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Veröffentlicht am 24.01.2020

Drei Frauen und ihre Schicksale

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Inhaltsangabe: Quelle Heyne -Verlag
Berlin im Aufbruch: Drei Frauen. Drei Schicksale. Drei Wege, die sich kreuzen.
Berlin 1918: Das Land ist erschüttert von den Folgen des Ersten Weltkrieges. In Berlin ...

Inhaltsangabe: Quelle Heyne -Verlag
Berlin im Aufbruch: Drei Frauen. Drei Schicksale. Drei Wege, die sich kreuzen.
Berlin 1918: Das Land ist erschüttert von den Folgen des Ersten Weltkrieges. In Berlin tobt die Novemberrevolution. In diesen Tagen begegnen sich der Matrose Benno und die Schneiderstochter Vera und verlieben sich sofort ineinander. Was Benno nicht ahnt: Seine Jugendliebe Fritzi ist auf der Suche nach ihm und will ihn zurückholen. Auch die Fabrikkantentochter Hanna reist in diesen Tagen in die verschneite Hauptstadt und schmiedet Pläne für eine selbstbestimmte Zukunft. Die drei Frauen sind davon überzeugt, dass endlich besser Zeiten vor ihnen liegen und sie sind bereit, alles dafür zu tun, ihre Träume zu verwirklichen.

Meine Meinung zur Autorin und Buch:
Elke Schneefuss, ist mit ihrem Roman eine wundervolle und interessante Geschichte über die Weimarer Republik gelungen. Einer Welt im Umbruch, besonders in Berlin und dem Umland. Alles ist sehr spannend, lebendig und Bildhaft erzählt, auch die historische Begebenheiten sind sehr gut recherchiert. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und mitreißend, der Spannungsaufbau ist von der 1. bis zur Letzten Seite sehr hoch, sie lässt einem mitfiebern bei Lesen, es ist wie ein Sog, man konnte nicht mehr aufhören mit dem lesen. Ihre Figuren sind sehr Identisch beschrieben, so dass man sich in jede einzelne Figur problemlos hinein versetzen konnte. Mit den drei Frauen mitgelitten, gehofft und geweint hat. Auch ist das Leben nach dem großen Krieg sehr gut dargestellt, die Armut, der Hunger, alles ist knapp, Heizmaterial, Lebensmittel und Arbeitslosigkeit. Auch hat sie ausführlich über die Novemberrevolution und dem Bürgerkrieg in Berlin berichtet, der Kampf der Freikorps gegen die roten. Sehr schön hat sie auch den Kampf und das Schicksal von Karl Liebknecht und Rosa Luxenburg einfließen lassen. Ein Geschichte die mich befriedigt zurück gelassen hat, eine Geschichte voller Tiefen und Höhen.

