Cover-Bild Zypressensommer
(95)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 13.05.2025
  • ISBN: 9783499014741
Teresa Simon

Zypressensommer

Eine Olivenbauernfamilie, eine Frau zwischen zwei Brüdern und der Kampf um Freiheit: die große deutsch-italienische Familiengeschichte von Bestsellerautorin Teresa Simon.

Die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen reist zum ersten Mal in das malerische Dorf Lucignano in der Toskana und ist auf Anhieb überwältigt vom Zauber der Landschaft. Ihr kürzlich verstorbener Nonno stammt von hier, seine Familie hat seit jeher Oliven angebaut, doch über seine Vergangenheit hat Gianni immer geschwiegen. Julia begibt sich auf die Spuren ihres Großvaters, unterstützt von dem attraktiven Italiener Matteo.

Ihre gemeinsame Suche führt in die 1940er-Jahre, in die Zeit der «Resistenza», als italienische Partisanen sich in den Bergen versteckten und gegen die Faschisten kämpften; sie führt zu zwei Brüdern, den Olivenbauern Vito und Gianni, und zu einer tragischen Liebesgeschichte …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Emotionale Familiengeschichte mit historischer Zeitreise in der Toskana

0

Julia Matthiesen ist Goldschmiedin in Hamburg und betrauert ihren kürzlich verstorbenen „Nonno“, ihren Großvater. Ihr ist bekannt, dass er italienische Wurzeln hat, aber über seine italienische Vergangenheit ...

Julia Matthiesen ist Goldschmiedin in Hamburg und betrauert ihren kürzlich verstorbenen „Nonno“, ihren Großvater. Ihr ist bekannt, dass er italienische Wurzeln hat, aber über seine italienische Vergangenheit und Herkunft hat er immer geschwiegen. Julia, in deren Blut ja gewisserweise auch italienische Spuren stecken, reist in die Toskana in das kleine Heimatdorf ihres Nonno, nach Lucignano und möchte sich dort auf Spurensuche nach der Familie begeben.
Zufällig trifft sie dort auf Matteo, der nicht nur attraktiv und sympathisch, sondern auch hilfsbereit ist.
Gemeinsam reisen sie in die Vergangenheit auf der Suche nach Julias Wurzeln.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Die „Gegenwart“ spielt im Jahr 1998 und der Handlungsstrang der Vergangenheit im Jahr 1943, mitten im 2. Weltkrieg.
Im Wesentlichen geht es um drei bzw. vier Hauptpersonen, in der Gegenwart Julia und Matteo und in der Vergangenheit Giulia und Gianni.

Teresa Simon erzählt hier eine Familiengeschichte vor historischen Hintergründen. Sie gibt uns Einblicke in die Zeit und das Wirken der „Resistenza“, den Widerstand in Italien. Besonders stellt sie die Rollen der Frauen dabei heraus, die die Männer tapfer unterstützt haben, in dem sie unauffällig Nahrung, Kleidung, Geld und gefälschte Pässe zu den Partisanen transportiert haben. Dabei setzten sie im schlimmsten Fall ihr Leben aufs Spiel und es flogen Gruppen auf, die gegen die deutschen Besatzer kämpften und es kam zu blutigen Massakern.

Das zweite spannende Thema der Vergangenheit ist das Schicksal italienischer Militärinternierter in Deutschland. Italienische Soldaten wurden nach dem Waffenstillstand mit den Alliierten nach Deutschland gebracht, in Lager gesperrt und zur Zwangsarbeit verdammt. Dieses, mir größtenteils noch unbekannte Thema, stellt Teresa Simon eindrucksvoll an Nonno Gianni dar.

Wie in all ihren Romanen hat mich die Historikerin Teresa Simon mit ihren gründlichen und intensiven Recherchen und ihren ausführlichen, interessanten Erläuterungen im Nachwort zu den historischen Hintergründen beeindruckt.

In diesem Roman spürt man aber auch deutlich die Liebe der Autorin zur Toskana. Bildhafte Beschreibungen der Landschaft, der schöne Ort, die Lebensweise der Menschen dort und auch die Kulinarik zeichnen ein schönes Bild.
Im Anhang zum Roman gibt es ein paar toskanische Rezepte zum Ausprobieren.

Mit „Zypressensommer“ hat mich Teresa Simon zum wiederholten Male begeistert. Dieser atmosphärische und bewegende Roman hat mich mit seiner Familiengeschichte vor realen historischen Hintergründen berührt und gefesselt!


