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Veröffentlicht am 27.03.2026

Mutige Frauen

Der Gesang der See
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Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.

Auf der kleinen Fischer-Insel ...


Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.

Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.

Eine junge Schifferin zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft: Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familienhistorie, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen Männergesellschaft der nordischen Gestade.

Der erste Roman von Trude Teige – jetzt zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.

Von der Autorin der bewegenden Generationen-Romane und Nr.1-SPIEGEL-Bestseller »Als Großmutter im Regen tanzte«, »Und Großvater atmete mit den Wellen«, »Wir sehen uns wieder am Meer«.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Bisher habe ich alle Romane von Trude Teige gelesen, umso mehr hat es mich gefreut das man ihren Debüt Roman von 2002 nun ins Deutsche übersetzt hat. Es ist die Geschichte ihrer Familie und Ururgroßmutter Gertrud, die in ihrem Leben die Chefin auf der Insel war. Sie steht auch im Vordergrund der Geschichte, es ist für mich ein Denkmal an die Frauen damals, denen man wirklich zu wenig Beachtung schenkte. Ich habe sie bewundert für ihren Kampf den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen, was für die damalige Zeit nicht leicht war. Sie beschreibt hervorragend das Leben in diese Einöde, ihren Kampf gegen die Natur und ihrem überleben. Ihre Figuren sind so real und Authentisch beschrieben, auch die einzelnen Charaktere und deren Gefühle.
Im Nachwort informiert sie über ihre Familie, und im Anhang gibt es eine Leseprobe über ein Buch „ Hinaus in den Wind „ das für August geplant ist.

"Hinaus in den Wind" ist der Titel, unter dem die Geschichte von Kristiane (bekannt aus Der Gesang der See) und ihrem Sohn Anders weitergeführt wird.

Ich habe Kristina von Anfang an im mein Herz geschlossen, als sie nach dem Tod ihres geliebten Vaters den Lotsenposten den er inne hatte zuerhalten. Was natürlich nicht einfach ist, Frauen durften selbst keine Schiffe geleiten. Kristina ist wirklich außergewöhnlich, mit weiblicher List schafft sie es tatsächlich, sie handelt sich Zeit heraus und heiratet Lars, den sie von klein an kennt. Ihr selbstständiges Handeln, ist den Menschen auf der Insel oft ein Dorn im Auge, für diese ist das eigentlich Männersache. Aber sie behauptet sich in der oft rauen Männergesellschaft. Sie schafft so vieles was sich diese Männer nicht trauen, sie handelt höhere Fischpreise aus. Ihren Sohn Andres , von ihrem ersten Mann der auf See gestorben ist, liebt sie abgöttisch. Ich habe Kristina für ihren Mut und Weitsicht bewundert, sie ist immer im Konflikt, zwischen der Pflicht, ihrer Leidenschaft, und Selbstbestimmung. Oft handelt sie etwas unüberlegt, Punkto Leidenschaft, aber ich kann sie auch nicht verurteilen dafür, sie bereut es stehts . Trotzdem liebt sie ihren Lars von Herzen, und ich hoffe dass sich alles zum Guten wenden wird.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Sehr beeindruckend und berührend

Der Sommer, der uns blieb
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Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Greta Herrlicher , und ich bin immer noch sehr berührt.
Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, leise und schon fast poetisch, sie legt so viel ...


Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Greta Herrlicher , und ich bin immer noch sehr berührt.
Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, leise und schon fast poetisch, sie legt so viel Seele und Kraft in die Geschichte. Ich habe versucht langsam und bewusst zu lesen, immer mit dem Gedanken sie möge nicht enden. Ihre Figuren und Charaktere sind sehr Authentisch und real beschrieben, als wären Pia , Britta und Martin unsere Freunde.
Alles ist so liebevoll und mit Empathie erzählt, auch die ganze Gestaltung des Buches, ist sehr liebevoll gemacht. Ich kann das Buch nur empfehlen. Schön sind auch die verschiedenen Zitate über den einzelnen Kapiteln. Zum Beispiel: „ Die Vergangenheit ist wie ein Fluss, der uns trägt, aber niemals zurückfließt „ Ein Highlight ist die Transparente Seite mit dem See und den drei Kindern. Eine Geschichte aus drei Perspektiven erzählt, von Britta, Pia und Martin. Ich konnte mich in jede von den dreien hineinversetzen und mit ihnen Fühlen .