Es hat viel Spaß gemacht, Fritzi, Vera und Hanna auf ihren Wegen zu begleiten, auch wenn die Herkunft dieser Frauen nicht unterschiedlicher sein könnte, haben sie vieles gemeinsam, ihren Traum von Unabhängigkeit, berufliche Ziele, ob Krankenschwester , Schneiderin oder einfach glückliche Ehefrau. Besonders Hanna hat es schwer, eine Tochter aus gutem Hause, die während des Krieges in den Lazaretts ausgeholfen hat, möchte als Krankenschwester arbeiten. Ihr warf man wirklich viele Steine in den Weg, die Diakonissen, machten es ihr wirklich schwer und ohne die Genehmigung von den Eltern, ist nichts zu machen. Die stellen sich quer, eine Fabrikkantentochter, die arbeitet was für ein Skandal. Die Mutter möchte sie unbedingt unter die Haube bringen, Hanna wehrt sich mit aller macht, den sie hat ein Geheimnis, das noch Skandalöser wäre, und nicht ans Tageslicht darf. Ich habe sie für ihren Mut und Engagiertheit bewundert, bestimmt nicht einfach in dieser Zeit. Mit Vera der Schneidersttochter tauchen wir in ein ganz anders Milieu ein, lernen die Berliner Hinterhöfe kennen, und spüren was schlechte Zeiten bedeuten. Ihr Vater ist Tod, und sie möchte die Schneiderei wieder zum Leben erwecken. Durch Zufall kreuzt Benno ihren Weg, und rettet sie vor den marodierenden Horden, Benno ein ehemaliger Matrose ist auf der Flucht, und Vera gewährt ihm Unterschlupf in der Werkstatt. Aber Veras Bruder, der überraschend zurückkehrt und mit Leib und Seele den Freikorps angehört, bringt nur Unruhe und Unheil, gefährdet die Familie. Aber Vera kämpft verbissen weiter, für ihren Traum. Jetzt kommt Fritzi ins Spiel, die aus Schleswig Holstein angereist ist, und den Vater ihres Kindes in Berlin sucht, Benno war ihre große Jugendliebe, der aber nichts von seiner Vaterschaft weiß. Ob sie Benno finden wird in dieser großen Stadt, es scheint sehr aussichtslos, und ich konnte ihre Verzweiflung und Mutlosigkeit spüren. Unbewusst kreuzen sich ihre Wege, drei Frauen die für ihr Schicksal und ihre Träume kämpfen, ich habe mit ihnen gehofft und gebangt, und ihnen Glück gewünscht das sie in Erfüllung gehen, und alle ihren Weg finden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Nervenkitzel Pur

Exekution
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Dieser Krimi ist ein regelrechter Nervenkitzel, wo man nicht ahnen kann wer die wirklichen Täter sind, und man im Dunkeln tappt

Rezension

Ekution

Washington, D.C.: Mitten am helllichten Tag zieht ...

Dieser Krimi ist ein regelrechter Nervenkitzel, wo man nicht ahnen kann wer die wirklichen Täter sind, und man im Dunkeln tappt

Rezension

Ekution

Washington, D.C.: Mitten am helllichten Tag zieht ein Mann vor der FBI-Zentrale eine Beretta. Er erschießt zielgerichtet eine Passantin – und anschließend sich selbst. Der Mann ist ein absolut unbescholtener Mitbürger und Familienvater, sein Opfer eine sozial engagierte Hilfslehrerin. Und es scheint keinerlei Verbindung zwischen den beiden zu geben. Amos Decker, der Memory Man, hat das Verbrechen durch Zufall beobachtet und steht vor einem kompletten Rätsel. Gemeinsam mit seinem Spezialermittlerteam vom FBI beginnt er die Lebensläufe der beiden Toten zu durchsuchen. Schnell stößt er auf zahlreiche Ungereimtheiten. Doch dann fordert ihn plötzlich die DIA, der militärische Nachrichtendienst, auf, sich sofort aus dem Fall zurückzuziehen: Es bestehe Gefahr für die nationale Sicherheit. Ein Grund mehr für Amos Decker weiterzuermitteln ...

Meine Meinung zum Autor und Buch
Es ist mein erster Krimi von David Baladacci, ich muss sagen ein Krimi vom Feinsten. Er versteht es seine Leser auf die Folter zu spannen, und lässt einem Langem in Dunklen tappen. Man spürt hier beim Lesen, das ein Fachmann zu Gange ist, schließlich arbeitete er lange Jahre als Strafverteidiger und Wirtschaftsjurist in Washington. Vielleicht kann er sich deshalb sehr gut in seine Protagonisten hineinversetzen und ihre Charaktere deshalb so gut beschrieben. Sein Schreibstil ist flüssig, klar, mitreißend und ohne unnötige Schnörkel, alles ist sehr Bildhaft beschrieben, so das alles wie ein Kopfkino vor einem Ablief. Es war alles sehr Authentisch und glaubhaft geschildert, ob die Arbeit beim FBI, oder der DIA dem militärischen Nachrichtendienst. Einfach spannend und mitreißend, von der ersten bis zur letzten Seite.

Auf mich machte Amos, äußerlich zwar einen sehr verlotterten Eindruck, im Gegenteil zu seinem Kollegen Milligan, aber er ist sehr ernsthaft und genau bei seinen Ermittlungen, auch wenn es ihm oft an Taktgefühl fehlt. Aber ich mochte ihn, ein Mensch der sich nicht verbiegen lässt, und dran bleibt an seinem Fall, komme was wolle. Mann spürte wie Schockiert Amos war, als vor seinen Augen, und noch vor der FBI Zentrale ein Mann eine Frau erschießt, wie aus heiterem Himmel, und dann sich selbst. Es war Dabney, ein unbescholtener Bürger, der das FBI in Sicherheitsfragen beriet. Warum erschoß er Anne Berkshire, eine Hilfslehrerin, die sich auch noch um todkranke im Hospiz kümmerte. Alles scheint keinen Sinn zu ergeben. War Anne nur durch Zufall am falschen Ort, kannten sie sich. Auch die Familie von Dabney, kann sich keinen Reim darauf machen und behaupten Anne nicht zu kennen. Ehefrau Elli, leidet auch noch an MS , ihre Tochter Juli, und der Rest der Familie schienen entsetzt. Auch wenn mir die Frauen der Familie nicht sehr Sympathisch und undurchsichtig waren, sie wirkten unterkühlt auf mich, aber sollten sie etwas vertuschen und warum? Na, Amos und seine Kollegen geben nicht so schnell auf , und durchleuchten das Leben von Anne, das merkwürdige Details ans Tageslicht bringt, war sie doch nicht das unbeschriebene Blatt ? Woher konnte sie sich diese teure Eigentumswohnung und den Mercedes Cabrio leisten. Die Nachforschungen gestalten sich als sehr schwierig, die Biografie von Anne reicht nicht weiter Aals 10 Jahre zurück, und dann ist Schluss . Woher hatte sie das viele Geld, was machte sie, und wer ist sie in Wirklichkeit. Es treten viele Ungereimtheiten auf, auch was die Familiengeschichte der Dabneys betrifft.
Immer Tiefere Abgründe tun sich auf, und warum pfeifen die DIA und Harper Brown vom Nachrichtendienst, Amos Decker und seine Kollegen zurück. Wühlen sie zu viel im Dreck, und Können etwas Aufdecken das nicht an die Öffentlichkeit darf ?
Ist wirklich die Nationale Sicherheit der USA gefährdet, wie man behauptet, aber Amos hat sich so in die Sache verbissen, es ist wie eine Obsession, er wird sich nun erst recht nicht aufhalten lassen. Denn Amos Land ist in Gefahr, ich habe mit ihm gefiebert und gehofft, das er alles aufklärt und den Fall löst bevor es zu Spät ist. Das Ende ist mehr als überraschend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 16.01.2020

Wünsche, Träume und Hoffnungen

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern
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Inhaltsangabe: Quelle Ullstein-Verlag

London, 1920. Charlotte Windley scheint das Glück auf ihrer Seite zu haben. Bereits als Kind bereiste sie mit ihrem Großvater die englischen Inseln, immer auf der ...

Inhaltsangabe: Quelle Ullstein-Verlag

London, 1920. Charlotte Windley scheint das Glück auf ihrer Seite zu haben. Bereits als Kind bereiste sie mit ihrem Großvater die englischen Inseln, immer auf der Suche nach seltenen Pflanzen. Jetzt ist sie in der prächtigen Parkanlage Kew Gardens als Botanikerin angestellt und könnte mit ihrem heimlichen Geliebten nach Asien fahren. Doch ein schrecklicher Unfall hinterlässt ihre Familie beinahe mittellos. Charlotte ringt mit sich, soll sie die Expedition absagen? Und auf das Werben von Victor Bromberg eingehen? Die Ehe mit dem weltgewandten deutschen Geschäftsmann würde sie von vielen Sorgen befreien. Gegen den Rat ihrer Mutter wird sie seine Frau.

Englische Gartenkunst, unbändige Blütenpracht und eine junge Frau, deren Träume in den Himmel wachsen.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Martina Sahler, ist mal wieder ein großartiger Roman gelungen, dieser erste Teil ist ein gelungener Auftakt ihrer dreiteiligen Saga über die Gärtnerin von Kew Gardens . Man spürt hier mit wie viel Herzblut und Recherche sie diese Geschichte geschrieben hat. Den sie selbst lässt sich gerne von der englischen Gartenkunst für ihren eigenen Garten inspirieren. Der Schreibstil ist wie immer sehr Bildhaft , flüssig und spannend, sie nimmt einem beim Lesen bei der Hand und entführt uns in ihre Geschichte, es ist wie ein Strudel, der einem beim Lesen nicht mehr los lässt. Von der ersten bis zur letzten Seite, ist die Spannung hoch, mit vielen überraschenden Momenten und Wendungen. Ihre Figuren sind Authentisch und wirken wie aus Fleisch und Blut, deren einzelne Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet, so dass man sich spielend leicht in sie hinein versetzen konnte. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gebangt und gehofft. Ich freue mich jetzt schon auf die beiden Fortsetzungen, und kann es kaum erwarten sie zu lesen, den ich möchte zu gerne wissen wie es mit Charlotte und ihren Lieben weitergeht.

Es war mir ein großes Vergnügen mit Charlotte durch London und Kew Gardens zu streifen, und ihr bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Sie inspirierte mich geradezu mit neuen Ideen für unseren Garten. Sehr schön waren auch die Ansichten über die Frauen um 1920 beschrieben, für Charlotte war es schon eine große Leistung zu Studieren und auch noch den besten Abschluss zu machen. Natürlich war sie von Kindesbeinen an, durch ihren Großvater einen berühmten Botaniker , quasi geimpft in dessen Fußstapfen zu treten. Natürlich machte man es ihr nicht leicht, eine Stelle in Kew Garden zu bekommen, Männer werden bevorzugt, aber der Name des Großvaters scheint ihr die Tür zu öffnen. Sie ist schon sehr verbissen, ehrgeizig und selbstbewusst, auch wenn sie oft sehr schusselig wirkte. Für die Teilnahme an eine Expedition, kämpft sie mit allen Mitteln, auch für ihre heimliche Liebe Dennis, der ebenfalls in Kew Garden arbeitet. Die Welt scheint perfekt zu sein, ihr Bruder ist aus dem Krieg zurückgekehrt, ihre Mutter ist sehr Liberal und Journalistin, obwohl sie an der unheilbaren Krankheit Parkinson leidet. Durch Zufall lernt sie den reichen deutschen Viktor kennen, der sie geradezu anbetet, und ihr den Himmel auf Erden verspricht. Aber Charlotte möchte unbedingt an dieser Expedition teilnehmen, aber ein schrecklicher Unfall, zerstört ihre Träume. Soll sie sich von Dennis und der Forschungsreise verabschieden, und sich für Viktor entscheiden, der ihr und ihrer Familie all die Sicherheit geben könnte. Was wird Charlotte tun, sich für Viktor entscheiden, der sie wirklich aufrichtig zu Lieben scheint, und ihr jede Freiheit verspricht. Diese Zeilen und den Strauß blauer Astern von ihm scheinen ihr nicht aus dem Sinn zu gehen: „ Der Blick ihrer Sternenaugen geht mir seit ihrer Begegnung nicht mehr aus dem Sinn. Welche Blumen könnte da passender sein als die Blaue Aster.“ Ich hoffe für Charlotte das sich richtig entscheidet, den es fällt schwer seine Träume aufzugeben. Den ich habe sie in mein Herz geschlossen und wünsche ihr alles Glück.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

Träume von einer Perfekten Welt

Eine fast perfekte Welt
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Inhaltsangabe:
Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?

Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen ...

Inhaltsangabe:
Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?

Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen Leben im Dorf. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat, doch die Sehnsucht ist geblieben. Ihrer Tochter Felicita soll es da besser ergehen – und tatsächlich findet sie ihr Glück. Im bunten Hafenviertel von Cagliari fertigt sie Schmuck aus Weggeworfenen und zieht ihren Sohn Gregorio groß – dem das Leben seiner Mutter bald zu eng wird.