Fazit: 5 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2025

Sommer der Oliven

0

Nach dem Tod ihres aus Italien stammenden Großvaters macht sich die junge Hamburgerin Julia auf den Weg in dessen Heimatort in der Toscana, im Gepäck eine Liste kryptischer Begriffe, die ihr "Nonno" ihr ...

Nach dem Tod ihres aus Italien stammenden Großvaters macht sich die junge Hamburgerin Julia auf den Weg in dessen Heimatort in der Toscana, im Gepäck eine Liste kryptischer Begriffe, die ihr "Nonno" ihr hinterlassen hat. Muss womöglich die Familengeschichte neu geschrieben werden und welche Konsequenzen und Perspektiven ergeben sich daraus für Julia, die bei ihren Recherchen Hilfe von einem jungen Dorfbewohner erhält?
Der Roman hat mich sehr mitgerissen. Neben fiktiven Elementen wird der Leser auch in die 1940er Jahre zurückversetzt, Partisanen kämpfen aus ihren Verstecken in den Bergen im zweiten Weltkrieg gegen die Faschisten. Dann befinden wir uns wieder in der Gegenwart, bezaubernde Landschaften, die italienische Lebens- und Essenskultur werden so hautnah geschildert, dass richtige Urlaubsgefühle aufkommen. Der Wechsel zwischen den Zeiten ist hier sehr gut gelungen und auf beiden Ebenen kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
Für mich eine sehr gelungene Mischung aus Historie und Sommerroman, den ich gerne und mit Spannung gelesen habe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2025

Geheimnisvolle Familiengeschichte

0

1943, ein Transport bringt den jungen Gianni Conti aus der Toskana nach Deutschland. Der Transport ist alles andere als ein Zuckerschlecken und nur sein fester Wille, zu Überleben und wieder nach Hause ...

1943, ein Transport bringt den jungen Gianni Conti aus der Toskana nach Deutschland. Der Transport ist alles andere als ein Zuckerschlecken und nur sein fester Wille, zu Überleben und wieder nach Hause zurückkehren zu können, hält ihn am Leben.

Kaum in Deutschland angekommen, muss er zum Arbeitsdienst in einer Hamburger Fischfabrik. Dabei hasst er Fisch über alles. Doch was will er machen? Wenigstens die Tochter des Besitzers ist nett zu ihm, aber hätten sie überhaupt eine Chance? Immerhin ist er Italiener und sie Deutsche. Zudem wartet zu Hause jemand auf ihn.

1999, die Hamburger Goldschmiedin Julia Matthiesen begibt sich auf Spurensuche. Ihr geliebter Nonno ist erst kürzlich verstorben und hat ihr einen seltsamen Zettel hinterlassen. Um den Notizen auf den Grund zu gehen, fährt Julia in die Heimat ihres Nonnos und findet im beschaulichen Dörfchen Lucignano eine tragische Geschichte, aber auch einen smarten jungen Italiener.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen durfte ich Gianni nach seinem Transport nach Hamburg begleiten, zeitgleich aber auch das Schicksal seiner zurückgelassenen Familie in der Toskana in den Kriegsjahren und während der Resistenza verfolgen.

Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 1999, wo ich Julia, die Enkelin von Gianni bei ihrer Spurensuche begleite. Durch die verschiedenen Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln, hatte ich gewissermaßen einen Vorsprung vor Julia und konnte die Zusammenhänge schneller herstellen.

Die Autorin Teresa Simon, das Pseudonym von Brigitte Riebe, zog mich gleich auf den ersten Seiten in einen Lesesog, der mich trotz der verschiedenen Perspektiven fest gefangen hielt. Sehr emotional, authentisch und nicht geschönt beschreibt die Autorin, was sich in Giannis Leben zugetragen hat und lässt dabei auch seine Familie während der Resistenza in den 1940er Jahren nicht aus dem Blick.

Ein wenig Wohlfühlcharakter mit Urlaubsfeeling bekam ich dann durch Julia geliefert, die einen harten Kontrast zu den Kriegsjahren brachte, in dem sie für sich neu die Toskana entdeckte und auf die Suche nach der Familie der beiden Olivenbauern Vito und Gianni machte. Ich spürte deutlich, dass auch die Autorin diese Region sehr liebt, das Flair in Worte gepackt und mit viel Herzblut transportiert, machte es mir schwer, die Schilderungen der Kriegsjahre zu veranschaulichen.