Britta, Martin und Pia, waren drei unzertrennliche Freunde die immer zusammen hielten, eine eingeschworene Gemeinschaft. Doch was man nie für möglich hielt, wird eines Tages durch einen verhängnisvollen Sommer auseinander gerissen und zerstört.
Jeder von den dreien geht seine eigene Wege, und geht seinen beruflichen Verpflichtungen nach. Bis nach 20 Jahren die drei , ungewollt ihre Wege kreuzen lässt.
Britta muss sich um ihren Demenz Kranken Vater kümmern, so läuft sie ihrem ehemaligen Nachbarn und Jugendfreund Martin über den Weg. Das ist noch nicht alles durch Zufall findet Martin ein Prospekt über eine berühmte Fotografin die im Ort eine Vernissage hat, nur hat die Geheimnisvolle Frau mit Pia große Ähnlichkeit. Auch Pia ist im Ort und hält sich versteckt, was keiner weiß sie ist schwer erkrankt, ihre Tage sind gezählt, außerdem hat sie noch ein großes Geheimnis . Pia möchte mit ihrem Leben aufräumen und alles klären. Dann kommt auch noch Corona auf, man spürt die innere Zerrissenheit von den dreien, eigentlich möchten sie alle mit der Vergangenheit aufräumen. Können Sie wirklich an der Vergangenheit anknüpfen, oder wird diese Geheimnis von damals endgültig alles Zerreißen. Es wird nicht leicht für die drei, den sie müssen loslassen von damals, von Schmerz, Enttäuschung, und der Verzeihung.
Dieser Spruch hat es mir angetan und passt zur Realität.

„ Ein bewegender Roman darüber, was es heißt, wirklich zu leben, zu lieben und loszulassen „

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Beklemmend und gewaltig

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr ...

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr Schreibstill ist sehr gewaltig , schonungslos und ehrlich,manchmal auch brutal, das ich es manchmal nicht ertragen konnte, aber gerade deshalb sollte man es lesen, ab und zu habe ich innegehalten um alles zu verarbeiten zu können. Die Protagonistin Lale noch ein Kind tat mir nur noch leid. Ihre Protagonisten sind sehr Authentisch und real, auch ihre Charaktere sind sehr gut hervorgehoben. Ich mochte mich nicht in diese Menschliche Abgründe hineinversetzen.

Die kleine Lale, hat für mich eine sehr traurige Kindheit, der Vater ein Trinker und Knacki , die Mutter Drogenabhängig. Der Vater beantragt beim Jugendamt sein Kind groß zu ziehen, in einer Männer- Kommune. Hier ging es darunter und drüber, Lale darf alles,essen was sie will, so lange aufbleiben wie sie möchte, ihr sind keine Grenzen gesetzt. Lale wird für vernachlässigt, sie erlebt wilde Partys und Hemmungslosen Sex in der WG.
Das mich sehr erschüttert und traurig gemacht hat, dabei ist Lale ein so intelligentes Kind, die sogar ihr Abitur macht. Man hat sie in der WG missbraucht und belohnt, das dass Jugendamt das nicht mitbekommen hat, bleibt mir ein Rätsel . Es spielt in den Achtzigerjahren und da waren die Ämter oft unbarmherzig. Ich war zu dem Zeitpunkt 30 Jahre und hatte selbst zwei Kinder, und hätte so etwas nie zugelassen. Es war kein Wunder, das Lale anfängt zu stehlen und sich nimmt da sie denkt es steht ihr zu. Was Lale fehlte war Geborgenheit, Beständigkeit und Liebe , ein intaktes Elternhaus . Lassen wir uns von ihrem weiteren Lebensweg überraschen.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ergreifend und erschütternd

Elbland
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Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Claudia Rikl, und ich bin hin und weg von ihrer tiefgründigen Erzählung über das Verlassen der Heimat, es ist eine Verarbeitung ihrer Familiengeschichte. ...



Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Claudia Rikl, und ich bin hin und weg von ihrer tiefgründigen Erzählung über das Verlassen der Heimat, es ist eine Verarbeitung ihrer Familiengeschichte. Sie erzählt sie so lebendig und Bildhaft, das ich oft das Gefühl hatte ein Stück der Geschichte zu sein. Ihr Schreibstil ist kraftvoll, klar und berührend zugleich, es war ergreifend in die Geschichte der Großmutter Irma abzutauchen, aber auch erschreckend zugleich. Ich kann es nur empfehlen zu Lesen und sich dabei Zeit zulassen. Eine sehr intensive Geschichte, die uns das wahre Schicksal zeigt.

Es fängt mit der ältesten Tochter Nina an, die Schauspielerin ist und den Anruf bekommt das ihre Mutter im Krankenhaus verstorben ist. Sie hat ihre Mutter bisher aufopferungsvoll gepflegt, ihre eigene Bedürfnisse immer hintenangestellt. Nach dem damaligen Familienausflug 1987 auf Wunsch der Mutter nach Böhmen deren ehemaligen Heimat aus der sie mit 5 Jahren und ihre Eltern vertrieben wurde. Die Eltern von Nina sind geschieden,seit dem Urlaub , sie ist immer noch wütend auf ihren Vater und ihre Schwester Katja, die heute auf morgen verschwand. Nina ist innerlich sehr zerrissen und vergräbt sich in ihr Mauseloch, sie muss sehr verletzt worden sein, damals.
Sie beschließt nach der Beisetzung in die Heimat ihrer Mutter zu Reisen , um zu erforschen was 1987 im Urlaub wirklich geschah, das ihre sehr sensible Mutter so aus der Bahn geworfen hat, das sie so unnahbar und eigenartig gemacht hat. In Arnau angekommen
das heute Hostinné heißt, nimmt sie ein Hotel und lernt beim bummeln durch den Ort im Museum den Historiker kennen, mit ihm zusammen macht sie sich auf die Suche nach den vorfahren ihrer Mutter, Irma stammte aus einer reichen angesehenen Familie, der Vater hatte eine Textilfabrik . 1945 wendete sich das Blatt und die Familie musste fliehen, was wir über die Flucht erfahren, hat mich sehr erschüttert, was die kleine Irma auf der Flucht erlebt hat. Ich möchte mich nicht darüber äußern, ich würde die ganze Spannung nehmen, aber Nina wird dabei klar warum ihre Mutter ihr Leben lang so depressiv und ihre große Liebe zu Katja war

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Faszinierend und spannend

Zwei in einem Bild
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Meine Meinung über Autorin und Buch
Ich kann mich den Meinungen meiner Vorredner nur anschließen, mich hat die Autorin, Morgan Pager , mit genommen auf eine märchenhafte Reise. Ich habe mir auch gewünscht ...



Meine Meinung über Autorin und Buch
Ich kann mich den Meinungen meiner Vorredner nur anschließen, mich hat die Autorin, Morgan Pager , mit genommen auf eine märchenhafte Reise. Ich habe mir auch gewünscht beim nächsten Museum Besuch , wie Claire einfach so in einem Bild verschwinden zu können und diese Menschen dort kennen zu lernen. Es ist alles so bildlich erzählt, das man das Gefühl hatte mit Claire im Gemälde zu sein. Wunderschön erzählt, auch die einzelnen Protagonisten sind exzellent herausgearbeitet. Viel schöne Phantasie die einem berührt.

Die alleinerziehende Claire hat einen Job ergattert von dem man eigentlich nur Träumen kann, im Museum. Zwar soll sie da Abends alles reinigen, aber von Anfang an hat sie sich in ein Bild verliebt, von Henri Matisse, der seine Familie abgebildet hat. Sie spricht vor den Bildern, besonders Jean hat es ihr angetan, der zu lesen scheint. Was sie nicht ahnt das man sie hört, eines Tages ist Jean so fasziniert von Claire die vor dem Gemälde steht, das er die Hand ausstreckt und Claire sie ergreift. Schwups landet sie im Bild, in der Musikstunde der Familie. Es ist eine völlig neue Welt für Claire, voller Licht und Farben , und das wiederholt sich nun jeden Abend. Eine Abenteuerliche Reise beginnt, wir wandern durch viele, viele Bilder, lernen dabei viele Menschen kennen und feiern rauschende Feste. Es ist einfach faszinierend, aber bis eines Tages dieses Tagebuch auftaucht, und ausgestellt wird, es spielt eine große Rolle, könnte aber dieses schöne Glück für Claire für immer zerstören. Was wird passieren, lassen wir uns überraschen.

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