Dafür erhalten die Freundinnen eine warme Mahlzeit und etwas Geld. Als Kurt, mit dem Emma eine heimliche Beziehung führt, plötzlich zurück zu seiner Familie muss und kurz darauf Christian vor ihr steht, ändert sich ihr Leben radikal.
Gefühlvoll und fesselnd geht es in diesem zweiten Teil der Neue-Zeiten-Saga weiter. Durch die bildhafte Schreibweise der Autorin war ich sofort in der Geschichte drin. Detailliert, lebensecht und nachvollziehbar sind die relevanten Charaktere gestaltet. Dadurch, das abwechselnd aus der Perspektive von Emma und Kurt erzählt wird, erhielt ich eine breite Sichtweise. Unvorhersehbare Ereignisse und Wendungen führen dazu, dass die Handlung fesselnd bleibt und es dadurch schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Lediglich die dramatischen Geschehen zum Ende der Geschichte hin fand ich etwas zu überspannt und nicht ganz nachvollziehbar.
Diese bewegende Fortsetzung der Familiengeschichte hat mich sehr gut unterhalten. Da noch sehr viel Potential in der Geschichte zu liegen scheint, stellt sich mir die Frage, ob es noch einen dritten Teil geben wird.
4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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