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Veröffentlicht am 25.03.2020

Die goldenen Jahre

Die goldenen Jahre des Franz Tausend
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Inhaltsangabe: Quelle Blessing-Verlag

Die wahre Geschichte des Franz Tausend weitet sich in diesem Roman zu einem Panorama Deutschlands in den 1920er und 1930er Jahren.

Schneidig, selbstbewusst, charmant ...

Inhaltsangabe: Quelle Blessing-Verlag

Die wahre Geschichte des Franz Tausend weitet sich in diesem Roman zu einem Panorama Deutschlands in den 1920er und 1930er Jahren.

Schneidig, selbstbewusst, charmant – so erobert der aus armen Verhältnissen stammende Franz Tausend 1924 die Welt. Er behauptet, auf geheimnisvolle Art und Weise Gold in großen Mengen herstellen zu können. Ultrarechte Patrioten und namhafte Industrielle wittern die Chance, mit diesem Gold die angestrebte heimliche Wiederaufrüstung finanzieren zu können, und strecken Tausend Geld vor. Als einige Anleger unruhig werden, ob es jemals Gold regnen wird, sorgen einflussreiche Politiker dafür, dass die Polizei einschreitet. Sie soll Franz Tausend aber nicht auf die Finger sehen, sondern ihn im Gegenteil vor den Anschuldigungen einer sich um ihr Geld geprellt sehenden Frau schützen.

Kommissar Heinrich Ahrndt, der diesen Auftrag erhält, ist zu gewissenhaft, um dieses Spiel dauerhaft mitzuspielen. Er wird nach Berlin strafversetzt, wo er den Pazifisten Carl Ossietzky beschatten soll ... Franz Tausend hingegen versucht sein Glück auf neue Weise, doch seine Wege und die des Kommissars kreuzen sich noch einmal: vor Gericht.


Meine Meinung zum Autor und Roman

Ich habe schon einige Romane von Titus Müller gelesen und war immer begeistert von seinen spannenden Geschichten, die auf wahren Tatsachen beruhen. Laut Titel sollte es eigentlich um Franz Tausend gehen, der viele mächtige Männer in unserem Land an der Nase herumführte, in dem er behauptete aus Blei Gold herzustellen. Ich muss gestehen das ich noch nie von dem Mann gehört hatte und das hat mich neugierig gemacht. Auch wenn Franz Tausend wenig Raum einnahm, umso mehr Thomas Mann und der mir leider unbekannte Carl von Ossietzky . Er hat Quasi drei verschiedene Geschichten, mit Authentischen Menschen, die viele Parallelen zueinander aufweisen zu einem spannenden zeitgenössischen Roman verpackt. Alles geschieht in einer Welt im Umbruch, der 1. Weltkrieg


ist verloren, die Regierung in Deutschland am Boden , Arbeitslosigkeit, Machtgierige Industrielle, heimliche Wiederaufrüstung, und der Aufstieg der Nazis. Er hat alles sehr Bildhaft und mitreißend verpackt , und nimmt seine Leser mit in die Welt, der wilden zwanziger Jahre. Eine sehr facettenreiche Geschichte mit vielen verblüffenden Wendungen.



Sehr gut gefiel mir Kommissar Heinrich Ahrndt, ein wirklich gradliniger und Gewissenhafter Mensch, mit großem Gerechtigkeitssinn, gerade ihm viel die unangenehme Aufgabe zu, Franz Tausend bei seiner Demonstration, aus Blei Gold herzustellen zu, er sollte ihm auf die Finger schauen. In einem abgelegen Gebäude unter strenger Geheimhaltung, unter den hochrangigen Männern war General a.D. Ludendorff, Alfred Mannesmann, Bankdirektoren, und führende Industrielle. Es war schon unvorstellbar, wie er diese hochgebildete Menschen so an der Nase herumführen konnte. Nur unser lieber Ahrndt ist sehr misstrauisch, aber seine Meinung ist nicht erwünscht, dafür ist die Gier zu groß, und der Staat hat hohe Kriegsschulden. Was tut man mit unbequemen Menschen, man versetzt sie von München, nach Berlin.

Auch weil er der armen Elisabeth und ihren Kindern helfen wollte, da ihr Mann einen wertlosen Goldgutschein gekauft hatte. Genau das Gegenteil sollte sein, er sollte dafür sorgen das sie Ruhe gibt. Es geht hoch und heiß her, die Presse kommt ins Spiel. Dadurch kreuzen unsere Wege Thomas Mann, der ebenfalls das ganze durchschaut, und Carl von Ossietzky, diese drei Männer haben eines gemeinsam, der Sinn Wahrheit und Gerechtigkeit. Das besonders unserem Carl zum Verhängnis werden wird, er schreibt für die Weltbühne, eine Zeitschrift, die den oberen ein Dorn im Auge ist. In Berlin soll nun unsere Heinrich Carl beschatten, was ihm gegen den Strich geht. Die Geschichte um Carl ist mehr als spannend, es war mir eine Freude ihn kennen zu lernen und auf seinen Wegen zu begleiten. Das sein Leben und wirken so tragisch Endete, war mir ein Wehmutstropfen, warum hat er nicht auf die Warnungen gehört. Aber er war besessen, die Welt vor dem aufkommenden Regime zu retten.

Zitat von Carl Ossietzky Seite 132:

„Ludendorff ist ein Mathematiker des Schlachtfelds, ein Grundbuchbeamter des Todes, von dem kein wärmender Strahl ausgeht.“, Carl hat ihn gut wiedergegeben.

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Wagemut, Verrat und Freundschaft

Die Schule am Meer
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Inhaltsangabe: Quelle Kindler-Verlag
Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, ...

Inhaltsangabe: Quelle Kindler-Verlag
Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?

Meine Meinung zur Autorin und Buch:
Ich bin mehr als begeistert, über diesen großartigen schon fast Autobiografischen Roman, Sandra Lüpkes ist damit ein wirklich großes Werk gelungen. Sie lässt einem eintauchen in die Weimarer Republik, und dem Leben auf der Insel Juist. Die Gründung einer der ersten reformpädagogischen Schule arrangierter Lehrer, die auf Juist angesiedelt wurde. Man fieberte beim Lesen mit diesen Lehrpersonen und Schülern einfach mit. Ich fand diese Idee gut, hier ging man auf die Schüler ein, förderte ihre Stärken und ging auf ihre schwächen ein. Ich wäre gerne dort zur Schule gegangen, hier wurde keiner bevorzugt. Man spürte, mit welcher Leidenschaft und Herzblut, Sandra Lüpkes, diese Geschichte geschrieben und recherchiert hat. Den sie ist auf Juist geboren und hat dort viele Jahre gelebt, und lernt mit ihr die Insel kennen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und Bildhaft. Es war mir ein vergnügen mit Lehrern und Schüler über die Insel zu streifen und sie auf ihren Wegen zu begleiten. Sogar Eduard Zuckmayer, gibt seine Karriere auf, um die Schüler musikalisch zu bilden. Es war wirklich kein leichter Weg diese Schule zu gründen,den Neid, Missgunst einiger Juister Bürger bekommt man zu spüren. Die Welt ist im Umbruch, und auch das Nazi Regime hält dort langsam Einzug. Ihre einzelnen Figuren und deren Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet, man konnte tief in ihre Seelen blicken, sich mit ihnen freuen und weinen.

Ich mochte Anni Reiner, vom ersten Augenblick an, von dieser Frau ging soviel Wärme und Mütterlichkeit aus, nicht die gestrenge Lehrerin, nein sie war ihren Schülern die dort im Internat lebten eine Mutter. Es war schon ein Abenteuerliches Unternehmen, auf Juist solch ein Internat aufzubauen, ich habe die Lehrer dafür bewundert, was für holprige und steinige Wege sie gehen mussten. Nicht alle Inselbewohner sind begeistert, sie bekommen viel Misstrauen und Skeptik zu spüren. Alleine da schon Anni eine Jüdin aus reichem Elternhaus ist, passt vielen nicht, besonders Gustav und seiner Frau Therese, was sie alles anstellen, um der Schule Steine in den Weg zu legen, war schon hart und abscheulich. Anni hat viel Geld in diese Schule gesteckt, aber auch genauso viel Herzblut wie ihr Mann Paul, Eduard, Lu, und viele andere Lehrer. Die Köchin Kea, findet dort ein neue Heimat, sowie ihr Patenkind Marje, die beiden spielen eine große Rolle im Roman, genauso wie Moskito, ein wirklich liebenswerter Junge den man einfach ins Herz schließen musste. Ein wenig bedauert habe ich die Schüler schon, das sie bei Wind und Wetter morgens in der Nordsee baden mussten. Aber dafür wurden sie sonst durch tolle Lehrer entschädigt, hier wurde keiner von ihnen bevorzugt, im Gegenteil man förderte ihre Stärken, alle Schüler waren gleich, egal welcher Nation oder Religion sie angehörten. Es hat große Freude bereitet den Schulalltag, von damals kennen zu lernen, mit allen Höhen und tiefen, den Kampf ums überleben der Schule. Die Schüler, ob Moskito, Georg, Volkmar , Marje und die anderen zu begleiten, ob beim Lernen oder auch ihren Streichen. Der eisige Winter, wo Juist , von der Außenwelt abgeschnitten ist, das war schon hart und unvorstellbar , was Moskito und Volkmar wagten, lies einem den Atem anhalten. Gustav, ist ein Wermutstropfen, in der ganzen Geschichte , soviel Verrat wie er begeht, aber auch von Lu, war ich am Ende Menschlich enttäuscht, ein Mann mit zwei Gesichtern. Es wird noch so manches Geheimnis aufgedeckt, am Ende der Geschichte und lässt einem überrascht zurück. Das die Schule, durch Gustav und einige Konsorten , als Juden und Kommunisten Hort verschrien war, tat schon weh, und droht die Gemeinschaft und Schule dort zu zerstören, einer Welt am Abgrund.

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Veröffentlicht am 29.02.2020

Die Bühne war ihr Leben.

Die Königin von Berlin
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Die Königin von Berlin
Sie war die Muse von Bertolt Brecht. Roman
Ein aufregender Roman über Carola Neher, eine der schillerndsten Schauspielerinnen der Weimarer Republik von der Bestseller-Autorin Charlotte ...

Die Königin von Berlin
Sie war die Muse von Bertolt Brecht. Roman
Ein aufregender Roman über Carola Neher, eine der schillerndsten Schauspielerinnen der Weimarer Republik von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth.
Wo sie auftritt, jubeln die Menschen der geheimnisvollen Carola Neher zu. Die Theater reißen sich um sie. Berlin liegt ihr zu Füßen in jenen letzten Jahren der Weimarer Republik. In durchfeierten Nächten verdreht sie einem berühmten Mann nach dem anderen den Kopf – doch im Herzen bleibt sie allein. Das ändert sich, als sie dem Dichter Klabund begegnet, ein Suchender und ein Getriebener wie sie selbst.
Ausgerechnet sie, die begehrte femme fatale, verliebt sich in den scheuen, zurückhaltenden Dichter, der von der gleichen inneren Glut verzehrt wird wie sie selbst. Was keiner für möglich gehalten hätte, tritt ein: Sie heiratet ihn. Doch eine brave Ehefrau wird Carola nicht, denn schon bald lockt sie das wilde Leben – und die Künstler Berlins, darunter Bertold Brecht, der ihr die Chance ihres Lebens bietet …

In diesem Roman setzt Bestseller-Autorin Charlotte Roth der Schauspielerin Carola Neher ein Denkmal, die in den 20er Jahren die Muse vieler berühmter Männer war und als Brechts erste Polly unsterblich wurde.
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Charlotte Roth, ist gelungen einer der schillerndsten Schauspielerinnen während den wilden zwanzigern, ein Ehrwürdiges Denkmal zu setzen und sie aus der Versenkung zu holen. Ehrlich gesagt bis dato wusste ich nicht das es diese Carola Neher gab, umso schöner finde ich es das sie, sie wieder zum leben erweckt hat. Neugierig hat mich das ganze gemacht, das sie die Muse von Berthold Brecht war. Die Geschichte ist eine Art Autobiografie, auch wenn sie sich einige Künstlerischen Freiheiten genommen hat, aber wie sie im Anhang sagt, um die Privatsphäre der Familie Neher / Becker zu schützen. Der Schreibstil, ist klar, Kraftvoll und sehr Bildhaft. Die Recherche ist sehr gründlich gewesen, man spürte beim Lesen mit wie viel Herzblut, sie die Geschichte geschrieben hat. Sie hat sich viel Zeit genommen für ihre Entwicklung der Geschichte, die in viele Städten spielt von Edenkoben - Berlin . Die gibt ihren Protagonisten viel Raum um sich zu entfalten. Besonders Brecht und Carola, fragen sich wer wollen sie sein in ihrem Leben, zwei zwie gespaltenen Leben. Carola Nehers Leben zieht sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte. Auch ist das Leben in der Weimarer Republik, die wilden, goldenen zwanziger und der Aufstieg der Nazis sehr gut wieder gegeben.