Es ist keine einfache Geschichte, mich hat sie emotional sehr mitgenommen und ich war froh, wenn ich mich bei Julia ein wenig erholen konnte. Doch die beiden Stränge verwuchsen immer mehr miteinander.

Fazit:
Ein spannender Roman, der zum einen die Schönheit der Toskana aufzeigt, das Leben in jener Region und zum anderen ebenso stark die Schrecken jener Kriegsjahre in Hamburg, aber auch in der Toskana abbildet. Ein regelrechtes Leseerlebnis, das berührt und einen so schnell nicht wieder loslässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2025

Reise in die Familiengeschichte

0

Lucignano, ein kleiner Ort in der Toskana mit einer großen Geschichte. Dorthin reist Julia, eine Goldschmiedin aus Hamburg, die sich auf die Spuren ihres verstorbenen Großvaters begibt. Der attraktive ...

Lucignano, ein kleiner Ort in der Toskana mit einer großen Geschichte. Dorthin reist Julia, eine Goldschmiedin aus Hamburg, die sich auf die Spuren ihres verstorbenen Großvaters begibt. Der attraktive Italiener Matteo unterstützt Julia bei ihren Recherchen.

Die Handlung spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, genauer gesagt in den 40-er Jahren zur Zeit des Krieges und der Reistenza. Vorallem die Reise in die Vergangenheit ist äußerst spannend und bewegend geschrieben. Die Resistenza und die Unterstützung der Frauen zu dieser Zeit ist ein absolut spannendes Thema, zu dem ich bisher noch nicht viel gelesen habe. Daher fand ich auch die Anmerkungen im Nachwort sehr interessant.

Ein gelungen Lektüre mit einem interessanten geschichtlichen Hintergrund, tollen Landschaftsbeschreibungen und einer schönen Liebesgeschichte. Empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2025

Emotionale Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart

0

1998. Nach dem Tod ihres Großvaters reist die Hamburger Goldschmiedin Julia das erste Mal in seine toskanische Heimat. Ganz überwältigt von der malerischen Schönheit des Landes und der Landschaft, möchte ...

1998. Nach dem Tod ihres Großvaters reist die Hamburger Goldschmiedin Julia das erste Mal in seine toskanische Heimat. Ganz überwältigt von der malerischen Schönheit des Landes und der Landschaft, möchte sie sich dort auf die Spuren ihres Großvaters begeben. Wieso ist er nie in seine wunderschöne Heimat zurückgekehrt? Was ist während des Zweiten Weltkrieges passiert? Während ihres Vorhabens lernt sie Matteo kennen und begibt sich mit ihm zurück in die 1940er Jahre, in eine Zeit bedrückende voller Widerstand…

Von der wundervoll erzählten Geschichte einmal abgesehen, haben mir insbesondere auch die fesselnden Beschreibungen über die Schönheit der Toscana sehr gut gefallen. Teresa Simon schreibt in ihrem Buch „Zypressensommer“ mit einer unheimlichen Lebendigkeit und nimmt einen dadurch ganz und gar mit auf die Reise. Das sogar in zweierlei Hinsicht, denn es geht ebenso auf Zeitreise. Während ein Teil der Geschichte im Jahr 1998 spielt und von Julias Reise, der Schönheit der Toscana und Julias Spurensuche handelt, erzähl ein anderer Teil von den 40er Jahren in Italien. Erzählt die Geschichte ihres Großvaters Gianni, ebenso wie die Geschichte von Giulia. Erzählt von Faschismus und Widerstand, erzählt von einer dunklen Seite. Gerade dieser Kontrast hat mir ganz besonders gut gefallen, Leben und Spannung in die Geschichte gebracht. Davon abgesehen empfand ich auch die Beschreibungen und Charaktere als sehr glaubwürdig und realistisch dargestellt, ebenso wie den sanft-emotionalen Schreibstil, der sich flüssig lesen lies. Abschließend gab es dann sogar noch eine kleine Rezeptsammlung und ein beeindruckendes Nachwort, was das ganze Buch nochmal irgendwie abgerundet hat.

Fazit: Mich hat das Buch komplett abgeholt und ebenso berührt. Es war erschreckend und traurig, romantisch und emotional, lehrreich und wundervoll zugleich. Absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere