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Veröffentlicht am 28.10.2020

Schwere Zeiten

Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
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Kurzmeinung: Ein krönender Abschluss, der Sckoladenvilla Triologie
Schwere Zeiten

Die Schokoladenvilla


Eine unheilvolle Zeit. Ein Familienerbe in Gefahr. Eine Liebe, die grenzenlos ist.

Stuttgart, ...

Kurzmeinung: Ein krönender Abschluss, der Sckoladenvilla Triologie
Schwere Zeiten

Die Schokoladenvilla


Eine unheilvolle Zeit. Ein Familienerbe in Gefahr. Eine Liebe, die grenzenlos ist.

Stuttgart, Sommer 1936: Die junge Chocolatière Viktoria muss ihre Lehrzeit in Frankreich abbrechen, weil die heimische Schokoladenmanufaktur dringend ihre Unterstützung braucht. Die Zeiten sind unsicher, man will die Familie Rothmann aus der Leitung ihres Unternehmens drängen. Noch während sich Viktoria und ihre Mutter Judith mit allen Mitteln wehren, taucht der Schokoladenunternehmer Andrew Miller in Stuttgart auf. Der gutaussehende Amerikaner bringt nicht nur Viktorias Gefühlsleben durcheinander, er bietet den Rothmanns auch einen Ausweg an. Doch ist er wirklich der, für den er sich ausgibt? Als die Ereignisse sich überstürzen, drängt zudem ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht …


Meine Meinung zur Autorin und Roman

Maria Nikolai, ist mit ihrem dritten Band ihre Schokoladen Villa Triologie ein krönender Abschluss gelungen. Beim lesen des Epilogs, dachte ich mir hier ist noch viel Potential für einen vielleicht vierten Teil offen und sie hat sich ein Hintertürchen offen gelassen. Teilweise lief mir das Wasser nur so im Munde zusammen wenn Viktoria in ihrer Schokoladenküche werkelte, es hat mir unheimlichen Spaß gemacht ihr über die Schulter zu schauen.

Auch bekommen wir tiefe Einblicke in die Zeit des aufkommenden Hitlers Regimes , der quasi die Frauen entmündigt und sie ins Mittelalter zurück versetzt, Heimchen am Herd und Gebärmaschine für Hitlers zukünftige Soldaten. Ich habe mit den Figuren mit gezittert, gelacht und geweint, man musste sie einfach ins Herz schließen. Ich habe mich als Teil der Rothmann Familie gefühlt. Die einzelnen Figuren ihre Emotionen und Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und Authentisch. Alles ist so Bildhaft beschrieben, das die Geschichte wie ein Film vor mir ablief. Sehr gut kann ich mich noch an die Scho-Ka-Kola , Schokolade erinnern in der roten Dose, die für uns Kinder tabu war. Das sie mal für die Wehrmacht verwendet wurde erfuhr ich hier zum ersten mal. Man lernt immer wieder hinzu , das ist das schöne an Romanen.


Die Geschichte knüpft nach 10 Jahren die ins Land gegangen sind wundervoll an.

Ich fand es schon sehr traurig das Viktoria, Ihre Ausbildung in Frankreich brechen musste, den ihr Vater ist plötzlich verstorben. Aber Judith braucht ihre Tochter dringend, den sie hat den gewissen Biss , Durchsetzungskraft und Kreativität um die Schokoladenfabrik der Familie weiter zuführen. Beiden wird es nicht leicht gemacht, die Nazis gewinnen immer mehr an Einfluss, die Zeiten sind so unsicher wie schon lange nicht mehr. Besonders der Ortsgruppenleiter Weber treibt ein fieses Spiel. Besonders da es keine männliche Führungskraft gibt. Die Frauen sind für ihn ein Dorn im Auge , und gehören hinter den Herd. Ich hätte diesen Mann am liebsten auf den Mond geschossen so verbohrt und Linientreu er war. Aber was soll ich mich weiter aufregen, lest es selbst. Umso erleichtert war ich das Andrew Miller aus den USA auftauchte, auch wenn er am Anfang misstrauisch beäugt wird, kann man ihm trauen, das fragte ich mich genauso. Aber er könnte der Rettungsanker für das Unternehmen bedeuten. Auch scheinen sich zarte Bande zwischen Andrew und Viktoria anzubahnen. Werden sie alle gemeinsam die Schokoladenvilla vor den Nazis retten können? Auch gibt es ein sehr gut gehütetes Familiengeheimniss, das ans Licht kommt. Nicht nur in Stuttgart brennt es , auch in Amerika in der Familie Miller, läuft einiges aus dem Ruder. Es ist teilweise wie in einem Krimi , spannend, abwechslungsreich und voller Missgunst, Neid und Intrigen. Wird die Liebe, die Gerechtigkeit und die Wahrheit am Ende siegen ? Lasst euch überraschen.