Carola war für mich eine Frau, die alles in eine Waagschale warf, die ganz bewusst ihre Waffen als Frau einsetzte, die alles tat um nach ganz oben zu kommen. Schon als Kind war es ihr größter Traum ein Star zu sein, und im Rampenlicht zu stehen. Ihre Eltern hatten dafür überhaupt kein Verständnis, und legten ihr Knüppel in den Weg. Es verwunderte mich auch nicht das sie bei Nacht und Nebel, aus dem Elternhaus floh, zwar etwas unüberlegt, aber was tut man nicht alles im jugendlichen Leichtsinn. Julius Gellner, ein Jugendfreund rettet sie aus einer prekären Situation, und gibt ihr Unterschlupf. Ihr jüngster Bruder Jo-Jo, hält treu zu ihr, der einzige von der Familie. Wir laufen noch vielen großen Persönlichkeiten über den Weg, ob Feuchtwanger, Max Rheinhard, Friedrich Holländer usw. Carolas Weg ist am Anfang schon sehr steinig, erst durch Brecht dem sie begegnet, gelangt sie Weltruhm, zwei Menschen die verbissen und Ehrgeizig sind, die keine Rücksicht auf ihre Partner nehmen und auch nicht mit der Treue. Es war schon Aufregend, Carola, Brecht und die anderen auf ihren Wegen zu begleiten, das wilde und vor Leben Pulsierende Berlin zu erleben. Brecht der für seine Carola, das Lied der Blondine, in seiner Dreigroschenoper komponiert. Dieser Mann war für mich ein Sklaventreiber und oft unerbittlich, der oft unmenschliches für Carola abverlangte. Ein eifersüchtiger Gockel und Egoist für mich. Umso erfreuter war ich als Carola, Alfred Hentschke, kennen lernte, für mich die lymphatisches Person, ein Mann der wie Julius , Carola aufrichtig liebt, sie so nimmt wie sie ist, ihre Freiheiten nicht einschränkt. Er ist der Mensch der ihr halt gibt und ihr Fels in der Brandung ist. Sehr zur Enttäuschung Brechts heirate sie ihren Klabund, ich glaube das hat er ihr Zeitlebens sehr übel genommen. Vielleicht hätte er ihr damals als sie nach Russland ging, dort helfen können, als Kommunist.
Lest diese Facettenreiche Geschichte um Carola, voller Tiefen und Höhen.

„ Gott schläft. Die Erde rollt ziellos durch den Raum“ Klabund: „ Für Carla“

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Celestine sucht ihr Glück in Paris

Merci, Monsieur Dior
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Inhaltsangabe: Quelle Aufbau-Verlag
»Glück ist das Geheimnis aller Schönheit.« Christian Dior.

Frankreich, 1947: Auf der Flucht vor den Zwängen des Lebens einer Ehefrau in der Provinz kommt Célestine ...

Inhaltsangabe: Quelle Aufbau-Verlag
»Glück ist das Geheimnis aller Schönheit.« Christian Dior.

Frankreich, 1947: Auf der Flucht vor den Zwängen des Lebens einer Ehefrau in der Provinz kommt Célestine nach Paris, wo sie dem menschenscheuen Designer Christian Dior begegnet. Die junge Frau inspiriert den Couturier mit ihrer natürlichen Weiblichkeit, sie wird seine Privatsekretärin und Muse. Die Menschen tragen schwer an den Folgen des Krieges, doch die Welt ist im Aufbruch, man sehnt sich nach Schönheit, so dass Diors femininer New Look schon bald weltweit bejubelt wird. Zwischen Haute Couture und neuer Opulenz droht Célestine sich zu verlieren, aber dann findet sie – die Liebe …
„ Glück ist das Geheimnis aller Schönheit.“ Christian Dior

Meine Meinung zur Autorin und Roman
Agnés Gabriel, hat mich geradezu verzaubert mit ihrem Roman, über Célestine die in Paris ihr Glück versucht, nach den wirren des zweiten Weltkrieges. Es war ein muss für mich den Roman der viel von Dior handelt zu lesen, da mich sein Leben und Werdegang sehr interessierte, und ich hier viel neues und unbekanntes über ihn erfuhr. Das ganze ist sehr brillant, schillernd und facettenreich erzählt. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, Bildhaft und spannend. Sehr gut ist auch die Zeit nach dem Krieg erzählt, auch ihre Recherche über CD ist hervorragend. Ihre Figuren sind sehr gut heraus gearbeitet , ebenso deren einzelnen Charaktere, es viel mir sehr leicht in sie hineinzuversetzen, und an ihre Emotionen teilzuhaben. Es hat mir riesige Freude bereitet in der Geschichte zu versinken, durch Paris zu bummeln und Dior und seinen Angestellten bei ihrer-er über die Schulter zu schauen.
Fiktive Figuren sind mit realen wunderschön verwoben, und runden das ganze ab, sodass ich als Leser zufrieden zurück bleibe.

Ich konnte mich sehr gut in Célestine von Anfang an hinein versetzen, und konnte sie verstehen, das sie aus der Enge im Haus, ihrer Verwandten geradezu floh. Es war geradezu mutig, aber gut das in Paris von ihr die Freundin Marie lebte, wo sie Unterschlupf fand. Die Stelle bei Christian Dior, war geradezu ein Glückstreffer, auch wenn sie am Anfang als Haushälterin dort arbeitete. Aber gerade mit ihren Kochkünsten, gewann sie sein Herz, sie waren für mich zwei Seelenverwandte. Beide auf der Suche nach ihrem inneren Glück. Zwei Herzen schlagen in der Brust von Christian, einmal der Privatmann wo er vergisst Dior zu sein, dann wieder der Geschäftsanteil und Couturier,der geradezu für seine Arbeit lebt, mit Leib und Seele. Célestine bot ihm den Ruhepol in seinem Heim, ein Fels in der Brandung. So verwunderte es mich nicht, das sie seine vertraute wurde, und zu seiner Muse die ihn zu neuen Entwürfen inspirierte und Privat Sekretärin aufstieg. Mein Lieblingsparfüm noch heute „ Miss Dior“ sein erstes war und seiner jüngsten Schwester gewidmet hatte. Es war spannend die Eröffnung des „ Couture Hauses zu erleben, ich war genauso aufgeregt wie alle seine Mitarbeiter dort. Mit seiner Glockenblume -linie und dem New Look, feiert er große Erfolge Weltweit. Auch Célestine , scheint nach ihren steinigen Wegen, einem falschen Freund, der sie schwer in Bedrängnis brachte, endlich der richtigen und großen Liebe zu begegnen.
Es war schön allen über die Schulter bei ihren Arbeiten zu schauen, tiefe Einblicke in die Welt der Mode zu bekommen, aber auch in die Seelen vieler Protagonisten. Sehr gut gefiel mir was Dior Célestine in Kapitel 48 Seite 352 diktierte: hier ein kurzer Auszug, was sein liebstes Kleid sei.
„ Alle. Es sind ja meine Kinder, und ich liebe sie, wie man Kinder liebt.“

Ich kann nur eines sagen lest dieses Buch, es ist einfach wundervoll.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Eine Liebe voller Tiefen und Höhen

Die Diva
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Die Diva
Inhaltsangabe: Quelle Aufbau-Verlag

Die Callas – la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe.

Venedig, 1957: Maria Callas ist die größte Sängerin ihrer Zeit, doch die künstlerische ...

Die Diva
Inhaltsangabe: Quelle Aufbau-Verlag

Die Callas – la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe.