Poetisch und berührend erzählt Milena Agus von drei Generationen einer sardischen Familie und davon, dass wir alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen.

Meine Meinung zur Autorin und Buch:
Sehr gut ist, Milena Agus ihr Roman gelungen, eine Geschichte mit viel Tiefgang, die einem sehr berührt, beim Lesen. Wie schreibt sie: „ Eine fast perfekte Welt, ist aus dem Wunsch entstanden, ein Sardinien zu retten, das es ohne Bücher möglicherweise eines Tages nicht mehr gibt.“ Das ist ihr perfekt gelungen,, man spürt mit wie viel Herzblut sie das Leben dieser sardischen Familie erzählt. Ihr Schreibstil ist schon fast poetisch, uns sie schreibt in leisen tönen, ohne unnötige Schnörkel. Alles ist sehr bildhaft dargestellt, man sieht die steinige Landschaft vor sich, der blaue Himmel, das glitzernde Meer , die Menschen die auf der Insel leben, die Kargheit, die Armut, der tägliche Überlebenskampf und die verwurzelnden Traditionen. Die Figuren und ihre einzelnen Charaktere sind wunderschön heraus kristallisiert. Sie gewährt uns tiefe Einblicke in deren Seelenleben, ihren Träumen und Hoffnungen auf ein erfülltes leben, man erlebt es hautnah mit.
„Eine Geschichte die mich tief bewegt und nachdenklich gemacht hat.“Das Buch hat mich so gefesselt, das ich es auf einen Rutsch durchgelesen habe, und die Nacht zum Tage machte.

Ester, ist eine ungewöhnliche Frau, mit großen Träumen, Hoffnungen und Wünschen, kein Wunder das sie sich von Sardinen weg sehnt, ihre Mutter ist eine harte und Gefühlslose Frau. Sehr oft sagt sie: „Wie schafft man es bloß, an einem solchen Ort zu leben.“° Als ihr verlobter Raffael endlich aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrt, scheint sich ihr Traum zu erfüllen, sie ziehen aus Festland nach Genua, aber auch dort ist Ester unglücklich und unzufrieden, ihr fehlt die saubere Luft , und sie wiederholt den gleichen Satz°, auch ihr nächster Wohnort Mailand . Nur ihre gemeinsame Tochter Felicitas scheint sich dort wohlzufühlen. Für ihre Mutter scheint es keine Perfekten Ort auf dieser Welt zugeben, man konnte Esters Unzufriedenheit spüren und fühlen. Sie schafft es das ihr Mann und ihre Tochter einknicken, und sie nach Sardinen, ihre fast perfekte Welt zurückkehren. Aber Ester bleibt zerbissen und träumt weiter von ihrer perfekten Welt. Nur Felicitas scheint es zu schaffen, sich aus diesem engen Familienkorsett zu befreien, um ihren eigenen Weg zu gehen. Sie zieht von Inland an die Küste, nach Cagliari und mit ihr erleben wir dort das quirlige und bunte Leben in der Hafenstadt. Auch wenn ihr Weg oft Steinig und schwer ist, gibt sie nicht auf, sie versucht das Positive zu sehen, um sich dort ihre eigene Perfekte Welt zu schaffen, die sie erfüllt. Aber auch um ihrem Kind eine bessere Zukunft zu geben, den der kleine Gregorio, ist zwar ein unbändiger Junge, aber ein begnadeter Klavierspieler, er liebt den Jazz wie sein Großvater Raffael und träumt auch von New York. Das leben dieser drei Generationen ist so lebendig und Authentisch dargestellt, das wir mit allen Hoffen auf ein Erfülltes Leben.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Mütter und Töchter

Leuchtende Tage
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Inhaltsangabe: Quelle dtv Verlag
Wie wird man die Frau, die man sein will?
In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen ...

Inhaltsangabe: Quelle dtv Verlag
Wie wird man die Frau, die man sein will?
In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen und Schneidergesellen Emile. Im Rheingau, fernab einer konservativen Gesellschaft, wollen sie selbstbestimmt leben. Schon bald ist das Paar bekannt für seine extravagante Reform-Mode. Doch dann bricht der Krieg aus und bringt neue Herausforderungen ... Hundert Jahre später hat auch Lisettes Urenkelin das Gefühl, nicht in ihr Leben zu passen. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Nach und nach entfaltet sich für Maya die bewegende Geschichte der Frauen ihrer Familie – und ihre eigene.

Meine Meinung zur Autorin und Buch:
Es ist mein erstes Buch von Astrid Ruppert, und ich freue mich schon Wahnsinnig auf die Fortsetzung ihrer Familien Trilogie. Mit viel Herzblut erzählt sie die Geschichte von Müttern und Töchtern. Das ganze spielt auch noch in meiner Lieblingsstadt Wiesbaden. Besonders Lisette ist mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Ihr Schreibstil ist sehr Bildhaft, Klar und mitreißend, ohne unnützige Schnörkel. Es geht hier um Sehnsucht nach Freiheit , bedingungsloser Liebe und Selbstverwirklichung. Die damalige Zeit ist sehr gut wiedergegeben, besonders was uns Frauen betrifft. Die verschiedenen Zeitebenen von 1888 -2006 , hat sie wundervoll miteinander verwoben. Ihre Figuren wirken wie aus Fleisch und Blut, auch die einzelen Charaktere hat sie gut herausgearbeitet, so das man sich in jede einzelne Figur hinein versetzen konnte, und mit ihnen gelacht und geweint hat. Es hat riesigen Spaß gemacht durch Wiesbaden zu Wandeln, mit dem Besuch im legendären Café Maldaner, oder die berühmten Ananastörtchen bei Kunder zu genießen. Beide Café gibt es heute noch…...

Ich sah Lisette vor mir, und konnte ihren Traum nachfühlen Mode zu entwerfen, was auch mein großer Traum war. Daher spürte ich auch ihre Enttäuschung, das sie nicht den Beruf ergreifen durfte. Besonders ihre Mutter stellte sich quer, eine Tochter aus gutem Hause und Berufstätig, eine Blamage. Ich konnte nur den Hut ziehen, als sie bei Nacht und Nebel aus ihrem Elternhaus floh, mit ihrem heimlichen Freund Emilie, einem Schneider. Im Bewusstsein eine gesicherte Zukunft aufzugeben, und demnächst in bescheidenen Verhältnissen zu Leben. Emilie und Lisette passen so gut zusammen, sie sind Seelenverwandte, er lässt Lisette alle Freiheiten der Welt. Man konnte beide nur bewundern wie sie gegen alle Widerstände ankämpfen, ihre beider Sehnsucht nach Erfolg, Anerkennung und Freiheit. Man kann es sich ja vorstellen wie die Eltern von Lisette reagiert haben, für sie ein Skandal ohne gleichen. Jedenfalls war es schön Lisette und Emilie auf dem gemeinsamen Weg zu begleiten, ihnen über die Schulter zu schauen. Besonders Lisette revolutionäre Mode Entwürfe zu Reformkleidung mit zu erleben. Als sie endlich Boden gefasst haben, bricht der 1. Weltkrieg aus, und es scheint mit dem grenzenlosen Glück ist es aus. Es war Maya die Urenkelin, von Lisette die sich 2006 auf Spurensuche von ihr machte, mit ihr lernen wir auch ihre Mutter Paula und ihre Oma Charlotte kennen, Einzelgängerinnen die sie die „ Winterfrauen“ nennt. Auch Maya möchte sie selbst verwirklichen und sucht noch nach ihrem Weg. Eine Geschichte voller spannender Wendungen, mit taffen Frauen, lasst euch überraschen. Ich jedenfalls freue mich schon auf den 2. Teil „ Wilde Jahre“ und bin gespannt wie es mit den Winterfrauen weitergeht.

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