Danke auf für das Glossar, das Personenregister und das ausführliche Nachwort zum Schluss. Nicht zu vergessen das Weisse Erdbeer -Champagner Trüffel Rezept.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Aufregend und Spannend

Fräulein Gold: Scheunenkinder
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Fräulein Gold: Scheunenkinder
Die Hebamme von Berlin
Band 2 der farbenprächtigen Saga um Hebamme Hulda Gold, die im Berlin der 1920er Jahre in rätselhafte Fälle verstrickt wird.
1923: Die Berliner Hebamme ...

Fräulein Gold: Scheunenkinder
Die Hebamme von Berlin
Band 2 der farbenprächtigen Saga um Hebamme Hulda Gold, die im Berlin der 1920er Jahre in rätselhafte Fälle verstrickt wird.
1923: Die Berliner Hebamme Hulda Gold wird zu einer Geburt ins Scheunenviertel nach Mitte gerufen. Obwohl die jüdische Familie dort nach ihren ganz eigenen, strengen Regeln lebt, gewinnt Hulda das Vertrauen der jungen Mutter. Und als das Neugeborene nach wenigen Tagen verschwindet, wird sie unvermittelt in die rätselhafte Suche nach ihm verstrickt. Wie kann ein Kind in dieser engen Gemeinschaft einfach so verlorengehen? Je hartnäckiger Hulda den Spuren folgt, desto stärker stößt sie auf Widerstand, denn die Bewohner des Viertels haben ihre gut gehüteten Geheimnisse.
Bald zeigt sich, dass die Berliner Polizei zur gleichen Zeit nach Kinderhändlern fahndet, und Hulda ahnt einen Zusammenhang. Kann Kommissar Karl North ihr helfen, das Neugeborene zu finden? Doch dann entlädt sich im Scheunenviertel der Judenhass in einem Pogrom, und Hulda selbst gerät in höchste Gefahr.


Meine Meinung zur Autorin und Buch 

Es ist mein zweiter Roman über Fräulein Gold, von der Autorin, Anne Stern, und sie hat mich sehr begeistert beim Lesen, obwohl ich kein großerKrimi-Fan bin. Aber sie hat mit diesem Thema mein Interesse geweckt , und ich freue mich schon auf den 3. Teil. Sie hat in diesem Roman die Missstände im damaligen Berlin sehr gut beschrieben. All das Elend und die Armut in Bülowbogenviertel, es war schon sehr erschütternd, wie die Menschen dort lebten und hinvegetierten. Das aufkommen der Nazis, die Inflation, die Sorgen, Nöte und Ängste waren fühlbar.

Es ist alles so Bildhaft und lebendig beschrieben, das man das Gefühl hatte, selbst dort zu sein, und Hulda zu begleiten. Der Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und mitreißend. Ihre Figuren, wirken wie aus Fleisch und Blut, auch die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, so das man sich in sie hinein versetzen konnte.