Venedig, 1957: Maria Callas ist die größte Sängerin ihrer Zeit, doch die künstlerische Perfektion, die sie auf der Bühne verkörpert, beginnt ihren Tribut zu fordern. Ihre Stimme droht zu versagen, und Maria sehnt sich nach einer Auszeit – die ihr jedoch weder von der Welt der Oper noch von ihrem Mann und Manager Meneghini zugestanden wird. Dann begegnet sie dem Reeder Aristoteles Onassis, und gegen alle Widerstände verlieben sich die beiden – bis Onassis die Bekanntschaft von Jackie Kennedy macht ...

Ein zauberhaft schöner Roman über die Callas als Inbegriff von Glamour und Charisma, als Künstlerin jenseits aller Maßstäbe, vor allem aber – als leidenschaftlich liebende Frau

Meine Meinung zur Autorin und Buch:
Michelle Marly, versteht es immer wieder mich aufs neue zu verzaubern mit ihren Romanen. Man spürt beim Lesen, ihre Herkunft Ihr Vater war der berühmte Filmkomponist Michael Jary. Sie wuchs quasi, in der Welt des Films und der Musik auf. Ihre Recherche über die Göttliche Opernsängerin Maria Callas und ihre Große Liebe Aristotolis Onassis ist sehr gut. Sie gibt uns tiefe Einblicke in die Welt der Oper und der Reichen und schönen. Mit viel Gefühl hat sie sich in ihre Protagonisten hineinversetzt, und mit ihr konnte man tiefe Einblicke in deren Seelen blicken und Teil haben an deren Emotionen. Ich wusste von Anfang an das ich dieses Buch unbedingt lesen musste, erstens bin ich ein großer Opernfan, und Verehrerin von Maria Callas, leider habe ich sie nie Live Singen hören können. Ihr Schreibstil ist wie immer brillant, fließend und sehr Bildlich. Ich konnte mich in Maria hineinversetzen, und mit ihr lachen und weinen. Sie war eine großartige Frau und begnadete Sängerin, eben die Göttliche.
Mir gefiel schon sehr gut der Einstieg, mit meiner Lieblingsstadt Venedig, und dem Hotel Danieli, ein imposantes Hotel dem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte, es lohnt sich. Das sich Maria in diesen smarten Aristotolis verliebte wunderte mich nicht, er strömte ein großes Charisma aus, er vergötterte sie ja geradezu. Ganz im Gegenteil zu ihrem Ehemann Meneghini, einem reichen Bauunternehmer, man konnte spüren wie er Maria als sein Eigentum betrachtete, obendrein noch ihr Manager war, und ihr keine Pause gönnt. Geld scheint für ihn alles zu sein, und mit seiner Frau Maria der berühmten Opernsängerin, und mit ihrer einzigartigen Stimme die drei Oktaven umfasst, konnte sich kaum eine Sopranistin sonst messen. Maria ist Gesundheitlich und körperlich so ziemlich am Ende, auch ihre Stimme will nicht mehr so richtig gehorchen. Hier wurde mir mal wieder so richtig bewusst, was für eine Schwerstarbeit, diese Menschen leisten, um uns mit ihrem Gesang immer wieder aufs Neue zu verzaubern. Onassis und Maria, waren für mich Seelenverwandte, beide stammen aus einfachsten Verhältnissen, und hatten sich durch viel Ehrgeiz und Arbeit nach oben gearbeitet. Wie viel Macht und Reichtum Onassis besaß wurde mir auch beim lesen bewusst, aber er tat auch viel Gutes mit seinem Geld. Es war wunderschön in das Jetset der 60er Jahre einzutauchen, Sir Winston Churchill, kennen zu lernen, und zu erfahren das er einen Literaturnobelpreis bekommen hat, was mir neu war. Ich konnte Marias Verzweifelung spüren, wie Onassis die Kennedy Witwe kennen lernte, und sie heiratete, dabei waren für mich Onassis und Maria das ideale Traumpaar. Ich hatte auch manchmal das Gefühl das Aristotolis sich gerne mit schönen und reichen Frauen schmücke, wie eine Trophäe. Das Leben der beiden ein Auf und Ab, mit vielen Höhen und Tiefen, und tiefen Einblicke in ihr Leben. Lasst euch einfach überraschen, es lohnt sich, man erfährt so viel Neues.

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