Hulda, bleibt Hulda habe ich festgestellt, zur Not auch mal mit dem Kopf durch die Wand. Schade an Hulda ist auch eine Gute Detektivin verlorengegangene, sie hat immer den richtigen Riecher. Auch diesmal, im Falle der jüdischen Familie Rothmann, die im Scheunenviertel lebt. Die ungeliebte Schwiegertochter Tamar, die ihr erstes Kind erwartet eine sehr zerrissene und unglückliche junge Frau. Die Schwiegermutter erkennt sie nicht als die Frau ihres Sohnes an, da sie keine Jüdin ist. Sie tat mir sehr Leid unter dieser so unmöglichen Frau zu Leiden, ihr Mann, der nicht den Mund aufmacht und kuscht vor seiner Mutter. Und dann verschwindet auch noch das Kind von Tamar, ich hatte das Gefühl es passte der Schwiegermutter, so war das Kind weg. Viele Ungereimtheiten tun sich auf, ehrlich gesagt ich habe auch dem Jungen Rabi misstraut. Überhaupt scheint das Scheunenviertel, eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein. Aber wir kennen ja unsere Hulda, sie gibt nicht so leicht auf, sie verbeißt sich so richtig in den Fall. Sie bittet Ihren Freund Karl North um Mithilfe der bei der Kripo arbeitete. Aber der hat auch gerade Sorgen, sie sind einem Kinderhändlerring auf der Spur, traurig was da alles ans Tageslicht kam. Besteht vielleicht eine Verbindung, mit dem Baby der Rothmanns, lassen wir uns überraschen, und folgen den Spuren.
Sehr gut gefiel mir die Apothekerin Jette die Hulda wirklich eine gute und selbstlose Freundin ist. Natürlich unser lieber Bernd, der sich um Hulda sorgt. Eine wirklich sehr spannende Geschichte auf der wir auf viele gut gehütete Geheimnisse stoßen, nicht nur die Rothmanns haben was zu verbergen und müssen sich der Vergangenheit endlich stellen, auch wenn es weh tut. Auch Hulda, Karl, Bernd und Jette müssen sich ihrer Vergangenheit und Probleme stellen, jeder von ihnen trägt sein Päckchen.
Jedenfalls riskiert Hulda einiges und bringt sich in größte Gefahr.
Spannend vom Anfang bis zum Schluss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2020

Es gibt noch Wunder

Weihnachten am Ku’damm
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Es gibt noch Wunder
Weihnachten am Ku’damm
Inhaltsangabe: Quelle Rowohlt Verlag
Eine bewegende Weihnachtsgeschichte mit den Thalheim-Schwestern aus Brigitte Riebes Bestsellertrilogie «Die Schwestern ...

Es gibt noch Wunder
Weihnachten am Ku’damm
Inhaltsangabe: Quelle Rowohlt Verlag
Eine bewegende Weihnachtsgeschichte mit den Thalheim-Schwestern aus Brigitte Riebes Bestsellertrilogie «Die Schwestern vom Ku'damm».
Bitterkalt ist es im Jahrhundertwinter des Jahres 1946. Der Krieg ist vorbei, nun ächzt das zerstörte Berlin unter dem „Hungerwinter“. Auch das einst prächtige Kaufhaus am Ku’damm liegt in Trümmern, selbst die vergleichsweise wohlhabende Familie Thalheim kann von einem opulenten Weihnachtsfest nur träumen. Eines Abends weht der klirrend kalte Winterwind einen kleinen Jungen zum provisorisch eingerichteten Modegeschäft am Savignyplatz. Erich ist halb verhungert und scheint mutterseelenallein in der Stadt zu sein. Kurzentschlossen nimmt Rike, die älteste von drei Schwestern, ihn mit nach Hause - sein weizenblondes Haar erinnert sie an Oskar, ihren im Krieg verschollenen Bruder. Der Kleine soll ein Weihnachtsfest haben, das er nie vergisst, da sind Rike, Silvie und Florentine sich einig. Doch woher einen Weihnachtsbaum nehmen, wenn sogar der Tiergarten abgeholzt ist?
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Brigitte Riebe, hat mich schon mit Ihrer Ku’damm Trilogie, der Thalheim Familie begeistert. Deshalb war es ein muss für mich, diese sehr gefühlvolle Weihnachtsgeschichte zu lesen. Sehr akribisch hat sie wie immer Recherchiert, hier spürt man die promovierte Historikerin. Mit sehr viel Herzblut erzählt sie von dem Hungerwinter 1946 in Berlin und dem der Flüchtlinge. „ Wer hungert, der kann auch frieren „ war der Leitspruch der Berliner. Alles hat sie so Bildhaft dargestellt, das man das ganze Elend , Hunger, Tod,und den täglichen Kampf ums Überleben vor Augen hatte. Da lief auch ab und zu mal eine Träne, beim lesen und es wurde einem bewusst wie gut es uns doch allen geht, auch in Corona Zeiten.
Aber es gibt auch Wunder in der Geschichte der Familie Thalheim, das einem wieder versöhnt und Hoffnung macht, das es doch noch gute und selbstlose Menschen gibt, die nicht nur an sich denken.
Ja, wir können es uns heute nicht mehr vorstellen, was es bedeutet Hunger zu haben und zu frieren. Es war einfach nichts da, viele Menschen erfroren und verhungerten. Die Flüchtlinge aus dem Osten hatten es sehr schwer, wurden missäugig betrachtet. Es waren ja kaum noch Bewohnbare Häuser da, mir lief es beim lesen, oft eiskalt den Rücken runter. Auch die Thalheim Schwestern haben es nicht leicht, auch sie träumen von gefüllten Tellern und einem ausgiebigen Weihnachtsmal.
Die kleine Flori, träumt von einem Weihnachtsbaum, aber es gibt keine Bäume mehr, alles ist abgeholzt,für Brennmaterial. Natürlich begegnen wir wieder diesem Widerling Brahms, der Friedrich gerne in krumme Geschäfte verwickeln würde. Mit Panzerschokolade und Pervitin , die Amys wären ganz scharf auf „ The German Wunderpille „, ich habe gebetet das Friedrich eisern bleibt. Rike findet vor dem provisorischen Laden, den Kleinen halb erfroren Erich, das Schicksal des kleinen ging mir genauso nah wie den Thalheims, die Mutter im Krankenhaus, der Vater in einem Lager, und die Vermieterin, eine erbarmungslose Hexe. Sie hat Erich vor die Tür gesetzt. Ich hätte den kleinen auch aufgenommen, und ihm all die Wärme und Liebe gegeben. Lassen wir uns weiter überraschen, den die Thalheims sind ja bekannt dafür. Wie immer geht es turbulent zu, und wir begleiten sie bei ihrem täglichen Kampf ums überleben.
Sehr schön fand ich auch das Nikolaus Gedicht am Anfang der Geschichte von Erich Kästner, das mir unbekannt war, aber 100% zur Geschichte passt, es trifft den Kern, der damaligen Zeit. Ebenso ihr Nachwort zu der damaligen Lage. Ob Tauschhandel, Schwarzmarkt, den schwarzen Hunger, ganz Europa war bedroht. Eine Geschichte die einem die Augen öffnet, und für mehr Menschlichkeit wirbt.

https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/permalink/3527420920612969/

http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/398937/Product

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Frauen als raffinierte Spione

Der geheime Code der Frauen
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Der Geheime Code der Frauen

Deutschland im Jahr 1946. Für den britischen Geheimdienst ist Edith ...

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Der Geheime Code der Frauen

Deutschland im Jahr 1946. Für den britischen Geheimdienst ist Edith Graham die perfekte Spionin – sie ist jung, alleinstehend und spricht Deutsch. Ihre heikle Aufgabe: Sie soll den Arzt Kurt von Stavenow finden, ausgerechnet den Mann, mit dem sie vor dem Krieg eine Liebesaffäre hatte. Bald erkennt Edith, dass von Stavenow ein Kriegsverbrecher ist – und dass die Briten ihn nicht suchen, um ihn vor Gericht zu stellen, sondern dass sie sich vor allem für seine Forschungsergebnisse interessieren. An eine Freundin beim Geheimdienst schickt Edith daher codierte Berichte, um dafür zu sorgen, dass von Stabenow nicht davonkommt. Doch damit bringt sie sich in höchste Gefahr.

Ein packender Roman über eine junge Frau in einem Netzwerk von Spionen. Eine Geschichte über Verrat, Liebe und Freundschaft.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Celia Rees, sie ist eine sehr erfolgreiche Jugendbuch Autorin in Großbritannien, dieser Roman „ Der geheime Code der Frauen „ , ist ihr erster Roman für Erwachsene. Ich muss sagen ein gelungenes Debüt. Sehr intensiv beschäftigt sie sich mit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, den Nazis und dem Geheimdienst der Engländer die ihre Spione nach Deutschland schicken um versprengte Nazis aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Wir bekommen tiefe Einblicke in die verschiedenen Spionage Abteilungen. Der eine Teil möchte gewisse Nazi Wissenschaftler für ihre Zwecke einspannen, den sie können für ihr Land nützlich sein. Der andere Teil möchte sie für ihre Gräueltat bestrafen, man erfährt so vieles interessantes. Und wie in vielen Romanen, die das Thema behandeln, bin ich immer wieder aufs Neue erschüttert, über diese dunkle Zeit und Vergangenheit in Deutschland . Sie hat das ganze sehr Authentisch , Bildhaft und sehr mitreißend verpackt. Ihre Figuren wirken so real und lebendig, das ich mich spielend in die einzelnen Charaktere hinein versetzen konnte.

Edith Graham, ist Lehrerin in Deutschland und spricht perfekt Deutsch, sie war mal mit dem deutschen Kurt Stavenow , vor dem Krieg enger befreundet. Leo ein Bekannter von ihr schlägt sie, beim Geheimdienst als Spionin vor, gerade wegen ihrer perfekten Deutschkenntnisse. Ausgerechnet Kurt , soll sie in Deutschland aufspüren, mit einer der größten Kriegsverbrecher. Die Briten suchen ihn nicht nur um ihn vor Gericht zu stellen, ganz im Gegenteil sie brauchen ihn wegen seinen Forschungsergebnissen. Alle Alliierten haben Interesse an den deutschen Forschern, ein Wettlauf zwischen den Siegermächten ist im Gange jeder möchte der erste sein. Aber Édith , Dori, und die Reporterin Adeline Croft, wollen das er vor Gericht gestellt und verurteilt wird, für seine scheußliche Taten. Sehr genial fand ich den Code der Edith entwickelte, der auf Rezepten beruht. Eine Geschichte voller Abgründe tun sich auf, beim Lesen, man bangt zittert und hofft mit Edith, und ihren Gefährtinnen die sich in höchste Gefahr begeben. Hier werden einem so richtig die Augen über die Alliierten geöffnet, Verrat steht auf der Tagesordnung.

https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/permalink/3516378531717208/

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Ein Leben zwischen Glanz und Wahrheit

Das Kaffeehaus - Bewegte Jahre
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Inhaltsangabe: Quelle Goldmann-Verlag

Wien in den 1880er-Jahren: Die junge Sophie von Werdenfels flüchtet aus der tristen Atmosphäre ihres Elternhauses so oft wie möglich in die Pracht des Kaffeehauses ...

Inhaltsangabe: Quelle Goldmann-Verlag

Wien in den 1880er-Jahren: Die junge Sophie von Werdenfels flüchtet aus der tristen Atmosphäre ihres Elternhauses so oft wie möglich in die Pracht des Kaffeehauses ihres bürgerlichen Onkels. Dort lernt sie Richard von Löwenstein kennen, einen persönlichen Freund des Kronprinzen Rudolf. Während sich die beiden verlieben, schwärmt Sophies beste Freundin Mary für den verheirateten Kronprinzen. Ungeachtet aller Warnungen Sophies, lässt sich Mary sogar auf eine Affäre mit Rudolf ein. Und niemand ahnt, dass dadurch das Kaiserreich in seinen Grundfesten erschüttert wird …

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein 7. Roman der Autorin Marie Lacrosse ( Marita Spang) den ich gelesen habe. Auch dieses mal ist es ihr wieder wunderbar gelungen mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Das Kaffeehaus bewegte Jahre, ist der 1. Band ihrer Saga rund um Wien und der Habsburger Kaiserfamilie. Man spürt beim Lesen die Psychologin in ihr, allein wie sie sich in ihre Figuren hineinversetzt, und deren wahren Charaktere an die Oberfläche bringt. Ich habe manches mal mitgelitten mit ihren Protagonisten, gelacht und geweint. Sie deckt die wahre Geschichte um den tragischen Tod der noch blutjungen Komtesse Mary Vetsera und Kronprinz Rudolf auf. So wie es uns viele Romane und Filme wahr machen wollen, es war überhaupt nicht so romantisch und kitschig. Man blickt hinter die wahre Fassade Rudolfs und seiner Eltern, den Adeligen und der gehobenen Wiener Gesellschaft. Auch den Stand der Frauen zu der damaligen Zeit, sie waren quasi Eigentum des Mannes, für uns heute unvorstellbar. Ich war oft Sprachlos beim Lesen, besonders was die Kaiserliche Familie und Rudolf betraf. Für mich war er ein kranker Mensch, Egoistisch, er fühlte sich ungeliebt und unverstanden, dank deiner Eltern würde ich sagen. Sie hat Fiktion und Wahrheit gut miteinander verwoben. Besonders Sophie und Richards Familien sind Fiktiv, aber im Endeffekt an reale Personen angelehnt. Ihre Recherchiere hat sie mal wieder mit sehr viel Herzblut und Akribisch betrieben.
Eine sehr spannende , lebendige und unter die Haut gehende Geschichte. Das Kaffeehaus Danzer ist so real beschrieben, das ich den Duft von Kaffee, und die Mokka Prinzentorte und all die anderen Köstlichkeiten riechen und schmecken konnte. Ein rundum gelungener Auftakt. Danke auch nochmal für das ausführliche Nachwort, den Glossar und das Personenregister. Natürlich auch für das Rezept, im Buchinneren.

Schon der Prolog war zauberhaft, wie habe ich die kleine Sophie beneidet, das sie von der Mokka Prinzentorte naschen durfte. Man spürte ihre Glückseligkeit, wenn sie ihrem Onkel Stephan im Kaffee helfen durfte.
Sophies Leben, das ihrer Schwester Emilia und ihrer Mutter Henriette ist nicht leicht. Seit ihr Vater Nikolaus tödlich verunglückt ist. Ihr jetziger Stiefvater Arthur, ist ein harter Mensch und regiert mit eiserner Hand. Ich konnte gut verstehen, das die Familie Aufatmete wenn er als Diplomat in Kairo ist. Dafür mochte ich umso lieber den Onkel, ein sehr warmherziger Mensch, der genauso wie Sophie das Herz auf dem rechten Fleck hat, und für ihre Familie immer da ist. Komtesse Mary, ihre beste Freundin fand ich sehr verwöhnt und ich bezogen, sie nutzte geradezu die arme Sophie aus, ihr werdet sie noch kennen lernen beim lesen. Auch von Kronprinz Rudolf war ich schwer enttäuscht, ich hatte ein ganz anders Bild von ihm, und konnte hier in der Geschichte hinter die wahre Fassade blicken. Er war ein Schürzenjäger, ein suchender, unverstanden von seinen Eltern, seine Frau Stephanie, verabscheute er ja gerade zu. Sein bester Freund ist Richard von Löwenstein, dem er alles anvertrauen kann. Ihm schüttet er oft seine zerrissene Seele aus. Auch Richard hat es nicht leicht, ich habe ihn bedauert. Richard und Sophie sind die leidtragenden, in der unglücklichen Liaison von Rudolf und Mary, von wegen Rudolfs letzte Liebe, wie sie im Film verherrlicht wird. Er nutzt die 17 jährige Mary aus , die blind und krank vor Liebe zu Rudolf ist. Sie ist für ihn nur ein Spielball, und nutzt sie für seine Selbstmordabsichten aus. Alle Warnungen von Sophie , schlägt Mary in den Wind, und geht mit Rudolf in den Tod, für mich war er zu Feige allein zu sterben, und nimmt deshalb Mary mit, die noch das ganze Leben vor sich hatte. Ich habe die Geschichte geliebt, das Leben im Kaffeehaus, Sophie, Mary und Richard zu begleiten, hinter die Kulissen der Adeligen Gesellschaft zu blicken, einem Leben in einem goldenen Käfig. Eine Geschichte voller Höhen und tiefen, und bin schon ganz gespannt , wie es im 2. Teil mit Sophie weitergeht. Den der Schluss war sehr überraschend.

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